David gegen Goliath Prof. Dr. Faltin im Interview mit LifeVERDE
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David gegen Goliath - Prof. Dr. Faltin im Interview mit LifeVERDE

Am 6. und 7. Oktober findet an der FU in Berlin wieder der Entrepreneurship Summit von Prof. Faltin statt. Das diesjährige Thema lautet „David gegen Goliath - Wie wir Ökonomie in die eigene Hand nehmen“. Prof. Faltin erklärt im Interview, was man sich hierunter vorstellen darf.

Am 6. und 7. Oktober findet an der FU in Berlin wieder der Entrepreneurship Summit von Prof. Faltin statt. Das diesjährige Thema lautet „David gegen Goliath - Wie wir Ökonomie in die eigene Hand nehmen“. Prof. Faltin erklärt im Interview, was man sich hierunter vorstellen darf.

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05.10.2018 - Bild: Entrepreneurship Summit

Herr Prof. Faltin, der Entrepreneurship Summit findet am 6. und 7. Oktober an der FU in Berlin statt. Das diesjährige Thema lautet „David gegen Goliath - Wie wir Ökonomie in die eigene Hand nehmen“. Was darf man sich hierunter vorstellen?

PROF. DR: GÜNTHER FALTIN: Wer etwas Eigenes gründen will, fühlt sich zunächst an das Bild von David und Goliath erinnert. Klein gegen groß. Neu gegen etabliert. Kapitalschwach gegen kapitalstark. Unerfahrener Anfänger gegen geballte Erfahrung. Ein schier aussichtsloses Szenario also. Da hilft nicht allein Mut, Disziplin und Durchhaltevermögen und das nötige Kapital. Was man braucht, ist ein Unternehmenskonzept, das besser ist, als das, was man im Markt bereits vorfindet. Man kann nicht mit den Waffen des Goliath antreten, da verliert man. Man muss ein Konzept haben, dass Goliath überlegen ist. Daran muss der Gründer arbeiten. Und darin kann man ihn unterstützen.

Wer sollte sich vom Entrepreneurship Summit angesprochen fühlen?

Wer eine solide Grundlage fürs Gründen sucht und mehr wissen möchte als die Frage, wie man zu Kapital kommt und welches BWL-Wissen man sich aneignen solle. Solche Fragen beantworten wir auch, aber meist anders als konventionelle Banker oder BWLer.

 

Für denjenigen, der Ihren Summit noch nie besucht hat: Was würden Sie sagen, ist das Alleinstellungsmerkmal des Entrepreneurship Summits und wie genau laufen die beiden Veranstaltungstage ab?

Wir helfen den Gründerinnen und Gründern an ihrem Konzept, also an ihrem Businessmodell, zu arbeiten. Vor allem auch, die Annahmen des Konzeptes zu testen, es an der Realität zu messen. Im Austausch mit erfahrenen Gründern, die den Weg schon hinter sich haben. Nicht mit Beratern, die selbst nie gegründet haben. Die beiden Veranstaltungstage bieten eine Fülle von großen und kleinen Hilfen, wie ich mein Businessmodell weiter verbessern kann. In Keynotes, Workshops und Impulsgruppen bieten erfolgreiche Gründer und Experten ihr Wissen an. Kein Lehrbuchwissen, an dem kein Mangel besteht, sondern Erfahrungswissen. Kopf schlägt Kapital. Gründungen verlaufen in der Regel ganz anders, als im Lehrbuch beschrieben. Guy Kawasaki, einer der Mitgründer von Apple sagt: "The moment you start your company, hell breaks loose." Darauf muß man sich vorbereiten.

Über welche Speaker freuen Sie sich in diesem Jahr besonders?

Prof.Kreiß: Was in unserer Wirtschaft falsch läuft. Wolf Lotter von Brand eins: Warum Innovation anders ist, als wir glauben. Lisa Lang über Digitalisierung der Fashion Industry. Prof.Ripsas über die Art, wie man den Proof of Concept  durchführen kann. Prof.Ney's Workshop zu Design Thinking. Monika Griefahn zum ökologischen Fußabdruck. Prof.Hüther über persönliche Potentialentfaltung und das Geheimnis des Gelingens. Raul Krauthausen über Serial Social Entrepreneurs.  Prof.Mair, Stanford, über Innovation und Skalierbarkeit. Prof. Mauborgne, Autor des Blue Ocean Theorems, zur Frage, wie man einer übermächtigen Konkurrenz entgehen kann. Und last not least: Frederic Laloux zu Reinventing Organisations.

Nehmen Sie eine Veränderung der Themen beim Summit war und hat sich vielleicht auch das Publikum in den letzten Jahren etwas geändert?

Ja, wir bekommen mehr Teilnehmer, die etwas verändern wollen. Die mehr wollen als nur mit Irgendetwas zu Geld zu kommen. Denen auch Nachhaltigkeit wichtig ist und gesellschaftliches Engagement.

Wer sind ihrer Meinung nach heutzutage die typischen Gründer und welche Charaktereigenschaften zeichnen Gründer aus?

Es gibt keine typischen Eigenschaften. Das ist längst widerlegt. Jeder kann unter den heute vorliegenden Bedingungen gründen.

Wie wird es in den nächsten Jahren mit dem Summit weitergehen?

Wir werden versuchen, die Chancen für Gründungen noch gezielter dort zu suchen und herauszuarbeiten, wo sich gesellschaftliche Problemlagen stellen: etwa beim Klimawandel, bei den Flüchtlingsursachen (durch Entrepreneurship in den Heimatländern), beim Verlust der Artenvielfalt, bei der Feinstaubproblematik – um nur ein paar wenige Probleme zu nennen.

Hier lesen Sie mehr über den Entrepreneurship Summit 2018.

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