Interview mit Marco Voigt, Initiator Clean Tech Media Award
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Interview mit Marco Voigt, Initiator Clean Tech Media Award

Im September dieses Jahres findet der Clean Tech Media Award im Berliner Tempodrom statt. Marco Voigt erzählt, wofür der Award steht und was die Besucher in diesem Jahr erwartet.

Im September dieses Jahres findet der Clean Tech Media Award im Berliner Tempodrom statt. Marco Voigt erzählt, wofür der Award steht und was die Besucher in diesem Jahr erwartet.

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Foto: Andreas Meyer, Auftrag: Clean Tech Media Award

Herr Voigt, Sie sind Initiator und Veranstalter des Clean Tech Media Awards, bei dem jährlich nachhaltige Unternehmen und Initiativen nachhaltiger Projekte bewertet und ausgezeichnet werden. Für alle, die noch nichts vom Clean Tech Media Award gehört haben – Was genau ist der Clean Tech Media Award und welche Ziele verfolgen Sie und Ihr Team mit der Verleihung von Umweltpreisen?

Der Clean Tech Media Award fungiert bereits seit fünf Jahren als unabhängige öffentliche Plattform für Umwelttechnologien sowie Umweltengagement. Im Rahmen einer außergewöhnlichen Gala zeichnen wir in den Kategorien Energie, Kommunikation, Lebensstil, Luftfahrt, Mobilität und Nachwuchs, jährlich die innovativsten nachhaltigen Projekte aus. Die prominenten Unterstützer des Awards, wie Sir Bob Geldof, Natalia Wörner, Jana Pallaske oder Ralf Bauer erreichen als Multiplikatoren und Vorbilder breite Bevölkerungsschichten und helfen den Mentalitätswandel in der Gesellschaft zu verankern – und genau das ist unser Ziel.

 

Der Austragungsort des Clean Tech Media Award 2012 ist das Berliner Tempodrom, ein Veranstaltungsort, der 1980 als Spielstätte auf der Westseite Berlins in der Nähe des Potsdamer Platzes errichtet wurde. Im letzten Jahr waren Sie noch in der Umwelthauptstadt Hamburg, dieses Jahr ist es wieder Berlin. Betreiben Sie Städtetourismus?

Nein, Hamburg war ein Gastspiel des Awards aufgrund der Auszeichnung der Hansestadt zur Europäischen Umwelthauptstadt 2011. Berlin steht jedoch als Weltmetropole der Kultur, Politik, Medien und Wissenschaften in perfekter Symbiose mit dem Clean Tech Media Award. Wir unterstützen Berlin dabei die erste Smart Green Capital zu werden und die internationale Städteliga langfristig anzuführen. Die kürzliche Auswahl Berlins als ‚Schaufenster Elektromobilität’ ist hierfür ein wichtiger Schritt. Natürlich engagieren wir uns auch in diesem Rahmen so gut wir können.

 

Neben einer unabhängigen Expertenjury veranstaltete der Clean Tech Media Award gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitsportal Umwelthauptstadt.de ein großes Online-Voting. Dabei konnten die User je ein Projekt pro Kategorie nominieren und somit direkt in die nächste Wettbewerbsrunde wählen. Wie zufrieden waren sie mit der diesjährigen Resonanz des Online-Votings, wurden viele Stimmen abgegeben?

Wir sind sehr zufrieden. Bereits innerhalb der ersten 24 Stunden wurden fast 1400 Stimmen abgegeben, insgesamt waren es knapp 12.800 - eine bessere Resonanz hätten wir uns kaum wünschen können! Die jährlich zunehmende Beteiligung am Voting freut uns natürlich auch für unsere Bewerber. Gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die den Wettbewerb zu der führenden nachhaltigen Innovationsplattform in Deutschland machen, profitieren von jeder einzelnen Stimme.

 

Neu ist dieses Jahr die Kategorie „Luftfahrt“. Wieso wurde diese Kategorie neben der bereits bestehenden Kategorie „Mobilität“ eingeführt?

In Anbetracht des globalen Nachfragewachstums sind Verbesserungen in der Umweltbilanz der Luftfahrtindustrie unumgänglich. Instrumente hierzu sind neben regenerativen Kraftstoffen auch technologische Innovationen für die herstellende Luftfahrtindustrie, sowie effizientere Infrastrukturen und Betriebsabläufe in der kommerziellen Luftfahrt. Genauso wichtig ist es aber, den Einsatz von Elektromobilität an Land und zu Wasser, sowie deren Entwicklung weiter zu fördern. Durch eine Zusammenführung der Kategorien Mobilität und Luftfahrt, hätten wir wichtigen Innovationen in beiden Bereichen die Chance auf die Auszeichnung durch den Clean Tech Media Award genommen.

 

In welchen Kategorien gibt es die meisten Bewerber? Lassen sich Ihrer Meinung nach hieraus allgemeine Prognosen über künftige grüne Branchen-Trends ableiten?

Mit über 20 Bewerbern, ist die Kategorie Energie, wie auch im letzten Jahr, am umfangreichsten. Durch die von der Bundesregierung beschlossene Energiewende fokussiert sich die produzierende Industrie mehr denn je auf nachhaltige Lösungen im Bereich von Energie- und Materialeffizienz entlang der gesamten Produktionskette. Zunehmend zeichnet sich auch eine starke Nachfrage nach Dienstleistungskonzepten und Lösungen für eine verbesserte Kreislaufwirtschaft ab.

 

Schirmherr in diesem Jahr ist Dr. Peter Ramsauer, MdB und Bundesminister für Verkehr, Bau und Entwicklung. Welche Aufgabe übernimmt Herr Dr. Ramsauer tatsächlich, unterstützt er den Award imagemäßig, macht er aktiv Werbung für die Veranstaltung oder bringt er sich vielleicht sogar darüber hinaus ein?

Es ist eine große Auszeichnung für uns, dass Bundesminister Dr. Ramsauer die Schirmherrschaft für den diesjährigen Award übernommen hat. Unter seinem Dach haben sich stolze 89 Projekte für die diesjährige Preisverleihung beworben und auch wichtige Partnerschaften wurden geschlossen. Selbstverständlich unterstützt uns auch das Ministerium.

 

Verraten Sie uns, was die Gäste der Abendveranstaltung neben der Preisverleihung sonst noch erwartet?

Das kleine Jubiläum in diesem Jahr wird von ganz besonderen Highlights begleitet. Die Bühne im Tempodrom wird einem Parcours entsprechend den einzelnen Kategorien gleichen. Zudem begrüßen wir einige prominente Überraschungsgäste sowie hochkarätige Vorstände aus der Wirtschaft, wie Dr. Heike Schiffler von Tetra Pak, Boris Schucht von 50Hertz, Dr. Petra Warnecke von VEOLIA Wasser oder Dr. Jean J. Botti von EADS. Die Preisverleihung wird auch in diesem Jahr wieder durch eine exklusive Ausstellung umrahmt, die unseren Gästen die neusten Umwelttechnologien greifbar und erlebbar macht. Die After-Show-Party „Tetra Pak Night“ ist die optimale Gelegenheit sich mit den Entscheidern aus der Umweltbranche nachhaltig zu vernetzen oder den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Clean Tech Media Award?

Wir wünschen uns, die Brücke zwischen Industrie, Wissenschaft und Verbänden weiter aufrecht zu erhalten und stärken zu können. Der Award ist eine der wenigen Plattformen, auf welcher sich neben dem „Who is Who“ der Industrie und Wirtschaft, auch eine Organisation wie Greenpeace Energy präsentiert. Man vergisst aber oft, dass all diese Institutionen dieselben Ziele haben: Eine nachhaltige Entwicklung und die Erfüllung langfristiger Ziele für Umwelt und Gesellschaft.



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