Grüne Wirtschaft

Sag nein zu tierischem Protein und hallo zum Protein aus der Erbse

INTERVIEW | Proteinpulver gibt es in vielen Variationen – auch in veganer Form. Warum vegane Proteine eine gesunde und umweltfreundliche Alternative sind, erfährst du im Interview mit MADENA.

INTERVIEW | Proteinpulver gibt es in vielen Variationen – auch in veganer Form. Warum vegane Proteine eine gesunde und umweltfreundliche Alternative sind, erfährst du im Interview mit MADENA.

29.04.2021 | Ein Interview geführt von Deborah Iber | Bilder: MADENA, Unsplash


Proteine helfen unserem Körper unter anderem beim Muskelaufbau und der Immunabwehr. Bekannt ist vor allem, dass reichlich Proteine in Tierprodukten wie Fleisch, Eiern und Milchprodukten vorkommen. Es muss aber nicht immer das tierische Protein sein – denn einige Pflanzen haben in Sachen Protein genauso viel zu bieten: Zum Beispiel Erbsen oder Reis.

Im Interview erklärt uns Maximilian Keil von MADENA, was genau diese veganen Proteine zu bieten haben, wofür sich Proteinpulver aus Erbsen und Reis eignet und welche Rolle Nachhaltigkeit für das Unternehmen speilt.

 

LifeVERDE: Maximilian, MADENA entstand aus der Leidenschaft für Naturheilverfahren und dem Apothekerwissen deines Vaters Rudolf Keil. Was zeichnet MADENA aus?

MAXIMILIAN: MADENA ist die Marke unter der wir unsere Lebensphilosophie bündeln und u.a. sinnvolle, hochqualitative Nahrungsergänzungsmittel anbieten. MADENA zeichnet aus, dass wir jede Rezeptur selbst entwickeln und selbstverständlich immer auf die am Markt höchste verfügbare Rohstoffqualität zurückgreifen. Hier können wir nicht nur auf das pharmazeutische Wissen meines Vaters, sondern insbesondere auch auf seine jahrzehntelange Erfahrung aus der Praxis unserer Apotheke zurückgreifen. Wir legen sehr hohen Wert auf die Nähe zu den Kund*innen, um zielgerichtet Problemlöser zu entwickeln.

 

Welche Produkte bietet das Sortiment von MADENA und wie schneiden sie in Sachen Nachhaltigkeit ab?

Wir entwickeln unser Portfolio kontinuierlich weiter und bieten aktuell verschiedenste Produkte zum Beispiel aus den Bereichen Darmgesundheit, Säure-Basen-Haushalt, Fitness & Figur, Kinderwunsch & Schwangerschaft oder Immunsystem an.

Das Thema Nachhaltigkeit versuchen wir so ganzheitlich wie möglich zu betrachten. Dabei berücksichtigen wir nicht nur die sorgfältige Auswahl von Verpackungsmaterialien, sondern haben stets die gesamte Lieferkette im Blick – auch wenn der Endkunde dies gar nicht mitbekommt, bei der Erstellung eines Produktes macht die Lieferkette aber den wesentlichen Anteil in Bezug auf den ökologischen Fußabdruck aus. Hierzu gehören natürlich auch Verpackungsmaterialien aus möglichst nachwachsenden Rohstoffen, optimierte Transportwege, zentralisierte oder digitale Arbeitsplätze oder die Rohstoffbeschaffung.

 

MADENA verwendet „nur beste Inhaltsstoffe in sorgfältiger Zusammensetzung“ – erläutere uns einmal, was genau damit gemeint ist und welche Inhaltsstoffe ihr hauptsächlich verwendet.

Wie schon erwähnt entwickeln wir jede unserer Rezepturen inhouse. Die eingesetzten Rohstoffe sourcen wir weltweit größtenteils selbst. Bei der Qualität der eingesetzten Rohstoffe verlassen wir uns nicht ausschließlich auf externe Zertifizierungen wie Bio-Labels o.ä., sondern haben zudem über die Zeit auch einen internen Qualitätskatalog mit Kriterien entwickelt, welche erfüllt werden müssen, damit ein Rohstoff zum Einsatz kommt. Hier ist beispielweise unabdinglich, dass jeder Rohstoff pharmazeutische Qualität aufweist. Zusammen mit unserem Erfahrungsschatz erlaubt uns dies ein optimal harmonisiertes Endprodukt anzubieten.

 

Die Herstellung aller Produkte findet in Deutschland statt. Ist eure Wertschöpfungskette dadurch regional oder stammen die Inhaltsstoffe von weiter weg?

Die Endproduktion aller MADENA-Produkte findet in Deutschland statt. Dies ist uns besonders wichtig, da wir hier unter höchsten Lebensmittelstandards produzieren können.

Natürlich können nicht alle Rohstoffe ursprünglich aus Deutschland stammen. Hier ist es wichtig, dass wir einen direkten Draht zu den Produzenten haben und genau wissen wie gearbeitet wird.  Auch hier gilt: Wertschöpfungskette optimieren und Synergien schaffen.

 

Veganes Proteinpulver gehört unter anderem zum MADENA Produktangebot. Allgemein gefragt: Wofür sind Proteine gut und warum glaubt ihr, dass vegane Proteine besser sind als die von tierischen Produkten oder Fleisch?

Proteine sind aus Aminosäuren aufgebaut. Man nennt die Aminosäuren auch „Bausteine des Lebens“. Wie diese Aminosäuren verknüpft werden, um ein Protein zu bilden, ist genetisch festgelegt. Nach diesem genetischen Code entstehen Proteine mit verschiedenen Funktionen. Diese sind: Strukturproteine wie Kollagen und Elastin, Enzyme, Hormone, Gerinnungsfaktoren, Antikörper und Transport-Moleküle. Um eine ausreichende Biosynthese von Proteinen zu gewährleisten, müssen die einzelnen Aminosäuren in ausreichender Menge und dem richtigen Verhältnis zueinander vorhanden sein. Dies kann man sowohl durch tierisches als auch pflanzliches Eiweiß erreichen.

Die gesundheitliche Überlegenheit von Pflanzenprotein ist für uns ein entscheidendes Argument pro Pflanze. So konnten Studien zeigen, dass durch weniger tierisches und mehr pflanzliches Protein in der Nahrung die Entwicklung von Tumoren signifikant positiv beeinflusst wird. Thema Diät: Der Sättigungseffekt von Protein aus Hülsenfrüchten ist besser als der von tierischem Protein. Der Muskelaufbaueffekt von Erbsenprotein ist genauso wirksam wie bei Molkenprotein. Ernährungstherapeutisch hat sich Reisprotein bei Artheriosklerose, hohen Cholesterinwerten und Insulinresistenz bewährt. Neben allen gesundheitlichen Aspekten spielen für uns auch Umweltfragen und ethische Fragen eine Rolle. Es stellt sich doch die Frage, warum man Nahrungseiweiß so konsumieren muss, dass zunächst ein erheblicher Eiweißanteil der Pflanze durch die Tierzucht aufgebracht werden muss, um als Endprodukt deutlich weniger tierisches Eiweiß zu erhalten als pflanzliches eingesetzt wurde – mal ganz abgesehen von dem Tierleid, welches durch Massentierhaltung entsteht. Eine pflanzenbasierte Ernährung, und das gilt insbesondere auch für den Konsum von Pflanzeneiweiß, ist gesünder, nachhaltiger und mit weniger Tierleid verbunden.

Danke für die ausführliche Erklärung. Als pflanzliches Protein bietet ihr Erbsenprotein und Reisprotein an: Was unterscheidet diese Arten von Proteinpulvern von den bekannten Whey-Proteinen und macht sie zur nachhaltigeren oder gesünderen Wahl?

Whey- oder Molkenprotein bringt neben einer guten Aminosäurezusammensetzung aus unserer Sicht gesundheitliche Risiken mit sich. Milch und damit auch Molkenprotein enthält den Wachstumsfaktor IGF-1 und mRNA, einen Baustein, der ins Blut aufgenommen wird und unser Erbmaterial beeinflussen kann. Vegetarier und Veganer, die bevorzugt oder ausschließlich pflanzliches Protein zu sich nehmen, haben im Vergleich zu Menschen, die bevorzugt tierisches Protein zu sich nehmen, niedrigere IGF-1 Blutspiegel, was mit einer geringeren Krebsrate einhergeht. Milchprotein gehört zu den Allergenen. Um 50g Molkenprotein zu gewinnen, benötigt man 8 Liter Milch!

Reis- und Erbsenproteine sind frei von den vorgenannten Risiken des Molkenproteins und bieten alle positiven Aspekte, die man vom Molkenprotein erwartet. Reisprotein hat eine so hohe Aminosäurewertigkeit, dass es sogar als Babynahrung zugelassen ist. Man könnte Reisprotein als einzige Eiweißquelle nutzen ohne einen gesundheitlichen Schaden befürchten zu müssen. Kombiniert man es mit Erbsenprotein, erhält man eine nahezu ideale Aminosäurenkomposition, sodass man schon mit geringen pflanzlichen Eiweißmengen eine Vollversorgung mit Aminosäuren gewährleisten kann.
 

Wann und in welcher Form sollte MADENA Proteinpulver eingenommen werden? Hast du ein paar Tipps für unsere Leser*innen?

Wir empfehlen jedem täglich jeweils zwei Esslöffel Reis- und Erbsenprotein verteilt auf die Mahlzeiten zu nehmen. Sportler können ihren Trainingseffekt und ihre Regeneration steigern, indem sie zusätzlich ein bis zwei Stunden vor der sportlichen Belastung und in der ersten Stunde nach der Belastung je einen Esslöffel Reis- und Erbsenprotein in Verbindung mit einer stark kohlenhydratlastigen Mahlzeit zu sich nehmen.
 

Was sind die wichtigsten Werte für euer Unternehmen und gibt es Aspekte, die ihr gerne nachhaltiger oder umweltfreundlicher gestalten würdet?

Für uns unverhandelbar ist die Integrität unserer Produkte und der familiäre Zusammenhalt auf unserer Mission. Wir glauben grundsätzlich, dass sich hohe Qualität immer durchsetzt. Unser Ziel ist es daher ein Angebot für alle gesundheitsliebenden Menschen zu schaffen, welches gerne und guten Gewissens weiterempfohlen wird.

Der faire Umgang mit Ressourcen liegt uns am Herzen und wir sind froh, dass sich das Bewusstsein dahingehend schärft, in jedem Teil der Wertschöpfungskette nachhaltigere Lösungen anzubieten. Dies beobachten wir stets sehr genau und optimieren gegebenenfalls an entsprechender Stelle.


Vielen Dank für das Interview, Maximilian!

Dir schwebt nun auch noch eine Frage im Kopf herum, die du gerne an Madena stellen möchtest?

Dann schreib sie in die Kommentare - wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

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