Jobs in den Erneuerbaren Energien noch nicht marktfähig
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Jobs in den Erneuerbaren Energien noch nicht marktfähig

Die intensive Subventionierung der erneuerbaren Energien hat bis dato nicht zu einem anhaltenden grünen Jobwunder geführt, sondern sogar zu einem massiven Stellenabbau in einzelnen Branchen.

Die intensive Subventionierung der erneuerbaren Energien hat bis dato nicht zu einem anhaltenden grünen Jobwunder geführt, sondern sogar zu einem massiven Stellenabbau in einzelnen Branchen.

Bildquelle: Uwe Schlick / pixelio.de

Jobs in den Erneuerbaren Energien noch nicht marktfähig

Die erneuerbaren Energien haben sich in den letzten Jahren zu einer der führenden deutschen Technologiebranchen mit mehreren hunderttausend Beschäftigten entwickelt.

Viele Hochschulen bieten mittlerweile teilweise hoch spezialisierte Studien- oder Weiterbildungsangebote an, die das Know-how für diese noch jungen grünen Branchen vermitteln.

Ebenso sind in den vergangenen Jahren Nischen-Jobbörsen wie das grüne Karriereportal JOBVERDE.de entstanden, die insbesondere Stellenangebote aus grünen Märkten bündeln und bei Job-Suchenden immer beliebter werden. Doch auch über große Meta-Jobsuchmaschinen wie Jobtonic haben Jobsuchende gute Chancen, Stellenangebote in bestimmten Regionen zu bestimmten Begriffen zu finden.

Seit 2004 hat sich die Zahl der Beschäftigten im Segment der erneuerbaren Energien zwar mehr als verdoppelt, leider hat dieses rapide Jobwachstum jedoch ebenso eine Kehrseite und ist seit einiger Zeit stark rückläufig.

Die intensive Subventionierung der erneuerbaren Energien hat bis dato nicht zu einem anhaltenden grünen Jobwunder geführt, sondern sogar zu einem massiven Stellenabbau in einzelnen Branchen während der letzten Monate. Nach einer vom Bundeswirtschaftsministerium veröffentlichten Studie arbeiteten im Jahr 2013 rund 370.000 Menschen bei Herstellern, Zulieferern und Projektierern in den erneuerbaren Energien. Das sind rund sieben Prozent weniger als noch im Vorjahr.

Zu diesem Rückgang hat maßgeblich der Solarsektor beigetragen, in dem rund jeder zweite Beschäftigte innerhalb eines Jahres seinen Job verloren hat.

Selbst 15 Jahre nach Einführung der Ökostrom-Subventionen im Rahmen des EEG ist die Wirtschaft immer noch abhängig davon und kann diese Jobs kaum selbst erhalten. Daher wird das EEG in der Studie auch als Haupttreiber für die Beschäftigung im erneuerbare Energien Sektor genannt und insgesamt für noch immer 70 Prozent der Beschäftigung verantwortlich sei. Weiterhin fielen in den letzten Monaten Investitionen in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien um ca. 20% zurück.

Experten gehen davon aus, dass dieser negative Trend vorerst anhält und stabilisierende Beschäftigungseffekte insbesondere im Bereich „Betrieb und Wartung von Öko-Energieanlagen“ sowie im Bereich „Biomassebrennstoff“ einsetzten.

Erst, wenn grüne Technologien flächendeckend deutlich wirtschaftlicher werden, kann davon ausgegangen werden, dass nachhaltige Arbeitsplätze in diesem Sektor entstehen und auch der grüne Job-Motor nachhaltig warmlaufen kann.  

Der weltweite Mega-Trend hin zu erneuerbaren Energien wird Deutschland jedoch als Export- und Wissensnation langfristig wieder stärken. Weiterhin werden  auch neue Tätigkeitsfelder im Rahmen der Integration der Erneuerbaren Energien entstehen, was sich wiederum positiv auf Beschäftigung in diesem Sektor auswirken wird.



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