Grüne Wirtschaft

Natur pur: Camping mit nachhaltiger Ausstattung

INTERVIEW | Camping ist eine tolle Möglichkeit, frei und flexibel neue Orte und Landschaften zu entdecken – nachhaltig ausgestattet macht´s am meisten Spaß.

Nachhaltige Camping-Ausstattung
Designelement

INTERVIEW | Camping ist eine tolle Möglichkeit, frei und flexibel neue Orte und Landschaften zu entdecken – nachhaltig ausgestattet macht´s am meisten Spaß.

16.08.2021 | Ein Interview geführt von Deborah Iber | Bild: Valleys & Hills

Was das Campen so besonders macht, ist die Flexibilität und die Nähe zur Natur. Gerade weil wir der Natur beim Camping sehr nah sind, sollten wir uns auch so nachhaltig wie möglich verhalten und der Natur den Respekt verleihen, der ihr zusteht. Das betrifft auch unsere Camping-Ausstattung. Christina und Andreas von Valleys & Hills bieten mit ihren Produkten nachhaltige Alternativen, die auf einer Campingreise nicht fehlen sollten. Darunter zum Beispiel funktionale Decken, Reisehandtücher und Wäschebeutel aus Biobaumwolle.

Was die Valleys & Hills Produkte nachhaltig macht, wie die Campingprodukte entstehen und welche Tipps Christina und Andreas für Van- und Camper*innen parat haben, erzählen dir die beiden im Interview.

LifeVERDE: Christina und Andreas, ihr habt zusammen Valleys & Hills gegründet, um nachhaltige Campingausrüstung anzubieten. Was hat euch dazu veranlasst?

Christina und Andreas: Als passionierte Camper*innen sind wir regelmäßig mit unserem selbst ausgebauten Camper Van unterwegs. Wie viele andere Camper*innen sind wir gerne draußen und genießen die Natur. Auf unseren Reisen machten wir die Feststellung, dass viele Campingprodukte wenig nachhaltig sind und der Natur durch ihre Herstellung, Transportwege oder Materialien schaden. Eine Frage wurde für uns immer wichtiger: Campingprodukte sind dafür gemacht, die Natur zu genießen. Warum schaden sie dann genau dieser?

Wir machten uns auf die Suche nach Alternativen. Wir wollten Campingprodukte, die zu uns passen. Die nachhaltig sowie fair hegestellt und gleichzeitig klar designt sind. Als unsere ausgiebige Recherche ergebnislos blieb, fassten wir den Entschluss, solche Produkte selbst zu entwickeln und herzustellen: Valleys & Hills war geboren.


Christina und Andreas von Valleys & Hills (Bild: Valleys & Hills).

Nachhaltigkeit ist einer der Grundsätze von Valleys & Hills. Welche Nachhaltigkeitsaspekte setzt ihr wie in euren Produkten und Unternehmensprozessen um?

Einerseits versuchen wir den Konsum insgesamt zu reduzieren, indem wir langlebige und zeitlose Produkte entwickeln. Da sich die Nutzungsdauer im Vergleich zu herkömmlichen Produkten erhöht, werden weniger Ressourcen verbraucht und die Umwelt dadurch weniger belastet.

Andererseits versuchen wir, bei unseren Produkten den negativen Impact auf die Umwelt möglichst gering zu halten. Wir verwenden bei unseren Produkten natürliche Materialien. Sie lassen sich gut in den natürlichen Kreislauf zurückführen, wenn sie einmal nicht mehr gebraucht werden. Auch achten wir darauf, dass die Rohstoffe für unsere Produkte nachhaltig hergestellt werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass wir auf Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau zurückgreifen, anstatt mit konventioneller zu arbeiten.

Eure Rohstoffe bezieht ihr nur von Unternehmen, die hohe Sozialstandards vorweisen können. Auf welche Siegel vertraut ihr dabei und schaut ihr euch die Firmen auch vor Ort an?

Unsere Textildruckerei sowie auch die Zuschneiderei und die Näherei, mit denen wir zusammenarbeiten, liegen alle im Umkreis von 30 km. Es handelt sich um kleine Inhaber*innengeführte Betriebe, denen ihre Mitarbeiter*innen wichtig sind. Wir besuchen unsere Partnerunternehmen regelmäßig, um Dinge zu besprechen oder Ware abzuholen. Dabei bekommen wir einen Einblick in deren Arbeitsweise und können uns von den Arbeitsbedingungen überzeugen.

Dort wo wir selbst keinen direkten Einblick haben, müssen wir uns auf unsere Partnerunternehmen verlassen. So ist es beispielsweise bei unseren Stoffen. Die Baumwolle dafür wird in Kirgistan und Uganda angebaut, gewebt wird in Tschechien. Da wir nicht vor Ort sein können, legen wir Wert darauf, dass die Stoffe zertifiziert sind. In unserem Fall sind alle verwendeten Stoffe GOTS zertifiziert. Zudem entsprechen die allermeisten den hohen Anforderungen von IVN BEST, das als strengstes Siegel der Textilbranche gilt.

So können wir nicht nur gewährleisten, dass keine gefährlichen Chemikalien bei der Produktion eingesetzt werden, sondern haben auch ein Kontrollsystem, das faire Arbeitsbedingungen sicherstellt.


Camping-Decken aus Bio-Baumwolle (Bild: Valleys & Hills).

Dürfen sich die Valleys & Hills Kund*innen schon bald auf neue nachhaltige Campingprodukte von euch freuen?

Wir arbeiten stetig an neuen Produkten. Nach und nach wollen wir unser Sortiment immer weiter ausbauen, um irgendwann die erste Anlaufstelle für nachhaltige, faire und klar designte Campingprodukte zu werden.

Neue Produkte entwickeln wir eng mit unserer Community auf Instagram zusammen. Wir binden unsere Abonnent*innen aktiv in den Entwicklungsprozess ein. Das fängt bei der Frage an, welche Produkte sich die Community wünscht. Als nächstes geht es um Produkteigenschaften, Form, Farbe und so weiter. Am Ende schicken wir unsere Produkte an Tester*innen aus der Community. Das bringt uns wertvolles Feedback und macht unsere Produkte noch besser.

Jede*r kann einen Blick hinter die Kulissen unserer Produktentwicklung werfen. Einfach auf Instagram folgen und mitmachen!

Könnt ihr als erfahrene Vanlifer ein paar Tipps verraten, wie man seinen Ausflug in der Natur so nachhaltig wie möglich gestalten kann? Habt ihr außerdem einen örtlichen Reisetipp?

Wichtig ist auch hier, dass man als Camper*in oder Vanlifer*in den eigenen Impact auf die Natur so gering wie möglich hält. Ein einfacher und schöner Weg etwas Gutes zu tun ist es, die Plätze sauberer zu hinterlassen als man sie vorgefunden hat. Mülltüten hat man immer dabei, da kann man auch mal den dort zurückgelassenen Müll anderer aufsammeln. Um gar nicht erst viel Müll selbst zu produzieren, kaufen wir gerne lokal auf Wochenmärkten oder direkt bei den Erzeuger*innen ein, denn hier bekommt man Obst und Gemüse unverpackt.

Außerdem sollte man nur dort campen und parken, wo es nicht verboten ist. Wildcampen in Naturschutzgebieten ist zum Beispiel ein No Go. Auch zu überlaufene Orte sollte man zumindest in der Hauptsaison eher meiden. Dort kommt das Ökosystem auch schon ohne Camper*innen oft an seine Grenzen und Vanlife wird auch für die Vanlifer*innen selbst eher zum Stressfaktor.

Das bringt uns auch zu unserem Reisetipp: Wir fahren grundsätzlich eher dort hin, wo noch nicht so viel los ist. Viele solcher ruhigen, aber super schönen Orte gibt es bei uns in der Gegend auf der Schwäbischen Alb. Viel Natur, schöne Wanderwege, tolle Ausblicke vom Albtrauf. Hier findet jede*r ein ruhiges Plätzchen in der Natur.

 

Vielen Dank für das Interview, Christina und Andreas!

Dir schwebt nun auch noch eine Frage im Kopf herum, die du gerne an Valleys & Hills stellen möchtest?

Dann schreib sie in die Kommentare - wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

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Für´s naturfreundliche Vanlife haben wir auch noch ein paar Tipps für dich: Freiheit auf vier Rädern: Wie man nachhaltig mit dem Van verreisen kann

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