Nachhaltigkeit weiterhin zentrales Prinzip im Wahlkampf der Grünen
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Nachhaltigkeit weiterhin zentrales Prinzip im Wahlkampf der Grünen

Die Grünen haben in ihrer Regierungszeit bereits mit Erfolg eine zentrale Nachhaltigkeitsstrategie als allgemeine Regierungsstrategie erarbeitet. Neues Ziel der Partei ist eine Agrarwende, weg von industrieller Massentierhaltung und hin zu einer Landwirtschaft, die mit der Natur arbeitet.

Die Grünen haben in ihrer Regierungszeit bereits mit Erfolg eine zentrale Nachhaltigkeitsstrategie als allgemeine Regierungsstrategie erarbeitet. Neues Ziel der Partei ist eine Agrarwende, weg von industrieller Massentierhaltung und hin zu einer Landwirtschaft, die mit der Natur arbeitet.

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09.02.2017 - Bild © Andrea Kroth

LifeVERDE: Welche Rolle wird das Thema Nachhaltigkeit in Ihrem Bundestagswahlkampf einnehmen?

Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner: Grüne Politik ist nachhaltige Politik. Sie bedeutet konsequentes Eintreten für die Bewahrung der Lebensgrundlagen und die Respektierung der Menschenrechte. In unserer Regierungszeit haben wir – gegen den Willen des Koalitionspartners - dafür gesorgt, dass zum ersten Mal eine zentrale Nachhaltigkeitsstrategie als allgemeine Regierungsstrategie erarbeitet und eingesetzt wurde. In allen unseren Wahlkämpfen ist die Nachhaltigkeit das zentrale Prinzip bei der Betrachtung der Politikfelder.

Was sind die Eckpfeiler Ihrer Umweltpolitik?

Für uns gilt nach wie vor: Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geliehen. Die Chancen der kommenden Generationen zu erhalten ist deshalb unser wichtigstes Ziel in allen Bereichen der Politik. Doch nach wie vor werden Flächen versiegelt, Gewässer, Luft und Boden mit Schadstoffen belastet und systematisch überdüngt. Das vom Menschen verursachte Artensterben geht unvermindert weiter. Unsere  Umweltpolitik will einer umfassenden ökologischen Sichtweise zum Durchbruch zu verhelfen.

Menschen, denen die Umwelt und soziale Gerechtigkeit wichtig ist, sind bei Ihrer Partei gut aufgehoben, weil?

Weil wir als einzige Partei immer schon Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit miteinander verbunden und zusammen gedacht haben. Der Wohlstand einiger darf nicht länger zulasten anderer oder kommender Generationen gehen. Grüne Umweltpolitik schließt die Gerechtigkeitsdimension von vornherein ein. Wir wollen ein Land, in dem sich jeder Mensch unabhängig von seiner Herkunft entfalten kann und dessen Wohlstand allen zugutekommt. Wir setzen uns ein für bezahlbares Wohnen in der Stadt, für den Zusammenhalt der Generationen und für einen sozialen Zusammenhalt, der die Spaltung zwischen Arm und Reich verringert.

Bei welchen Umweltthemen sehen Sie derzeit Optimierungsbedarf?

Die industrielle Massentierhaltung führt zu Tierleid und Umweltzerstörung. Wir GRÜNE wollen eine Agrarwende hin zu einer Landwirtschaft, die mit der Natur arbeitet und nicht gegen sie. Aufgrund der Überdüngung ist das Grundwasser in Deutschland vielerorts zu hoch mit Nitrat belastet. Auch die zu hohe Belastung der Luft mit Abgasen ist ein Problem. In vielen Regionen werden Grenzwerte überschritten. Wir GRÜNE wollen eine Verkehrswende hin zu nachhaltiger Mobilität. Auch beim Klimaschutz muss Deutschland endlich wieder handeln statt nur zu reden, z.B. mit dem Ausstieg aus der schmutzigen Kohle. Außerdem müssen wir mit den begrenzten Rohstoffen unserer Erde sorgsamer umgehen: Wertvolle Ressourcen aus unseren Abfällen müssen endlich vernünftig im Kreislauf geführt werden und das viel zu frühe Kaputtgehen vieler Elektrogeräte muss ein Ende haben. Die Plastikflut in unseren Meeren wollen wir wirksam eindämmen.

Welche wirtschaftlichen Vorteile ergeben sich für den Standort Deutschland aber auch für die deutschen Unternehmen aus einer Politik, bei der das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt?

Nur wer sein Unternehmen im Sinne der Nachhaltigkeit aufstellt ist für die kommenden Jahre gerüstet. Die Zukunft gehört den Unternehmen und den Arbeitsplätzen, die sich ökologisch und sozial aufstellen.

Weltweit sind grüne Unternehmen wie etwas TESLA in Kalifornien besser aufgehoben als in Deutschland. Die Finanzierungsmöglichkeiten über Risikokapital sind in den USA noch immer größer als hierzulande. In welcher Verantwortung steht also die Politik?

Wir wollen ein Risikokapitalgesetz, das Investitionen in aufstrebende nachhaltige Unternehmen erleichtert.

Vielen Dank!



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