News & Tipps

Mit Balkonkraftwerken zur Energiewende

BEITRAG I Autark und nachhaltig – revolutioniere die Zukunft der Stromgewinnung mit Balkon-Solaranlagen ganz einfach in deinem Zuhause.

BEITRAG I Autark und nachhaltig – revolutioniere die Zukunft der Stromgewinnung mit Balkon-Solaranlagen ganz einfach in deinem Zuhause.

Überarbeitet am: 06.02.2026, von: Louisa Becker, erstveröffentlicht am: 14.04.2023, ein Beitrag von: Delisa Bangura - Bild: Solakon GmbH

Erneuerbare Energien sind ein zentraler Treiber der Energiewende in Deutschland. Ihr Anteil am Brutto-Endenergieverbrauch lag zuletzt bei über 22 Prozent und steigt seit Jahren kontinuierlich an. Besonders stark wächst laut Umweltbundesamt der Bereich der Solarenergie: Photovoltaik- und Solarthermieanlagen leisten einen immer größeren Beitrag zur Strom- und Wärmeerzeugung. Allein im Stromsektor stammt inzwischen mehr als die Hälfte des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Quellen. Immer mehr Unternehmen und Haushalte setzen daher gezielt auf dezentrale Lösungen wie Balkonkraftwerke, um Stromkosten zu senken und aktiv zum Klimaschutz beizutragen. 

Solaranlagen sind längst nicht mehr nur auf Hausdächern zu finden. Mit sogenannten Balkonkraftwerken lassen sich Photovoltaik-Module inzwischen auch im kleinen Maßstab auf dem Balkon, im Garten oder an der Fassade installieren. Dadurch erhalten immer mehr Menschen die Möglichkeit, eigenen Solarstrom zu erzeugen, Stromkosten zu senken und aktiv zur Energiewende beizutragen. Dieser Beitrag zeigt, welche Vorteile Balkonkraftwerke bieten, mit welchen Kosten zu rechnen ist und worauf beim Einstieg zu achten gilt.

Schaue jetzt in die LifeVERDE Bestenlisten: Solaranlagen - hier findest du ein Ranking unterschiedlicher Anbieter.

Solarenergie – warum ist das eigentlich so wichtig?

Solarenergie bietet wie die anderen erneuerbaren Energien die Möglichkeit, die Umwelt möglichst nachhaltig zu erhalten. Sie bringt den enormen Vorteil mit, dass sie unerschöpflich ist und setzt im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen weder CO2 noch Ruß oder Feinstaub frei. Dadurch ist sie über die gesamte Lebensdauer, insgesamt ca. 20 Jahre, emissionsfrei. Die bekannteste Form der Energiegewinnung durch Solarenergie ist die Nutzung von Photovoltaikanlagen. 


Solaranlagen können mittlerweile nicht nur auf dem Dach, sondern auch im Mini-Format auf dem Balkon befestigt werden (Bild: manfredxy).

Wie wird aus Solarenergie elektrischer Strom erzeugt?

Eine Photovoltaikanlage besteht aus mehreren Photovoltaikmodulen, die jeweils aus Solarzellen bestehen. In genau denen findet dann auch die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom statt. Dieser kann dann entweder direkt für den Eigenverbrauch genutzt, aber auch für einen späteren Nutzen gespeichert werden.

Photovoltaikanlagen im Mini-Format

Selbstverständlich hat nicht jede Person die Kapazität für eine große Solaranlage auf dem Dach – egal ob finanziell oder platztechnisch. Wer jedoch trotz dieser fehlenden Gegebenheiten nicht auf Solarenergie verzichten möchte, hat eine ganz einfache Möglichkeit: Balkonkraftwerke! Dabei handelt es sich um ein Photovoltaikmodul, welches über einen Schutzkontaktstecker (Schuko-Stecker) oder einen zugelassenen Spezialstecker ganz einfach auf dem Balkon oder der Terrasse angebracht werden kann. Es fungiert als Mini-Solaranlage für dein eigenes Zuhause, mit der du deinen Strom selbst produzieren kannst.

Du willst Solaranlagen nicht nur in deinem Haushalt integrieren, sondern auch immer in der Tasche dabei haben? Wie wäre es denn beispielsweise mit einer Solar-Powerbank! Lass dich von uns zu mehr Sonnenenergie in deinem Alltag inspirieren: Mit Sonnenenergie aufgeladen unterwegs? – Solar-Gadgets im Alltag.

So kannst du ganz einfach selbst Strom generieren

Balkonkraftwerke sind nicht nur eine gute Option, um auf fossile Brennstoffe zu verzichten, die Verwendung ist auch total einfach: Du brauchst eigentlich nur einen Balkon, eine Terrasse oder eine simple Fassade, die täglich viel Sonne abbekommt, und dann steht deiner Balkon-Solaranlage nichts mehr im Weg. Sie besteht aus 4 verschiedenen Teilen: dem Solarmodul, dem Wechselrichter, einem Stecker und der notwendigen Befestigung. Es wird empfohlen, eine Energiesteckdose zu verwenden, da hier die Gefahr einer Überlastung wesentlich geringer ist. Grundsätzlich können Balkonkraftwerke aus bis zu vier Solarmodulen bestehen, es sind in der Regel aber meist ein bis zwei Module. Sobald alle Teile zusammengeschlossen und mit dem Stromnetz verbunden sind, kann die Generierung von Strom beginnen. Dafür wandelt der Wechselrichter den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um und leitet diesen über die Energiesteckdose weiter in das Wohnungsnetz. Dann kann der Strom über andere Steckdosen in deinem Zuhause sofort genutzt werden. 


Mit Solaranlagen kann jede*r ganz einfach Strom für den eigenen Haushalt produzieren (Bild: Kindel Media, Pexels).

Von günstig bis teuer – so liegen die Balkonkraftwerke preislich

Das Spektrum für die Kosten einer Mini-Solaranlage ist sehr breit. Die Preise beginnen teilweise schon bei 500€, jedoch landet man auch sehr schnell bei Anlagen, die 1.500€ und mehr kosten. Wer die Solarpanels inklusive des kompletten Montagematerials ergattern möchte, muss mit mindestens 650€ rechnen. Man kann jedoch davon ausgehen, dass sich ein Balkonkraftwerk nach ca. 5 Jahren amortisiert, weshalb es definitiv eine sinnvolle Investition ist. 

Förderung von Balkonkraftwerken

Die Entwicklung hin zu regenerativen Energien und weg von fossilen Brennstoffen ist nicht nur für Privatpersonen erstrebenswert, sondern natürlich auch für den Staat. Um die Energiewende zu fördern, ist es notwendig vielen Menschen die Nutzung von nachhaltigen Alternativen wie Solarenergie zu ermöglichen. Genau deswegen stellen viele Bundesländern den Nutzer*innen Zuschüsse und Förderungen zur Verfügung, um solche Mittel zugänglicher zu machen. Zahlreiche Kommunen zahlen dir also einen Teil der Anschaffungskosten der Stecker-Solaranlagen.

Seit dem 10. Februar 2023 unterstützt das Land Berlin den Kauf eines Balkonkraftwerks mit einer pauschalen Förderung von 500€. Pro Wohnung ist jeweils eine Mini-Solaranlage förderbar. Voraussetzung ist nur, dass du Mieter*in einer Berliner Wohnung bist und den Antrag vor dem Kauf der Anlage stellst. 

Falls dein Erstwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern liegt, hast du dort ebenfalls die Möglichkeit als Mieter*in eine Förderung in Höhe von 500€ für deine Balkon- Solaranlage zu beziehen. Wichtig: Hier musst du den Antrag erst nach dem Kauf und der Installation beantragen. 

Städte wie Köln oder Aachen unterstützen dich mit bis zu 200€, solange dein Balkonkraftwerk bis zu 600 Watt hat. Im Jahr 2023 lohnt sich die Installation einer eigenen Anlage besonders, da der Mehrwertsteuersatz von 19% auf 0% reduziert wurde.

Welche Vorteile bieten Balkon-Solaranlagen?

Verringerter CO2-Ausstoß

Dass Solaranlagen einen großen Wert für die Umwelt haben, konnten wir bereits klären. Da sie keine fossilen Energiequellen benötigen, sind Photovoltaikanlagen emissionsfrei. Es wird ausschließlich bei der Produktion der Anlage CO2 ausgestoßen. Danach läuft es aber ohne jeglichen Ausstoß an Emissionen weiter. Die CO2-Bilanz ist dabei wesentlich geringer als durch die Energieherstellung mit fossilen Brennstoffen. 

Kosten einsparen

Die einzigen Kosten, die bei einer Balkon-Solaranlage anfallen, sind die für den Kauf des Produktes. Nach der Installation ist die Verwendung der Solarenergie kostenfrei. Du hast auch die Möglichkeit Solarpanels zu mieten, weshalb du nur die monatlichen Mietkosten tragen müsstest. 

Autarke Stromproduktion

Darüber hinaus schützt dich eine Stecker-Solaranlage vor steigenden Strompreisen. Du produzierst deinen eigenen Strom unabhängig von den Preisen, was insbesondere heutzutage von hoher Bedeutung ist und dir viel Geld einsparen kann.

Tipps zur einfachen Umsetzung

Du bist genauso angetan von der Idee eines Balkonkraftwerkes wie wir und willst eigentlich direkt loslegen? Prinzipiell darf selbstverständlich jede*r auf dem eigenen Balkon Photovoltaikanlagen installieren. Du solltest aber auf einige wichtige Aspekte achten. 

Eine Mini-Solaranlage mit ein bis zwei Solarmodulen weist eine Obergrenze von 600 Watt auf. Wenn sie sich in diesem Bereich befindet, brauchst du keine Genehmigung und musst deine Anlage nur beim zuständigen Netzbetreiber anmelden. Sobald du diese Grenze überschreitest, könnten Probleme auftreten. Die Installation muss dann nämlich von einer*m Elektriker*in überprüft und eventuell auch angepasst werden. Falls du mit deinem Gerät mehr Strom produzierst und dieser gegen eine Vergütung in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden soll, erwarten dich zusätzliche Meldepflichten. Sollte das also bei dir zutreffen, empfehlen wir dir dich von Profis beraten zu lassen oder dich nochmal genauer in das Thema einzulesen. 

Jetzt kann es aber wirklich losgehen!

Balkonkraftwerke bieten eine tolle Möglichkeit, um autark Strom zu produzieren. Neben den vielen persönlichen und wirtschaftlichen Vorteilen, die dir eine Solaranlage für den Balkon bietet, setzt du damit auch ein wichtiges Zeichen für die Umwelt. Erneuerbare Energien sind ein essentieller Faktor, um uns allen eine nachhaltige Zukunft zu gewähren und du kannst super einfach deinen Teil dazu beitragen. Mit diesem Wissen an der Hand kannst du dich also unkompliziert ausstatten und schon ganz bald deinen eigenen Haushalt mit der Kraft der Sonne versorgen.

Auch interessant: Unabhängig durch eigenen Strom

 




Kommentar erstellen

Name *
E-Mail *
URL
Kommentar *
Auch interessant


Grüne Unternehmen