10 kreative und sinnvolle Maßnahmen zu mehr Nachhaltigkeit im Haushalt
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10 kreative und sinnvolle Maßnahmen zu mehr Nachhaltigkeit im Haushalt

Weniger Strom verbrauchen, keine Lebensmittel wegwerfen, clever lüften. Das kennen wir alle. Deshalb haben wir zehn kreative und unkonventionelle Maßnahmen zusammengetragen, die du selbst als umweltbewusste Hausfrau oder als Hausmann vielleicht noch nicht kennst, die aber definitiv einen Versuch wert sind.

Tipps für Nachhaltigkeit im Haushalt
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Weniger Strom verbrauchen, keine Lebensmittel wegwerfen, clever lüften. Das kennen wir alle. Deshalb haben wir zehn kreative und unkonventionelle Maßnahmen zusammengetragen, die du selbst als umweltbewusste Hausfrau oder als Hausmann vielleicht noch nicht kennst, die aber definitiv einen Versuch wert sind.

26.09.2019 I Titelbild: pixabay

Bioabfall richtig entsorgen ist eine Sache. Mit der ausgepressten Grapefruithälfte lässt sich aber beispielsweise auch noch anders nachhaltig umgehen. fotolia.de © Photographee.eu (#200913672)

Immer mehr Menschen entschließen sich dazu einen nachhaltigeren Haushalt zu führen. Die Zahl der Ratgeber hierfür lässt sich kaum noch messen. Das ist durchaus positiv, denn es kann gar nicht oft genug betont werden, wie wichtig es ist, sich auch im privaten Alltag und eben vor allem Zuhause aktiv am Umweltschutz zu beteiligen. Die meisten Tipps, die sich dazu so finden, gleichen sich jedoch und sind eigentlich schon selbstverständlich geworden. Weniger Strom verbrauchen, keine Lebensmittel wegwerfen, clever lüften. Das kennen wir alle. Deshalb haben wir zehn kreative und unkonventionelle Maßnahmen zusammengetragen, die du selbst als umweltbewusste Hausfrau oder als Hausmann vielleicht noch nicht kennst, die aber definitiv einen Versuch wert sind.

1. Häufiger zu Äpfeln greifen

Du weißt, dass die Fleischwirtschaft eine Menge Wasser verbraucht und die Viehzucht für einen enorm hohen CO2-Ausstoß sorgt? Und dass die Menge des von Rindern produzierten Methan, das in der Atmosphäre 25 Mal so wirksam ist wie Kohlendioxid und daher einen substanziellen Teil des menschengemachten Treibhauseffekts ausmacht, weiter gefährlich steigen könnte? Und genau deshalb isst du auch weniger tierische Produkte? Vorbildhaft!

Allerdings ist es nicht damit getan, dass du dich im Haushalt auf mehr Obst und Gemüse umstellst. Denn auch hier gilt es, zu differenzieren. Und das gerade bei den Fruchtsaftklassikern der Deutschen: Beim Apfel- und Orangensaft, die auch die Kleinen so lieben. Mit 7,4 Litern Orangensaft je deutschem Verbraucher im Jahr 2018 hatte dieser vor dem Apfelsaft mit 7,0 Litern die Nase vorn. Das finden wir bedauerlich.

Denn Apfelsaft hat ganz einfach den Vorteil, dass die Äpfel, aus denen er gemacht wird, in Deutschland wachsen. Orangen dagegen wachsen vor allem in Brasilien. Sie und ihr Saft sorgen also, wenn du sie hier kaufst, für deutlich mehr Treibhausgase.

2. Zitrusfrucht muss sein? Dann bitte auch als Putzhilfe!

Wenn du auf Zitrusfrüchte partout nicht verzichten möchtest, dann benutze sie doch nach dem Verzehr gleich noch als praktische Putzhilfe. So trägst du zumindest durch kreative Mehrfachverwendung zum Umweltschutz bei.

Bestreue eine ausgepresste Zitronen- oder auch Grapefruithälfte einfach mit etwas Salz. Jetzt kannst du sie wunderbar als Reinigungsschwamm verwenden und etwa verkalkte und verschmutzte Edelstahlbecken und Wasserhähne damit säubern. Reibe die entsprechenden Stellen einfach mit der Innenseite der Zitrusfrucht gründlich ab und spüle mit klarem Wasser nach. Wirkt garantiert und riecht natürlich gut.

3. Grün nicht mit umweltfreundlich verwechseln

Die Avocado schmeckt unglaublich lecker und macht sich besonders gut auch in grünen Smoothies. Aus diesem Grund enthalten zwei unserer veganen Lieblingssmoothies je auch eine Viertel Avocado. Die Hauptzutaten sind jedoch andere. Denn obwohl wir auf die Avocado nicht ganz verzichten möchten, sind wir uns bewusst, dass die Frucht keine reine Weste hat. Im Gegenteil: Sie ist zwar grün und lecker und steht wie kaum ein anderes Lebensmittel für den "Healthy Lifestyle", sie sorgt aber dennoch für Probleme. Nicht im eigenen Körper, sondern in der Umwelt und der Politik.

Wir appellieren daher an dich, dass du deinen Avocadokonsum nicht einstellst, aber dir bewusst machst, dass nicht alles umweltfreundlich ist, was grün ist und gesund aussieht. Dieser Fehlgedanke schleicht sich seltsamer Weise noch immer in viele Haushalte. Ab und an einmal ein Smoothie mit Avocado geht klar. Täglicher Konsum der Superfrucht ist aber eigentlich ein Tabu!

4. Dem Backofen mit Kaffeesatz zu neuem Glanz verhelfen

Unser nachhaltiger Putzmitteltipp Nummer 2: Der Kaffeesatz. Der zeigt besonders effektiv seine Wirkung, wenn es um den Backofen geht. Du kennst das Grauen sicher: Öl tropft irgendwie vom Backblech hinab und dazu vielleicht auch noch ein paar Essensreste. Das alles verklumpt und verkrustet und kleine, schwarze Klümpchen bilden sich. Da du nicht ständig putzen und schaben möchtest, verschmilzt langsam all das mit dem Boden des Backofens und irgendwann stinkt es und der Backofen will gereinigt werden. Doch dann ist die Arbeit aufwendig und der Ärger groß.

Die Geheimwaffe lauert in der Kaffeemaschine. Nimm einfach eine Handvoll Kaffeesatz und vermenge sie mit ein wenig umweltschonender Kernseife. Mit diesem Scheuermittel kannst du auch den hartnäckigsten Verkrustungen zu Leibe rücken. – Übrigens auch für Grillroste wunderbar geeignet.

Wenn es im Kühlschrank mal unangenehm riecht, hilft Kaffeesatz auch. Stelle ihn einfach in einem Schälchen in den Kühlschrank und er wird die unangenehmen Gerüche innerhalb weniger Stunden "aufsaugen".

Und letztlich kannst du mit dem Wundermittel sogar deiner Haut einen Gefallen tun. Vermenge ein wenig Kaffeesatz mit Oliven- oder Kokosöl und trage das ganze als Körperpeeling auf. Dank des Koffeins trägt das Gemisch dazu bei, dass deine Haut gestrafft und geschmeidiger wird.

Aus Kaffeesatz und Öl kannst du ein natürliches Körperpeeling herstellen. fotolia.de © Heike Rau (#165282162)

5. Solarstrom mal anders, als übers herkömmliche Dach

Auf erneuerbare Energien umsteigen – Eine gute Idee findest Du, aber auch teuer und umständlich und das Dach muss ja Richtung Süden zeigen und und und…

Das stimmt alles nicht so ganz. Viele halten Photovoltaikanlagen für eine geniale Sache und können sich eine eigene PV-Anlage vorstellen. Dennoch haben die wenigsten die Disziplin, sich zum Thema umfassend zu informieren. Die Infos zu Planung und Details zum Kauf sind frei und kompakt verfügbar und trotzdem glauben viele noch den Gerüchten und Mythen zum Thema.

Um es kurz zu machen: Weder sind PV-Anlagen heute noch unbezahlbar, noch braucht es etwa ein Dach mit Südausrichtung. Es braucht eigentlich überhaupt kein Dach. Nachhaltige PV-Anlagen und einzelne Solarmodule lassen sich nämlich kreativ rund um den Haushalt in den Alltag einbinden. Sei es das Zaunmodul, der Solartisch oder die Solarüberdachung der Mülltonen – der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.

6. Umweltbewusster lesen

Du bevorzugst ein echtes Buch nach Feierabend immer noch der elektronischen Unterhaltung und denkst, du vermeidest damit ganz bewusst moderne Zivilisationskrankheiten und -gewohnheiten?

Das mag sein, allerdings schadest du mit Büchern aus Papier tatsächlich der Umwelt. Je mehr Seiten der Wälzer hat und je höher die Auflage, desto mehr Bäume müssen sterben. Und wenn kein FSC-Logo aufgedruckt ist, könnten sogar Anteile von Tropenholz aus mutmaßlichem Raubbau enthalten sein. Wenn es also geht, leg dir doch zumindest die leichtere Literatur für einen E-Book-Reader zu.

7. Kochwasser wiederverwerten

Kochwasser schütten die meisten Menschen einfach gedankenlos weg. Was soll damit auch noch groß angefangen werden?

Ganz einfach: Du kannst beispielsweise Wasser, in denen du Kartoffeln abgekocht hast, in deine Pflanzen kippen. Denn es enthält etwa Kalium, was für Pflanzen ein wichtiger Nährstoff ist. Wichtig: Das Wasser vorher abkühlen lassen.

8. Anfangen Wildgärten zu lieben

Wenn dir das wöchentliche Rasenmähe auch gegen den Strich geht, dann stell doch einfach auf einen Wildgarten um. Auf heimischen Wildpflanzen wie Kartäusernelken, Tüpfeljohanniskraut und wildem Majoran lassen sich gerne hübsche Schmetterlinge nieder und du hast weniger Arbeit. Du kannst deinen Wildgarten zwei oder drei Mal im Jahr mähen und trotzdem auf einer Liege das Grün genießen. Was spricht da also dagegen?

Wildblumen im Garten – eigentlich doch ziemlich schön, oder? fotolia.de © M.Dörr & M.Frommherz (#246821031)

9. Den Kühlschrank umstellen

So simpel, selbsterklären und wirkungsvoll und doch so selten berücksichtigt: Steht der Kühlschrank in der Küche neben Heizung, Spülmaschine oder Herd, steht er falsch. Denn dort heizt er sich von außen durch ebendiese Geräte auf und muss mehr Kühlleistung erbringen.

Stelle ihn also am besten an den Platz in der Küche, wo es am kältesten ist. Natur und Nebenkostenabrechnung werden es dir danken.

10. Keine Plastik- oder Alufolie mehr verwenden

Zuletzt haben wir noch einen Alternativvorschlag für die Frischhaltefolien, die sich vermeintlich durch nichts ersetzen lassen. Es gibt tatsächlich eine ebenbürtige Alternative: Das sogenannte Bienenwachstuch. Du kannst es mit der Wärme deiner Hände über jede Art von Behältnis formen und damit andere Frischhalte- und Alufolien ersetzen. Und hübsch sehen die Tücher auch noch aus!

 

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