Im Interview: Frank Schweikert, Initiator und Veranstalter der 5. Hamburger Klimawoche (15.17.08.2013)
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Im Interview: Frank Schweikert, Initiator und Veranstalter der 5. Hamburger Klimawoche (15.-17.08.2013)

"Ein besonderes Highlight ist ein Energiepfad, bei dem die neuesten Möglichkeiten von der umweltfreundlichen Energieerzeugung über den Energietransport bis zur nachhaltigen Nutzung von Energie erlebbar gemacht werden."

"Ein besonderes Highlight ist ein Energiepfad, bei dem die neuesten Möglichkeiten von der umweltfreundlichen Energieerzeugung über den Energietransport bis zur nachhaltigen Nutzung von Energie erlebbar gemacht werden."

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UMWELTHAUPTSTADT.de: Herr Schweikert, für diejenigen, die es noch nicht wissen – was ist die Hamburger Klimawoche?

FRANK SCHWEIKERT: Die Hamburger Klimawoche ist die größte Klimakommunikationsveranstaltung Europas. Wir rücken die Themen Nachhaltigkeit, Klimawandel, Klimaschutz und Erneuerbare Energien noch stärker in das Bewusstsein von Unternehmen, Verbrauchern und Kindern. Beim Themenpark vom 15.-17. August können sich die Besucher kostenlos über das Engagement verschiedener Akteure informieren. Das Klimawochen Bildungsprogramm vom 12.-16. August bietet Schülern kostenlos Workshops und Exkursionen zu Klimawandel, Klimaschutz und Klimaanpassung – der Unterricht findet in schwimmenden Klassenzimmern auf Schiffen der Alstertouristik auf der Binnenalster und an Bord des bekannten Forschungs- und Medienschiffes ALDEBARAN statt, das gerade vom Meereswettbewerb in Nord- und Ostsee an die Alster zurückgekehrt ist.

 Welche Akteure sind an der Klimawoche beteiligt?

Namhafte Akteure aus Hamburg und dem gesamten Bundesgebiet, die sich mit nachhaltigen Ideen und Dienstleistungen beschäftigen um dem Klimawandel zu begegnen. Darunter sind bekannte Unternehmen wie Siemens und E.ON Hanse, aber auch zahlreiche Startups mit frischen Ideen gegen den Kimawandel sowie namhafte Forschungseinrichtungen wie das Berliner Institut für Nachhaltigkeitsforschung (IASS) von Prof. Klaus Töpfer.

Gibt es besondere Themen-Schwerpunkte?

Ein besonderes Highlight ist ein Energiepfad, bei dem die neuesten Möglichkeiten von der umweltfreundlichen Energieerzeugung über den Energietransport bis zur nachhaltigen Nutzung von Energie erlebbar gemacht werden. Am Stand von Plant-for-the-Planet können Baumversprechen abgegeben werden, die die Kinder- und Jugendinitiative weltweit pflanzen lässt. Die Bereiche klimafreundliches Bauen und nachhaltiger Konsum sind ebenfalls vertreten. Dieses Jahr beteiligt sich das Planetarium Hamburg wiederum mit dem erfolgreichen Klima-Iglu, es gibt Aussteller mit Elektro- und Hybrid-Autos und nachhaltig erzeugten Lebensmitteln.

Wie würden Sie das Publikum der Klimawoche beschreiben?

Viele Besucher interessieren sich generell für eine bewusstere und nachhaltigere Lebensweise, kaufen eher Bio als konventionell und fragen nach, woher der Strom in ihrer Steckdose kommt. Manche sind Themen wie alternativer Stromerzeugung oder Elektroautos gegenüber noch skeptisch, aber auf der Klimawoche können sie sich davon überzeugen, wie gut sich Klimaschutz mittlerweile in den Alltag integrieren lässt.

Inwieweit stoßen Umweltbildungs-Veranstaltungen wie die Klimawoche auf echtes Interesse bei den Menschen und helfen dadurch, ein Umdenken herbeizuführen und positive Impulse zu erzeugen?

Gerade die junge Generation ist schon von sich aus sehr engagiert – am Ende müssen sie ja wesentlich länger auf diesem Planeten leben, als die meisten Erwachsenen. Unser Schirmherr Felix Finkbeiner hat dafür die Baumpflanz-Initiative „Plant-for-the-Planet“ gegründet und will auf dem Stand der Initiative bei der Klimawoche möglichst viele Menschen dazu bewegen, Bäume zu versprechen. Klimathemen betreffen uns alle und die 5. Hamburger Klimawoche wird auch in diesem Jahr viele positive Impulse bei der Bevölkerung setzen.

Ist die Klimawoche eher für regional ansässige Unternehmen geeignet oder profitieren auch überregionale Unternehmen an einer Teilnahme?

Das Klima ändert sich für alle – deshalb ist die Klimawoche für regionale UND für überregionale Unternehmen gedacht. Es wird in Zukunft immer wichtiger, zusammen zu arbeiten, wenn wir die Auswirkungen des Klimawandels für uns alle gering halten wollen.

Welche Formen der Beteiligung oder Unterstützung sind möglich?

In diesem Jahr finanziert sich die Klimawoche ausschließlich durch ihre Akteure und durch das Engagement des Teams von ALDEBARAN. Unternehmen können an der Klimawoche als Akteur oder auch als Sponsor teilnehmen und so ihr Engagement für den Klimaschutz noch deutlicher in die Öffentlichkeit tragen. Interessierte Firmen können uns dazu gern kontaktieren. Vor, während und nach der Veranstaltung melden wir regelmäßig News aus der Welt der Neuen Energien und des nachhaltigen Konsums in den Medien, auf Facebook und auf unserer Website.  

Da die Klimawoche bereits zum 5. Mal stattfindet, nehmen wir an, dass die vergangenen Veranstaltungen erfolgreich waren?

Die Klimawochen wurden bisher von über einer Million Menschen besucht! Der Exekutivdirektors des UN-Umweltprogramm (UNEP) Achim Steiner lobte die Klimawoche als die größte Klimaveranstaltung Europas. Die Hamburger Klimawoche wurde 2012 als UNESCO Dekade Projekt für nachhaltige Bildung ausgezeichnet und hat durch ihre große mediale Wirkung auch eine bundesweite Ausstrahlung.

Weitere Informationen:

Jana Schuldt

Projektassistenz & Öffentlichkeitsarbeit
ALDEBARAN Marine Research & Broadcast
Grimm 12, D-20457 Hamburg

Phone: +49 (0) 40 325721-14

Fax: +49 (0) 40 32572121
E-Mail: klimawoche@aldebaran.org
www.klimawoche.de
www.aldebaran.org



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