Nachhaltigkeitsmessung bei den BESONDEREN ORTEN Berlin und die Erstellung der Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK)
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Nachhaltigkeitsmessung bei den BESONDEREN ORTEN Berlin und die Erstellung der Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK)

BESONDERE ORTE will mit der Entsprechenserklärung zum DNK seine Bekenntnis zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise öffentlich stärken.

BESONDERE ORTE will mit der Entsprechenserklärung zum DNK seine Bekenntnis zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise öffentlich stärken.

22.06.2015

UMWELTHAUPTSTADT.de: Wie sind Sie darauf gekommen die Nachhaltigkeit der BESONDEREN ORTE messen zu lassen?

ANKE STOPPERICH: Seit Gründung der BESONDEREN ORTE spielt Nachhaltigkeit eine übergeordnete Rolle für uns. Sie ist nicht nur im Leitbild verankert, sondern grundsätzliche Handlungsmaxime aller Mitarbeiter. Nachdem wir schon viele Nachhaltigkeitsmaßnahmen umgesetzt haben - beispielsweise durch die Umbauten unserer Locations nach den Kriterien einer ressourcenschonenden nachhaltigen Wirtschaftsweise - interessierte uns, wie nachhaltig wir konkret sind und was wir noch verbessern können. Deshalb traten wir mit Fr. Prof. Grothe von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin in Kontakt, um im Rahmen eines studentischen Projektes unsere Nachhaltigkeitsleistung anhand des von Prof. Grothe in Zusammenarbeit mit SUSTAINUM Consulting entwickelten Kriterien- und Indikatorenmodells zur Bewertung von Nachhaltigkeit (KIM) messen zu lassen.

Wie sah die Nachhaltigkeitsmessung konkret aus?

KIM misst die Nachhaltigkeit eines Unternehmens anhand von Kennzahlen und einer Mitarbeiterbefragung entlang der Dimensionen Ökonomie, Ökologie, Soziales und Governance. Es wird ein konkreter Nachhaltigkeitscore ermittelt (zwischen 0-100%). Zuerst erhoben wir die Kennzahlen für KIM auf der Grundlage von Daten aus unserem Controlling. Anschließend führten wir eine Mitarbeiterbefragung zu unserer Nachhaltigkeitsleistung durch. Auf einem Auswertungsworkshop wurde den Führungskräften das KIM-Ergebnis präsentiert und auf Basis einer Stärken-Schwächen-Analyse relevante Handlungsfelder zur Verbesserung unserer Nachhaltigkeitsleistung identifiziert. Danach wurden Veränderungsprojekte angestoßen. Wir führten beispielsweise ein internes Vorschlagswesen für unsere Mitarbeiter ein, um deren Partizipation zu stärken und ihre Ideen besser für das Unternehmen nutzbar zu machen. Auf der Grundlage von KIM erstellten wir dann die Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex.

Warum war die Erstellung der Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex für sie wichtig?

Wir wollen mit der Entsprechenserklärung zum DNK unser Bekenntnis zu einer nachhaltigen Wirtschaftswiese öffentlich stärken. Bisher haben eher große Unternehmen aus dem DAX oder MDAX eine Entsprechenserklärung erstellt. Für das nachhaltige Wirtschaften reicht es aber nicht aus, dass nur große Unternehmen über ihre Wirtschaftsweise Bericht erstatten. Auch kleine und mittelständische Unternehmen müssen nachhaltig wirtschaften und darüber berichten. Nur so können wir die großen Herausforderungen den 21. Jahrhundert wie den Klimawandel, die Ressourcenverknappung und soziale Ungleichheit bewältigen.

Zudem sehen wir uns als Branchenvorreiter in Punkto Nachhaltigkeit. Wir sind das erste Unternehmen aus der Veranstaltungsbranche, das eine Entsprechenserklärung zum DNK veröffentlicht. Damit wollen wir unserer Branche einen Impuls geben und das Thema Nachhaltigkeit noch stärker in den Fokus rücken.

Wird KIM auch weiterhin für Sie relevant sein?

Natürlich. KIM ist darauf ausgelegt einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Unternehmen anzustoßen. In Zukunft werden wir jährlich die von KIM geforderten Kennzahlen erheben und eine Mitarbeiterbefragung durchführen, um daraus Verbesserungsprojekte abzuleiten und umzusetzen. Es ist unser Anspruch immer nachhaltiger zu wirtschaften und weiterhin der Branchenmaßstab in Punkto Nachhaltigkeit zu sein. Dazu ist KIM das geeignete Instrument. Insgesamt ziehen wir ein sehr positives Feedback bezüglich der Kooperation mit der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Die Zusammenarbeit mit Prof. Grothe und den Studenten war zielorientiert, konstruktiv und die Kommunikation sowie die Chemie haben gestimmt.

Insgesamt ist der Mehrwert des Projektes für uns hervorragend.



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