Grüne Wirtschaft

Schaffe positiven Impact durch eine Baum-Patenschaft mit Treedom

INTERVIEW | Die massiven Abholzungen von Wäldern haben enorme ökologische, soziale und ökonomische Folgen, besonders auch für die lokalen Communities. Wie du gegen diese Probleme mit einer Baum-Patenschaft ankämpfen kannst, erfährst du hier.

INTERVIEW | Die massiven Abholzungen von Wäldern haben enorme ökologische, soziale und ökonomische Folgen, besonders auch für die lokalen Communities. Wie du gegen diese Probleme mit einer Baum-Patenschaft ankämpfen kannst, erfährst du hier.

23.11.2020 | Ein Interview geführt von Marcus Noack und Michelle Markwart | Bilder: Unsplash

Bäume schaffen einen positiven Impact auf unsere Natur. Durch das Spiel FarmVille entstand die Idee von Treedom: Warum nicht die virtuelle mit der realen Welt verknüpfen und damit auch noch Gutes tun? Du suchst dir einen Baum aus, der von einem Kleinbauern irgendwo auf der Welt gepflanzt wird. Du bist dann sein Baumpate und hast die Möglichkeit, deinem Schützling online beim Aufwachsen zuzusehen. Dabei sind es nicht irgendwelche Bäume, sondern es handelt sich um lokale Baumarten, die nicht in bestehende Ökosysteme eingreifen und unterschiedliche Benefits in die jeweiligen Regionen bringen. Wie du Pate werden kannst und wie genau es dann mit deinem Baum weitergeht, erzählt dir Jaron Pazi von Treedom.

LifeVERDE: Lieber Jaron, stell uns doch bitte einmal Treedom vor? 

Jaron Pazi: Wir haben es uns mit Treedom zur Aufgabe gemacht, einen spielerischen Ansatz für ökologische und soziale Baumpflanzungen zu bieten. Über unsere Web-Plattorm Treedom.net schaffen wir zudem eine einzigartige digitale Transparenz für die User, die einen Baum pflanzen lassen: Denn jeder Baum wird geo-lokalisiert und fotografiert sowie über ein eigenes Profil, fast vergleichbar einem Social Media Profil, erlebbar gemacht. Auf Treedom.net kann man also einen Baum in einem Agroforstprojekt in bisher 17 Ländern der Welt per Mausklick pflanzen und dem Projekt bzw. dem Impact des Baumes online folgen. Die Bäume werden von Kleinbauern gepflanzt und schaffen ökologische und soziale Benefits für ihre lokalen Communities, aber auch für unseren ganzen Planeten. Zudem eignen sich die digitalen Baumpatenschaften als kreatives, nachhaltiges Geschenk für deine Liebsten und hält die Beschenkten über ihren Baum bzw. seiner Wirkung vor Ort auf dem Laufenden. Über unseren EduTainment Ansatz erfährt man, wie das Baumpflanzen vor Ort funktioniert.

Seit wann gibt es Treedom und wie seid ihr auf die Idee zu Treedom gekommen? 

Seit zehn Jahren, wir haben dieses Jahr Jubiläum! Die beiden Gründer Federico und Tommaso waren 2010 beruflich viel in Afrika unterwegs - gleich in ihrem ersten Job nach dem Studium. Dort vor Ort wurden ihnen die massiven und vielfältigen Auswirkungen von Abholzung zum ersten Mal so richtig bewusst. Denn neben den offensichtlichen ökologischen Effekten schafft Abholzung auch viele soziale und ökonomische Ungerechtigkeiten für die lokalen Communities. Im gleichen Jahr saßen etwa 30 Millionen Menschen täglich vor ihrem Computer und spielten das allseits bekannte Browsergame FarmVille, um dort die Rolle eines Bauern einzunehmen und einen Bauernhof zu betreiben. Auch Federico hatte Spaß daran, Tiere zu züchten und per Kreditkarte virtuelle Bäume zu pflanzen. Aus diesen beiden Beobachtungen entstand die Idee: Warum nicht die virtuelle mit der realen Welt verknüpfen, Arbeit mit Vergnügen verbinden und genauso Gutes tun mit Ansätzen aus dem Onlinegaming zusammen bringen? Die erste Treedom-Website ging im September 2010 online. Wichtig war, dass Baumpaten die Möglichkeit haben, ihrem Schützling online zu "folgen" und den Weg von der Baumschule zum Kleinbauern mitzuerleben. Gleichzeitig boten die zwei Gründer damit ein innovatives und nachhaltiges Geschenk für den Zeitgeist an.

Erklär doch mal die Analogie von Federicos Leidenschaft für das Spiel FarmVille zu eurem heutigen Unternehmen Treedom? 

Federico war damals ein großer Fan des Browser Spiels FarmVille - und so dachten sich Federico und Tommaso, beide was Gaming anbelangt leichte Nerds, - wie man es nutzen kann, dass Menschen - inklusive der beiden - online bereit sind, Geld für digitale Bäume zu zahlen. Und so ist die Treedom Idee eben entstanden, basierend auf der Idee langfristige Veränderung in benachteiligte Regionen zu bringen, mit Hilfe von Baumpflanzungen. Wenn es also möglich ist, dass Menschen digital für Bäume und Schafe in einem Spiel Geld ausgeben, dann wollten die beiden einen ebenso spaßigen und spielerischen Ansatz finden, wie diese Bäume auch in Realität gepflanzt werden können.

Lass uns noch ein bisschen mehr über das Gründer-Team erfahren. Wer seid ihr, was ist euer beruflicher Background und wie wichtig ist euch privat das Thema Nachhaltigkeit? 

Unsere beiden Gründer Federico und Tommaso habt ihr ja schon kennengelernt bei unserer Gründungsgeschichte. Unser gesamtes internationales Team mit aktuell mehr als 40 Mitgliedern trägt vieles vom Spirit der beiden auch in sich. Es sind ganz unterschiedliche Persönlichkeiten, Expert*innen in diversen Gebieten, von Agroforstwissenschaftlern und Politologen über die Projektbetreuer*innen, Web- und UX-Design bis hin natürlich zu Kommunikator*innen. Alle eint ein Gedanke: Etwas Gutes mit der Arbeit zu bewirken, einen Unterschied machen. Für manche von uns ist es die erste Station nach ihrem Studium, manche sind Quereinsteiger, manche haben Karriere in großen Konzernen hinter sich, aber wollten irgendwann mit Freude und ohne „Bekehren wollen“ einfach etwas machen, was einen Nachhall hat. Und unseren Baum-Pat*innen Freude und Spaß bringen und näher an das Thema der Nachhaltig und des sozialen Impacts heranführen.

Was ist deine Rolle bei Treedom? 

Ich bin seit 2017 bei Treedom dabei und leite unser deutschsprachiges Team, das zwischen München und Florenz aufgeteilt ist.

Die Initialzündung für Treedom war also die Reise eurer Gründer durch Kamerun mit den Eindrücken der ökologischen und sozialen Bedingungen vor Ort. Beschreib bitte mal, was die zwei dort alles so gesehen haben? 

Abholzung und Armut - das eine vom anderen beschleunigt. Oftmals illegale Abholzung führt zur langfristigen Zerstörung des Bodens, was eine weitere Bebauung unmöglich macht. Dies führt zu Armut, welche zu dann dazu führen kann, dass Menschen sich verzweifelt nach Einnahmequellen umsehen - und der Verkauf von illegal abgeholzten Feuerholz ist oft eine der einzigen, die zur Verfügung stehen. 

Ich lasse hier mal Federico persönlich zu Wort kommen: “Als wir in Kamerun die weitreichenden Auswirkungen der Abholzung gesehen haben wurde uns bewusst, wie umfangreich der positive Impact von Bäumen auf die Natur ist - und eben auch auf die Menschen, die mit ihnen leben. Wir haben uns gleich in der Verantwortung gefühlt, einen Weg zu finden, wie wir durch Baumpflanzungen den lokalen Ökosystemen als auch den Menschen helfen können. Und so ist Treedom geboren.”

Was war das Fazit, das die beiden aus ihrer Reise gezogen haben? 

Dass sich etwas ändern muss. Ein wichtiger Punkt war in jedem Fall, dass mehr Verständnis und Wissen über die Folgen von Abholzung und die drastische Armut an vielen Orten der Welt entstehen muss. Beide waren sich sicher, dass dies jedoch nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit einem spielerischen Ansatz geschehen sollte.

Den Planeten grüner machen, das wollen viele und vielen gelingt das auch. Wie genau schaut euer Ansatz hierzu aus und wie groß ist euer bisheriger Impact? 

Treedom initiiert, Anschub-finanziert und plant land- und forstwirtschaftliche Projekte in verschiedenen Regionen der Welt, mit dem Ziel nachhaltige, langfristige Agroforstsysteme zu fördern. Die agroforstwirtschaftlichen Projekte stärken lokale Ökosysteme, leisten einen essentiellen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt und sind effektives Tool im Kampf gegen den Klimawandel. Neben den ökologischen Benefits schaffen die Projekte hohe soziale und ökonomische Vorteile für die involvierten Kleinbauern und deren Communities. Das ist unser ganzheitlicher Ansatz, den wir in unserem Tun verfolgen – und der für unsere User*innen transparent über unsere Webplattform dargestellt wird. 

Und jetzt werde ich nochmals etwas konkreter auch, um transparent unsere Arbeit darzustellen: Treedoms Projekrörderungen unterstützen Kleinbauern und lokale Agrargenossenschaften ganzheitlich, das heißt bei der gemeinsamen Auswahl der Baumarten, dem Aufbau von Baumschulen, der Aufzucht der Setzlinge, der Vermittlung von Know-How und nötigem Wissen, die Bäume zu pflegen. Dabei ist es extrem wichtig, dass jeder am Projekt beteiligte Kleinbauer eigenständiger Behüter seines Grund und Bodens ist. Denn nur, wenn die Bäume und ihre Früchte den Kleinbauern selbst gehören, können sie aus ökonomischer Sicht auch davon profitieren. Auf diese Weise können sie ihr Einkommen diversifizieren, ihre Produktivität langfristig steigern und sogar Initiativen für Kleinunternehmen starten. Dadurch wird eine finanzielle Grundlage geschaffen, die wiederum soziale Vorteile für die lokalen Gemeinschaften bringt. Das ist alles auch in den Treedom-Statuten festgeschrieben, die alle unsere Partner einhalten. Und das wird auch kontrolliert - mit Hilfe der lokalen NGOs, die uns beim Scouting neuer Projekte als auch bei der Überprüfung der Einhaltung aller Regelungen unterstützen. 

Der Treedom Ansatz ist besonders dahingehend anders als bei vielen Baumpflanzung Organisationen, weil wir nicht in Monokulturen große Flächen bepflanzen, sondern weil jeder Setzling von Hand in einer Baumschule aufgezogen wird bis er groß genug ist um an die Kleinbauern weitergegeben zu werden. Diese pflanzen das Pflänzchen dann auf ihrem privaten Grund und pflegen den Baum für viele Jahre. Hierdurch entstehen entweder intakte Agroforstsysteme, oder bestehende werden weiter gestärkt und werten so den Grund und die Umgebung langfristig auf. Wir pflanzen dabei ausschließlich lokale Baum- und Staudenarten, welche sich in die bestehenden Ökosysteme einfügen ohne diese zu verändern. 

Bisher haben wir mit unserer Community von mehr als 500.000 User*innen knapp über 1.5 Millionen Bäume mit Hilfe von 86.000 Kleinbauern gepflanzt, und wir arbeiten jeden Tag daran, dies noch viel weiter auszuweiten. 

Generell ist noch wichtig zu sagen, dass wir einen großen Teil unserer Arbeit darin sehen, Menschen spielerisch und mit Spaß an die Thematik der Nachhaltigkeit und des positiven Impacts von Bäumen heranzuführen. Der digitale Ansatz, der unsere Arbeit transparent macht und gleichzeitig mit dem Baumtagebuch auf dem Baumprofil verknüpft ist, ist einzigartig. Hinzu kommt, dass jeder Baum bei der Einpflanzung auf dem Grund des Kleinbauern fotografiert und geo-lokalisiert wird. Einige User haben ihren Baum so sogar bereits besucht!

Euer Name ist Programm. Grund genug noch etwas mehr über eure Bäume zu erfahren. Was für Bäume pflanzt ihr, wo kommen diese her, wo werden die Bäume gepflanzt und wer macht die ganze Arbeit? 

Wie bereits vorher erwähnt arbeiten wir vor Ort mit Kleinbauern zusammen, welche alle Bäume auf ihrem privaten Grund pflanzen. Hierbei bekommen wir Unterstützung von lokalen NGOs, die sich darum kümmern, dass alle Richtlinien etc. eingehalten werden. 

Alle Baumarten sind immer lokal und greifen so nicht in bestehende Ökosysteme ein; hinzu kommt, dass jede Baumart besondere Benefits in die jeweiligen Regionen bringen kann - zum Beispiel verhindern Kaffeebäume in Nepal das weitere Abrutschen von Hängen, und eine Mangrove wirkt mit ihren tiefen Wurzeln der Ausbreitung von Bodenerosion entgegen. Bisher haben wir so knapp 140 Arten in 17 Ländern gepflanzt.

Dann lasst uns mal die Frage klären, was die User nun mit Treedom machen können? 

User können aus verschiedenen Ländern und Baumarten einen Baum wählen, der zu ihnen passt. Wir haben auch Horoskop-Bäume, denn Pflanzen werden oftmals ähnliche Eigenschaften zugeschrieben wie Sternzeichen, auch ein sehr beliebtes Geschenk außerdem. Der gewählte Baum wird dann von einem Kleinbauern im globalen Süden auf seinem privaten Grund gepflanzt, fotografiert und geolokalisiert. Das Foto sowie die Geo-Daten werden dann im individuellen Baumprofil hinterlegt. Über dieses Baumprofil erfolgen regelmäßige Updates aus dem Projekt, in dem der Baum steht sowie über den Impact der Baumart. Außerdem gibt es eine Live-Wetteranzeige auf jedem Baumprofil! Bei einem meiner Bäume in Kenia hat es ganz aktuell 28 Grad und es ist wolkig, die Sonne schaut aber ab und zu raus.

Wie muss man sich das Bäume Pflanzen technisch vorstellen? 

Gemeinsam mit den lokalen NGOs suchen wir nach geeigneten Orten, um die Baumpflanzungen durchzuführen. Dann nutzen wir entweder bestehende Baumschulen oder bauen vor Ort neue, in denen die Setzlinge zunächst aufgezogen werden. In der Zwischenzeit werden Workshops und Schulungen gehalten, um die Kleinbauern bestmöglich vorzubereiten und ihnen das nötige Wissen zu den verschiedenen Baumarten zu vermitteln. Wenn die Setzlinge dann bereit sind gepflanzt zu werden, gibt es einen “Distribution Day”, an welchem die Kleinbauern die Setzlinge erhalten. Von da an werden sie auf dem Grund des Kleinbauern gepflanzt, dann wie schon erwähnt fotografiert und geolokalisiert und die Kleinbauern kümmern sich mindestens 10 Jahre um die Bäume, was zusätzlich vertraglich gesichert ist.

Was ist das Baum-Register? 

Der Baumregister ist ein Ort, an dem alle bisher 1.4 Millionen gepflanzten Bäume auf einen Blick einsehbar sind. Hier werden die GPS Daten, Name des Baumes, Status (also Baumschule oder bereits verpflanzt) sowie das Foto, jedes Baumes gesammelt. Dadurch entsteht ein weiteres Stück Transparenz.

Wie laufen die Wiederaufforstungsprojekte ab? 

Ich fasse es einfach nochmals zusammen, denn oben wurde es eigentlich schon immer wieder auch dargelegt. Ganz am Anfang steht das Projekt Scouting, unsere Expert*innen für Agroforstwirtschaft suchen Partner, NGOs, Kooperativen, Agrargenossenschaften beispielsweise, mit denen wir vor Ort in einer Region langfristig arbeiten können. Diese werden eingehend geprüft und sie müssen die Treedom Statuten unterzeichnen. Deren Einhaltung wird dann eben auch regelmäßig von unseren Agroforst Managern vor Ort überprüft und die Zusammenarbeit immer weiterentwickelt. Als nächsten Schritt werden dann Baumschulen gebaut oder bestehende Baumschulen gesucht, die wir nutzen können, denn auch das ist ja nachhaltig. Erst nach Workshops und Schulungen rund um den Treedom Ansatz beginnt die Aufzucht der Setzlinge – die Baumsorten werden nach den ganz individuellen lokalen Bedürfnissen ausgesucht. Welche Früchte wachsen vor Ort am Besten? Welche Früchte werden benötigt? Welche Wurzeln sichern den Boden, welcher Baum verbessert Wasser -und Bodenqualität? Welche Wurzelart sicher Hänge vor dem Abrutschen oder kämpfen gegen Bodenerosion? Wenn die Setzlinge dann groß genug sind, werden sie am Distribution Day an die Kleinbauern verteilt, diese pflanzen sie auf ihrem eigenen Grund ein und kümmern sich um ihre Aufzucht – begleitet von den Partnern vor Ort mit Rat und Tat im wahrsten Sinne des Wortes. Ziel ist es, dass die Bäume bestmöglichen Ertrag für die Bauern bringen, so dass sie Nahrungsmittelsicherheit und auch die Möglichkeit zu zusätzlichem Einkommen durch möglichen Verkauf der Früchte auf lokalen Märkten geben.

Wie genau kann man sich eure Arbeit mit den beteiligten Gemeinden vor Ort vorstellen. Wer koordiniert das Ganze und wie viele Leute sind an einem Projekt beteiligt? 

Eine genaue Anzahl an beteiligten Personen ist schwer zu schätzen, es sind neben den rund 86.000 Kleinbauern viele Teams in vielen Organisationen. Unsere Agroforst Manager und Politologen reisen regelmäßig in die Projekte, um vor Ort nach dem Rechten zu schauen, sind aber persönlich nicht an jeder einzelnen Baumpflanzung beteiligt. Darüber hinaus arbeiten wir vor Ort mit den NGOs, welche verschieden Mitarbeiter haben - aber am Ende kümmern sich die Kleinbauern mit ihren Familien um die Bäume. Das heißt: Jeder Kleinbauer erhält im Schnitt ca.17 Bäume - ein Mix an Baumarten - die er auf seinem Grund aufzieht.

Wie schaut es denn aus mit dem Thema Geld bzw. Umsatz? Seid ihr Gewinn orientiert und für Umsätze müsst ihr generieren, damit alles funktioniert? 

Treedom ist ein klassisches Social Business, seit 2014 sind wir durchgehend auch B Corp zertifiziert. Hierbei wird genau überprüft, wie ein Social Business arbeitet und alle Zahlen transparent durchleuchtet, um dieses Gütesiegel zu bekommen. 

Ja, wir sind gewinnorientiert, denn nur somit können wir unser Business, Kleinbauern beim Anpflanzen von Bäumen für ihren Lebensunterhalt und für den Umweltschutz zu fördern, gestalten. Wir verfolgen also gemeinnützige Ziele mit den Instrumenten der Marktwirtschaft. Unsere Gewinne laufen direkt in den Ausbau des Social Business, in mehr Projekte, in mehr Länder, in mehr Bäume für mehr Bauern. 

Treedom ist langsam und organisch gewachsen, Impact Skalierung war und ist das, was wir verfolgen: Wir möchten immer mehr Impact haben. Und das funktioniert seit nunmehr zehn Jahren, wir haben aber auch erst in diesem zehnten Jahr die Grenze von 1 Million Bäume überschritten – da eben alles so langsam und fest verwurzelt wie ein Baum wächst. 

Wir sind dankbar und es motiviert uns jeden Tag aufs Neue, dass dies so großen Anklang findet und immer mehr Menschen in unsere Community kommen, damit wir immer weiter pflanzen können.

Wenn man euch nun unterstützen möchte. Was kann man tun? 

Das ist ganz einfach: Selbst einen Baum pflanzen! Gerade in der Weihnachtszeit eignen sich die Treedom Bäume hervorragend als Geschenkidee, die auch noch Last-Minute gekauft werden kann. Egal, wo die Lieben sind - denn ein Baum kann auch aus der Ferne verschenkt werden. Hinzu kommt, dass kein Anstehen in endlosen Schlangen nötig ist. Und das Beste: Ein Treedom Baum ist emotional und persönlich und damit das beste Geschenk - auch für unseren Planeten.

Für Unternehmen habt ihr aber auch Angebote, welche? 

Für Unternehmen gibt es verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit, aber im Grunde geht es im Endeffekt immer um einen sogenannten Unternehmenswald. 

Wenn wir hier allerdings von einem Wald sprechen ist dies kein herkömmlicher Wald auf einem Stück Land mit einer Monokultur, sondern immer noch vom gleichen Prinzip wie bei den einzelnen Bäumen: Jeder Treedom Baum wird von einem Kleinbauern auf seinem privaten Grund gepflanzt. Diese Bäume können Unternehmen dann nutzen, um sie an Mitarbeiter zu verschenken (zum Beispiel als Weihnachts- oder Ostergeschenk), diese an Kunden verlosen oder an Unternehmens-Partner weitergeben. Jeder Unternehmenswald ist individuell gebrandet und alle Updates, die über die Bäume an den Empfänger des Baumes (Kunde, Partner, Mitarbeiter…) versendet werden, erinnern durch das Branding daran, wer den Baum gepflanzt hat. Es ist also ebenfalls ein CRM Tool, das langfristig die Beziehung nähren kann. Darüber Hinaus kann unser Team von KommunikaEonsexperten dabei unterstützen, die Treedom IniEaEve bestmöglich zu kommunizieren und das grüne Engagement eines Unternehmens sichtbar machen.

Zu guter Letzt noch die Frage, was ihr euch für die Zukunft wünscht? 

Natürlich wünschen auch wir uns Gesundheit – ja, auch bei uns hat Corona Spuren hinterlassen, unsere Agroforstwissenschaftler konnten neun Monate nicht zu ihren Projekten reisen. Jetzt gerade ist ein Kolleg endlich wieder in Kenia und er ist so glücklich und alle vor Ort zu sein und persönlich mit den lokalen Projektmanagern zu arbeiten und die Projekte alle zu sehen. Ansonsten hat unser Gründer und CEO Federico immer positiv verrückte Ideen - angefangen bei der Gründung des Unternehmens selbst bis hin zu den Zielen, die er sich und uns allen steckt. Nun ist er jedoch vor einigen Wochen einen ganz besonderen Schritt gegangen: Nachdem wir die 1.000.000 Bäume im Februar geknackt haben hat er sich “10M Trees” tätowieren lassen - also das Ziel, dass wir mit Treedom in den nächsten drei Jahren erreichen wollen. 10 Millionen Bäume! Mit den reinen Baumpflanzungen ist es jedoch nicht getan. Wir wollen mit dem spielerischen Ansatz eben ein Umdenken bewirken und ein Verständnis kreieren, dass Bäume erstens viel mehr können als nur Co2 speichern, und dass der soziale Impact von Baumpflanzungen genau so groß ist wie der ökologisch - und, dass wir alle einen wichtigen Beitrag leisten können. Wenn viele Menschen umdenken, dann sind 10 Millionen Bäume gar nicht so fern ... 

 

Vielen Dank für das Interview, Jaron!

Dir schwebt nun auch noch eine Frage im Kopf herum, die du gerne an Treedom stellen möchtest?

Dann schreib sie in die Kommentare - wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

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Mehr zum Thema Baumpflanzung gibt´s hier: Die wohl nachhaltigste Geschenkidee? Einen Baum zu jedem Anlass verschenken 

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