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Ziele des Pariser Klimaabkommens leicht erklärt

Das Pariser Klimaabkommen ist das Ergebnis der Bemühungen alle Länder dieser Welt im Kampf gegen den Klimawandel zu vereinen. Wir geben dir einen Überblick über die Ziele des Abkommens.

Das Pariser Klimaabkommen
Designelement

Das Pariser Klimaabkommen ist das Ergebnis der Bemühungen alle Länder dieser Welt im Kampf gegen den Klimawandel zu vereinen. Wir geben dir einen Überblick über die Ziele des Abkommens.

04.10.2019 I Ein Beitrag von Annalena Bruse-Smith I Bild: pixabay

Das Pariser Klimaabkommen ist das Ergebnis der Bemühungen alle Länder dieser Welt im Kampf gegen den Klimawandel zu vereinen. Das zentrale Ziel dieses Abkommens ist es, die Maßnahmen gegen den Klimawandel zu stärken und somit den globalen Temperaturanstieg dieses Jahrhunderts auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen. Im Rahmen der Pariser Klimaschutzkonferenz (COP21) im Dezember 2015, unterschrieben 195 Länder das rechtsverbindliche Abkommen (UNFCCC).

Für einen besseren Überblick über das Pariser Klimaabkommen gehen wir im Folgenden auf seine wichtigsten Fakten ein:

1. Das “Zwei-Grad-Ziel”

Ganz klar das Leitziel dieses Klimaabkommens ist, wie bereits gesagt, die Verhinderung eines Temperaturanstiegs, der die weltweite Durchschnittstemperatur um mehr als 2 °C überschreiten würde. Gemessen wird dies übrigens im Vergleich zu den Temperaturen, die noch vor der Industrialisierung herrschten.

2. Finanzierung

Mit der Unterschrift auf dem Klimaabkommen haben sich Industrieländer dazu verpflichtet, bis 2020, jährlich mindestens 100 Millionen US-Dollar in die Maßnahmen zu investieren, die zur Einhaltung der Ziele erforderlich sind. Erst im Jahr 2025 wird dieser zu zahlende Betrag erneut evaluiert und eine neue Summe festgelegt. Vor allem die EU-Mitgliedsstaaten, aber auch andere Industrieländer sind darüber hinaus gefragt Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen (Europäische Kommission). Tatsächlich sind es die Industrieländer dieser Welt, die diese Krise zum Großteil verursacht haben und die Entwicklungsländer jene, die die ersten Konsequenzen der Veränderung unseres Klimas am meisten spüren.

3. Verringerung der Emissionen

Bis zur Hälfte des Jahrhunderts (2050), sollen Emissionen, also all die Treibhausgase, die durch die Landwirtschaft, Industrie, Autos, Flugzeuge und viele andere Verursacher in die Atmosphäre gelangen, laut Klimaabkommen auf null reduziert werden. Insbesondere zielt diese Verringerung auf die ökologische Modernisierung dieser Sektoren ab. Ein Beispiel hierfür ist die “Energiewende”, in der es darum geht auf erneuerbare Energien, wie etwa Solar- oder Windenergie zu setzen und auf fossile Energieträger zu verzichten.

4. Verluste und Schäden

“Verluste und Schäden”, so benennt die Europäische Kommission ein weiteres Element des Pariser Klimaabkommens. Im Grunde genommen gibt es diesen Punkt, für den Fall, dass die Länder es nicht schaffen, die Ziele einzuhalten und wir die Konsequenzen des Klimawandels immer mehr zu spüren bekommen. Dabei hat sich das Klima bereits schon so drastisch verändert, was sich in Form von Dürren, Überflutungen, Stürmen, Hitzewellen, Waldbränden und ganz zu schweigen vom stetig steigenden Meeresspiegel bemerkbar macht. Verluste und Schäden vorbeugen sollen insbesondere Maßnahmen, wie etwa Frühwarnsysteme, Notfallvorsorge und Risikoversicherung (Europäische Kommission). Außerdem soll die Wissenschaft als Wegweiser dienen, um sich entsprechend auf die Veränderung des Klimas und somit unseres Lebensraums einstellen zu können.

5. Evaluierung der Fortschritte

Alle 5 Jahre wollen sich die Unterzeichner des Klimaabkommens vereinen, um strengere Ziele festzulegen, bereits erfolgreiche Maßnahmen teilen und über neue wissenschaftliche Erkenntnisse sprechen.

Was du noch wissen solltest:

  • Syrien unterschrieb vorerst als letztes Land das Abkommen.
  • Im Jahr 2017 kündigte Präsident Donald Trump den Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Pariser Klimaabkommen an.
  • 2019 schloss sich Russland nachträglich dem Abkommen an.

Kritik am Pariser Klimaabkommen:

Vor allem Umweltschützer kritisieren die zu niedrig gesetzten Ziele des Abkommens. Sie beklagen, dass die Einhaltung der Ziele mit derartigen vagen und unambitionierten Maßnahmen kaum möglich sei und die Durchschnittstemperatur deutlich über der  2 °C-Grenze liegen wird. Zwar ist es das erste Mal in der Geschichte, dass sich fast alle Länder dieser Welt vereinen, um gemeinsam gegen diese Krise anzukommen, doch erfüllen bis zum heutigen Tag nur ein Bruchteil der Länder auf dem richtigen Weg ist, um ihre Ziele für 2020 einzuhalten - auch Deutschland wird nicht in der Lage sein, die gesetzten Ziele zu erreichen.

 

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