Das Fahrrad winterfest machen
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Das Fahrrad winterfest machen

Bevor im Herbst und Winter die Straßen mit dem Fahrrad befahren werden können, gilt es das Fahrrad winterfest auszustatten. Hier die wichtigsten Tipps, damit das Auto auch im Winter nur bedingt zum Einsatz kommen muss.

Bevor im Herbst und Winter die Straßen mit dem Fahrrad befahren werden können, gilt es das Fahrrad winterfest auszustatten. Hier die wichtigsten Tipps, damit das Auto auch im Winter nur bedingt zum Einsatz kommen muss.

15.10.2015 - Bild: © Triangular (CC0 1.0) - pixabay.com

Sicher auf zwei Rädern - Wie das Fahrrad winterfest wird

Sich auf das Fahrrad zu schwingen ist umweltbewusster, als den Weg zur Arbeit oder zum Bäcker um die Ecke mit dem Auto zu überbrücken. Allein in Berlin sind fast 1,3 Millionen Kraftfahrzeuge gemeldet, die mit schädlichen Abgasemissionen die Umwelt verschmutzen. Deshalb dürfen Fahrzeuge, die besonders viele Schadstoffemissionen an die Umwelt abgeben, eingegrenzte Umweltzonen seit 2008 dieser Quelle zufolge nicht mehr durchfahren.

Um die Emissionen auch außerhalb dieser Zonen gering zu halten, empfiehlt es sich generell, ab und zu das Fahrrad zu nutzen. Im Sommer ist das für viele auch kein Problem, im Herbst und Winter sitzt es sich im wettergeschützten Auto jedoch viel gemütlicher. Es ist indes möglich, sich mit dem Drahtesel auch bei Schnee und Kälte fortzubewegen. Wie das Fahrrad winterfest gemacht wird, ist in diesem Artikel beschrieben.

Das Fahrrad winterfest machen

Bevor im Herbst und Winter die Straßen mit dem Fahrrad befahren werden können, gilt es das Fahrrad winterfest auszustatten. Aufgrund von Laubfall, Glätte und Schnee auf den Straßen spielt die richtige Bereifung eine entscheidende Rolle, diese soll für eine sichere Bodenhaftung sorgen. Hierfür sind die Fahrradreifen vor dem Beginn der kalten Jahreszeit ausgiebig zu prüfen. Diese sollten keine porösen Stellen, Beulen oder ein abgefahrenes Profil aufweisen.

Wenn einer dieser Makel festgestellt wird, ist der Mantel unbedingt zu erneuern, dabei ist auf die Größe und die Breite des Reifens zu achten. Falls der Schlauch ausgetauscht werden muss, ist neben der Größe die Ventilform wichtig. Ein Reifenwechsel auf sogenannte Pannenschutzreifen kann bis zu 100 Euro kosten. Doch welche Reifen sind im Falle eines Austauschs die richtigen für die eigenen Bedürfnisse?

Hinweise zur Reifenwahl im Winter

Grundsätzlich sollte auf Reifen zurückgegriffen werden, die ein grobes und kantiges Profil besitzen. Diese sind meist unter der Bezeichnung „Ganzjahresreifen“ zu finden. Mit dieser Reifenart fährt es sich relativ sicher durch Schnee und Matsch. Bei auftretender Eisglätte empfehlen sich hingegen Winterreifen mit Spikes.

Welchen Effekt haben Spikes?

Mit den Spikes kann auch bei Eisglätte abgebremst werden, eine Fahrt auf asphaltiertem Untergrund gestaltet sich jedoch unangenehm. Am besten funktionieren die Spikes, wenn der Reifen einen Mindestdruck von 2,5 Bar hat. Dann wird ein gutes Bremsverhalten des Fahrrads durch die die kleinen Stahl- und Hartmetallstifte, die im Reifenprofil verankert sind, ermöglicht. Es gibt Reifen mit Vollspikes oder mit seitlichen Spikes. Auf www.bruegelmann.de sind die Vor- und Nachteile der jeweiligen Spikeausstattung näher erläutert. Zudem wird erklärt, welche Winterreifen für die unterschiedlichen Bedürfnisse am besten geeignet sind. Zudem gilt, dass nicht nur die Reifen geprüft und wintertauglich gemacht werden sollten, auch die Fahrradtechnik ist zu kontrollieren.

Fahrradtechnik: Beleuchtung, Bremsen, Kette und Schaltung überprüfen

Beleuchtung – Sehen und gesehen werden

Besonders in der dunklen Jahreszeit ist eine gut funktionierende Beleuchtung am Fahrrad wichtig. Es kann sein, dass Glühbirnen ausgetauscht werden müssen oder ein gerissenes Kabel den Stromfluss unterbindet. In jedem Fall sollten die Anschlussstellen des Kabels am Dynamo und an der Lampe kontrolliert und die Kabel auf einen exakten Sitz hin überprüft werden. Im besten Fall wird die Lampe durch zwei verschiedene Kabel mit Strom versorgt. Weitere Informationen zu der korrekten Ausstattung des Fahrrads mit Reflektoren und Lichtanlage, finden sich auf der Webseite des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. Dieser bietet unter einem weiterführenden Link unter anderem einen Beleuchtungscheck an.

Jedoch ist nicht nur die Beleuchtung entscheidend, um sicher mit dem Fahrrad durch die oft dunklen Wintertage zu kommen. Auch die Bremsen sollten überprüft werden, denn insbesondere bei Glätte und Nässe müssen diese gut funktionieren.

Bremsen – Überprüfung von Bremsbelägen und Bremszügen

Mit zunehmender Benutzung kommt es zum Verschleiß der Bremsbeläge beim Fahrrad. Diese weisen Markierungen auf, anhand derer die Abnutzung leicht zu erkennen ist. Sollten die Beläge bis auf die Kerben verschlissen sein, ist ein Austausch notwendig. Diese Reparaturmaßnahme kostet rund sieben Euro. Zusätzlich zu den Bremsbelägen sind die Bremszüge zu überprüfen, die weder dreckig und verrostet noch eingerissen sein dürfen. Die Wartung von Scheibenbremsen wird am besten von einer Fahrradwerkstatt durchgeführt, denn diese Arbeit ist komplizierter als die Prüfung von den gängigen Felgenbremsen. Eine Übersicht der Berliner Werkstätten, die den Drahtesel winterfest machen, ist an dieser Stelle verfügbar. Die Fahrradexperten in den Werkstätten überprüfen nicht nur die Funktionstüchtigkeit der Bremsen, sondern kümmern sich auch um eine funktionierende Kette und die Schaltung beim Drahtesel. Vor dem Gang zum Experten können einige Griffe selbst erledigt werden.

Kette und Schaltung – Einfetten und reinigen

Eine Fahrradkette benötigt für einen guten Lauf immer Ölung. Laut FOCUS ONLINE sollte die Kette in regelmäßigen Abständen mit speziellen Ölen, die im Fachhandel erhältlich sind, eingefettet werden. Das Kettenöl verteilt sich gut in den Fugen und Lagern, so dass diese langfristig gut laufen.

Des Weiteren ist die Schaltung zu reinigen. Eine Nabelschaltung hat einen sehr geringen Wartungsaufwand. Falls die Gänge nicht richtig einrasten sollten, kann die Schaltung mit einer Einstellschraube nachjustiert werden. Am gängigsten sind jedoch Kettenschaltungen, welche bei Verschmutzung mit einem Spezialreiniger und einer Bürste schnell zu reinigen sind. Wie die Schaltung neu eingestellt wird, kann in diesem Stern-Artikel nachgelesen werden. Nachdem Kette und Schaltung überprüft und gereinigt wurden, empfiehlt es sich, diese abschließend zu ölen. Wer sich dann auf das gut geprüfte Rad schwingt, sollte dies in der kalten Jahreszeit mit der richtigen Kleidung tun.

Bekleidung auf dem Fahrrad bei winterlichen Temperaturen

Beim Fahrradfahren im Winter ist das Ankleiden im Schichtsystem zu empfehlen. Eine winterfeste Bekleidung umfasst Funktionsunterwäsche, darüber sind weitere Kleidungsstücke zu tragen, die warm halten und den Fahrer vor Regen, Nässe und Kälte bestmöglich abschirmen.

Für die Bekleidung auf dem Fahrrad ist eine Jacke zu wählen, die warm hält, witterungsunabhängig und bestenfalls atmungsaktiv ist. Eine Winterhose – eine Trägerhose (Latzhose) – hält den Fahrer unten herum warm und trocken. Zusätzlich schützt sie mit einem Stoffteil für den Rücken vor Zugluft und ist vorne mit einer winddichten Einlage verstärkt.



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