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Das Hochbeet: Wieso du fürs Gärtnern gar keinen Garten brauchst

Vom innigen Wunsch nach frisch Geerntetem aus dem eigenen Gemüsegarten – Was du über das Urban Gardening mit Hochbeet wissen musst.

Vom innigen Wunsch nach frisch Geerntetem aus dem eigenen Gemüsegarten – Was du über das Urban Gardening mit Hochbeet wissen musst.

10.03.2022 (aktualisiert, erstveröffentlicht am 15.02.2022 | Ein Beitrag von Gianina Morgenstern | Bild: Sandie Clarke, Unsplash

Du träumst schon lange davon, dein frisches Gemüse einfach selbst zu ernten und auf den Teller zu bringen, hast aber keinen Garten hinterm Haus – oder der Boden dort ist viel zu sandig und kleine Nager knabbern schon die halben Möhren aus dem Beet? Oder du willst deinem Balkon dieses Jahr endlich mal einen grünen Touch geben?

Dann ist ein Hochbeet vielleicht genau das Richtige für dich. Erfahre hier, welche Vorteile diese “Urban Gardening”- Beete mitbringen, wie du ein Hochbeet befüllen kannst, was du am besten wo pflanzt und wie du mit fünf ökologischen Methoden deinen Gemüsegarten schädlingsfrei hältst.

Das Hochbeet: Allrounder für Balkon, Terrasse und Garten

Du sitzt auf deinem Balkon, blickst in den Hinterhof-Garten deiner Nachbarn aus dem Haus gegenüber und wünschst dir nichts mehr, als dieses Jahr auch endlich deine eigenen Möhren direkt aus dem Beet holen zu können. Aber weil das Haus, in dem du wohnst, nun mal leider keinen Platz im Hinterhof für Beete bietet und ein Schrebergarten zu teuer oder zu unpraktisch für dich ist, schiebst du den Gedanken wie auch in den letzten Jahren beiseite. Dabei müsstest du das gar nicht. Ein Hochbeet könnte genau das Richtige für dich sein. 

Modernes Gartendesign und Nachhaltigkeit müssen sich nicht ausschließen! Entdecken Sie unsere umweltfreundlichen und pflegeleichten Hochbeete. Unsere Gartenhelfer sind komplett aus recyceltem Kunststoff hergestellt und direkt in Deutschland produziert. Wir generieren das Recycling-Material am eigenen Standort und verarbeiten dieses direkt weiter. Der Aufbau ist kinderleicht durch ein Steck-System. Sie benötigen kein zusätzliches Werkzeug.

Nützliche Links:

Klarer Platzvorteil: Ein Hochbeet passt auf Balkon, Einfahrt, Hof und in enge Gärten

Hochbeete sind Gartenbeete, die höher liegen als ebenerdige Beetanlagen und durch die Möglichkeit der Befüllung und Schichtung von Erde und anderem Substrat unabhängig von einem Garten angelegt werden können. 

Sie finden wegen ihrer Bauweise also sehr leicht Platz, egal ob auf Balkon, Terrasse oder im, vielleicht zu klein angelegten, Garten. Einige Stelzen-Modelle bieten sogar noch zusätzlichen Stauraum oder die Möglichkeit zum Anbau auf mehreren Ebenen. Damit kannst du dir also den Traum vom Gemüsebeet erfüllen. Abgesehen von der Flexibilität des Standorts, bringen Hochbeete noch einige andere, großartige Vorteile mit sich.  

Gesünder Gärtnern: Der Rücken wird geschont

Um den stechenden Schmerz im unteren Rücken, den du zum Beispiel vom Auflesen der Scherben deiner Lieblingstasse oder der Legobausteine deiner Kinder kennst, musst du dir bei der Gartenarbeit am Hochbeet keine Sorgen machen. Ein Hochbeet bringt die Arbeitsfläche typischerweise ein Stück nach oben und damit dir entgegen. Ideal also bei Rücken- und Knieproblemen – und gleichzeitig auch noch integrativ nutzbar für Rollstuhlfahrer*innen. Die Höhe ist also definitiv ein riesiger Vorteil gegenüber dem klassischen Gartenbeet. 

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Hochbeet: Schonend für den Rücken und mit Aussicht auf reiche Ernte

Weniger Rückenschmerzen und dafür frisches Gemüse auf den Tisch: Das Gärtnern im Hochbeet hat zahlreiche Vorteile, die vielen Hobby-Gärtnerinnen und -Gärtnern immer bewusster werden.

Aussäen, Pflanzen, Harken, Jäten und Ernten im Stehen – das ist eine echte Erleichterung.

Dabei ist die richtige Befüllung essentiell: Als erstes wird eine erste Schicht Strauchschnitt eingefüllt, darüber eine Schicht aus Kompost. Für die oberste Schicht bieten sich Hochbeet-Erden an, die die Gemüsepflanzen für mehrere Wochen mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen.

Wer nicht über große Mengen Strauchschnitt oder Kompost aus dem eigenen Garten verfügt, für den bieten sich auch Hochbeet Komplett-Sets an, wie beispielsweise das Hochbeet-Set aus dem Floragard Webshop. Das fertig montierte Fichten-Hochbeet auf Europalette mit den Maßen 120 cm x 80 cm x 80 cm wird mit Saatgut, Folie und der passenden Menge an Bio-Grundfüllung, Bio-Kompost und Floragard Bio-Erde für die oberste Schicht ausgeliefert.

So wird ein Hochbeet befüllt

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Ein grüner Sichtschutz inklusive

Du könntest es dir zum Beispiel auch sparen, einen teuren Sichtschutz zu kaufen, um ungestört dein Fleckchen Natur zu genießen. Hochwachsende Pflanzen im Beet ersetzen eine künstliche Barriere spielend.

Auch interessant: Ein Gewächshaus für den Balkon, zum Beispiel das Juliana Balcony Mini Gewächshaus, erhältich beispielsweise bei OBI (*).

Reicher Ernteerfolg durch bessere Bedingungen 

Du kannst selbst bestimmen, wie der Boden deiner Pflanzfläche beschaffen sein soll, weil du die Erde und das übrige Substrat selbst zusammenstellen kannst, mit der du dein Hochbeet befüllst. Weiter unten erklären wir dir, wie genau das gut klappt. Also kannst du von Anfang an einen sandigen oder knochenharten Untergrund verhindern, in den keine Pflanze gern ihre Wurzeln schlägt. Hochbeete sind aber auch noch aus anderen Gründen super für das Wachstum deiner Pflanzen. Durch die höhere Lage gegenüber herkömmlichen Beeten, erhalten sie mehr Sonnenlicht und stehen somit auch wärmer. Dadurch steigen die Erträge deiner Nutzpflanzen schon im ersten Jahr um fast das Dreifache, im Vergleich zu ebenen Pflanzenbeeten. Die höhere Lage macht es aber nicht nur dir einfacher, sondern auch anderen schwerer, an deine leckeren Pflanzen zu gelangen. Zum Beispiel Nacktschnecken wirst du gut bei ihren waghalsigen Kletterpartien entdecken und entfernen können, bevor sie ins Beet gelangen können. Wenn sie sich überhaupt an den senkrechten Aufstieg wagen sollten. Und auch solche ungebetenen Gäste wie Wühlmäuse kannst du durch einen einfachen Einsatz aus feinmaschigem Drahtgeflecht am Boden deines Hochbeets daran hindern, deine Ernte anzuknabbern.

Mit hochwachsenden Pflanzen im Hochbeet kannst du ganz einfach einen künstlichen Sichtschutz ersetzen (Bild: Unsplash).

Geht Gärtnern auch ohne Südbalkon?

Eigentlich kann ein Hochbeet überall stehen, wo Platz ist. Egal ob auf dem Balkon, im Halbschatten unter einem Baum oder an einer Hauswand mit Südausrichtung. Wichtig zu wissen ist aber, dass die Bedingungen des Standorts darüber entscheiden, was angepflanzt werden kann und auch die Pflege eine unterschiedliche ist. Bei voller Sonnenbestrahlung muss zum Beispiel sehr viel mehr gegossen werden als bei Beeten im Halbschatten. So weit, so logisch.

Wenn du den Standort frei wählen kannst, ist es natürlich am besten, das vorhandene Sonnenlicht optimal einzufangen und zu nutzen. Eine Nord-Süd-Ausrichtung der Längsachse des Hochbeets bietet sich hier in der Regel an, da sich so die Pflanzen, etwa durch Schattenwürfe, nicht gegenseitig das Licht streitig machen.

Die Hauptvegetationszeit (also die Hauptwachstumsphase) der meisten Nutzpflanzen liegt zwischen Mai und August. In dieser Zeit sind mindestens acht Sonnenstunden pro Tag optimal. Fehlt das Sonnenlicht, bleiben die Früchte klein, werden weniger lecker und die Pflanzen unter Umständen kränklich. Morgensonne trocknet die Blätter schnell ab und hilft, genau wie der Wind, gegen Mehltau und andere Pilzkrankheiten. Fällt erst gegen Mittag Licht auf das Beet, sollte es möglichst bis zum Sonnenuntergang beschienen werden. Wenn nur zu bestimmten Tageszeiten Sonnenlicht auf dein Beet fällt, etwa wegen dem Schattenwurf benachbarter Bäume, Mauern oder Hecken, sprechen wir von Halbschatten bis lichtem Schatten. Die beiden Bezeichnungen trennt lediglich die genaue Anzahl der Sonnenstunden, aber im Prinzip beschreiben beide ähnliche Standort-Bedingungen. Steht dein Hochbeet aus platztechnischen Gründen nun halbschattig unter einem Baum oder auf einem Balkon mit Nord-Ausrichtung (“vollschattig”), bedeutet das noch nicht das Aus für deinen Traum vom eigenen Garten. Du musst dich nur darüber informieren, welche Pflanzen hier die richtigen Bedingungen vorfinden. Natürlich wachsen die meisten Gemüse- und Obstsorten am besten an den sonnigsten Standorten, aber keine Sorge, auch im Vollschatten wächst genug Leckeres!

Auch im Halb- bis Vollschatten wachsen einige schmackhafte Nutzpflanzen prima (Bild: Unsplash).

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Hochbeete von KHW aus Geschwenda

Modernes Gartendesign und Nachhaltigkeit schließen sich nicht gegenseitig aus! Entdecke die umweltfreundlichen und pflegeleichten Hochbeete von KHW, welche komplett aus recyceltem Kunststoff hergestellt und direkt in Deutschland produziert werden. Generiert wird das Recycling-Material am eigenen Standort, wo es direkt weiter verarbeitet wird. Der Aufbau ist durch ein Steck-System kinderleicht. Dabei wird kein zusätzliches Werkzeug benötigt. Das Hochbeet Demeter besticht vor allem durch seine Geräumigkeit. Mit einer Breite von 82cm ist es eines der größten Kunststoff-Hochbeete auf dem Markt und bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die schmale Version des Hochbeet Demeter gindet auch auf kleineren (Garten-)Flächen einen Platz. Es ist kompatibel mit der größeren Variante und kann so auch als Erweiterung für deine individuelle Hochbeet-Landschaft genutzt werden.

Das Hochbeet Demeter kann mit Pflanzen aller Art bepflanzt werden (Bild: KHW).


Nachhaltig zeitloser Charme mit den Hochbeeten von Metalldesign-Kattner

Metalldesign-Kattner bietet vielfältige und individuelle Lösungen zur Gartengestaltung passend zugeschnitten auf persönliche Bedürfnisse. Das umfassende Sortiment an Edelrost-Dekorationen bietet zahlreiche Produkte für eine Outdoor Wohlfühloase.

Von kleinen rostigen Gartendekorationen bis hin zu großen Gestaltungselementen - die Auswahl ist groß! Metalldesign-Kattner bietet z.B. Hochbeete, Pflanztröge, Pflanzringe, Sichtschutzwände oder Feuerstellen und noch viele weitere Produkte für den Garten oder die Terrasse. Das Unternehmen fertigt darüber hinaus auch passgenaue Gartenelemente für Kund*innen und die vor Ort benötigten Gegebenheiten.

Die stabilen und hochwertigen Cortenstahl Elemente aus denen die Gartendekorationen angefertigt sind, sind nicht nur witterungsfest und langlebig, sondern auch im Trend und ein echtes optisches Highlight für jeden Garten. Egal ob idyllischer Landhausgarten oder moderne Architektengärten, Edelrost und Cortenstahl im Garten erfreut sich großer Beliebtheit.

Bei Fragen oder dem Wunsch nach Sonderanfertigungen ist Metalldesign-Kattner via E-Mail oder telefonisch erreichbar. Alle lagernden Produkte findest du im Online-Shop von Metalldesign-Kattner.


Die Hochbeete von Metalldesign-Kattner aus Cortenstahl sind ein optisches Highlight für jeden Garten. (Bild: Metalldesign-Kattner)

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Für jeden Topf den richtigen Deckel – für jeden Standort die richtigen Pflanzen

An sonnigen Standorten wachsen selbstverständlich viele Pflanzen am liebsten, egal ob Obst, Gemüse oder Kräuter. Hast du also die Möglichkeit, dein Hochbeet an so einen Ort zu stellen, stehst du natürlich vor der Qual der Wahl, was du anbauen möchtest, denn hier ist in der Regel alles möglich. Als kleine Hilfestellung informieren wir dich weiter unten, welche Pflanzen gut nebeneinander wachsen und welche gar nicht miteinander können.

Auf den Unterschied zwischen Halb- und lichtem Schatten musst du bei der Wahl deiner Pflanzen keine besondere Rücksicht nehmen. Aber natürlich solltest du beachten, dass die Auswahl an Pflanzen kleiner wird, je weniger Licht auf dein Beet fällt. Was also wirklich wichtig ist: Setze nur solche Pflanzen in halb- bis vollschattige Beete, die auch wirklich explizit dafür geeignet sind. Sonst machst du dir mehr Arbeit als sich lohnt. Und rechne bitte nicht damit, dass deine Pflanzen an dunkleren Standorten den gleichen Ertrag hervorbringen werden, wie die gleichen Sorten, die acht Stunden am Tag Sonnenlicht abbekommen. Wahrscheinlich wird er etwas niedriger ausfallen. Aber lohnen wird es sich trotzdem!

Im Halbschatten wachsen zum Beispiel sehr gut Zwiebeln und Lauchgewächse, Erdbeeren, Salate wie Feldsalat, Rucola und Asia-Salate wie Pak Choi, Blattgemüse wie Spinat, Mangold und Rhabarber, Busch- und Stangenbohnen sowie Erbsen.

Kohlgemüse ist recht anspruchslos, was den Standort angeht, und damit optimal für dunklere Standorte. Zum Beispiel wachsen einige Kohlsorten wie Brokkoli, Blumen-, Rosen- und Grünkohl gut im überwiegend schattigen Beet. Auch jede Menge Kräuter gedeihen hier problemlos. Mit Pfefferminze, Bärlauch, Liebstöckel, Estragon, Lorbeer und Waldmeister lässt sich gut ein schönes Kräuterbeet auf dem dunkleren Balkon begrünen.

Im Vollschatten fühlen sich auch immer noch Rucola, Zichoriensalate (z.B. Endivien) und klassische Blattsalate recht wohl. Aber Achtung: Nur weil sie an vollschattigen Standorten wachsen können, bedeutet es nicht zwingend, dass sie es auch sollten. Blattsalate produzieren von Natur aus Nitrat und diese Produktion verstärkt sich bei Lichtmangel. Ein gesünderer Anbau von Blattsalaten wäre also besser mit viel Sonnenlicht.

Auch auf Obst musst du nicht verzichten, wenn du deinen Pflanzen nur sehr wenig bis kein Sonnenlicht bieten kannst. Vor allem wachsen hier Beerensorten gut – die Früchte werden wahrscheinlich aber nicht so süß wie an sonnigen Standorten. Die Ausnahme bilden dabei jedoch typische Waldfrüchte wie die Walderdbeere und einige Heidelbeer-Sorten.

Kohlgemüse wie Brokkoli wächst auch gut an schattigen Standorten (Bild: Unsplash).

Das Hochbeet befüllen: Was kommt zuerst?

Ein bisschen ähnelt der Inhalt eines Hochbeets einem Schichtsalat. Von unten nach oben stapeln sich darin grobe bis feine Materialien aufeinander. Allgemein sollten sich darin folgende Schichten befinden: Strauch- und Baumschnitt, Grasschnitt und Gartenabfälle, Laub, Kompost und möglichst hochwertige Erde (am besten bio und torffrei, beispielsweise von OBI (*)).

Zuerst kommt ein feinmaschiges Drahtgeflecht nach unten in das Hochbeet, wo es Kontakt mit dem eigentlichen Gartenboden hat – logischerweise kannst du diesen Schritt auslassen, wenn dein Hochbeet auf dem Balkon oder der Terrasse steht. 

Danach kommen folgende Schichten darauf:

  1. erste und dickste Schicht (etwa 30-40 cm Höhe): eine Mischung aus Stängeln, Stauden, Ästen und anderem groben Material (am besten keine Thujenreste, Weiden und nur wenig Nadelhölzer verwenden)
  2. Grasschnitt und Gartenabfällen und/oder Stroh (etwa 10 cm)
  3. hochwertige Erde (etwa 10 cm)
  4. eine etwa 20 cm dicke Schicht aus Laub, gemischt mit etwas Erde (das Laub muss am besten feucht sein und sollte kein Nuss- oder Eichenlaub beinhalten)
  5. jeweils 10 cm Grobkompost und Erde oben drauf

Abgesehen von der Erde, die jährlich aufgefüllt werden muss, bleiben die Materialien über Jahre erhalten und zersetzen sich nach und nach zu natürlichem Humus. Spätestens nach 5 bis 7 Jahren steht jedoch ein Wechsel der Erde für das gesamte Beet an, da sich durch den Verrottungsprozess im Inneren des Hochbeetes der Nährstoffgehalt im Substrat ständig ändert und irgendwann nicht mehr ideal für viele Pflanzen sein wird. Um diesen nachhaltig und effizient auszunutzen, empfiehlt es sich, im ersten Jahr primär starkzehrende Pflanzen zu setzen (die also viele Nährstoffe zum Wachsen benötigen), gefolgt von Mittelzehrern im zweiten Jahr und sich ab dem dritten Jahr auf schwachzehrende Pflanzen zu beschränken.

Hochbeet-Bepflanzung: Alles ist möglich, wenn du folgende Faktoren beachtest

Den geeigneten Zeitpunkt abpassen

Wenn du herausgefunden hast, was wegen des Standorts deines Hochbeets am besten angepflanzt werden kann, dann check am besten einen Aussaatkalender, damit du weißt, wann welche Kulturpflanze ausgesät und geerntet werden kann. Einige Pflanzen benötigen vor der Ausbringung ins Beet auch eine gewisse “Vorkeimzeit” in der Wohnung. Zum Beispiel Tomaten und Chilis kannst du schon ab Ende Januar auf dem Fensterbrett vorkeimen lassen und manche Kräuter lassen sich sogar ganzjährig in Topf oder Schale aussäen.

Saatplatz richtig planen

Wichtig bei der Bepflanzung von (Hoch-)Beeten: Gib den Pflanzen den Platz, den sie brauchen. Achte darauf, wie groß der empfohlene Setz-Abstand für deine Setzlinge oder Samen (*) ist. Karotten, Zwiebeln und Radieschen beispielsweise benötigen einen Abstand von 8cm, Spinat, Rote Beete und Buschbohne etwa 10cm. Blumenkohl oder Tomaten brauchen sehr viel Platz, also setze sie am besten in einem ungefähren Abstand von 30cm. Tomaten lassen sich aber auch super einzeln in großen Pflanztöpfen heranziehen, bestimmte Balkontomatensorten sogar auf der Fensterbank. Kürbisse und Zucchini pflanzt du am besten auch in große Pflanztöpfe, denn Vorsicht: Die Triebe werden weit über den Boden ranken und viel Platz benötigen.

Prüfe vor der Bepflanzung deines Hochbeets den empfohlenen Setz-Abstand der Pflanzen (Bild: Unsplash).

Am besten: Streithähne nicht nebeneinandersetzen!

Es gibt auch Pflanzen, die nicht zusammenpassen. Sie nehmen sich gegenseitig Zugang zu Licht, Nährstoffen und Wasser und machen sich den Platz streitig. Für ein gesundes Beet und eine ertragreiche Ernte solltest du dich deshalb darüber informieren, welche Pflanzen nicht gut miteinander können. Generell nicht verträglich sind zb. Kreuzblütler untereinander (Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Radieschen, Rucola,..). Ebenso wie Hülsenfrüchtler (Bohnen, Erbsen, Linsen,..) und Doldenblütler (Fenchel, Dill, Möhren, Pastinaken,..). 

Allgemein ist es hilfreich, bei der Beetbepflanzung darauf zu achten, nicht jedes Jahr die gleichen Pflanzen an die gleichen Stellen im Beet setzen, da Kulturpflanzen den Boden “ermüden” - sprich den Boden förmlich auslaugen. Wurzelausscheidungen beeinträchtigen nämlich das Wachstum der nächsten Generationen im Beet. Wechsel in Fruchtfolge, Standort und durch Mischkulturen helfen bei einer reichen Ernte, gesunde Pflanzen zu ziehen und damit auch gutes Gemüse. 

Achtung, benutzt du dein Hochbeet dann das zweite oder dritte Jahr in Folge ist diese Info noch wichtig: Manche Gemüsepflanzen wachsen nicht nur nicht mit, sondern auch nicht gut nach anderen. Zum Beispiel gedeihen Erbsen nicht nach Bohnen und umgekehrt. Mach dich davor am besten noch einmal schlau, bevor du dann in den kommenden Jahren die Bepflanzung angehst.

Mischkulturen: Gut für dich und deine Pflanzen!

Das Hochbeet steht jetzt also an einem Ort, wo es die meisten Sonnenstrahlen einfangen kann. Du weißt, was unter diesen Bedingungen am besten wächst, wann und wie du deine Samen und Pflanzen in die Erde bringen kannst. Jetzt ist eigentlich alles soweit, dass das Gärtnern richtig losgehen kann. Aber das richtige Bepflanzen hängt nicht nur von der genauen Standort-Analyse und den Aussaatzeitpunkten ab. Es ist auch gut zu wissen, welche Pflanzen gut miteinander können und welche sich negativ beeinflussen, wenn sie nebeneinander im Hochbeet stehen. Denn genauso wie es dir besser geht, wenn du von Menschen umgeben bist, die dir gut tun, haben auch Pflanzen so ihre Vorlieben. Wenn du in einem Beet also gleichzeitig viele unterschiedliche Nutzpflanzen recht dicht beieinander anbauen möchtest, empfiehlt sich der Blick in eine so genannte Mischkulturen-Tabelle. Die kann dir dabei helfen, gute Pflanzengemeinschaften und eventuell hilfreiche Symbiose-Beziehungen zwischen Pflanzen herauszufinden, und so erfolgversprechende Mischkulturen gut zu planen.

Durch die richtige Mischung ergänzen sich die verschiedenen Pflanzen ober- und unterirdisch. Dadurch werden sowohl die vorhandenen Nährstoffe im Boden als auch die Fläche des Beetes optimal ausgenutzt und die Erde wird zudem beschattet, sodass die Bodenverdunstung minimiert und der Wasserbedarf geringer ausfallen wird. Zusätzlich wird auch noch Unkraut unterdrückt. Falsche Zusammensetzungen führen jedoch häufig zu Wuchshemmung oder Ertragsreduzierung, weil sich die Pflanzen eventuell gegenseitig die Nährstoffe, den Platz oder das Licht streitig machen.

Als Faustregel gilt: Gemüse, das oberirdisch reift, passt gut zu Gemüse, das unterirdisch Früchte ausbildet.

Aber neben solchen offensichtlichen Faktoren wie Platz- und Nährstoffbedarf, wird bei Mischkulturen auch auf für uns Unsichtbares geachtet. Wurzelausscheidungen und der Duft benachbarter Pflanzen können Schädlinge wie Fliegen, Raupen und Milben vom Befall abhalten oder die Sporenkeimung von schädlichen Pilzen durch symbiotische Zusammenschlüsse unterdrücken.

Die zwischen Erdbeerpflanzen und Knoblauch existierende Symbiose beispielsweise vertreibt Erdbeermilben. Setzt man Petersilie oder Rosmarin neben Möhren, verscheuchen diese die Möhrenfliege. Bei Tomaten, Kohl oder Gurken sorgt Basilikum für weniger Mehltau und weiße Fliegen.

Generell gut zusammen passen auch Mais und Kürbis, Sellerie und Blumenkohl, Paprika und Kohlsorten und viele mehr. Um sich das nicht alles merken zu müssen, helfen dir Mischkulturtabellen zum Beispiel als Plakat oder PDF ganz einfach weiter.

Fraßschäden an den Blättern können z.B. von den Raupen des Kohlweißlings kommen (Bild: Unsplash).

5 einfache, ökologische Methoden, um Schädlinge aus dem Gemüsebeet fernzuhalten

Ein Paradebeispiel der Effizienz von Mischkulturen zur Abwehr von Schädlingen, stellt die ökologische Vorbeugung von Kohlweißlingsraupen dar. Die Raupen des Kohlweißlings fressen nicht nur große Löcher in die Blätter vieler Kohlarten, sondern sich auch mit Vorliebe durch die wachsenden Pflanzen ins Innere und bringen sie mit ihren Ausscheidungen zum Verrotten. So schädlich sie für das eine Gemüse sind, so sehr bilden andere ihre Achillesferse. Sie verabscheuen starke Gerüche, zum Beispiel den von Knoblauch. Wie auch viele Menschen, kannst du die Kohlweißlinge also auf Abstand halten, indem du Knoblauch neben deinen Kohl pflanzt. Ansonsten kannst du die Raupen auch von deinen Pflanzen absammeln und in Blumenwiesen wieder aussetzen. Kohlweißlinge sehen nicht nur, wie andere Schmetterlinge auch, sehr schön aus, sondern tragen mit ihrer Nahrungssuche auch zur Blütenbestäubung bei. 

Bitte trag beim Absammeln aber Handschuhe (Wir empfehlen die nachhaltigen Gartenhandschuhe von Fair Zone (*)), da einige Brennhaare von Raupen Hautirritationen und Juckreiz hervorrufen können!

Sollten sich trotz des schwierigen Aufstiegs Nacktschnecken in euer Hochbeet im Garten vorkämpfen, kannst du, statt mit aggressiven Methoden wie Schneckenkorn und Ähnlichem, ganz einfach Lockpflanzen wie Senf und Studentenblume neben dein Hochbeet setzen, um die sich die Schnecken dann sammeln. Wenn du um diese Pflanzen herum dann noch Bretter oder zum Beispiel einen alten Handschuh verteilst, werden sich die nachtaktiven Schnecken tagsüber darunter zurückziehen und du kannst sie dann einfach einsammeln und umsiedeln.

Kontrolliere Blattober- und unterseiten und die Stängel regelmäßig auf Eier, Larven und Milbentiere. Entdeckst du welche, kannst du gezielte Maßnahmen ergreifen, um sie zu bekämpfen. Gegen Thripse, Blattläuse und Spinnmilben zum Beispiel kann ein Sud aus frischer Brennnessel helfen und stärkt sogar deine Pflanzen.

Auch können Nützlinge hilfreich sowohl in der Vorbeugung als auch in der Bekämpfung von Blattsaft-Fressern sein. Marienkäfer, Schlupfwespen und Spinnen als ihre natürlichen Feinde helfen - ein Insektenhotel in der Nähe deines Beets wäre zum Beispiel super!

Mit Kaffeesatz und -sud kannst du ebenfalls Lausarten und anderen kleinen Schädlingen gut zu Leibe rücken. Am besten machst du das morgens mit noch frischem Kaffeesatz. Also einfach den Morgenkaffee neben deinem Hochbeet genießen und den restlichen Kaffeesatz aus deiner Tasse dann über den Pflanzen - auch über den Blättern! - verteilen. Diese Methode eignet sich bei so gut wie allen Pflanzen und dient zugleich noch als Düngemittel. Quasi eine Win-Win-Methode. Aber verwende diese Vorgehensweise dennoch sparsam. Zu viel von etwas Gutem, kann leider auch schnell zu etwas Schlechtem werden. Deshalb beherzige: zu viel Dünger kann deine Pflanzen eingehen lassen.

Natürliche Feinde von Blattsaft-Schädlingen holst du dir durch Insektenhotels ganz einfach direkt an dein Beet (Bild: Unsplash)

Fazit: Gärtnern auch ohne “grünen Daumen” – Begeisterung, Zuwendung und Aufmerksamkeit reichen 

Was du jetzt weißt: Hochbeete erleichtern durch ihre Höhe die Arbeit im Gemüsegarten enorm und können dich auch ohne den Platz für herkömmliche Beete zur/zum Gemüsegärtner*in machen. Je nach Modell finden Hochbeete entspannt und platzsparend Einzug auf Terrasse und Balkon und sogar Rollstuhlfahrer*innen können an ihnen arbeiten. Du kannst den Nährboden optimal auf deine Pflanzen abstimmen und durch Zugabe von zum Beispiel Gartenabfällen, das Substrat noch zusätzlich lockern und mit Nährstoffen anreichern. Kein übermäßig sandiger oder harter Gartenboden hält dich so also noch in deinem Tatendrang auf. 

In ein Hochbeet kann jede Kulturpflanze eingesetzt und aufgezogen werden, die auch in herkömmlichen Beeten, Pflanzkübeln oder Balkonkästen gedeiht. Lediglich der Standort des Hochbeetes und somit die tägliche Menge an Sonnenlicht limitiert unter Umständen, was du ins Beet bringen kannst. An sonnigen Standorten wachsen Kräuter, Gemüse und Obst natürlich am liebsten, aber auch für halb- und vollschattige Orte gibt es genügend leckere Möglichkeiten.

Wenn viele unterschiedliche Kulturpflanzen auf enger Fläche zusammen angepflanzt werden sollen, empfiehlt es sich, auf Hilfsmittel wie Mischkulturtabellen zurückzugreifen, um herauszufinden, welche Pflanzen gut miteinander auskommen, sich im Idealfall sogar gegenseitig begünstigen und welche sich gar nicht leiden und vielleicht noch im Wachstum behindern könnten. Auch können einige Pflanzkombinationen sogar nützliche Gemeinschaften - sogenannte Symbiosen - miteinander eingehen und sich untereinander vor Schädlingen und Krankheitserregern schützen. Und sollten sich doch mal ungebetene Gäste in die Nähe deiner Pflanzen verirren, kann unter Umständen sogar der kalte Kaffee vom Vortag helfen.

Lass dich nicht davon abhalten, mit dem Gärtnern anzufangen, nur, weil du glaubst, dir würde der ominöse “grüne Daumen” fehlen. Begeisterung, Zuwendung, Aufmerksamkeit und ein bisschen nachgeschlagenes Wissen reichen völlig aus. Und mit einem Hochbeet kannst du, ganz unabhängig von einem Garten, all das anbauen, wovon du schon so lange geträumt hast. Wir wünschen viel Spaß dabei!

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