Geld verdienen und gleichzeitig Gutes tun
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Geld verdienen und gleichzeitig Gutes tun

UNTERNEHMENSVORSTELLUNG | Wer sein Geld bei der Good Profits GmbH anlegt, kann das mit gutem Gewissen tun. Es gibt eine feste Verzinsung, sozial sowie nachhaltig agierende Unternehmen und ihre Projekte werden unterstützt.

UNTERNEHMENSVORSTELLUNG | Wer sein Geld bei der Good Profits GmbH anlegt, kann das mit gutem Gewissen tun. Es gibt eine feste Verzinsung, sozial sowie nachhaltig agierende Unternehmen und ihre Projekte werden unterstützt.

17.08.2017 - Das Interview führte Gessica Mirra

LifeVERDE: Herr Grothaus, seit wann gibt es Good Profits, aus welcher Motivation heraus wurde Good Profits gegründet und welche Firmenphilosophie verfolgen Sie?

Sebastian Grothaus, Geschäftsführer: Wir haben Good Profits Mitte 2015 gegründet. Die erste Idee, etwas in die Richtung aufzubauen entstand allerdings bereits Anfang 2014. Wir haben damals erfolgreich gemeinsam an der Börse investiert und uns dank der gemeinsamen Leidenschaft für finanzielle Bildung auch ständig weiterentwickelt.

Wir wussten allerdings, dass einfach nur Geld an der Börse verdienen noch nicht alles sein kann. Wir wollten einen tieferen Sinn in die Sache bringen, etwas zum Guten bewegen in der Welt. Und beweisen, dass Geld eine unterstützende Ressource ist, mit der man eine große Wirkung erzielen kann – im Schlechten, aber eben auch im Guten.

Deshalb gehört es zum Grundbestandteil unserer Philosophie, soziale und nachhaltige Unternehmer und Unternehmen zu fördern und dabei das eingesetzte Kapital zu vermehren. Denn das gehört ebenso zu unserer Botschaft: nicht entweder Geld verdienen oder Gutes tun – sondern gerade weil beides gleichzeitig geschieht, ist es nachhaltiger.

Wer kann bei Good Profits Kapital anlegen und was passiert dann mit dem Geld?
Muss man als Anleger besondere Anforderungen erfüllen?

Grundsätzlich gibt es keine besonderen Anforderungen an unsere Anleger (die bei uns Anlieger heißen) außer der Mindestanlagesumme von 5.000 Euro. Wir möchten nicht nur, dass unsere Anlieger ein gutes Gefühl dabei haben, weil sie etwas Gutes tun. Es ist uns auch sehr wichtig, dass jeder die Anlageform verstanden hat und sich der Vor- und Nachteile bewusst ist. Wir stehen dabei natürlich auch beratend zur Seite.

Wir investieren in Unternehmen, die die Welt verbessern. Dies tun wir auf verschiedene Arten – vom Social StartUp hin zum nachhaltig agierenden Großunternehmen. Dadurch ist es uns möglich, eine Geldanlage mit diesen Konditionen anzubieten und das Spannungsfeld zwischen Rendite, Sicherheit und Liquidität aufzulösen. Es ist unser Job, so transparent wie möglich zu sein und das umzusetzen, was wir versprechen. Nur so können wir das in uns gesteckte Vertrauen auf Dauer rechtfertigen.

Erhält der Anleger Zinsen?

Wir haben bewusst eine Anlageform kreiert, die so ist, wie wir sie uns als Anleger wünschen würden. Die Verzinsung beträgt 6% im Jahr – nicht mehr, nicht weniger. Wobei die Zinsen endfällig, also nach Ablauf der Anlage ausgezahlt werden. Durch den Zinseszinseffekt bekommt unser Anlieger mehr Zinsen, während wir mehr Planungssicherheit für unsere Projekte gewinnen. Es gibt keine Gebühren, kein Agio und keine Ausgabeaufschläge. Die Mindestlaufzeit beträgt zwei Jahre bei einer Kündigungszeit von sechs Monaten. Und wenn man nicht kündigt, verlängert sich die Laufzeit jeweils um ein Jahr. Einfach und transparent.

In welche konkreten Projekte fließt das Geld, welche Unternehmen werden unterstützt?

Unsere Good Profits Unternehmen müssen im Endeffekt nur zwei Voraussetzungen erfüllen: die Welt verbessern und profitabel arbeiten (oder mit Aussicht darauf). Die bislang größte Investition haben wir bei Africa GreenTec getätigt. Dieses Social Business bringt die Energiewende nach Afrika und hat sich auf die Produktion und den Betrieb des ersten ökoeffizienten, nachhaltigen und sozialen Schwarmkraftwerkes in Ländern wie Mali oder dem Niger spezialisiert.

Es gibt aber auch viele tolle große börsennotierte Unternehmen, die Vorbilder auf den Gebieten der Nachhaltigkeit und des sozialen Unternehmertums sind. Zum Beispiel Interface Inc., die es sich zum Ziel gesetzt haben, als Milliardenunternehmen mit mehreren Tausend Mitarbeitern bis 2020 jeglichen negativen Einfluss auf die Umwelt, den die Firma noch haben mag, zu eliminieren.

Wann ist für Good Profits ein Unternehmen nachhaltig und sozial?

Die Diskussionen über dieses Thema muss man immer differenziert betrachten. Wenn man 100 Experten hierzu befragt, bekommt man 100 verschiedene Ansichten. Grundsätzlich möchten wir Unternehmen fördern, die zu Gunsten der Gesellschaft arbeiten und nicht auf Kosten anderer. Sei es durch den Geschäftsgegenstand – z.B. gesunde Ernährung, Bekämpfung von Krankheiten, Cleantec – oder durch eine Unternehmenskultur, in der besonders gute Arbeitsbedingungen gelten oder das soziale Engagement heraussticht.

Natürlich unterscheiden wir ein kleines Sozialunternehmen von einem börsennotierten Konzern. Relativ gesehen ist die Motivation Gutes zu tun beim Social Entrepreneur vielleicht größer. Aber in absoluten Zahlen kann ein großes Unternehmen mit entsprechender Einstellung der Geschäftsleitung mehr geben und beispielsweise eine Stiftung mit mehreren Millionen Euro ausstatten. Auch dies gehört zu unserer Philosophie: wer mehr hat, kann auch mehr geben.

Sie haben ein eigens entwickeltes Prüfsystem entwickelt, das feststellt, ob die „Investitionen stets wirtschaftlich arbeiten und darüber hinaus einen nachhaltig positiven Effekt für unsere Gesellschaft haben.“ Können Sie das Prüfsystem näher erklären?

Für die wirtschaftliche Bewertung unserer Investitionen gibt es den „Profit Search“. Wir agieren nach den Prinzipien des Value Investings, also wertorientiert und langfristig. Gleichzeitig sind uns laufende Einnahmen und eine Absicherungsstrategie wichtig, um die Risiken – auch für unsere Anlieger - zu verringern.

Dann gibt es noch den „Good Search“. Hier bewerten wir potentielle Investments in sechs Kategorien: Geschäftsgegenstand, Unternehmenskultur, Transparenz, Umgang mit Mitarbeitern, Umwelt und soziales Engagement. Dabei nutzen wir ein Farbsystem ähnlich einer Ampel. Natürlich haben wir das Rad auch hier nicht neu erfunden und uns an bestehenden Arbeiten wie dem Frankfurt-Hohenheimer Leitfaden orientiert. Dabei haben wir unsere eigenen Schwerpunkte gesetzt. Zurzeit arbeiten wir intensiv daran, unsere Bewertungssysteme in eine nach außen verständliche Darstellung zu bringen und zu veröffentlichen.

Welche Trends und Entwicklungen finden Sie im Bereich „Nachhaltige Banken und Finanzen“ aktuell besonders spannend?

Es ist ja allgemein bekannt, dass die Bereiche der nachhaltigen Geldanlagen und des Impact Investing stark wachsen. Nicht nur zahlenmäßig, sondern auch in Infrastruktur und Transparenz. Das ist ein guter Trend und viele Angebote ergänzen sich gegenseitig. Das Denken der Anbieter ist viel kooperativer als im herkömmlichen Finanzbereich. Schließlich haben wir alle ähnliche Ziele – mit Geld die Welt ein Stück besser machen.

Weitere Informationen zur Good Profits GmbH.

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