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Safety is sexy – das Fahrrad winterfest machen

Viele Menschen nutzen ihr Fahrrad im Winter nur ungern. Mit unseren Tipps gibt es keine Ausreden mehr, denn wir zeigen wie das Fahrrad einfach winterfest gemacht wird.

 

Viele Menschen nutzen ihr Fahrrad im Winter nur ungern. Mit unseren Tipps gibt es keine Ausreden mehr, denn wir zeigen wie das Fahrrad einfach winterfest gemacht wird.

 

04.11.2021 (aktualisiert, erstveröffentlicht am 15.10.2015) | Ein Beitrag von Clara Spengler | Bild: Unsplash

Das Fahrrad ist ein nachhaltiges Verkehrsmittel, ist vor allem in Stadtgebieten schnell und flexibel und macht vielen Fahrer*innen auch Spaß. Aber wie sieht es mit dem Spaß aus sobald es kalt, glatt und frostig wird? Und wie sieht es vor allem mit der Sicherheit aus? Viele lassen ihr Fahrrad im Winter stehen und greifen auf das gemütliche und warme Auto zurück oder auf öffentliche Verkehrsmittel. Das muss aber nicht sein. Wir zeigen dir, wie du dein Fahrrad winterfest machst, um auch in der kalten Jahreszeit sicher und nachhaltig auf deinem Drahtesel durch die Straßen zu kommen.

 

Wintercheck – das Fahrrad vorbereiten

Rutschiges Laub, Dunkelheit, Nebel und Glätte – der Wintereinbruch überrascht uns oft und die Gefahren für Radfahrer*innen sind plötzlich größer. Eine optimale Zeit, um das Fahrrad winterfest zu machen ist, je nach Wetterlage, Ende Oktober, bevor es richtig eisig wird. Dafür solltest du einmal einen generellen Check machen und schauen, wo vielleicht etwas Arbeit reingesteckt werden muss. Dein Drahtesel freut sich auch unabhängig von der Jahreszeit über regelmäßige Inspektionen, damit er auch langfristig gut erhalten an deiner Seite bleibt. Wer Geld sparen will und dafür nicht zu einem Fahrradladen fahren möchte, kann das auch einfach und schnell selber machen.

Erstmal sollte das Fahrrad gereinigt werden. So kann der Staub und Schmutz bei Minustemperaturen auch nicht einfrieren. Manche Teile sind im Winter besonders anfällig für Rost, da es mehr Feuchtigkeit durch Schnee gibt und Streusalz das Metall angreifen kann. Deshalb empfiehlt es sich auch das Fahrrad trocken zu lagern. Vielleicht hast du ja Platz im Keller oder kannst in deinen eigenen vier Wänden das Fahrrad mit Hilfe einer nachhaltigen Wandhalterung unterbringen.

 

Kette und Schaltung – Einfetten und reinigen

Nach der groben Reinigung sollten die Kette und die Schaltung und die Lupe genommen werden. Damit eine Fahrradkette langfristig gut läuft ist regelmäßiges Einfetten empfehlenswert. Gerade an kalten Tagen lassen sich durch eine gut gepflegte Kette Verschleißerscheinungen vorbeugen. Konventionelle Schmierstoffe werden oft aus Erdöl hergestellt, deshalb achte darauf, dass du biologisch abbaubares Fahrradöl benutzt.

Des Weiteren ist die Schaltung zu reinigen. Eine Nabelschaltung hat einen sehr geringen Wartungsaufwand. Falls die Gänge nicht richtig einrasten sollten, kann die Schaltung mit einer Einstellschraube nachjustiert werden. Am gängigsten sind jedoch Kettenschaltungen, welche bei Verschmutzung mit einem Spezialreiniger und einer Bürste schnell zu reinigen sind.

Fahrradkette

Die Fahrradkette sollte regelmäßig eingefettet werden (Bild: Wayne Bishop, Unsplash).

 

Die richtige Wahl der Reifen

Eine gute Bereifung spielt bei Glätte eine entscheidende Rolle, denn mit mehr Profil ist mehr Sicherheit gegeben. Abgefahrene und poröse Reifen sollten deshalb ausgetauscht werden. Doch welcher Reifen ist die passende Wahl? Je nachdem welchen Wetterbedingungen du oft ausgesetzt bist oder welches Fahrrad du hast, solltest du hier individuell entscheiden. Wichtig ist es auf Reifen zurückzugreifen, die ein grobes und Kantiges Profil haben. Mountainbikes und Trekkingräder sind da meistens schon gut ausgestattet. Für Stadträder und alltägliche Fahrten reichen wahrscheinlich sogenannte Ganzjahresreifen. Wie beim Auto gibt es aber auch für das Fahrrad spezielle Winterreifen, sollte man auch im Winter viel mit dem Rad unterwegs sein. Besonders Räder mit eher schmalen Reifen und wenig Profil haben in Eis und Schnee kein optimales Fahrverhalten, weshalb sich Winterreifen durchaus lohnen können.

Es gibt sogar Winterreifen mit Spikes, mit denen auch bei Eisglätte abgebremst werden kann. Eine Fahrt auf asphaltiertem Untergrund gestaltet sich damit aber eventuell unangenehm. Am besten funktionieren die Spikes, wenn der Reifen einen Mindestdruck von 2,5 Bar hat. Dann wird ein gutes Bremsverhalten des Fahrrads durch die die kleinen Stahl- und Hartmetallstifte, die im Reifenprofil verankert sind, ermöglicht. Es gibt Reifen mit Vollspikes oder mit seitlichen Spikes.

Fahrrad im Schnee

Die Wahl der richtigen Reifen spielt im Winter eine besondere Rolle (Bild: Chris Robert, Unsplash).

 

Bremsen kontrollieren und Frostschutzmittel selber herstellen

Mit zunehmender Benutzung kommt es zum Verschleiß der Bremsbeläge beim Fahrrad. Diese weisen Markierungen auf, anhand derer die Abnutzung leicht zu erkennen ist. Sollten die Beläge bis auf die Kerben verschlissen sein, ist ein Austausch notwendig. Zusätzlich zu den Bremsbelägen sind die Bremszüge zu überprüfen, die weder dreckig und verrostet noch eingerissen sein dürfen. Die Wartung von Scheibenbremsen wird am besten von einer Fahrradwerkstatt durchgeführt, denn diese Arbeit ist komplizierter als die Prüfung von den gängigen Felgenbremsen.

Bei niedrigen Temperaturen kann es sein, dass die Fahrradbremsen nicht mehr funktionieren. Dabei hilft Frostschutzmittel, das schnell selber hergestellt werden kann. Dafür benötigst du eine ausgediente Sprühflasche, Wasser, etwas Geschirrspülmittel und Bio-Ethanol, das du zum Beispiel im Baumarkt kaufen kannst. Je nach Stärke des Frostes kann die Mischung aus 50 bis 80 % Ethanol bestehen. Mische den Alkohol mit Wasser und ein paar Spritzern Geschirrspülmittel und schon ist dein Frostschutzmittel fertig.

 

Beleuchtung und leuchtende Ausstattung

Das ein gutes Fahrradlicht wichtig ist, sollte selbstverständlich sein - nicht nur weil es vorgeschrieben ist. Im Winter sind wir wegen der vielen Dunkelheit nochmal eher darauf angewiesen, deshalb kontrolliere, ob dein Licht auch gut funktioniert und eingerichtet ist. Reflektoren können ebenfalls hilfreich sein, um besser gesehen zu werden. Die Reflektoren müssen nicht nur am Fahrrad selber dran sein, sondern sind auch an Taschen, Fahrradhelmen oder der Bekleidung hilfreich. Auch an Handschuhen ist es von Vorteil, damit dein Handzeichen vor dem Abbiegen wahrgenommen wird. Viele nachhaltige Marken bieten dir hier eine große Auswahl. Bei der Bekleidung lohnt es sich nicht nur auf die Auffälligkeit zu achten, sondern auch auf warme, atmungsaktive Materialien.

 Fahrradlicht

Vor allem im Winter und der verbundenen Dunkelheit ist es wichtig gut gesehen zu werden (Bild: Georg Eiermann, Unsplash).

 

Freie Fahrt für dich und dein winterfestes Rad

In der frostigen und dunklen Jahreszeit ist Fahrrad fahren etwas gefährlicher. Kein Grund darauf zu verzichten, aber du solltest etwas vorsichtiger sein. In rutschigen Gefahrensituationen ist langsam fahren oder absteigen angebracht. Ansonsten sollte deiner Fahrt mit deinem geliebten Rad nach einer guten Vorbereitung nichts im Wege stehen. Wir empfehlen noch eine nachhaltige und reflektierende Ausstattung für Helm, Taschen oder Kleidung, damit du gut gesehen wirst. Ganz nach dem Motto: Safety is sexy!

 

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