Energiewende: Ökostrom auf dem Vormarsch
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Energiewende: Ökostrom auf dem Vormarsch

Erneuerbare Energien genießen eine immer größere Akzeptanz bei der deutschen Bevölkerung. Seit 2010 ist der Ökostromanteil auf 30% im Jahr 2015 gestiegen, wobei die Windenergie dabei eine Schlüsselrolle einnimmt.

Erneuerbare Energien genießen eine immer größere Akzeptanz bei der deutschen Bevölkerung. Seit 2010 ist der Ökostromanteil auf 30% im Jahr 2015 gestiegen, wobei die Windenergie dabei eine Schlüsselrolle einnimmt.

13.07.2016

Eine aktuelle TNS-Emnid Umfrage im Auftrag von Greenpeace fand heraus, dass über 90% der Menschen hierzulande den verstärkten Ausbau von Erneuerbaren Energien befürworten. Dabei setzen sie vor allem auf Solar- und Windenergie.

Umweltfreundlicher Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Solar- und Windenergie,  Biogas, Wasserkraft oder Geothermie soll in Deutschland bis 2025 einen Strom-Anteil von zunächst 40% erreichen. Die Chancen, dieses Ziel zu erreichen stehen gut. Seit 2010 ist der Ökostromanteil um 85% auf 30% im Jahr 2015 gestiegen.

Der Bereich der erneuerbaren Energien beschäftigt zudem aktuell rund 370.000 Menschen und hat sich zu einem bedeutenden Wirtschaftssektor entwickelt (s. Bericht der Agentur für erneuerbare Energien). Nun wird es vor allem darum gehen müssen, diesen Sektor wettbewerbsfähig zu machen, Subventionen stark zu kürzen und die nötige Infrastruktur für den weiteren Ausbau zu schaffen. Der Erfolg des Ausbaus der Erneuerbaren zeigt sich auch daran, dass Braun- und Steinkohlekraftwerke ihre Leistung drosseln mussten aufgrund von zeitweise voll ausgelasteten Windenergieanlagen  (z.B. während Orkantiefs).

Der rasante Ausbau der Windenergie nimmt dabei einen Löwenanteil ein und insbesondere im Bereich Offshore wird sehr stark an erzeugter Leistung zugelegt. Diese Entwicklung befeuert ebenso die Stromexporte, wobei der größte Teil an die Niederlande geht. Der Umstieg auf 100% Erneuerbare Energien soll schließlich bis 2050 erreicht werden, so hat es die Bundesregierung erklärt und hält weiterhin optimistisch daran fest.

Auch immer mehr Verbraucher informieren sich übe Ökostrom, da einerseits ein stärkeres Umweltbewusstsein herrscht und man mit relativ wenig Aufwand einen sinnvollen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Andererseits haben die Menschen erkannt, dass Ökostrom nicht teurer sein muss als konventionell erzeugter. Es gibt viele Übersichts-und Vergleichsmöglichkeiten, um passende Ökostromanbieter in seiner Region zu finden. Bei der Wahl des Anbieters, des Tarifs sollte unbedingt auf ein relevantes Gütesiegel geachtet werden. In Deutschland sind es vor allem das Grüner Strom-Label, Ok-power und die TÜV-Zertifizierung.

Die Preise für Ökostrom-Produkte variieren jedoch von Region zu Region. Es herrscht ein Nord-Süd-Gefälle, wobei eine Familie im Nordosten Deutschlands durchschnittlich über 10% mehr zahlt als eine Familie in Bayern. Grund hierfür sind die Netzentgelte, die für die Bereitstellung des Stromnetzes sowie den Transport berechnet werden. Ökostrom-Anlagen werden bevorzugt in ländlichen Gegenden errichtet, folglich muss dort auch das Verteilernetz am stärksten ausgebaut werden. Daher sind die Netzausbaukosten in ländlichen Regionen teurer als in dichten Ballungsgebieten, weil die Netzbetreiber ihre Kosten regional weitergeben. Dennoch sind grüne Stromtarife oft sogar günstiger als sogenannte „Graustrom-Angebote“.



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