Biodiversität: Ohne Vielfalt keine Entwicklung
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Biodiversität: Ohne Vielfalt keine Entwicklung

Die größten Industrienationen (G7) haben die Förderung und den Erhalt biologischer Vielfalt mittlerweile ebenso ganz oben auf der Agenda stehen.

Die größten Industrienationen (G7) haben die Förderung und den Erhalt biologischer Vielfalt mittlerweile ebenso ganz oben auf der Agenda stehen.

24.08.2015

Der Begriff der Biodiversität umfasst die folgenden 3 Ebenen: die Vielfalt der Ökosysteme (dazu gehören Lebensgemeinschaften, Lebensräume und Landschaften), die Artenvielfalt sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten.

Das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity  - CBD) ist ein weltumspannendes, völkerrechtlich verbindliches Abkommen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der belebten Natur und bezieht sich sowohl auf die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten, als auch auf die Vielfalt innerhalb der Arten (z.B. Nutztierassen) und auf die Vielfalt der Ökosysteme. Die CBD hat mittlerweile 194 Mitgliedsstaaten, inklusive Deutschland und die Europäische Union.

Die größten Industrienationen (G7) haben die Förderung und den Erhalt biologischer Vielfalt mittlerweile ebenso ganz oben auf der Agenda stehen.

In Deutschland wurde am 7. November 2007 die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt vom Bundeskabinett offiziell verabschiedet. Seitdem hat ein intensiver und breit angelegter Dialogprozess mit allen relevanten Akteurs-Gruppen eingesetzt. Ziel ist es, möglichst viele unterschiedliche Parteien und Gesellschaftsschichten zu erreichen.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung setzt hierbei stark auf Aufklärung und Partizipation. Zusammen mit den G7 hat es einen kleinen Leitfaden erstellt mit den wesentlichen Maßnahmen, die man als Verbraucher befolgen kann:

  • Mit dem Erwerb lokal erzeugter Lebensmittel aus verantwortungsvoller Produktion werden Transportwege kurz gehalten, was Energie spart und die CO2-Bilanz schont
  • Kauf von fair gehandelten Produkten, die die Bauern in den Entwicklungsländern unterstützen
  • Verzicht von Souvenirs aus Tieren, damit Artensterben entgegengewirkt wird und vor allem geschützte Arten vor Wilderei sicher sind
  • Verzehr von Fisch aus nachhaltiger Fischerei (z.B. MSC-zertifiziert)
  • Verwendung von nachhaltigen Holz-Produkten, die beispielsweise das FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) tragen

Das komplette Bundesprogramm zur Biologischen Vielfalt zur nationalen Strategie gibt es hier als PDF. Es werden von der Bundesregierung auch internationale Projekte wie in Zentral- und Südamerika sowie in Afrika gefördert. Der 22. Mai ist mittlerweile zum "Internationalen Tag der Biodiversität" gekürt worden. Aus diesem Anlass haben viele regionale Initiativen wie das Netzwerk BioFrankfurt eigene Aktionswochen ins Leben gerufen.

Von politischer und wissenschaftlicher Seite aus angestoßene Initiativen sind jedoch längst nicht die einzigen. Auch die Kultur hat biologische Vielfalt als eines der Schlüsselthemen endeckt. Auch Immer mehr Filmemacher greifen dieses Thema auf und versuchen, die Menschen zu sensibiisieren und zum Nachdenken und Mitmachen anzuregen.

Leider bleibt  festzustellen, dass es trotz aller bisheriger Anstrengungen nicht gelingt, den Rückgang von Tier- und Pflanzenarten und ihren Lebensräumen aufzuhalten. Daher ist entschlossenes Handeln notwendig, um die Trendwende zu mehr biologischer Vielfalt zu verwirklichen.



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