Abfallvermeidung im Alltag
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Abfallvermeidung im Alltag

GASTBEITRAG | Das Thema Umweltschutz ist aktueller denn je. Viele Menschen sind der Meinung, dass nur die Politik etwas bewirken kann. Dabei sollte aber jeder etwas zur Schonung unserer Umwelt beitragen. So geht’s mit der Abfallvermeidung ganz einfach.

GASTBEITRAG | Das Thema Umweltschutz ist aktueller denn je. Viele Menschen sind der Meinung, dass nur die Politik etwas bewirken kann. Dabei sollte aber jeder etwas zur Schonung unserer Umwelt beitragen. So geht’s mit der Abfallvermeidung ganz einfach.

08.11.2017 - Gastbeitrag von Marie Bachmayr

Um die Natur nachhaltig beeinflussen zu können, muss gerade der Einzelne sein Verhalten ändern. Das Umweltbundesamt ist zu dem Schluss gekommen, dass unter anderem das Konsumverhalten und die Haushaltsstruktur zu großen Teilen die Umwelt belastet. Darunter fällt auch die Vermeidung von Abfall. Dass man Müll trennen, verwerten oder am besten ganz vermeiden soll, wissen die meisten. Offen bleibt jedoch die Frage, wie man das genau macht?

Die folgenden sechs Tipps sollen dabei helfen, die Abfallvermeidung so einfach wie möglich zu gestalten. Sie betreffen - von der Planung bis zum Verzehr - alle Stationen im Konsumweg eines Verbrauchers und tragen damit bedeutend zur Entlastung der Umwelt bei.
 

1. Geplanter einkaufen

Dieser Tipp ist zwar nicht besonders neu aber er erfüllt immer noch seinen Zweck. Vor dem Einkauf sollte man sich überlegen, was man über die Woche kochen möchte. Das erleichtert nicht nur das Schreiben des Einkaufszettels, sondern verhindert auch uneingeplante Fehlkäufe, die nur im Müll gelandet wären. Packen Sie außerdem nicht alles in den Einkaufswagen, worauf sie gerade Lust haben. In der Regel sind die Augen größer als der Magen.

2. Verzicht auf Plastiktüten

Es lohnt sich zum Einkaufen eine Tragetasche mitzunehmen. Das schont auf Dauer den Geldbeutel und ist gut für die Umwelt. Worauf allerdings die wenigsten verzichten, sind die kleinen Plastiktüten an den Obst- und Gemüseregalen. Eine perfekte Alternative dazu sind Netzsäckchen, die mittlerweile in vielen Einkaufsläden angeboten werden.

3. Unverpackte Lebensmittel kaufen

Dem Verbraucher wird in Supermärkten eine riesengroße Auswahl angeboten. Allein beim Kauf einer Tomate kann zwischen Strauchtomaten, Cherrytomaten, Fleischtomaten und vielen weiteren Sorten unterschieden werden. Die meisten Verpackungen bestehen unglücklicherweise aus Plastik, statt aus umweltschonenden Materialien. Greifen Sie stattdessen lieber zu unverpackten Lebensmitteln. Vor allem in Großstädten gibt es immer mehr Läden, die komplett auf jegliche Verpackungen verzichten.

4. Glas- statt Plastikflaschen

Auch wenn sich der ein oder andere über hohe Beträge am Pfandbonautomaten freut, sind Einwegflaschen für jede Menge Müll verantwortlich. Diese werden zwar recycelt, aber trotzdem wird jedes Getränk schlussendlich neu verpackt. Mehrwegflaschen haben den Vorteil, dass man sie bis zu fünfzig Mal wiederverwenden kann. Wer ganz auf Flaschen verzichten möchte, kann ohne Bedenken auf Leitungswasser zurückgreifen. Deutsches Leitungswasser hat eine sehr gute Qualität und erspart einem das Schleppen von schweren Wasserkisten.

5. Verwerten statt Wegschmeißen

Achten Sie regelmäßig auf das Mindesthaltbarkeitsdatum Ihrer Lebensmittel. Das bedeutet aber nicht, dass alles was “kurz vor dem ablaufen” ist, weggeschmissen werden muss. Die meisten Produkte halten sich teilweise viel länger, als das Mindesthaltbarkeitsdatum angibt. Aus Resten lassen sich auch noch tolle Gerichte zaubern. Lebensmittel sollten generell nur dann im Müll landen, wenn sie wirklich schlecht geworden sind.  

6. Bücher aus- und verleihen

Der Kauf von neuen Büchern ist auf Dauer eine große Verschwendung von Ressourcen. Vor allem weil man diese häufig nur einmal liest. Bieten Sie doch ihren Familienmitgliedern und Freunden das Buch zum lesen an. Ein E-Book-Reader ist erst ab 18 gelesenen Büchern pro Jahr eine ressourcenschonende Alternative. Wer weniger liest, kann sich der Umwelt zuliebe an die gute alte Bibliothek wenden.

Weitere kleine Tipps zur Abfallvermeidung, finden Sie in dem kostenlosen Ratgeber “Müllvermeidung und Recycling. 70 praktische Tipps für den Alltag”.

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