Wahrhaft grüne Weihnachten
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Wahrhaft grüne Weihnachten

LifeVERDE gibt Ihnen Tipps für eine „grüne Weihnacht“, mit einem nachhaltigen Tannenbaum, umweltfreundlichem Geschenkpapier und gutem Essen.

LifeVERDE gibt Ihnen Tipps für eine „grüne Weihnacht“, mit einem nachhaltigen Tannenbaum, umweltfreundlichem Geschenkpapier und gutem Essen.

01.12.2017 - Ein Beitrag von Gessica Mirra

Natürlich kann man schon auf kleine Dinge achten, um mit der eigenen Weihnachtsfeier zu Hause, im Kreise der Liebsten, die Umwelt nicht allzu sehr zu belasten. Gerade an den Feiertagen - wo viel Müll zusammenkommt - sollte deshalb auf eine richtige Mülltrennung geachtet werden. Aber auch vor dem Fest kann einiges beachtet werden: Beim Lebensmitteleinkauf kann durch gute Planung vermieden werden, dass zu viele Essensreste nach den Feiertagen weggeschmissen werden müssen. Wenn doch einiges übrigbleibt, dann können natürlich Freunde und Familie "helfen" und mitessen, aber auch Foodsharing ist hier keine schlechte Idee. Projekte wie die App "Schmaus" beispielsweise helfen dabei, Abnehmer zu finden.

Und es müssen auch nicht immer etliche von Geschenken sein, oder? – Wir freuen uns doch sowieso viel mehr über gemeinsam erlebte Zeit als über die x-te Handtasche oder Jeans. Dieser Meinung ist auch „Zeit statt Zeug“. Auf der Homepage gibt es Ideen und Alternativen zu den „klassischen“ Geschenken wie etwa Parfüm, Schal, Handy und Co. So wird hier statt des Schals eine Nackenmassage vorgeschlagen.
Spannende Umweltaspekte motivieren den User, dem Ganzen mal eine Chance zu geben. Wussten Sie zum Beispiel, dass 33 Prozent von uns an Weihnachten Kleidung verschenken? Und das umgerechnet 13 Kilogramm davon pro Person gekauft werden, wovon 4 Kilogramm Kleidung überhaupt nie getragen werden?

Da ist ein kleines Umdenken und Umplanen sicher nicht falsch – aber wie? Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Weihnachtsfest rundum grüner und nachhaltiger gestalten.

Nachhaltige Tannenbäume

Herkömmliche Tannen werden oft mit Spritzmitteln und Düngern behandelt, die für die umliegende Tier- und Pflanzenwelt sehr schädlich sind. Nachhaltige Weihnachtsbäume hingegen wachsen ohne Spritzmittel, Unkrautvernichtungsmittel, Insektizide und Herbizide und ohne Kunstdünger. Sie stammen meist aus Deutschland, zum Beispiel aus dem Sauerland.

Oft sind sie ganz in Ihrer Nähe bei einem Bio-Tannenhändler erhältlich, sonst aber auch in speziellen Onlineshops für Bio-Weihnachtsbäume. Die Bäume aus ökologischem Anbau kosten hier um die 30 Euro.

In vielen Baumschulen oder auch Forstbetrieben besteht sogar die Möglichkeit, seinen Weihnachtsbaum selbst zu schlagen. Das ist ein tolles Erlebnis für die ganze Familie.



Umweltfreundlicher Schmuck für den Christbaum

Lametta, Glitzerkugeln und Lichterketten – so sieht der Tannenbaum wohl bei vielen von uns aus. Doch ebendiese schönen Kugeln führen nach den Weihnachtstagen bei der Entsorgung zu giftigen Rückständen, Gasen und Giftstoffen. Das in diesen enthaltene Blei kann zudem über den Boden ins Grundwasser gelangen. Die klassischen Glaskugeln, die mit Silber beschichtet sind, enthalten oft auch Kupfer und andere Metalle. Und die Reste, die im Baum zurückbleiben, sorgen außerdem dafür, dass sich selbst der Baum an sich nicht mehr zu Biomüll verwerten lässt.

Die Naturverbundenen und Kreativen unter uns schmücken den Baum deswegen ganz „natürlich“, etwa mit Nüssen, Strohsternen, Tannenzapfen, Holz- und Tonfigürchen, Zimtstangen und ähnlichem – auch mit selbstgebasteltem Schmuck zum Beispiel.

Für die anderen gibt es liebevoll handgemachtes aber auch zu kaufen – in verschiedenen Online-Shops und auf Bio-Weihnachtsmärkten etwa. Von Papiersternen, über Holzperlen, bis hin zu Filzdeko, hier ist sicher für jeden etwas dabei. Bei Dolfi beispielsweise gibt es nachhaltige Weihnachtsdeko ausschließlich aus Holz. Hier finden Sie sogar Heiligen-Holzfiguren für die Krippe.

Nachhaltiges Geschenkpapier: Umweltfreundlich und doch abwechslungsreich

Vor dem Heiligen Abend wird es für viele noch mal stressig, denn die Geschenke wollen ja auch alle hübsch eingepackt werden. Dass wir mit den unzähligen Tonnen Geschenkpapier, die in Deutschland gekauft werden - um direkt nach dem Auspacken wieder im Müll zu landen - unserer Umwelt schaden, liegt auf der Hand. Aus handelsüblichem Geschenkpapier kann meist nur der Zellstoff und damit nur 70 Prozent des Papiers recycelt werden.

Doch es gibt Alternativen: Das Papier von PlanetPaket beispielsweise ist nachhaltig und ökologisch. Es wird, anders als herkömmliches Geschenkpapier, zu 100 Prozent erneut dem biologischen Kreislauf zugeführt, ganz nach dem Cradle to Cradle-Prinzip. Auch enthalten die Druckfarben in der zertifizierten Druckerei kein Palmöl oder tierische Bestandteile.

Und trotzdem müssen keine Abstriche in Sachen Schönheit gemacht werden. Das PlanetPaket-Geschenkpapier gibt es in zwei Formaten und in zwanzig verschiedenen bunten Motiven, für jeden Anlass und eben auch passend zum Weihnachtsfest.



Besonderes „Geschenkpapier“ gibt es auch bei Quildi. Die Idee dazu, Geschenke in Stoffen - sogenannten Furoshikis- einzupacken, basiert auf einer alten japanischen Tradition. Die Baumwollstoffe von Quildi gibt es in verschiedenen Farben und mit verschiedenen Mustern und Motiven. Nach und nach sollen die Materialien ausschließlich fair gehandelt sein, das ist Ziel von Quildi.

MSC-zertifizierter Fisch, Bio-Weihnachtskarpfen und Weihnachtsgänse vom Naturmetzger

Und dann wäre da noch das Wichtigste: das Weihnachtsessen. Bei den einen gibt es Fisch, oder ganz klassisch Kartoffelsalat und Würstchen und bei anderen - wie in etlichen Weihnachtsfilmen aus den USA - eine Weihnachtsgans.

Bei diesen Gerichten kann ebenfalls ganz auf Nachhaltigkeit gesetzt und den Gästen somit ein gutes Essen präsentiert werden. Fisch ist nachhaltig, wenn dieser aus nachhaltigem Fang stammt, die Fischart demnach nicht bedroht oder gar schon überfischt ist. Glaubwürdige Öko-Label wie das MSC-Zertifikat garantieren, dass die Fischereien darauf achten, dass die Bestände, die sie befischen, stets eine nachhaltige Größe haben, also eben nicht überfischt sind. Diese Fischereien sind stets bemüht, das Ökosystem Meer zu schonen, indem sie den Meeresboden nicht mit ihrem Fanggerät zerstören.

Den Bio-Weihnachtskarpfen, der bei vielen von uns auch auf den Tisch kommt, gibt es unter anderem von „Oberlausitzer Biokarpfen“. Das Unternehmen steht für eine verantwortungsbewusste Nutzung und Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen der Karpfenteichregion Oberlausitz. Auf einer Fläche von ca. 250 ha wachsen ihre Bio-Karpfen in einem Zeitraum von 3 Jahren zum fertigen Speisefisch heran. Die Karpfen werden in naturnahen Teichen gehalten.



Eine gute Weihnachtsgans können Sie natürlich im Bioladen oder in Bioqualität in einigen Supermärkten oder Metzgereien kaufen. Online gibt es aber auch ein großes Angebot: Der Naturmetzger Seefried beispielsweise bietet Weihnachtsgänse an. Die Gänse, die hier auf dem Geflügelhof Dangel in Altheim selbst geschlachtet - und nicht erst transportiert werden müssen-, bewegen sich frei auf viel Platz. Die Tiere werden also artgerecht gehalten, gesund gefüttert und haben reichlich Raum für Bewegung.

Und zum Kartoffelsalat können wunderbar Bio-Würstchen serviert werden. Diese gibt es von zahlreichen Marken, auch in regulären Supermärkten.

Wir können also unser Weihnachtsfest und unsere Traditionen so an die nächste Generation weitergeben, wie wir sie selbst erlebt haben und gleichzeitig die nachhaltige und bessere Alternative wählen.

Weitere Informationen zu der App von Schmaus.
Hier geht es zu den Geschenkideen von „Zeit statt Zeug“.
Erfahren Sie hier, wo es nachhaltige Weihnachtsbäume in Ihrer Nähe zu kaufen gibt.
Schauen Sie sich hier die schönen Holzfiguren von Dolfi an.
Erfahren Sie mehr zu dem tollen Geschenkpapier von PlanetPaket. PlanetPaket ist auf LifeVERDE.

Quildi stellt sich auf LifeVERDE vor.
Greenpeace gibt hier weiterführende Informationen zu nachhaltigem Fisch.

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