Vegan am Filmset
Gesellschaft

Vegan am Filmset

Schauspielerin Inez Bjørg David lebt seit Jahren vegan. Im Interview schauen wir mit ihr gemeinsam hinter die Kulissen. Gibt es am Set auch immer ein veganes Gericht? Und wie sehr spielt nachhaltige Ernährung eine Rolle in der Filmwelt?

<p>Schauspielerin Inez Bjørg David lebt seit Jahren vegan. Im Interview schauen wir mit ihr gemeinsam hinter die Kulissen. Gibt es am Set auch immer ein veganes Gericht? Und wie sehr spielt nachhaltige Ernährung eine Rolle in der Filmwelt?</p>
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17.03.2017 - Bild © ZDF

LifeVERDE: Frau David, Sie ernähren sich vegan. Wie kam es dazu und aus welcher Überzeugung heraus?

Schauspielerin Inez Bjørg David: Beim drehen gibt es in der Regel nicht das beste Essen. Selbst wenn es Mal sehr gut schmeckt, ist die Qualität oft nicht die beste, und durch die langen Tagen fängt man schnell an mit Süßigkeiten und Kaffee um durch den Tag zu kommen. Ich habe mich dann nach einem sehr langem Dreh deutlich bewusster mit meinem Essen auseinandergesetzt, und da ich eh schon Vegetarierin war, war der Sprung nicht so schwer. Es ist aber sehr leicht vegetarisch oder vegan genau so ungesund zu leben wie die „Alles-Fresser“. Mittlerweile lebe ich selbstverständlich aber auch nicht-militant vegan. Das heißt für mich, dass ich zu Hause 100% vegan lebe und wenn ich Unterwegs bin so gut wie es geht. Vor allem bei jemandem zu Hause würde ich nie einen Kuchen ablehnen weil dort Butter drin wäre.

Wie sehen Ihre Lieblings-Rezepte aus? Haben Sie auch eigene Kreationen?

Ich koche sehr einfach, aber angeblich sehr lecker ;-D Reis und Nudeln gibt’s nur, wenn die Kinder mich danach fragen, ansonsten gibt es eine Menge wilde Salate (meist ohne Blatt-Salate, die mag ich nicht gerne) und Gemüse aus dem Ofen oder von der Pfanne. Immer je nach Saison. Ich lasse mich immer von der Auswahl inspirieren und von dem was ich selbst im Garten finde. Hier im Frühling lieben es die Kinder und ich z.B. Löwenzahngelee und Löwenzahnknospen-Kapern zu machen.

Wie ist das Bewusstsein für einen veganen Lebensstil in Ihrem Umfeld? Was haben Sie für Erfahrungen gemacht?

In künstlerischen Kreisen sind trendige Sachen meistens sehr präsent. Und Vegan ist nun Mal Trend. Vor 5 Jahren haben mich noch viele komisch angeguckt, jetzt höre ich oft beim Catering: „Ist alles vegan, ausser das Fleisch“. Auch weil immer mehr Menschen von verschiedenen Allergien geplagt sind, wird gerne vegan gekocht.

Gibt es Menschen, die Sie für Ihren veganen Lebensstil kritisieren und was entgegnen Sie diesen?

Eigentlich nicht. Vielleicht auch weil ich sie nicht kritisiere. Manchmal sind die Kollegen ein bisschen „vorsichtig“ mit mir und sagen: Kann ich neben Dir sitzen, wenn ich Fleisch esse? Ich antworte dann so was wie: So lange Du mich nicht zwingst von Deinem Teller zu essen. Mit Humor geht alles eh einfacher.

Für die ZDF-Reihe „Chaosqueens“ haben Sie den Film „Für jede Lösung ein Problem“ gedreht. Gab es dort auch veganes Essen am Set? Und spielt nachhaltige Ernährung generell eine Rolle in der „Filmwelt“?

Ich muss gestehen, ich erinnere mich gerade nicht an das Catering bei genau diesem Film. Es gibt aber immer das wonach gefragt wird. Meistens muss ich am ersten Tag nachfragen ob es angekommen ist, und ab dem 2. Drehtag gibt es dann selbstverständlich, wenn nicht eh schon vorhanden, die vegane Alternative. Meistens schließen sich dann einige Leute aus dem Team an.

Sie waren gerade auf einem Medidationsseminar in Indien. Können Sie kurz beschreiben, was Sie dort erlebt haben und wie so ein Meditationsseminar abläuft. Wieso haben Sie sich dafür entschieden?

Kurz beschreiben kann ich es tatsächlich nicht. Zumindest nicht diese Reise. Die war großartig und bewegend. Ich mache seit 20 Jahren Yoga und Meditation. Unterrichten tue ich auch schon 10 Jahre (Hatha und Kundalini Yoga), und ich liebe es. Gerade plane ich mit meiner Freundin und großartige Sat Nam Rasayan Lehrerin Hanka Sat Want eine Workshop Tour durch Deutschland. Unser Hauptworkshop ist nur für Frauen (mit oder ohne Kinder) und heißt „The Powerful Feminine“.





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