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Bio-Olivenöl - Preis, Vorteile und Verträglichkeit

Was muss Bio-Olivenöl kosten, damit es gesund und gut verträglich ist und hat es wirklich Vorteile gegenüber konventionellem Olivenöl? Fragen, denen wir für euch auf den Grund gegangen sind und hier beantwortet haben.

Alles über Bio-Olivenöl
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Was muss Bio-Olivenöl kosten, damit es gesund und gut verträglich ist und hat es wirklich Vorteile gegenüber konventionellem Olivenöl? Fragen, denen wir für euch auf den Grund gegangen sind und hier beantwortet haben.

06.05.2020 - Ein Beitrag von Dorothea Meyer , Foto: Symbolbild © Pixabay

Insbesondere die Italiener*innen, die immer ein gutes Olivenöl im Voratsschrank aufbewahren, verbrauchen durchschnittlich in einer vierköpfigen Familie rund 30 bis 35 Liter Olivenöljährlich. Jenes wird nicht nur im kalten Zustand, sondern gerne auch zum Braten und Frittieren verwendet. Auch in Deutschland wird Olivenöl für die Zubereitung von verschiedenen herzhaften als auch süßen Speise reichlich und gerne genutzt. Aber ist jedes Olivenöl gleich gut? Und was gilt es beim Kauf des Öls, welches aus der Olive gewonnen wird, zu beachten? Wir klären auf.

Bio-Olivenöl: Wie wird es hergestellt?

Für die Herstellung von einem Liter Olivenöl braucht es allgemein - je nach Olivensorte und Reifegrad - zwischen fünf und acht Kilogramm Oliven. Der Olivenbauer oder -bäuerinnen ernten die dafür notwendigen Oliven zunächst per Hand. Dann geht es zur Pressung. Die Oliven werden dafür von Zweigen, Blättern und Stielen entfernt und anschließend gewaschen. In der Olivenpresse werden die Oliven mitsamt ihrem Kern zermahlen. Das daraus entstehende dunkle Fruchtfleisch wird dann von der Flüssigkeit getrennt, die aus einem Öl-Wasser-Gemisch besteht. Das Öl wiederrum wird im nächsten Produktionsschritt vom Wasser getrennt und heraus fließt das grüne Olivenöl.

Die Oliven für konventionelle Olivenöle werden meist aus Oliven hergestellt, die künstlich gedüngt und gespritzt werden. Anders sieht es bei den Oliven für Bio-Olivenöle aus: diese sind natürlich gedüngt und werden nicht gespritzt – und wenn, dann ausschließlich mit natürlichen, geprüften Mitteln. Die Hersteller*innen von hochwertigem Olivenöl werden zudem strenger in Sachen Qualität und Herstellungsverfahren ihrer Öle kontrolliert.

Olivenöl ist gesund

Sowohl Olivenöl, als auch Bio-Olivenöl, haben, wenn sie qualitativ hochwertig sind, viele positive Wirkungen auf unseren Körper. Gutes Olivenöl kann beispielsweise vor Herzinfarkten und Krebs schützen aber auch Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Osteoporose und Übergewicht vorbeugen, das Knochenwachstum fördern, Cholesterinspiegel und Bluthochdruck senken, die Nerven stärken, die Haut straffen und es hat eine desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung. Und auch auf Abszesse, Nagelerkrankungen, Wunden, Insektenstiche, rheumatische Beschwerden, Muskelkater und Krämpfe soll sich Olivenöl positiv auswirken.

Trotz der besagten gesundheitlichen Vorteile, sollte dennoch immer auf eine richtige, und nicht übermäßige Dosierung des Olivenöls geachtet werden, denn es enthält nicht nur enorm viele Kalorien, sondern hat auch ein sehr unausgewogenes Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren. Dadurch, dass Olivenöl nur eine sehr geringe Menge an Omega-3 enthält, kann der Überschuss an Omega-6 nicht ausreichend von unserem Körper verarbeitet bzw. aufgenommen werden und sogar entzündungsfördernd wirken, wenn wir zu viel des Öls in der Küche verwenden. Alternativ können zur Abwechslung kaltgepresstes Lein- oder Walnussöl aber auch Rapsöl zum Kochen oder verfeinern von Gerichten verwendet werden dessen Verhältnis von ungesättigten und gesättigten Fettsäuren deutlich ausgeglichener ist.

Was kostet gutes Bio-Olivenöl?

Die Hersteller*innen von Olivenöl haben allerlei Kosten zu tragen, damit aus den Steinfrüchten später gutes Olivenöl entsteht. Dazu muss der Olivenhain gehegt und gepflegt werden, sich um den Baumschnitt, die Behandlung zum Schutz vor Krankheiten und Schädlingen und die Bearbeitung des Bodens gekümmert werden. Wenn die Oliven dann reif sind, ist eine Ernte nur mit vielen helfenden Händen möglich. In aufwändiger Arbeit pflücken die Erntehelfer*innen sie von Hand und streifen die Oliven von den Ästen ab. Jene Helfer*innen wollen selbstverständlich bezahlt werden und auch Maschinen, wie Traktoren kosten eine Menge Geld im Unterhalt. In der Ölmühle, wo die Oliven zur Verarbeitung zum Olivenöl landen, müssen ebenfalls Mitarbeiter bezahlt und Maschinen in Stand gehalten werden. Zu guter Letzt kommen noch Kosten für Zertifizierungen und Analysen.

Ein gutes und hochwertiges Olivenöl hat damit durchaus seinen Preis, der aber aufgrund sorgfältiger und gewissenhafter Arbeit und gerechten Bedingungen durchaus gerechtfertigt ist. So bekommt ihr beispielsweise tolles Bio-Olivenöl bei der Essig & Öl Compagnie ab 12,90 Euro pro 500ml oder eine milde Variante bei Elissón ab 12,50 Euro pro 500ml.

Woran du gutes Olivenöl erkennst

Das Aroma von gutem Olivenöl wird als fruchtig, etwas bitter und manchmal auch etwas scharf beschrieben. Weniger gutes Olivenöl, wird von Experten mit den Adjektiven “stichig”, “schlammig” und “ranzig” beschrieben. Eine gute Verträglichkeit des Olivenöls ist bei solchen Olivenölen oft nicht gegeben.



Neben dem Geschmack erkennt man gutes Olivenöl auch an der Farbe. Olivenöl sollte eher dünnflüssig sein, eine leuchtend grüne Farbe haben oder zumindest einen Grünschimmer aufweisen. Ein zähflüssiges, gelbes Olivenöl weist auf eine fortgeschrittene Oxidation hin und ist weniger gut für uns.

Der Säuregehalt eines guten Olivenöls (“nativ extra”) darf nach EU-Richtlinen außerdem den Säuregehalt von 0,8 Prozent nicht überschreiten. Olivenöl, das in Tests gut abschneidet, hat oft sogar einen Säuregehalt von weniger als 0,4 Prozent.

Olivenöl bei dem du dir definitiv sicher sein kannst, dass es von hochwertiger Qualität ist, gibt es beispielsweise bei Ölmühle Garting oder Limbua. Dort findest du neben Bio-Olivenöl auch noch weitere schmackhafte Speiseöle, Satten, Nüsse und mehr. 

Bio-Olivenöl vs. Konventionelles Olivenöl: Gibt es wirklich Vorteile?

Der Kauf von Bio-Olivenöl unterstützt auf jeden Fall eine nachhaltige Landwirtschaft – das ist für uns und alle künftigen Generationen von großem Vorteil. Viele Tests zeigen aber, dass die Qualität von Bio-Olivenöl nicht automatisch besser sein muss, als die von konventionellem. Immer wieder schneiden konventionelle Olivenöle in Verbrauchertests besser ab, als biologische. Ebenso erkennen Experten auch im Geschmack keinen wirklichen Vorteil gegenüber konventionellem Olivenöl. Hier gilt also: Bio-Olivenöl ist nicht besser als “normales” Olivenöl. Aber: Gutes Olivenöl hat seinen Preis!

Wähl dein Oliven-Öl weise

In zahlreichen Tests von Stiftung Warentest wurde in den letzten Jahren immer wieder aufgezeigt: Viele Öle, die uns in unseren Supermärkten und Discountern angeboten werden, schmecken ranzig und enthalten bedenkliche Schadstoffe. Auf der Etikettierung vieler Olivenöle wird außerdem geschwindelt, hier werden falsche Güteklassen angegeben. Laut Stiftung Warentest sollte man beim Kauf des Olivenöls nicht nur auf den Preis schauen, denn die sensorisch besten Öle sind teuer. Davon abgesehen konnte in dem Test aber auch nicht automatisch jedes teure Olivenöl überzeugen.

Der Kauf von Bio-Olivenöl hingegen unterstützt in jedem Fall eine nachhaltige Landwirtschaft – das ist für uns und alle künftigen Generationen von großem Vorteil. Es gibt zwar Tests die zeigen, dass die Qualität von Bio-Olivenöl nicht automatisch besser sein muss, als die von konventionellem. Dennoch kannst du bei Bio-Olivenöl wie beispielsweise von Öhlmühle Garting oder Essig & Öl Compagnie davon ausgehen, dass die Öle nicht nur absolut lecker und vollmundig sind, sondern auch unter fairen und gerechten Bedingungen produziert worden ist. Hier gilt also: Augen auf beim Olivenöl-Kauf!

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Kommentare
Naturlinchen
23.07.2018
Bio-Olivenöl ist auch in meinen Augen ein total unterschätztes Wundermittel. Ich verwende es für fast alles. Sogar als Haarkur und als Handcreme bzw. "Handöl". In meinen Augen ist es noch besser als das um einiges teurere Arganöl.

Alfonso Linares
11.07.2018
Einige Forschungen haben schon gezeigt, dass Olivenöl eine echtes Medikament ist. Es ist aber keine Überraschung, dass in den südlichen Ländern wie Spanien, Italien oder Griechland, Krebs Fälle wircklich niedriger vorkommen, als in Deutschland, UK oder Schweden. In unserem Blog (http://nativesolivenoelextra.com/) arbeiten wir dafür, die Einzelheiten dieser Forschungen Ihnen zu erklären. Schönes Mittwoch!

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