Grüne Wirtschaft

Schwimmen für den guten Zweck – mit Bademode von MYMARINI

INTERVIEW | MYMARINI macht nachhaltige Badeaufenthalte möglich: Die Bademode besteht aus Plastikresten und mit einem Teil der Einnahmen werden soziale- und Umweltprojekte unterstützt.

INTERVIEW | MYMARINI macht nachhaltige Badeaufenthalte möglich: Die Bademode besteht aus Plastikresten und mit einem Teil der Einnahmen werden soziale- und Umweltprojekte unterstützt.

21.07.2021 | Ein Interview geführt von Deborah Iber | Bild: Christin Schwarzer


Für einen Tag am See oder den Sommerurlaub am Meer darf der passende Bikini oder Badeanzug natürlich nicht fehlen. Der Großteil der angebotenen Swimwear ist allerdings alles andere als fair und nachhaltig in der Produktion. Wer dafür eine Alternative sucht, ist bei MYMARINI an der richtigen Stelle: Die Bademode des Hamburger Unternehmens besteht aus recycelten Materialien und wird unter fairen Bedingungen in Europa produziert.

Wer steckt eigentlich hinter MYMARINI und was genau macht die Swimwear nachhaltig? Wie setzt sich das Unternehmen für den guten Zweck ein? Das und viele weitere spannende Details verrät dir die Gründerin des Bademode-Labels.

 

LifeVERDE: Mareen, die Idee zu MYMARINI kam dir während deines Aufenthaltes in Kolumbien. Wie hat dich die Zeit dort zur Gründung deines Unternehmens bewegt?

Mareen: Die Zeit hatte einen großen Einfluss auf mich: Ich habe dort einfach in den Tag hineingelebt – und dabei gemerkt, wie wenig ich eigentlich zum Leben brauche. Am Ende meiner Reise war ich völlig überfordert. Ich stellte fest, dass – obwohl ich sowieso schon wenig auf die Reise mitgenommen hatte – ich immer noch so viele Dinge besaß, die ich gar nicht benötigte.

So viel Zeit in der Natur zu verbringen, hat meinen Blickwinkel völlig verändert hat. Mir wurde bewusst, wie weit konventionelle Swimwear von nachhaltiger und fairer Produktion entfernt ist. Und ich beschloss: Ich möchte etwas verändern. Für mich selbst, die Gesellschaft und die Umwelt. Ich konnte mir grundsätzlich nicht mehr vorstellen, in einen nine-to-five Bürojob zurückzukehren. Noch in Kolumbien habe ich dann den ersten Businessplan für MYMARINI geschrieben.
 

Gestartet bist du als Eine-Frau-Unternehmerin, heute besteht MYMARINRI aus 13 Mitarbeiter*innen. Was hat sich seither noch bei MYMARINI getan oder verändert?

So ziemlich alles. Anfangs habe ich alles alleine gemacht, jeden einzelnen Schritt. Vom Design, über das Marketing bis hin zum Vertrieb. Mittlerweile haben wir glücklicherweise ein tolles Team an Bord. Mein Lebenspartner Willi ist nun auch mein Geschäftspartner. Unsere Produkte gibt es in rund 70 Geschäften – darunter kleine Conceptstores, aber auch Departmentstores wie Breuninger und KaDeWe. Wir haben einen eigenen Flagship-Store in Hamburg und unser Online-Shop wird stetig ausgebaut und wächst. Seit 2020 vertreiben wir nicht nur Swimwear, sondern auch Kleider, Blusen, Röcke und Hosen aus hochwertiger Bio-Baumwolle.

Wir haben unseren Rhythmus gefunden, tolle Partner und Partnerinnen in ganz Europa an unserer Seite und viel dazugelernt. Wir haben ein wunderschönes 130 m2 großes Büro im Herzen von Hamburg, in dem wir uns, wenn nicht gerade globale Pandemie ist, austauschen und gegenseitig inspirieren. Die Reise bis hier her war aufregend und wunderbar – ich bin gespannt, wie es für uns weitergeht.
 

Das Ziel von MYMARINI ist es, neue Standards für die Modebranche zu schaffen. Was genau konntet ihr diesbezüglich bereits erreichen?

Für uns ist es unheimlich wichtig, etwas weiterzugeben und einen Impact zu haben. Wir kreieren zeitlose Teile, die elegant und klassisch, aber auch modern, bequem und schmeichelnd sind, sodass sich jede Frau in MYMARINI wohlfühlt. Je größer wir werden, desto mehr können wir natürlich auch bewegen und Gutes tun – für mich ist das Teil unserer Verantwortung als Unternehmen. 2019 konnten wir beispielsweise 100% der Erlöse unserer Palmeras Collection an Sea-Watch e.V. spenden. Insgesamt gingen so 5.500 Euro an den Verein. Im Sommer 2020 haben wir Obdachlosen kostenloses Trinkwasser zur Verfügung gestellt. In diesem Jahr haben wir diese Aktion wiederholt und unterstützen GoBanyo mit einer monatlichen Trinkwasser-Spende für Obdachlose.
 

Das gesamte Interview mit weiteren Infos zu den verwendeten Materialien, den Produktionspartnern von MYMARINI und der "What is Love" Kampagne, die das Unternehmen ins Leben gerufen hat, findest du auf nachhaltige-mode.de.

 

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Und wie du dich für´s Sonne tanken nachhaltig eincremen kannst, erfährst du hier: Sommer, Sonne, nachhaltige Sonnencreme


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