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Nachhaltige Mützen, Stirnbänder & Schals

Wer einen Blick auf die Zusammensetzung von Mützen, Stirnbändern und Schals wagt, wird feststellen, dass diese zum Großteil aus Kunstfasern bestehen. Wir haben uns die Problematik dieses Materials einmal genauer angeschaut und stellen fünf Labels vor, die mit umweltfreundlichen Alternativen arbeiten.

Nachhaltige Mützen, Stirnbänder & Schals
Designelement

Wer einen Blick auf die Zusammensetzung von Mützen, Stirnbändern und Schals wagt, wird feststellen, dass diese zum Großteil aus Kunstfasern bestehen. Wir haben uns die Problematik dieses Materials einmal genauer angeschaut und stellen fünf Labels vor, die mit umweltfreundlichen Alternativen arbeiten.

17.12.2019 I Ein Beitrag von Annalena Bruse-Smith I Bild: pixabay

Zwar fühlt sich dieser Winter bisher deutlich wärmer an, als gewohnt, doch Mützen-, Stirnband- und Schal-Wetter ist es allemal. Beim Kauf eines solchen Produkts ist uns meist am wichtigsten, dass es so weich, wie möglich ist. Wer jedoch einmal einen Blick auf die Zusammensetzung wagt, wird feststellen, dass die meisten Mützen und Schals zum Großteil aus Kunstfasern bestehen. Was genau ist so schlimm daran? Wir haben uns die Problematik dieses Materials einmal genauer angeschaut.

Warum sind Kunstfasern so schädlich?

Kunstfasern sind nicht natürlichen Ursprungs und werden als preisgünstiger Ersatz natürlicher Fasern produziert. Greenpeace erklärt, dass die Herstellung des Materials zwar deutlich weniger Wasser, als z.B. Baumwolle benötigt, der Energieaufwand der Gewinnung des Materials, welches aus Erdöl besteht, jedoch deutlich höher ist, als der der Baumwollproduktion. Es gibt viele verschiedene Kunstfasern - die wohl bekannteste Faser “Polyester” hat mit einem Anteil von über 60 Prozent der in Textilien eingesetzten Fasern, den wohl höchsten Anteil (Greenpeace).

Problematisch sind Kunstfasern nicht nur bei ihrer Herstellung, sondern während ihres gesamten Lebenszyklus - während des Tragens, Waschens und auch nach der Entsorgung. Vor allem während des Gebrauchs und der Wäsche lösen sich Fasernteile, die nichts anderes sind, als das mittlerweile allbekannte Mikroplastik. So gelangen die kleinen Plastikteile in die Umwelt und besonders große Mengen ins Meer. Da das Material nicht natürlichen Ursprungs ist, baut die Natur es kaum ab und so verweilen diese Mikropartikel in der Regel hunderte von Jahren in der Natur, wo sie vor allem Tieren schaden.

Folgendes Video geht noch einmal genauer, auf die Problematik von Mikroplastik ein:

Folgende fünf Label verwenden alternative Materialien, um diese Problematik zu umgehen.

Manitober

Manitober ist eine nachhaltige (Kinder-)bekleidungsmarke aus Hamburg. Alle Artikel sind geschlechtsneutral konzipiert, farbenfroh stylisch designt und doch funktional. Dafür verwendet das Label ausschließlich ökologisch verträgliche Materialien und produziert unter fairen Bedingungen in Europa. Neben ihren Klassikern aus Wollwalk und vereinzelten Produkten für Erwachsene umfasst die aktuelle Kollektion auch Mützen und Schals aus recycelter Wolle, sowie Strick-und Fleeceartikel. Außerdem haben sie ein lebenslanges Rücknahmekonzept entwickelt, um sowohl Verantwortung für ihre Artikel zu übernehmen, aber auch um ihre Langlebigkeit zu sichern, die eine effektive Nutzung der dafür verwendeten Ressourcen gewährleistet. Kunden können getragene Kleidung jederzeit an Manitober zurücksenden und erhalten dafür einen Gutschein, dessen Höhe sich nach ihrem Zustand richtet. Das Label bereitet diese Rückläufer auf und führt sie dem Kreislauf als generalüberholte Artikel mit einjähriger Garantie wieder zu.

Der Kinder Strick Beanie aus recycelter Baumwolle gefällt uns besonders gut.

soki Kassel

Das Label soki Kassel arbeitet im Sinne des Mottos „Don’t worry, wear happy!“. Zum Sortiment gehören unter anderem auch Streetwear Kollektionen aus Bio-Baumwolle und passend zum kalten Wetter natürlich auch Mützen, Stirnbänder und Schals, die die “traditionelle Handwerkskunst der Schneiderei mit den Prinzipien der Fair Fashion” vereinen. So etwa auch ein veganes Stirnband aus 100% Bio-Baumwolle aus fairer und sozialer Produktion.

Obumi

Obumi baut mit seinen Produkten auf die Säulen der “Menschlichkeit”, des “Naturschutzes” und der “Wertschätzung” und kreiert so “stilvolle Naturprodukte” mit “respektvoller Zusammenarbeit”. Dazu gehört unter anderem ein fairer Lohn aller Mitarbeiter der Produktionskette und die Einbindung von Menschen mit Behinderung in die Herstellung der Accessoires. Die Nachhaltigkeit der Produkte wird durch folgende Maßnahmen gewährleistet:

  • “Ökologischer Anbau
  • Verbot giftiger Pestizide und Gentechnik
  • Reduzierter Wasserverbrauch
  • Keine Gewässerverschmutzung durch Auswaschen von Schadstoffen”

Das TWIST Stirnband aus Bio-Baumwolle ist zu 100% vegan und außerdem GOTS-zertifiziert.

eisbörg

Das Dresdner Modelabel eisbörg ist der “kühle Traum gestrickt aus der Liebe zum Design, hochwertiger Streetwear und der Idee zum bewussten Umgang mit Kleidung”. Aus diesem Grund werden alle eisbörg Produkte von der Idee, bis hin zum Endprodukt im Studio in Dresden gefertigt. Die eisbörg Beanie Mütze wird aus 100% Merino Schurwolle hergestellt, eine Wolle, die von Natur aus wasserabweisend, wärmeregulierend und selbstreinigend ist.

ACHAHHA

Der Name des Labels ACHAHHA findet seinen Ursprung im Sanskrit (altindische Sprache) und bedeutet “Gutes”. Das bedeutet für das Label eine “hochwertige Produktqualität, Nachhaltigkeit, Fairness und Umweltschutz”. Die ECOTEC® Strickmütze Seamless envelope wird aus recycelter Baumwolle, der sogenannten  ECOTEC®-Baumwolle,  in Deutschland produziert. Dadurch, dass die Mütze nahtlos gestrickt wird, kann man sie in vier verschiedenen Varianten tragen.

Unser Fazit:

Zur nachhaltigen Mütze, dem Stirnband oder dem Schal gehört nicht nur die Verarbeitung ökologischer Materialien, sondern ebenfalls eine faire und soziale Produktion. Diese fünf Labels haben bewiesen, dass es durch die Verwendung verschiedener Bio-Wollen oder auch recycelter Wolle möglich ist, ressourcenschonend zu produzieren und dabei auf die Wertschätzung aller involvierter Mitarbeiter zu achten. Nachhaltige Produkte dieses Segments, vor allem Mützen, sind meist unisex und somit ist die Auswahl für Frauen und Männer von ähnlicher Spanne. Achte beim Kauf einfach auf die Herkunft der Materialien und den Verlauf der Produktionskette, die für die soziale Komponente eines Produktes besonders ausschlaggebend ist. Jetzt gibt es keine Ausrede mehr für kalte Ohren und einen nackten Hals!

 

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