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Kompostierbare Verpackungen aus Zuckerrohr von sunny tableware

INTERVIEW | Vollständig kompostierbar und gleichzeitig nährstoffreich für den Boden? Mit To Go Verpackungen aus Bagasse kannst du eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft unterstützen.

INTERVIEW | Vollständig kompostierbar und gleichzeitig nährstoffreich für den Boden? Mit To Go Verpackungen aus Bagasse kannst du eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft unterstützen.

11.04.2022 | Ein Interview geführt von Laura Erhunmwunsee | Bild: sunny tableware

Das Plastikmüll Land und Meere verschmutzt und somit ein großes Umweltproblem darstellt, ist kein Geheimnis mehr. Durch das im Jahr 2021 eingeführte Verpackungsgesetz, welches zu einem europaweiten Plastikverbot in der Gastronomie führte, konnte zumindest in dieser Hinsicht der Plastikmüll eingedämmt werden. Als nachhaltige Verpackungslösung bietet sunny tableware für die Gastronomie kompostierbare To Go Verpackungen aus dem Abfallstoff Bagasse an, welcher bei der Zuckerherstellung entsteht. Mehr zur Unternehmensphilosophie von sunny tableware, was den Abfallstoff Bagasse so besonders macht und welche Nachhaltigkeitsziele das Unternehmen verfolgt, erfährst du im Interview. 

LifeVERDE: Christoph und Johannes, mit sunny tableware möchtet ihr dem Plastikmüllverbrauch entgegenwirken. Was hat euch zu dieser Mission verleitet und wer steht hinter sunny tableware? 

Wir von sunny tableware sind uns als Menschen und Unternehmen der ökologischen Verantwortung gegenüber unserem Planeten und kommenden Generationen mehr als bewusst. Mit unseren umweltfreundlichen und nachhaltigen Produkten bieten wir Lösungen für ein plastikfreies Verpacken von Morgen. Dabei bauen wir auf mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von faserbasierten Materialien.

Den Wunsch nach einer sauberen Umwelt und nachhaltigen Verpackungslösungen hat unser Firmengründer Christoph von seinem Großvater geerbt. Er hat bereits vor mehr als einem Vierteljahrhundert Verantwortung übernommen und erfolgreich mit Verpackungen aus papierhaltigen Fasergrundstoffen experimentiert, um aktiv der Verschmutzung der Umwelt mit Plastikmüll entgegenzuwirken. Er gab uns das Wissen und die Erfahrung, die wir uns heute zunutze machen, um unsere Mission zu erfüllen: Gastronomen nachhaltige und ökologisch unbedenkliche Verpackungsmöglichkeiten zu liefern, die den Planeten nicht verschmutzen und wertvolle Ressourcen schonen. Gemeinsam mit Johannes, der schon viele Jahre an Christoph´s Seite auch in anderen Unternehmensbereichen arbeitet, wurde Anfang 2021 sunny tableware gegründet.

Die Idee zu sunny tableware und kompostierbaren Verpackungslösungen aus Bagasse kam uns nach einem Besuch eines Bagassewerks in China und einer Reise nach Indien. Der Schock über die Vermüllung des Subkontinents hat noch am selben Abend zum Entschluss geführt, umweltfreundliche Alternativen zu Einwegkunststoff anzubieten und Gastronomen zu helfen, ihrer ökologischen Verantwortung gerecht zu werden.

Seitdem versuchen wir, unserer Pflicht als Unternehmen und vor allem als Erdbewohner nachzukommen und ökonomische Ansprüche der Gastronomie sowie ökologische Notwendigkeiten gleichermaßen zu befriedigen.

Zu den beiden Gründern:

Christoph Buhl hat sunny tableware gegründet. Als Freund echter nachhaltiger Lösungen engagiert er sich vor allem in der Produktentwicklung und im Vertrieb. Er liebt die direkte Arbeit mit dem Kunden und schiebt deren Wünsche, wann immer es geht, ins Produktmanagement.

Johannes Kessler ist nicht nur einer der Gründer von sunny tableware, sondern auch Geschäftsführer. Neben dem Einkauf widmet er sich der Entwicklung der Produkte und der Lieferprozesse.

Die beiden Gründer Christoph Buhl und Johannes Kessler (Bild: sunny tableware).

Bei der Herstellung der Verpackungslösungen verwendet ihr den Abfallstoff Bagasse, welcher bei der Verarbeitung von Zuckerrohr anfällt. Was macht diesen Reststoff so besonders? 

Die Zuckerrohrabfälle wurden bisher ungenutzt verbrannt und haben dadurch zu Umweltbelastungen geführt. Da es sich bei Zuckerrohrabfällen, um ein hochwertiges Fasermaterial handelt, welches für den Direktkontakt mit Lebensmitteln geeignet ist, bietet sich dieses Material als idealer, kostengünstiger und schnell nachwachsender Rohstoff für die Produktion von ToGo Verpackungen an. 

Die Weiterverarbeitung der Bagassefasern verhindert, dass Zuckerrohrabfälle verbrannt werden, schädliches CO2 freigesetzt wird und keine Ressourcen für den Anbau von Faserrohstoffen verschwendet werden müssen. 

Zuckerrohr wird meist in Ländern wie Brasilien, China oder Indien angebaut. Wie gelangt ihr schlussendlich an den Abfallstoff?

Da Bagasse in den Ländern des Zuckerrohranbaus üblicherweise verbrannt wird und somit zur Verschmutzung der Umwelt vor Ort beiträgt, haben wir uns entschieden unsere Produkte dort herzustellen, wo Bagasse direkt als Reststoff anfällt. 

Das feuchte und schwere Fasermaterial für die Produktion nach Deutschland zu transportieren, würde CO2 verursachen, was wir vermeiden möchten. Daher lassen wir vor Ort bei unseren zertifizierten Partnern herstellen, um die Lieferketten so schlank wie möglich zu halten und den Platz auf den Transportwegen so effektiv wie möglich zu nutzen, um auch hier CO2 und wertvolle Ressourcen einzusparen. 

Wie kann man sich den Verarbeitungsprozess vom Abfallprodukt Bagasse bis hin zum Verpackungsmaterial vorstellen?

Hierzu verlinken wir euch einen ausführlichen Beitrag unseres Blogs: Wie wird aus Zuckerrohr Bagasse? 

Welche Bedingungen in der Verpackungsmittelbranche würdet ihr gerne ändern, damit alles noch etwas nachhaltiger abläuft?

Aktuell sind leider immer noch zu viel Styroporboxen im Markt bzw. in den Lagern der Händler. Diese dürfen weiterhin die vorhandenen Waren abverkaufen. Die Corona Pandemie hat zudem eine starke finanzielle Belastung der Gastronomie Branche herbeigeführt, sodass bei einer Vielzahl der Betriebe, die teureren Alternativen, gegenüber günstigen Plastikboxen weiterhin etablierter sind. Hier wollen wir intensiv mit Gesprächen, Lösungskompetenz und den Vorteilen unserer Verpackungen entgegenwirken.

Im Jahr 2021 wurde ein neues Verpackungsgesetz erlassen, welches ein europaweites Plastikverbot für die Gastronomie beinhaltet. Wie hat sich das Plastikverbot auf sunny tableware ausgewirkt?

Seitdem versuchen wir, unserer Pflicht als Unternehmen nachzukommen und ökonomische Ansprüche der Gastronomie, sowie ökologische Notwendigkeiten gleichermaßen zu befriedigen.

Habt ihr bestimmte Nachhaltigkeitsziele, welche ihr in den kommenden Jahren erreichen möchtet?

Wir richten unsere Ziele nach den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen aus, vor allem:

ZIEL 3: Gesundheit und Wohlergehen

ZIEL 9: Industrie, Innovation, Infrastruktur

ZIEL 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden

ZIEL 12: Nachhaltiger Konsum- und Produktion

ZIEL 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

ZIEL 14: Leben unter Wasser

ZIEL 15: Leben an Land

ZIEL 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Unser wichtigstes Ziel ist es, einen nachhaltigeren Konsum- und Produktion, für Gastronomie Betrieb zu ermöglichen.

Vielen Dank für das Interview Christoph und Johannes!

Dir schwebt nun auch noch eine Frage im Kopf herum, die du gerne an table ware stellen möchtest?

Dann schreib sie in die Kommentare - wir freuen uns auf den Austausch mit dir! 

 

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