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Nachhaltige Pools für den Garten

Der eigene Pool im Garten – für viele Menschen ist das ein großer Traum. Jedoch können Wasserverschwendung und der Einsatz von Chlor schnell zur Umweltbelastung werden. Wie ein nachhaltiges Badeparadies funktionieren kann, erfährst du in diesem Beitrag.

Der eigene Pool im Garten – für viele Menschen ist das ein großer Traum. Jedoch können Wasserverschwendung und der Einsatz von Chlor schnell zur Umweltbelastung werden. Wie ein nachhaltiges Badeparadies funktionieren kann, erfährst du in diesem Beitrag.

24.09.2021 | Ein Beitrag von Marvin Lehnert | Bild: Diego Acosta / Unsplash

Schätzungsweise mehr als 830.000 Pools stehen in Deutschland in privaten Gärten. Und fast täglich werden es mehr, denn der Trend zum eigenen Badeparadies hat durch die Corona-Pandemie nochmal kräftig Auftrieb bekommen. So haben Poolbauer 2020 teilweise doppelt so viele Schwimmbecken angelegt als unter normalen Umständen. Das größte Problem, was mit dieser Entwicklung auftaucht, ist jedoch die Wasserverschwendung. So spricht unter anderem der Bund Naturschutz davon, dass Trinkwasser als unser wertvollstes Lebensmittel nicht für einen solchen Luxus, der für ein vergleichsweise kurzweiliges Vergnügen sorgt, verschwendet werden sollte.


Der Trend zum eigenen Badeparadies hat sich während der Corona-Pandemie bestätigt (Bild: D.Faust / Unsplash).

Ein eigener Pool im Garten – wie geht das nachhaltig?

Ein standardmäßiger Pool ist in der Regel circa 8 x 3 Meter groß und fasst etwa 40 Kubikmeter Wasser. Völlig klar also, dass mit der Anschaffung automatisch der Wasserverbrauch zuhause ansteigt – gerade auch, da das Wasser im Pool in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden muss. Zum Betrieb empfiehlt sich außerdem eine Pumpe – gereinigt werden muss der Pool auch. Wie also ist das eigentlich mit der Umwelt und Nachhaltigkeit zu vereinbaren?

In Anbetracht dieser Tatsachen entscheiden sich immer mehr Menschen für ein sogenanntes Naturschwimmbecken. Dieses vereint die Vorzüge eines klassischen Pools, wie ihn die meisten von uns kenne, mit der Naturnähe eines Gartenteichs. Das Motto: „Baden inmitten der Natur“ macht ein Naturschwimmbecken damit nicht nur besonders schön, sondern sorgt zusätzlich auch für ein äußerst angenehmes Badegefühl, da hier keine Chemikalien enthalten sind. Als wirksame Energiespartechnik für den Öko-Pool ist neben der Dämmung des Schwimmbeckens an den Wänden und der Decke, auch ein Wärmeschutz an der Oberfläche notwendig. Er verhindert, dass die Wärme des Wassers an die Luft abgegeben werden kann und wirkt insbesondere in der Nacht isolierend. Ganz nebenbei bewirkt die Beckenabdeckung, dass Laub, Staub, Schmutz oder Kleintiere nicht im Wasser landen. Als Beheizungstechnik setzt sich währenddessen für Naturpools immer mehr die Wärmepumpe durch, die ihre Wärmeenergie einfach aus der Umgebungsluft beziehen kann. Alleine der Betriebsstrom der Wärmepumpe stammt aus der Steckdose und macht lediglich rund ein Viertel der erzeugten Wärmeenergie aus.

Der Aufbau eines Naturschwimmbeckens

Im Regelfall besteht ein Naturpool aus zwei wesentlichen Teilen. Auf der einen Seite das Schwimmbecken mit der größten Fläche und klarem, angenehmem Wasser – und auf der anderen Seite das sogenannte Aufbereitungsbecken, welches mit Wasserpflanzen bestückt ist. Ergänzend wird auch in letzterem Bereich eine Pumpe installiert, die das Wasser filtert und sorgfältig ökologisch aufbereitet. Bei einem Naturschwimmbecken wird auf die Anwendung von Chlor verzichtet, wie man es von klassischen Frei- oder Hallenbädern kennt. So gibt‘s maximalen Badespaß im eigenen Garten.

Kosten eines Naturpools

Preislich ist die Anschaffung eines nachhaltigen Naturpools von vielen Faktoren abhängig. Unter anderem zählen Lage, Bodenbeschaffenheit, individuelle Gestaltungswünsche und besonders auch die integrierte Technik zu den zentralen Komponenten, die einen Pool günstiger oder teurer machen. Im Normalfall musst du mit mindestens 10.000 Euro rechnen – gerade dann, wenn der gesamte Pool erst noch angelegt werden muss und noch keine weiteren Vorbereitungsarbeiten erledigt wurden. Auf jeden Fall ist es aber hierbei ratsam, für den Bau, Experten heranzuziehen. So entstehen keine ungewollten Kosten -  und du gehst schwierigen Fragen wie: „Welche Pumpe ist geeignet?“ oder „Welche Pflanzen gehören in das Aufbereitungsbecken?“ aus dem Weg.


Für einen Naturpool musst du in der Regel mit mindestens 10.000 Euro rechnen (Bild: D.Hou / Unsplash).

Reinigung eines Öko-Pools

Vergleicht man die Reinigung eines Öko-Pools mit einem klassischen Swimming-Pool, dann ist diese nicht so aufwendig. Das Wasser eines Naturpools ist leicht getrübt und nicht ganz so klar wie das eines regulären Pools, hat jedoch eine hohe Wasserqualität – und das ganz ohne Chemikalien. Ein weiterer positiver Nebeneffekt entsteht durch die Pflanzen: Da das Wasser sich im Sommer schnell erwärmt, sparst du Heizkosten und kannst direkt das angenehme kühle Nass genießen.

Mithilfe der biologischen Filterungstechnik und der elektrischen Pumpe bleibt das Wasser dauerhaft in Bewegung, damit es sich mit Sauerstoff anreichern kann. Das verhindert eine starke Algenbildung. Jedoch ist bei der künstlichen Erwärmung deines Naturschwimmbeckens zu beachten, dass eine zu hohe Temperatur (über 28 Grad) den Pflanzen erheblichen Schaden zufügen kann und diese nicht mehr im vollen Umfang ihren Funktionen nachgehen können.

Biologisch aufbereitetes Wasser ist auch für Allergiker*innen ideal geeignet. Dafür wird von Expert*innen empfohlen, mindestens einmal im Quartal den Stickstoff- und Sauerstoffgehalt im Becken zu überprüfen. Eine regelmäßige Kontrolle der Wasserqualität muss regulär wie beim Swimming-Pool sowieso erfolgen, um sauberes Wasser länger nutzen zu können.

Groben Schmutz kannst du ganz einfach selbst mit einem Kescher entfernen. Um die Nährstoffanreicherung des Wassers zu verhindern, ist die tägliche Reinigung von organischer Verschmutzung notwendig. Hierzu ist auch ein zusätzlicher Schlammsauger oder Poolroboter empfehlenswert, welcher Sand und andere Reste vom Boden des Pools absaugen kann und dir damit viel Zeit und Arbeit erspart.

Zusammenfassung – 10 Tipps für einen nachhaltigen Pool

  1. Wasserwerte mindestens einmal pro Woche prüfen.
  2. Regelmäßige Reinigung der Filteranlagen, bspw. durch den Einsatz von Poolrobotern.
  3. Verwende nach Möglichkeit eine Poolabdeckung. So reduzierst du die Wasserverdunstung und damit auch gleichzeitig den Wasserverbrauch für deinen Pool.
  4. Nutze eine energieeffiziente Filterpumpe. Das Pumpen mit variabler Drehzahl verbraucht viel weniger Strom, bestenfalls noch mit Zeitsteuerung für den genauen Einsatz der Filterpumpe.
  5. LED-Beleuchtungselemente haben neben der Nachhaltigkeit den tollen Effekt, dass sie häufig eine bessere Ausleuchtung haben und zudem viel seltener ausgetauscht werden müssen.
  6. Hochwertiges Poolzubehör ist langlebiger - so sparst du effektiv Material sowie Kosten.
  7. Bei der Anschaffung einer Wärmepumpe, achten unbedingt auf einen guten COP-Wert (Effizienz der Wärmepumpe). Auch hier kann eine korrekte Zeitsteuerung helfen.
  8. Ein Windschutz um den Pool oder eine entsprechende Bepflanzung reduzieren die Wasserverdunstung. Das verbessert auch die „gefühlte“ Temperatur rund um den Pool.
  9. Undichte Stellen verschwenden Wasser, daher solltest du sie direkt ausbessern.
  10. Den Pool das ganze Jahr über gefüllt lassen. Das spart Wasser und hält deinen Pool oft in einem besseren Zustand, als wenn das Wasser abgelassen wird.


Ein nachhaltiger Pool benötigt sorgfältige Pflege, damit er lange erhalten bleibt (Bild: G.Gapare / Unsplash).

Anbieter nachhaltiger Pools

Wir haben dir im Folgenden drei Anbieter für nachhaltige Pool-Konzepte herausgesucht.

Astralpool

Naturschwimmbecken ganz ohne Chemie gibt es von Astralpool. Sie haben gleich mehrere unterschiedliche Pooltypen im Angebot, die für ein perfektes Wohlfühl-Ambiente im eigenen Garten sorgen. Pure Nature Pools erinnern von ihrem Grundkonzept sehr an einen Naturteich und fügen sich harmonisch in ihre Umgebung ein. Sie verfügen über einen Filter und eine Pumpe und geben dir das Gefühl, dich inmitten der Natur zu befinden. Die Wartungsarbeiten beschränken sich bei Pure Nature Pools auf die Pflanzenpflege und das Entfernen der Algen von Grund und Beckenwänden.

Ähnlich daher kommen Clear Pools, die dank der integrierten Technik das ganze Jahr über zuverlässig sauber gehalten werden. Das Wasser ist somit jederzeit kristallklar und fühlt sich dennoch an wie ein natürliches Gewässer. In den Crystal Clear Pools von Astralpool sind Flora und Fauna vom eigentlichen Beckenbereich getrennt. Deshalb bezeichnet man diesen Pooltypen umgangssprachlich auch als Hybrid-Pool. Dank seiner Bauweise und des Filtersystems garantiert er das ganze Jahr über kristallklares Wasser und verlängert mit der zusätzlichen Wärmepumpe die Badesaison gerne auch mal in die kälteren Monate des Jahres.

Als letzter der Pooltypen von Astralpool bleiben noch die Bio-Pools, die auf den ersten Blick wie ein herkömmlicher Pool wirken mögen, allerdings mit dem Filtersystem eines Naturschwimmbeckens ausgestattet sind. Sie enthalten jedoch keine Pflanzen und können deshalb problemlos auch mit der Hilfe von Poolrobotern gereinigt werden.

Polyfaser

Seit vielen Jahren setzt Polyfaser in ihrer täglichen Arbeit einen besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit und die Verantwortung gegenüber unserer Umwelt. Für die Pools verwendet das Unternehmen ausschließlich Materialien namhafter Hersteller. So möchte Polyfaser nicht nur höchste Kundenzufriedenheit garantieren, sondern auch für langlebige Produkte und weniger Müll sorgen.

Bereits bei der Produktion deines Traumpools kommt die Nachhaltigkeit zum Vorschein. So setzt Polyfaser auf erneuerbare Energien und betreibt sogar ein firmeneigenes Biomasse-Heizwerk. Mit der produzierten Wärme werden etwa die sogenannten Temperkammern, in der die Schwimmbecken aushärten, klimatisiert. Auch die Lüftungsanlagen der Produktionsräume werden dadurch mit beheizter Frischluft versorgt. Wer sich für einen Pool von Polyfaser entscheidet, der entscheidet sich gleichzeitig für den verantwortungsvollen und nachhaltigen Einsatz von Ressourcen.

Waterair

Waterair verfügt über eine exklusive und patentierte Technologie für Wellstahl-Wände, die zu den Pool-Lösungen mit den niedrigsten Treibhausgasemissionen auf dem Markt gehören. Eine innovative Filtration mit niedrigem Energieverbrauch gewährleistet einwandfreie Wasserqualität. Dank dieser Technik ist der Verbrauch fünf Mal energieeffizienter als eine klassische Filtration.

Zwei Solarmodule im Pool-Konzept von Waterair produzieren zudem durch Sonneneinstrahlung genügend Energie, um den Verbrauch der Pumpe für ein Jahr zu kompensieren. Die Poolabdeckung ist währenddessen so konzipiert, dass sie sich an die vier Jahreszeiten anpasst. Durch Treibhauseffekt und Sonnenenergie kann sich das Wasser unterhalb der Abdeckung um bis zu neun Grad erwärmen. Im Winter verhindern währenddessen die lichtundurchlässigen Elemente das Algenwachstum.


Mit einer nachhaltigen Pool-Lösung tust du dir und der Umwelt etwas Gutes (Bild: J.Flobrant / Unsplash).

Nachhaltige Pools – der kleine Luxus für die ganze Familie

Auf in die Natur – der Drang zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag erobert langsam aber sicher auch das private Badevergnügen. Für die einen purer Luxus, für die anderen ist der eigene Swimming-Pool – verknüpft mit einem hohen Wohlfühlcharakter – ein unbedingtes Muss. Dabei erlebt das „gewöhnliche“ private Schwimmbad aktuell zunehmend Konkurrenz durch Natur- bzw. Öko-Pools. Hier zeichnet sich eine immer größer werdende Nachfrage nach naturbelassenen Badealternativen ohne chemische Zusatzstoffe wie Chlor ab. Auch lassen sich die Naturpools mit modernster Technik wie Massagedüsen, Beleuchtungselementen oder Wärmepumpen ausstatten und stehen damit stellvertretend für ein ganz besonderes Luxus-Befinden. Ein nachhaltiger Pool mit biologischer Wasseraufbereitung eingebettet inmitten einer natürlichen Umgebung – so sieht Badespaß im Einklang mit der Natur aus.

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Auch interessant: Schwimmen für den guten Zweck – mit Bademode von MYMARINI

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