Nachhaltige Kondome, die für bunte Blumenwiesen stehen.
Grüne Wirtschaft

Nachhaltige Kondome, die für bunte Blumenwiesen stehen.

Die einhorn products GmbH stellt nachhaltig gefertigte Kondome her und möchte mit einhorn eine Marke lancieren, die für Spaß, Liebe, Lebensfreude und bunte Blumenwiesen steht.

Die einhorn products GmbH stellt nachhaltig gefertigte Kondome her und möchte mit einhorn eine Marke lancieren, die für Spaß, Liebe, Lebensfreude und bunte Blumenwiesen steht.

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10.09.2016 - Bildquelle: einhorn

UMWELTHAUPTSTADT.de: Frau Naranjo, Ihre Firmengeschichte, nachhaltige Kondome herzustellen und zu vertreiben, hat sich mittlerweile ganz gut rumgesprochen, nicht zuletzt aufgrund eines rechtlichen Streits mit einem Wettbewerber. Erklären Sie uns bitte dennoch einmal wie es zu Ihrer Geschäftsidee kam?

Philip und Waldemar, die beiden Gründer hinter einhorn, kommen beide aus der Start-Up Bubble. Irgendwann war ihnen klar, dass sie als nächstes ein Unternehmen gründen wollen, das an den globalen Herausforderungen unserer Zeit arbeitet.

Die Idee Kondome zu machen, kam tatsächlich beim Kondomkauf. Wir legen großen Wert auf Design und haben uns gefragt, warum die meisten Kondome langweilig sind und keine Vorfreude machen.

Wir wollen Kondome rausholen aus der verstaubten Medizinproduktecke und positiv konnotieren. Deshalb kommen unsere Kondome in Chipstüten, die von bekannten Künstlern designt wurden. Über die Verpackung hinaus arbeiten wir an einer Marke, die Magie und Feenstaub verbreitet.

Betriebswirte raten Unternehmern Probleme zu lösen. Welches Problem oder welche Probleme lösen Sie?

Vielen Leuten ist der Kondomkauf unangenehm und er macht keine Vorfreude. Kondome werden benutzt aber sind meist nicht positiv konnotiert. Mit einhorn bauen wir eine Marke auf, die für Spaß, Liebe, Lebensfreude und bunte Blumenwiesen steht. Rund um einhorn sollen die Leute Spaß haben. #MAKEMAGICHAPPEN. Natürlich heißt das auch nachhaltig und fair zu handeln und mit dem Unternehmen Gutes zu tun. Wir nennen das Fairstainability, der ganzheitliche Ansatz einen positiven ökologischen und sozialen Hufabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu schaffen.

Welche Produktvorteile haben Öko-Kondome gegenüber konventionellen Präservativen?

Anders gefragt, welche Vorteile haben konventionelle Kondome gegenüber unseren Kondomen? Unserer einhörner sehen gut aus, machen Spaß, die Form ist an der Spitze weiter für mehr Gefühl beim Sex und sie sind nicht teurer als herkömmliche Marken. Außerdem unterstützt die Kunden unsere Vision einen positiven sozialen und ökologischen Hufabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Kondoms zu schaffen.  Wir arbeiten mit den Partnern in unserer Lieferkette daran den Happyness-Faktor der Arbeiter/innen auf der Kautschukplantage zu erhöhen und die Biodiversität in der von Monokulturen geprägten Anbauregion zu schützen. Wir haben uns außerdem dazu verpflichtet, 50% der Gewinne in soziale/nachhaltige Projekte zu investieren.

Nach welchen Kriterien suchen Konsumenten eigentlich Kondome aus?

Das ist eine gute Frage. Wir versuchen mit einhorn die Lieblingsmarke der Nutzer zu werden. Alles soll schön, positiv, magisch und voller Liebe sein. Welcher Kunde würde das nicht wollen?

Beschreiben Sie doch bitte einmal Ihre Zielgruppe?

Unsere Zielgruppe ist ganz klar Generation Y. Sie sind die Hauptnutzer von Kondomen und hinterfragen, wo Produkte herkommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden. Gleichzeitig versuchen wir mit dem Design-Ansatz und den marktüblichen Preisen auch Kunden anzusprechen, für die Fairstainability-Aspekte (bisher) eine nachgeordnete Rolle spielen.

Im Rahmen Ihrer Vision sagen Sie, dass Sie die Attribute „Fair“ und „sustainable“ kombinieren möchten. Reicht das aus, um sich gegenüber den großen Wettbewerbern in Ihrer Branche durch- und abzusetzen?

Das muss am Ende der Konsument entscheiden. Wir wollen mit einhorn einen positiven Fußabdruck haben, aber gleichzeitig nicht klischeehaft „öko“, sondern auch ein Lifestyle-Produkt sein. Bisher sind wir mit dem Ansatz recht erfolgreich.

Es geht bei Fairstainability ja über die eigentlichen Wörter (Fairness & Sustainability) hinaus. Wir versuchen z.B. unsere Kunden stärker mit unsere Lieferkette zu verbinden und transparent aufzuzeigen, wie ein Kondom entsteht und wer an der Fertigstellung arbeitet. Wir wollen Bewusstsein schaffen, dass Konsumentscheidungen hier eine Auswirkung in anderen Teilen der Welt haben.

Warum denken Sie, wird sich Ihr Unternehmen in den nächsten Jahren gut weiterentwickeln?

Die Zahlen und die Resonanz der Kunden sprechen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aber klar, wir haben auch noch einen weiten Weg vor uns. Eine Glaskugel, die uns die Zukunft voraus sagt, haben wir aber noch nicht.

Was wünschen Sie sich für Ihr Startup?

Glückliche einhörner.



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