Hamburger Klimawoche 2016
Politik, Kultur & Wissenschaft

Hamburger Klimawoche 2016

„Wir sind äußerst stolz und glücklich darüber, dass die Hamburger Klimawoche als Pionier in Deutschland und sogar Europa zahlreiche Nachahmer gefunden hat und damit als Vorbild für eine ganze Bewegung dient“, so Initiator Frank Schweikert.

<p>„Wir sind äußerst stolz und glücklich darüber, dass die Hamburger Klimawoche als Pionier in Deutschland und sogar Europa zahlreiche Nachahmer gefunden hat und damit als Vorbild für eine ganze Bewegung dient“, so Initiator Frank Schweikert.</p>
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20.06.2016 - Bilder © Thies Ibold

Herr Schweikert, die Hamburger Klimawoche findet vom 25. September - 2. Oktober 2016 bereits zum 8. Mal statt.
Mit welcher generellen Zielsetzung haben Sie diese Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen?

Ein nachhaltiger Lebensstil ist etwas, das wir uns alle - zu unserem eigenen Vorteil - so schnell wie möglich angewöhnen sollten. Es ist das Beste für unsere Gesundheit, für unseren Geldbeutel und selbstverständlich für die nachhaltige Entwicklung unseres Planeten.

Nach den neuen 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen ist nun jedes Land quasi ein Entwicklungsland. Wir in Deutschland und insbesondere in unserer wohlhabenden Metropole Hamburg haben eine ganz besondere Verantwortung, hier Vorreiter zu sein und neue und gute, nachhaltige Ideen mit den Menschen zu teilen.

Welcher thematische Schwerpunkt wird dieses Jahr gesetzt?

Unser Verhalten ist aufs engste mit dem Thema Klimawandel verknüpft und so sind die neuen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ein unbedingtes Muss für alle Menschen und Bürger. Daher haben wir uns im Beirat der Klimawoche darauf verständigt, in diesem Jahr zu möglichst allen Nachhaltigkeitszielen einen maßgeblichen Beitrag zu leisten.

Insbesondere soll der Zugang zu nachhaltiger Energie, der Umgang mit unseren Ozeanen und auch die Bekämpfung von Armut ganz oben auf der Agenda stehen.

Und über welche Großthemen wird diskutiert?

Die Umsetzung der norddeutschen Energiewende ist ein wichtiges Thema in den Diskussionen. Denn jeder kann beispielsweise durch eine eigene Solaranlage mit zur nachhaltigen Energiegewinnung beitragen und selbstverständlich auch durch seinen Lebensstil etwas bewirken.

Insbesondere durch seine Kaufentscheidungen, gerade in Sachen Ernährung, oder durch die Wahl der richtigen Bank - auch darum drehen sich unsere Podiumsveranstaltungen.

Für wen lohnt sich eine Teilnahme und wen möchten Sie gezielt erreichen?

Alle, die einen vorzeigbares Thema oder ein Produkt bzw. eine Dienstleistung im Zusammenhang mit den globalen Nachhaltigkeitszielen mit einbringen können, sind auf der 8. Hamburger Klimawoche als Akteur herzlich willkommen.

Konnten Sie in den vergangenen Jahren ein gestiegenes Interesse an Umwelt-Themen bei der Bevölkerung erkennen bspw. wenn man die Besucherzahlen zugrunde legt?

Bereits jetzt haben wir über 100 Akteure, die sich bei der Umsetzung der achten Hamburger Klimawoche engagieren werden und über 50 weitere haben Interesse signalisiert. Wir gehen insbesondere nach den Extremwetterereignissen in Hamburg davon aus, dass das Klimathema wieder ganz in unseren Fokus gerückt ist und die Bevölkerung ein riesiges Interesse daran hat, bei der Lösung mitzuwirken.

Welche Beteiligungsmöglichkeiten und Mitmach-Aktionen gibt es?

Wir haben in den Bereichen Themenpark, Bildungsprogramm, Kulturprogramm und bei einer der zahlreichen Vortragsveranstaltungen genügend Kapazitäten, um wichtige Player mit unterzubringen. Einbringen kann man sich als Akteur und Sponsor durch finanzielle oder Pro Bono-Unterstützung sowie Beiträge zum Programm. Als Besucher sind selbstverständlich alle interessierten Bürger willkommen - die Vorträge und Podien sind z.B. interaktiv gestaltet und bei Mitmachformaten wie Themenpark und Tauschbasar kann jeder gleich vor Ort Nachhaltigkeit leben. Über eine große Anzahl strategischer Medienpartnerschaften wird die Klimawoche in der gesamten Metropolregion präsent sein.

Welche Akteure konnten Sie dieses Jahr gewinnen und von welcher Seite erhoffen Sie sich künftig mehr Unterstützung?

In diesem Jahr freuen wir uns insbesondere über die strategische Zusammenarbeit mit der weltgrößten Leitmesse der Windenergie und können in diesem Zusammenhang für die Besucher der Hamburger Klimawoche exklusive Besuchsmöglichkeiten und damit das hautnahe Erleben dieses für die norddeutsche Region so wichtigen Themas anbieten. Wir haben den Eindruck, dass das bundespolitische Interesse an der größten Klimakommunikationsveranstaltung in Europa größer ist als das Interesse der regionalen Politik. Die Sympathien für die Veranstaltungen steigen ständig und wir sind positiv von vielen konstruktiven Unterstützungen überrascht.

Wo schätzen Sie steht Hamburg im Vergleich zu anderen deutschen Metropolen was den Umwelt- und Klimaschutz betrifft?

Können Sie ein bis zwei aktuelle positive Beispiele für nachhaltiges Handeln/Wirtschaften nennen und wo gibt es beispielsweise noch deutliches Verbesserungspotenzial?

Der Nachhaltigkeitsdialog der Bundesregierung Anfang des Jahres hat gezeigt, dass Hamburg trotz grüner Komponenten in der Regierung im vergleich zu anderen norddeutschen Bundesländern Konzeptlos und damit bundesweit eines der Schlusslichter in dieser Disziplin ist. "Hamburg hat keine Nachhaltigkeitsstrategie," sagte unser Umweltsenator damals auf dem Podium. Wir brauchen daher dringend eine gemeinsame und von allen Richtungen und Disziplinen getragene Bewegung, um die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen insbesondere in der Metropolregion Hamburg erfolgreich umsetzen zu können.

Vor welchen besonderen Herausforderungen steht die Hamburger Klimapolitik?

Im Nachgang zu dem in der Bevölkerung kaum wahrgenommenen Umwelthauptstadtjahr hat die Hamburger Politik eine ganz besondere Verantwortung, im Sinne der wirtschaftlichen, nachhaltigen Stabilisierung unserer Region - die ja ohne Rohstoffe die Zukunft meistern muss - das Thema Nachhaltigkeit als eine der zukunftsträchtigsten Visionen in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen zu rücken.

Verraten Sie uns wo die Reise hingeht? Wird die Klimawoche ein regionale Veranstaltung bleiben oder gibt es bereits Pläne ein deutschlandweites oder gar internationales Publikum anzusprechen?

Wir sind äußerst stolz und glücklich darüber, dass die Hamburger Klimawoche als Pionier in Deutschland und sogar Europa zahlreiche Nachahmer gefunden hat und damit als Vorbild für eine ganze Bewegung dient. Wir sind dabei, die strategischen Bedingungen insbesondere mit der Bundespolitik für eine bundesweite Initiative mit starken und namhaften Partnern zu entwickeln.


KONTAKT

Timo Büdenbender
(Organisation)

Tel.: 040-325721-15
Mobil: 0151-50502136
Grimm 12, D-20457 Hamburg
orga@klimawoche.de

www.klimawoche.de
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