Grüne Wirtschaft

Nachhaltige Basics, die mit dir die Textilbranche verändern wollen

INTERVIEW | Du bist auf der Suche nach nachhaltiger Basicmode, mit der du einen Unterschied machen kannst? Wir stellen dir ein junges Unternehmen vor, das diese Mission verfolgt.

INTERVIEW | Du bist auf der Suche nach nachhaltiger Basicmode, mit der du einen Unterschied machen kannst? Wir stellen dir ein junges Unternehmen vor, das diese Mission verfolgt.

05.01.2022 | Ein Interview geführt von Deborah Iber | Bild: Maria Svidryk

Schluss mit Mikroplastik, ausbeuterischen Arbeitsumständen und weit entfernten Produktionsorten – die Textilbranche braucht weitere Akteur*innen, die sich für biologische Materialien, faire Arbeitsbedingungen und kurze Transportwege entscheiden. Einer davon ist das Startup Montanus, das nachhaltige Kleidung wie T-Shirts und Hoodies aus Lyocell und Bio-Baumwolle herstellt. Damit möchte das junge Unternehmen den textilen Wandel mitgestalten und lädt auch die Kund*innen dazu ein, diesen Weg mit ihnen zu gehen.

Im Interview mit den drei Gründer*innen Basil, Konstantin und Fritzi erfährst du, wie du dich bei Montanus einbringen und das Unternehmen unterstützen kannst. Außerdem lernst du weitere Hintergründe zu der nachhaltigen Kleidung kennen.

Hier findest du noch mehr spannende nachhaltige Mode Marken und Labels!

LifeVERDE: Basil, Konstantin und Fritzi, mit Montanus habt ihr euch zum Ziel gesetzt, einen Unterschied in der Textilbranche zu machen – durch nachhaltige Kleidung mit einer besonderen Faserzusammensetzung und kurzen Transportwegen. Wie kamt ihr zu dieser Idee?

Basil, Konstantin & Fritzi: Wir, Konstantin und Basil, saßen an einem gemütlichen Abend in einem Café zusammen und kamen darauf zu sprechen, dass wir etwas aufbauen möchten, bei dem der soziale und nachhaltige Gedanke im Mittelpunkt stehen sollte. Der Schlüsselmoment für uns war, wie Unternehmen Nachhaltigkeit für sich interpretieren. Sehr häufig findet deren Produktion trotz eines nachhaltigen Auftretens weiterhin in Asien statt und dies oft unter unwürdigen Bedingungen.

Für uns wollten wir Nachhaltigkeit neu definieren: Nachhaltigkeit bedeutet für uns zum einen, faire Arbeitsbedingungen zu gewähren und zum anderen, auf kurze Transportwege und umweltschonende Materialien zu achten. Daher lag es für uns nahe, für Montanus einen europäischen Produktionsstandort und die Lieferanten bewusst auszuwählen.


Die drei Gesichter hinter Montanus: Fritzi, Basil und Konstantin (Bild: Maria Svidryk). 

Gehen wir gleich auf die Besonderheit des Materials der Montanus-Kleidung ein: Holz und Bio-Baumwolle. Wieso diese Materialien?

Zunächst versuchten wir herauszufinden, welche Materialien es im Textilbereich gibt, die sich für unsere Idee gut eignen würden – nachhaltig, umweltfreundlich und ressourcenschonend. Nach einiger Recherche stießen wir auf die Holzfaser Lyocell. Die wichtigsten Vorteile dieses Materials sind für uns: 

  • Ressourcensparend 
  • Weniger Wasserverbrauch bei der Produktion
  • Kein Mikroplastik

Diese Eigenschaften treffen auch auf die verwendete Bio-Baumwolle zu.

Von wo bezieht ihr die Materialien für die Montanus-Kleidung?

Wir arbeiten mit einem deutschen Partner zusammen, der sich darauf spezialisiert hat, umweltfreundliche Kleidung in Europa zu produzieren. Dieser legt dabei großen Wert auf die Auswahl nachhaltiger Materialien, faire Arbeitsbedingungen und die umweltfreundliche Produktion. Unsere Kleidung wird an einem Standort produziert, an dem die Sozialstandards eingehalten werden. Eine sehr wichtige Rolle spielt darüber hinaus eine transparente Kommunikation, um authentische Einblicke zu gewähren.

Eines eurer Anliegen ist wie bereits erwähnt eine nachhaltige und faire Produktion in Europa. Wie garantiert ihr diese?

Die Produktion der Fasern findet bei unserem Lieferanten unter GOTS-Standards und Ökotex-100 Standards statt. Die Holzfasern werden außerdem nach den Standards des EU-Ecolables und PETA-approved-vegan hergestellt. Damit wird unter anderem garantiert, dass die Angestellten der Firmen fair bezahlt werden und faire Arbeitsbedingungen herrschen. Um dies zu prüfen, steht unser Produktionspartner kontinuierlich im persönlichen Austausch mit den Produktionsstätten. Über deren verschiedenen Social Media-Kanäle kann außerdem jede*r einen Einblick in den Produktionsablauf erhalten.

Die Kleidung von Montanus wird aus Lyocell und Bio-Baumwolle hergestellt (Bild: Maria Svidryk).

Ein weiteres Ziel von euch ist es, Teile des Umsatzes an gemeinnützige Organisationen zu spenden. Welche möchtet ihr unterstützen und was sind eure Kriterien?

Wir möchten ein transparentes Unternehmen sein, das mit Hilfe der Community entscheidet, an welche Organisationen unsere Gelder fließen. Unsere Community soll also partizipativ mitentscheiden, wohin die 10% unseres Gewinns gehen sollen.

Wir wollen damit versuchen lokale, nationale und internationale Projekte zu unterstützen, wie zum Beispiel die offene Werkstatt Bamberg oder Viva Con Aqua. Unser Ziel ist es, damit Projekte zu fördern, die eine positive Auswirkung auf die Gesellschaft haben.

Euer Unternehmen bzw. Projekt ist noch ganz am Anfang. An welchem Punkt steht ihr aktuell und was sind eure nächsten Schritte sowie zukünftigen Ziele für Montanus?

Genau, wir sind noch ziemlich am Anfang – richtig gestartet haben wir vor circa 12 Monaten. Nachdem wir viel Zeit und Herzblut in die Vorbereitung unseres Projektes gesteckt haben, versuchen wir momentan mit unserer Crowdfunding Kampagne unsere erste Kollektion an T-Shirts und Hoodies zu finanzieren und auch die ersten Spendenprojekte zu unterstützen. 

In Zukunft wollen wir mit Hilfe der Community weitere Kollektionen kreieren und unser Sortiment   erweitern, z.B. mit Shirts aus recycelter Baumwolle. Die Community soll auch hier mitsprechen dürfen und mit Ideen und Wünschen unterstützen. Darüber hinaus möchten wir zusammen mit unserer Community darauf aufmerksam machen, dass es sich lohnt über die Herstellung von Kleidung nachzudenken. Denn ein Jeder und eine Jede kann mit seiner bzw. ihrer Kaufentscheidung einen Beitrag leisten, die Textilbranche ein bisschen besser zu machen.


Bisher gibt es bei Montanus Hoodies und T-Shirts in verschiedenen Farben (Bilder: Maria Svidryk).

Bisher finanziert ihr das Projekt vollkommen selbst. Wie kommt ihr mit den Mitteln aus, welche Schwierigkeiten seht ihr euch gegenübergestellt?

Als Studierende ist es mit unserem begrenzten Einkommen etwas schwierig, ein solches Projekt vollkommen selbständig aufzuziehen. Daher brauchen wir zur Verwirklichung unseres Projekts die Unterstützung unserer Community – zusammen für eine etwas bessere Modewelt!

Was möchtet ihr den Leser*innen mitteilen, was sie unbedingt noch über euch oder euer Projekt Montanus wissen sollten?

Wir sind ein offenes Unternehmen, dass EUCH miteinbeziehen möchte. Egal ob du eine Kollektionsidee, einen kreativen Designvorschlag oder eine spannende Spendenidee hast – DU kannst dich auf vielen Wegen und Ebenen einbringen und dich bei uns ausprobieren. Wir wollen nicht einfach nur deinen Warenkorb füllen, sondern mit dir etwas bewegen.

Wenn du jetzt Lust hast, mit uns etwas zu verändern, unterstütze uns gerne finanziell bei unserer Crowdfunding-Kampagne. Bei Fragen oder Ideen melde dich gerne bei uns!

 

Vielen Dank für das Interview, Basil, Konstantin und Fritzi!

Dir schwebt nun auch noch eine Frage im Kopf herum, die du gerne an Montanus stellen möchtest?

Dann schreib sie in die Kommentare - wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

__________________________________

Das könnte dich auch interessieren: Lebensfreude: Die ganzheitliche Messe für Körper, Geist und Seele

Mit dem LifeVERDE-Newsletter bist du immer up to date zu den neuesten nachhaltigen Produkten & Dienstleistungen.




Kommentar erstellen

Name *
E-Mail *
URL
Kommentar *
Auch interessant


Grüne Unternehmen