Gesellschaft

Vegane Gesichtscremes – Der große Test Teil 2

Wir haben wieder fleißig vegane Gesichtscreme ausprobiert. Weil ein Beitrag nicht ausgereicht hat, findest du hier Teil 2 unseres Tests.

Wir haben wieder fleißig vegane Gesichtscreme ausprobiert. Weil ein Beitrag nicht ausgereicht hat, findest du hier Teil 2 unseres Tests.

03.05.2022 (aktualisiert, erstveröffentlicht am 22.03.2018) | Ein Beitrag von Gessica Mirra und Loretta Tokarska | Bild: Anna Shvets, Pexels

Ob in der Drogerie, im Supermarkt oder online – vegane Produkte stechen uns überall ins Auge. Dementsprechend gibt es mittlerweile eine große Auswahl an Kosmetik, die komplett ohne die Verwendung von tierischen Inhaltsstoffen klarkommt.

Im ersten Teil unseres Tests zu veganen Gesichtscremes haben wir die ersten Produkte ausgiebig getestet. Da es aber so viele Marken und Unternehmen auf dem Markt gibt, haben wir uns dazu entschieden, einen zweiten Teil unserer Reihe durchzuführen. Im folgenden kriegst du einen Einblick darin, was die Unternehmen ausmacht, wie das Verpackungsdesign ist und wie wir die Hautverträglichkeit einschätzen.

Ein Überblick über die getesteten, veganen Cremes:

Vegane Gesichtscremes von SANTAVERDE im Test

Das Unternehmen: Vor 30 Jahren begann Sabine Beer in ihrer Finca in Andalusien Heilpflanzen anzubauen. Ihr Interesse galt vor allem der Heilpflanze Aloe Vera Barbadensis Miller, ein exotisches Gewächs aus heißen Regionen, das den Europäern durch die mittelalterlichen Klostergärten bereits bekannt war. Das Unternehmensziel von SANTAVERDE war es damals wie heute, uraltes Heilwissen mit neuesten Forschungsergebnissen zu verbinden, um eine 100 Prozent natürliche und dabei hochwirksame Kosmetik zu schaffen.

Verpackungsdesign: Die Cremes werden in einer schlichten, weißen Packung geliefert.

Geruch: Die Aloe Vera Creme riecht angenehm süß und natürlich. Der Geruch der Age Protect ist etwas intensiver. Nicht aufdringlich, aber etwas künstlich.

Produkteigenschaften: Der Aloe Vera Saft, der in den Cremes von SANTAVERDE enthalten ist, ist auch heute noch aus eigenem kontrollierten biologischen Anbau in Andalusien. Beide von uns getesteten Cremes ziehen schnell ein und fetten nicht. Die Age Protect Creme verteilt sich etwas schlechter, deswegen haben wir immer etwas mehr Produkt nutzen müssen.

Hautverträglichkeit: Die Age Protect sticht durch ihre lang anhaltende Feuchtigkeit hervor und hilft wunderbar bei trockener Haut. Ihre Reichhaltigkeit war von allen Cremes am längsten zu beobachten.

Preis: Im Preis variiert die Age Protect Creme. Sie kostet in den verschiedenen Online-Shops zwischen 44 € und knapp 50 €. Die Aloe Vera Creme kostet bei SANTAVERDE selbst 25,90 €.

Verkaufsorte: Die Age Protect Creme von SANTAVERDE ist unter anderem bei Douglas, Ecco Verde (*), najoba, in der Naturdrogerie, bei BioNaturel und bei SANTAVERDE selbst bestellbar. Die Aloe Vera Creme ist in denselben Shops im Produktsortiment.

Die Age Protect Cream (Bild: SANTAVERDE).

Fazit: Wer sich für eine vegane Gesichtscreme von SANTAVERDE entscheidet, macht definitiv nichts falsch. Es lässt sich vor allem der Fokus und die Verbundenheit zur Aloe Vera Pflanze erkennen. Wem die Heilwirkung dieser Pflanze besonders zusagt, wird mit seiner Kaufentscheidung sehr zufrieden sein.

Vegane Gesichtscreme von ANNEMARIE BÖRLIND im Test

Das Unternehmen: Die eigenen Hautprobleme veranlassten Annemarie Lindner kurz nach dem 2. Weltkrieg den Beruf der Kosmetikerin zu erlernen und selbst Naturkosmetik herzustellen. Weltweit rangiert das Familienunternehmen heute unter den führenden Naturkosmetik-Herstellern. Zu den Anwendern gehören auch Hollywood-Größen wie Nicole Kidman, Kate Winslet und Renée Zellweger.

Verpackungsdesign: Die Verpackungen von ANNEMARIE BÖRLIND sind schlicht in weiß und rosa gehalten.

Geruch: Beide getesteten Gesichtscremes riechen kaum, auch nicht wie erwartet auffällig nach Orchidee.

Produkteigenschaften: Die Cremes von ANNEMARIE BÖRLIND stärken die Schutzbarriere der Haut. Die enthaltene goldene Orchidee sorgt – laut Angaben des Herstellers – für ein beruhigendes Hautgefühl. Die Wirkung und Verträglichkeit ist wissenschaftlich bestätigt. Alle Cremes kommen komplett ohne Duft- und Konservierungsstoffe. Zudem handelt es sich um vegetarische Farbstoffe, die verwendet wurden. Wir finden, dass die Gesichtscremes schnell einwirken und sich gut auf der Haut anfühlen. Sie beruhigen und entspannen das Gesicht – vor allem die Nachtcreme.

Hautverträglichkeit: Alle haben die Creme gut vertragen. Trockener Haut spenden sie Feuchtigkeit. Diese Eigenschaft ist vor allem bei der Nachtcreme erkennbar gewesen.

Preis: Die Tagescreme kostet 27,90 €. Die Nachtcreme 28,90 €.

Verkaufsorte: Die Cremes sind auf der Homepage von ANNEMARIE BÖRLIND selbst erhältlich, aber auch in Online-Shops wie parfumetrader (*), BioNaturel und FLACONI.

Die sensitive Gesichtscreme (Bild: ANNEMARIE BÖRLIND).

Fazit: Die jahrelange Erfahrung des Unternehmens hat bei der Entwicklung der Cremes anscheinend eine große Rolle gespielt. Das Gesamtpaket aus Preis, Hautverträglichkeit und Design haben uns insgesamt gut gefallen.

Wofür die Siegel bei veganen Gesichtscremes stehen

Die von uns getesteten Cremes kennzeichnen verschiedene Siegel und Logos als vegan und natürlich. Wir möchten euch im folgenden diese Siegel und Zertifizierungen genauer vorstellen.

Das NATRUE-Siegel

Der nicht gewinnorientierte Verband NATRUE, mit Sitz in Brüssel, agiert weltweit. Seit der Gründung im Jahr 2007 haben sie sich zum Ziel gesetzt, Naturkosmetik weltweit zu schützen und zu fördern. NATRUE hilft den Verbraucher/innen zu erkennen, welche Produkte in einer Branche, in der eine rechtliche und harmonisierte Definition fehlt, wirklich natürlich und biologisch sind.

Siegel von NATRUE.

Das EcoControl-Siegel

Im Bereich der Naturkosmetik bezieht sich das EcoControl-Siegel auf die Grundsätze von NaTrue und Demeter. Die Voraussetzung für eine EcoControl-Zertifizierung beinhaltet eine umwelt- und ressourcenschonende Produktion der Artikel und einen eingeschränkten Einsatz von umwelt- und gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen.

Siegel von Eco Control.

Das CSE-Siegel

Das Siegel "Certified Sustainable Economics" steht für zertifizierte und somit überprüfte Nachhaltigkeit in Unternehmen. Ein nachhaltiges Unternehmen richtet seine Tätigkeit demnach so aus, dass es Ressourcen schont und die Gesellschaft in den Bereichen stärkt, auf die es direkt oder indirekt Einfluss hat. Trägt ein Unternehmen das CSE-Siegel, kann man sich sicher sein, dass es sich um einen Nachhaltigkeitspionier handelt.

Das CSE-Siegel.

Das Veganblume-Siegel

Die Veganblume wird von The Vegan Society vergeben. Produkte, die mit der Veganblume versehen sind, sind dahingehend geprüft worden, dass keine tierischen Inhaltsstoffe eingesetzt und dass die Naturkosmetik in diesem Fall – auch keine einzelnen Stoffe daraus – an Tieren getestet wurden.

Die Veganblume.

Das HSC-Siegel

Das HCS-Siegel (Humane Cosmetics Standard) ist ein weltweit gültiges Siegel, das internationale Mitgliedsvereine der ECEAE (European Coalition to End Animal Experiments) vergeben dürfen. Weltweit ist es auch als „leaping bunny“ bekannt. Produkte mit dem springenden Kaninchen garantieren, dass weder das Endprodukt noch die Inhaltsstoffe an Tieren getestet wurden. Auch Zulieferbetriebe dürfen die Inhaltsstoffe nicht in Tierversuchen testen.

Das Siegel zu Humane Cosmetics Standard.

Fazit: Vegane Gesichtscremes haben´s drauf und dürfen ein wenig teurer sein

Die Cremes von balmyou, SANTE, LOGONA, ANNEMARIE BÖRLIND und SANTAVERDE riechen gut. Die einen intensiver, die anderen weniger intenstiv. Auch zogen sie unterschiedlich schnell ein – das Schminken nach dem Auftragen der Cremes war ohne langes Warten bei allen aber kein Problem. Die Nachtcremes haben allesamt viel Feuchtigkeit gespendet und soweit wir das beurteilen können: Auch gehalten, was versprochen wurde. Wir können alle Gesichtscremes guten Gewissens weiterempfehlen. Auch wenn sie teurer sind - SANTAVERDE ist mit Abstand am teuersten -, als die konventionellen bekannten Cremes von Nivea und Co., lohnt es sich unserer Meinung nach, ein bisschen tiefer ins Portemonnaie zu greifen. Schließlich geht es um das größte Organ, das wir haben – unsere Haut.

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