Vegane Ernährung für Sportler
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Vegane Ernährung für Sportler

"Du lebst vegan und machst extrem viel Sport? Geht das denn?" Und ob das geht! Das beweisen längst zahlreiche vegane Spitzensportler. Das A und O ist eine ausgewogene Ernährung.

"Du lebst vegan und machst extrem viel Sport? Geht das denn?" Und ob das geht! Das beweisen längst zahlreiche vegane Spitzensportler. Das A und O ist eine ausgewogene Ernährung.

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23.11.2017| Ein Beitrag von Bianca Schillinger

Für sportlich aktive Menschen ist eine ausgewogene Ernährung besonders wichtig, damit der Körper mit allem versorgt wird, was er benötigt. Doch das Klischee des ausschließlich Putensteak mit Nudeln essenden Kraftsportlers ist längst überholt. Selbst weltberühmte Spitzensportler setzen auf vegetarische oder vegane Ernährung und sind damit gesund und erfolgreich.

Vegane Weltmeister
Vegetarier und Veganer sind in allen Sportarten vertreten – und sie sind zudem extrem erfolgreich. Von Fußball über Tennis bis zu Bodybuilding: Pflanzliche Ernährung versorgt den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen und auch den notwendigen Proteinen, auf die besonders Sportler großen Wert legen. Zu den bekanntesten Vertretern zählen sicherlich der Ausdauersportler und UltraMan-Teilnehmer Rich Roll und der Kraftsportler Patrick Baboumian, der „Stärkste Mann Deutschlands“. Sie beweisen, dass in Gemüse, Getreide und Co. alles notwendige steckt, um den Körper selbst in Extremsituationen mit Kraft zu versorgen.


Protein-Shakes und Nahrungsergänzungsmittel
Sie werden in übergroßen, grellbunten Containern verkauft oder direkt an der Fitnessstudio-eigenen Bar verkauft: Protein-Shakes. Besonders Kraftsportlern wird vermittelt, dass sich Waschbrettbauch und Bizeps nur durch diese Nahrungsergänzungsmittel erreichen lassen. Der Hintergrund liegt im Aufbau des menschlichen Körpers. Die Muskulatur besteht zu einem großen Teil aus Eiweißen (ein anderes Wort für Proteine), darum werden diese benötigt, wenn Muskeln wachsen und stärker werden sollen. Die meisten Nahrungsergänzungsmittel basieren jedoch auf Molkeprodukten, die lange als die beste Eiweiß-Quelle galten. Sehr viel nachhaltiger, günstiger und zudem mindestens genauso erfolgversprechend ist eine bewusste, pflanzenbasierte Ernährung. 

Vegan Muskeln aufbauen
Damit der Körper die nötigen Bausteine für den Muskelaufbau erhält, sollte man bewusst eiweißreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen. Dazu zählen beispielsweise Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen und Sojabohnen, also auch Tofu. Außerdem sind Getreidesorten wie Mais, Hafer und Dinkel sehr zu empfehlen. Als Zwischenmahlzeit und Sport-Snacks eignen sich besonders Nüsse und Mandeln. Um die bestmögliche Menge an Eiweiß aus dem Essen herauszuholen, sollte munter kombiniert werden, denn gerade pflanzliche Proteinquellen enthalten oft nicht alle essentiellen Aminosäuren gleichzeitig. Das passiert meist aber eh schon ganz automatisch, indem die Pasta mit der Sojabolognese und das Vollkronbrot mit dem Hummus kombiniert werden.


Sportlich fit dank Pflanzenkraft
Egal ob Hobby-Sportler, Feierabend-Jogger oder Marathonläufer: wer sich vegetarisch oder vegan ernährt sollte grundsätzlich auf eine ausgewogene und bewusste Ernährung achten. Neben Proteinen gelten Eisen und das Vitamin B12 zu den größten „Sorgenkindern“ einer rein pflanzlichen Ernährung, die nicht nur für Sportler wichtig sind. Doch wer sich informiert wird schnell merken, dass es wirklich nicht schwer ist, vegan zu leben und erfolgreich Sport zu treiben. Nur den inneren Schweinehund muss jeder selbst überwinden, egal ob vegan oder nicht.

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