Umweltfreundlich Autowaschen
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Umweltfreundlich Autowaschen

Wieso ist es umweltschonender mit dem Auto in die Waschstraße zu fahren und was muss ich beachten, wenn ich mein Auto trotzdem auf dem Privatgrundstück waschen möchte?

Wieso ist es umweltschonender mit dem Auto in die Waschstraße zu fahren und was muss ich beachten, wenn ich mein Auto trotzdem auf dem Privatgrundstück waschen möchte?

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24.07.2017 - ein Beitrag von Gessica Mirra

Noch bis vor wenigen Jahren sah man - in den unterschiedlichsten Gemeinden deutschlandweit - Autoliebhaber am Wochenende an ihrem Auto "rumwerkeln". Die Handwäsche und das Polieren des Autos gehörten dann auch immer dazu. Es wurden Putzeimer, Waschmittel und Politur bereitgestellt und das Fahrzeug von Dreck gereinigt.

Doch wie sieht es heute mit der Autowäsche vor der eigenen Haustür aus? Ist das überhaupt noch erlaubt? Schließlich weiß man doch, dass durch das Autowaschen auf unbefestigtem Grund, auf Schotter und Wiese beispielsweise, Öl- und schmutzhaltiges Waschwasser direkt im Boden versickert und somit fast ungefiltert ins Grundwasser gelangt.

Wann ist das Autowaschen vor der Haustür erlaubt und wann verboten?

Eine spezielle bundesgesetzliche Regelung für das Autowaschen „vor der Haustür” gibt es in Deutschland nicht. Die allgemeine Rechtsgrundlage für den Gewässerschutz, das Wasserhaushaltsgesetz (WHG), stellt nur allgemeine Sorgfaltspflichten im Zusammenhang mit potentiell gewässerbelastenden Tätigkeiten auf. Demnach gilt in Deutschland, dass das Auto nicht auf unbefestigtem Grund gereinigt werden darf. Das Autowaschen auf Privatgrundstücken bzw. im Hof ist also nur erlaubt, wenn der Boden versiegelt ist.

In vielen Gemeinden ist mittlerweile aber auch das bloße Waschen des Autos mit reinem Wasser auf unbefestigter Straße untersagt, da sich auch hierbei Öl- oder Kraftstoffreste von der Karosserie lösen und in das Grundwasser gelangen können. Die Stadt Köln beispielsweise hat dieses Verbot sogar in ihrer Straßenordnung festgeschrieben und untersagt die Reinigung komplett.

Andere Gemeinden wiederum erlauben die Autowäsche mit reinem Wasser, allerdings ohne die Hilfe chemischer Reinigungsmittel oder Werkzeuge wie Dampfstrahler. In wieder anderen Gemeinden ist es verboten Schmutzwasser in die gleichen Kanäle zu leiten, wo das Regenwasser abgeführt wird. Dann muss auf dem Grundstück ein spezieller Abfluss für solche Abwässer oder ein Ölabscheider installiert sein.

Eine Motorwäsche ist aufgrund des hohen Abriebs von Öl, Schwermetallen und Kraftstoffen nur auf ausgeschriebenen Plätzen erlaubt und auf dem eignen Privatgrundstück grundsätzlich verboten.

Bevor man also zu Eimer und Tuch greift, sollte man sich bei der örtlichen Wasserschutzbehörde über die geltenden Regelungen für die eigene Gemeinde informieren. Dort erfährt man in welchem Umfang die Fahrzeugreinigung auf dem eigenen Grundstück erlaubt ist.

Auf eine Wäsche auf dem Privatgrundstück sollte verzichtet werden

Bei der Autowäsche im Hof oder vor der Haustür werden zwischen 70 und 150 Liter kostbares Wasser vergeudet. Zusammen mit den verwendeten Reinigungs- und Pflegemitteln und der Ablagerung der Abgase vorausfahrender Autos, also Rückstände wie Ruß, Öl und Teer, gelangen alle auf Lack und Scheiben gelösten Schmutzpartikel ungefiltert in die Kanalisation oder versickern gar im Erdreich. Das kann schwere Folgen haben. Schon ein Tropfen Öl kann bis zu 8000 Liter Grundwasser verseuchen.
Man gefährdet somit nicht nur die Vorräte an Grundwasser für den Menschen, sondern auch den Nahrungskreislauf der Tiere und Pflanzen.

Autowäsche in der Waschanlage ist umweltfreundlicher

Die Pflege des Autos in der Waschstraße oder in einer Selbstwascheinrichtung spart nicht nur Wasser, sondern schützt das Grundwasser auch vor Verunreinigungen. Die in den Waschstraßen verwendete umweltschonende Technik macht es möglich, dass das Waschwasser immer wieder gereinigt und für zahlreiche Autowäschen wiederverwendet werden kann. Die Recyclingquote der deutschen Profi-Waschanlagen liegt inzwischen bei fast 90 Prozent! Zudem halten spezielle Abscheider Öl- und Schmierstoffe zurück. Auch auf extra eingerichteten Waschplätzen sind Abwasserbehandlungsanlagen vorhanden.

Laut einer Studie der TU München ist die eigene Autowäsche mit einem Schwamm sowieso schlecht für den Lack, da er diesen zerkratzt und die Korrosion fördert. Die Wissenschaftler empfehlen daher ebenfalls das maschinelle Reinigungsverfahren – idealerweise das komplette Pflegeprogramm inklusive Heißwachs.

Tipps für die Waschstraße:

  • Besuchen Sie die Anlage, wenn möglich, an einem Regentag. Da Staub und Steinchen wie Sandpapier wirken, verdrecken Sie nicht nur den Lack, sondern können ihn auch zerkratzen.
  • Verzichten Sie nicht auf eine Vorwäsche. Starke Verschmutzungen werden gelöst und abgespült, sodass sie nicht in die Waschanlage mit hineingetragen werden.

Autowaschen ohne Wasser: Die innovative Methode von MyCleaner

Wie soll die Autoreinigung denn bitte ohne Wasser funktionieren?

Die fünf Gründer von MyCleaner haben einen Weg gefunden, wie man wirklich umweltfreundlich sein Auto wäscht, indem man nämlich gar kein Wasser verwendet.

Auch die Reinigungsmittel, die hierbei verwendet werden, sind besonders: Bei den Autoreinigungsmitteln von MyCleaner handelt es sich um Kapseln, die den Schmutz aufweichen und lösen. Diese sind komplett auf Basis natürlicher Wachse hergestellt worden. Anschließend kann der Schmutz kontrolliert mit einem Mikrofasertuch abgetragen werden. Die Kapseln von MyCleaner sind multifunktional. Das Auto wird hierbei nicht nur gereinigt, sondern gleichzeitig auch poliert und versiegelt. Dabei bleibt eine hauchdünne Wachsschicht zurück.

Dadurch, dass die Autoreinigung weder einen Strom- noch einen Wasseranschluss braucht, ist sie jederzeit durchführbar. Und es entsteht kein Abwasser. Bis heute hat MyCleaner 51,5 Millionen Liter Wasser eingespart – Tendenz steigend!

MyCleaner bietet Waschdienste für Privatkunden und Unternehmen an

Das Team von MyCleaner hat neben den Reinigungsmitteln auch eine mobile Fahrzeugreinigung ins Leben gerufen. Kunden können sich online den gewünschten Termin aussuchen und ihr Auto dann zu Hause, bei der Arbeit oder auf dem Parkplatz - während des Einkaufens - putzen lassen. Das mobile Reinigungsteam säubert das Fahrzeug von innen und außen.

Das Angebot zielt nicht nur auf Privatpersonen, sondern bietet auch besondere Konditionen für die Reinigung von Firmenwagen an. Bekannte Unternehmen wie Allianz oder Scout24 sind bereits Kunden von MyCleaner.

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