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Future Mobility - Wie bewegt sich die Stadt der Zukunft?

Für die Mobilität von morgen sind zukunftsfähige, effiziente und umweltfreundliche Transportmittel gesucht. Einige Ansätze und Lösungen findest du in diesem Beitrag. 

Future Mobility - Wie bewegt sich die Stadt der Zukunft?
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Für die Mobilität von morgen sind zukunftsfähige, effiziente und umweltfreundliche Transportmittel gesucht. Einige Ansätze und Lösungen findest du in diesem Beitrag. 

26.10.2020 | Ein Beitrag von Tabea Dammann und Jasmin Vief | Bildquellen: Ducktrain, Pixabay und Unsplash

Die Diskussion über die Mobilität der Zukunft geht seit vielen Jahren heiß her. Ist das Elektrofahrzeug die Lösung? Wird das Wasserstoffauto den Markt erobern? Oder brauchen wir schlussendlich gar keine Autos, da es einfacher und effizienter ist, auf das Fahrrad zurückzugreifen? Es ist also extrem schwierig auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Wir zeigen dir im heutigen Beitrag, welche Pläne derzeit geschmiedet werden, um unsere zukünftige Mobilität nachhaltig zu gestalten. 

Subventionen, Gesetze und Neuerungen - so begreift unsere Politik die Mobilität von morgen

Zuerst kann man sagen, dass die deutsche Gesellschaft eine Verkehrswende für nötig hält. So haben bereits 60% der Deutschen ihr Mobilitätsverhalten an eine Energiewende angepasst. Obwohl man sich in der Politik sonst selten einig ist, stimmt man im Thema der Mobilität überein: Die Mobilität steckt im größten Wandel ihrer Zeit. 

Elektromobilität ist nach wie vor das Modell, auf das sich politisch konzentriert wird. Trotzdem steht bereits fest, dass es 2030 nicht annähernd so viele E-Autos geben wird, wie einst geplant. 

Deswegen wird nun über umweltfreundlichere Kraftstoffe für Abgasmotoren nachgedacht. Die marktführenden Kraftstoff Unternehmen sind bereit, Bio-Kraftstoff beziehungsweise E20 oder E30 anzubieten, trotz dessen die Einführung von E10 weniger erfolgreich angenommen wurde.

Auch wenn die Politik die Relevanz einer neuen, umweltfreundlicheren Mobilität beteuert, scheint nicht sehr viel Konsens in der Umsetzung neuer regelungen zu bestehen. Die Grünen fordern autofreie Innenstädte, doch die Bundesfamilienministerin spricht sich dagegen aus. Forscher betonen die Wichtigkeit einer Innenstadtmaut, aber auch hier scheint keine Initiative seitens der Politik zu kommen. Einen Lichtblick gibt es jedoch: Das EU Parlament beschloss im Oktober 2020 - immerhin etwas für das Klima und eine zukunftsfähige Mobilität von morgen. 

Sharing is caring - Shared Mobility als Lösung?

Carsharing, Carpooling, Ridesharing oder Mietauto. Diese Wörter sind den meisten ein Begriff und spielen eine wichtige Rolle, wenn es um Future Mobility geht. Dabei bedeuten all diese Wörter etwas anderes und bieten unterschiedliche Angebote. Beim Carsharing geht es darum, dass ein Auto von vielen Menschen genutzt wird, wobei Ridesharing das Teilen einer Fahrt anbietet. Es gibt sowohl private Netzwerke oder Verbindungen aus den sozialen Netzwerken als auch konventionelle Anbieter solcher Optionen. Seit mehreren Jahren werden mehr und mehr Apps entwickelt, die das schlaue Teilen von Autos möglich machen sollen. Diese Apps sollen den öffentlichen Nahverkehr dort unterstützen, wo das Angebot bzw. die Versorgung an öffentlichen Fahrmöglichkeiten nicht ausreicht. CleverShuttle ist hier ein gutes Beispiel. Dank des RidePoolings werden Personen in Gruppen gebündelt, die ähnliche Ziele vor sich haben. So teilt man nicht nur Strecken, sondern auch Fahrtkosten. Bei Angeboten wie das von share-now zahlt man minütlich und flexibel für das geliehene Auto. Es gibt aber noch viele weitere günstige Carsharing-Anbieter.

 

Lass das Auto machen - Autonomes Fahren

All die großen Marktführer wie Tesla, BMW und Co. testen derzeit das autonome Fahren. Neue Technologien und innovative Produkte sind hier gebraucht. Im Jahr 2020 findet man die bahnbrechenden Technologien jedoch noch nicht. Das autonome Fahren scheint nicht voranzukommen. Auch wenn sehr sicher prognostiziert werden kann, dass das autonome Fahren kommen wird, weist sich die technische Umsetzung als sehr komplex aus. Der ADAC beispielsweise erwartet “erst” im Jahr 2040 einen beträchtlichen Teil der Verkehrsautos als autonom gesteuert. Doch weltweit sind bereits vollautonome Probeautos auf den Straßen unterwegs. In Deutschland sind wir mittlerweile bei “Stufe 3” des autonomen Fahrens angekommen. Das bedeutet, dass das Auto das Fahren schon fast komplett alleine übernimmt, die Verantwortung jedoch nach wie vor beim Fahrer liegt. Osnabrück hat dieses Jahr bereits einen autonom fahrenden Bus namens Hubi getestet. Eine solche Technik ist jedoch nur in der Stadt anwendbar. Generell müssen wir uns noch gedulden, bis wir das Auto die ganze Arbeit machen lassen können. Bis dahin ist noch viel Forschung und auch rechtlicher Fortschritt notwendig. 

Platzsparende Mobilität - Infrastruktur in der Zukunft

Das Auto verbraucht im Vergleich zu allen anderen Verkehrsmitteln am meisten Platz pro Person. In Hannover nehmen parkende Autos sogar ein Fünftel der gesamten Verkehrsfläche ein. Somit wird viel über autofreie Innenstädte diskutiert. Um eine solche Vision zu realisieren, muss jedoch der moderne Nahverkehr stärker gefördert werden. 

Auch beim Laden der Elektroautos fehlt noch viel Struktur. Seit diesem Jahr gibt es zwar bereits 20.800 Ladestationen in Deutschland - für eine elektromobile Zukunft ist dies aber nach wie vor zu wenig. 

 

Zukunftsmobilität schnell planen - Unternehmen für eine rasante Verkehrswende

Viele Unternehmen, Konzerne und Vereine beschäftigen sich sehr stark mit dem Thema Future-Mobility. So gibt es jedes Jahr das Future-Mobility-Summit, welches Mobilität-Entscheider aus Politik, Wirtschaft und WIssenschaft zusammenbringt. Es ist immer wieder interessant, die Entwicklungen in der Branche zu beobachten. 

Einige interessante Konzepte sind auch uns im Gedächtnis geblieben. Vor allem der Gedanke der Vereinbarkeit einer autofreien Innenstadt und einer gleichzeitig schnellen und sicheren Mobilität ist inspirierend und eine näheren Blick wert. 

Canyon hat die Vision Auto und E-Bike in einem zu entwickeln. Die Vorteile des Autos werden mit denen des Fahrrads kombiniert. Das Fahrzeug könnte auf der Straße oder auf dem Fußweg gefahren werden. Zwar gleicht sich das Aussehen des Gefährts stark einem Auto, jedoch ist die Leichtigkeit und Flexibilität des Fahrrads ein maßgebliches Merkmal des Zukunftsautos. Die Wendigkeit und Schnelligkeit erlaubt dem Auto die höchste Flexibilität. Zwar ist dieses Konzept bislang nur eine Vision, trotzdem klingt sie sehr vielversprechend.

Nicht nur eine Vision, sondern auch Realität ist das von Ducktrain erdachte Konzept. 1,6 Millionen Tonnen CO2 emittiert allein die Kurier - Express und Paketlogistik in Deutschland. Diese Klimazerstörung kann durch Ducktrain eingespart werden. Der Gedanke eines kleinen, intelligenten Fahrzeugs, dass die Städte erobert, steht hier im Vordergrund. Vor allem in der urbanen Logistik sollen die Ducks benutzt werden. Ducks sind somit kleine Kastenwagen, ein Meter breit, zwei Meter lang, welche Paketlieferung, Essenslieferung und Cargo möglich machen. Über eine virtuelle Kopplung kann man mehrere Ducks hintereinander zu einem Ducktrain schalten - ganz nach dem Entenküken-Prinzip. Jeder Duck erkennt mithilfe von Sensorik die Umgebung und das Führungsobjekt und folgt diesem automatisiert. Dadurch ist eine ähnliche Nutzlast wie die eines konventionellen Lieferwagens zu erreichen.

Im Gegensatz zu einem Lieferwagen ist diese Lösung jedoch emissionsfrei und zu 100% elektrisch betrieben. Dadurch entsteht eine kostengünstige und effiziente Mobilität, die auf Straße, Fußweg oder Bürgersteig fahrbar ist.

Der Ducktrain ist so entwickelt, dass eine ressourcenschonende Produktion gewährleistet werden kann. Lästige Verschleißteile sind ebenfalls praktisch und leicht zu ersetzen. Schlussendlich ist das Ziel der drei Gründer, automatisierte elektrische Fahrzeuge zu konzipieren, welche durch Gesten oder smart devices auch mit Menschen interagieren - so werden konventionelle Transportfahrzeuge in den Städten überflüssig. 

Weitere Fotos und Videos findest du auf der Seite von Ducktrain.

 

Future Mobility Solutions - Lösungen für nachhaltige und innovative Mobilität 

Ganzheitliche Lösungskonzepte für die Zukunft sind gesucht. Die Mobilität in unseren Städten ist heute schon ein sehr komplexes Thema, da ist es mit innovativen Neuerungen in der Automobilbranche nicht getan. Auch im öffentlichen Nah-, Fern- und Güterverkehr muss etwas passieren. Zudem sind Änderungen in der allgemeinen Infrastruktur unserer Städte gefragt.

Und hier kommen Unternehmen wie die Future Mobility Solutions GmbH ins Spiel. Mit Schwerpunkt in den Feldern Mobilität und Digitalisierung entwickelt das Unternehmen ebensolche Lösungen für nachhaltige, innovative und intermodale Mobilität. 

Dazu zählen beispielsweise intelligente Assistenzsysteme, autonomes Fahren, die Vernetzung einzelner Fahrzeuge untereinander sowie nachhaltige Mobilitätskonzepte und smarte Mobilitätsdienstleistungen.

So bietet das Unternehmen ganzheitliche Konzepte für Kommunen, Städte und Ministerien an. Mithilfe von Simulationen können dann verschiedene Mobilitäts Szenarien getestet werden. Für ihre holistische Software VirtualCity@FMS wurde Future Mobility Solutions dieses Jahr auch mit dem Deutschen Mobilitätspreis 2020 ausgezeichnet. So beweist das Projekt, wie digital vernetzte Mobilitätslösungen dazu beitragen können, Mobilität noch sicherer, effizienter und nachhaltiger zu gestalten.

Future Mobility Solutions’ Credo: “Mobilität ist attraktiv, wenn sie chancenorientiert, kostengünstig und sicher gestaltet und nicht mit Restriktionen versetzt ist.”

Future Mobility - Was ist der Stand? 

Wie kann man das Ganze nun zusammenfassen?
Fest steht, es wird auf Hochtouren gearbeitet. Verbesserungspotenzial ist trotzdem vorhanden. Sei es politisch, wirtschaftlich oder ökonomisch, an vielen Stellen müssen noch wichtige Entscheidungen getroffen werden.

Für eine umweltfreundliche Zukunftsmobilität müssen die angesprochenen Bereiche zusammenspielen. Es bringt nichts, ausschließlich Elektroautos zu subventionieren oder den Fokus nur auf das autonome Fahren zu legen. Ein Zusammenspiel aus öffentlichen Verkehrsmitteln, Angeboten wie Carsharing oder Carpooling sowie futuristische Automodelle sind hier die Devise. Denn nur, wenn jeder Bereich erweitert und verbessert wird, halten wir unsere Klimaziele für 2030 ein. 

 

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Möchtest du mehr über zukunftsfähiges Fahren erfahren, dann lies auch: E-Fuels statt E-Autos? 

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