Politik, Kultur & Wissenschaft

Klimawandel, Gesundheit, Engagement – Themen der Hamburger Klimawoche

INTERVIEW | Frank Schweikert gibt einen kurzen Einblick in die Hintergründe und Ziele der Hamburger Klimawoche, die aktuell zum 13. Mal stattfindet.

INTERVIEW | Frank Schweikert gibt einen kurzen Einblick in die Hintergründe und Ziele der Hamburger Klimawoche, die aktuell zum 13. Mal stattfindet.

22.09.2021 | Ein Interview geführt von Deborah Iber | Bild: 12. Hamburger Klimawoche


Die Hamburger Klimawoche ist gerade wieder in vollem Gange und läuft noch bis zum 26. September. Im Vordergrund steht in diesem Jahr das Thema Gesundheit und wie der Klimawandel diese beeinflusst.

Wir haben Frank Schweikert, Kurator der Hamburger Klimawoche und Sprecher des Beirats, einmal zu den Hintergründen der Klimawoche befragt und welche Mission damit verfolgt wird.

LifeVERDE: Herr Schweikert, mit welcher Mission wurde die Hamburger Klimawoche 2009 ins Leben gerufen?

Frank Schweikert: Die Klimawoche, die in diesem Jahr unter dem Motto „Für eine gesunde Zukunft“ steht, soll insbesondere die verbesserungswürdige Kommunikationsbrücke zwischen Wissenschaft, Gesellschaft, den Medien und der Wirtschaft auf der einen Seite, sowie den Bürgerinnen und Bürgern auf der anderen Seite, unterstützen und weiter aufbauen. Dies in einer Zeit, in der wir die Auseinandersetzung mit der Klimakrise dringender denn je brauchen, um die Zusagen des Pariser Klimaprotokolls noch zu erreichen.


Aus der HafenCity: Tiny House Ferdinand bei der aktuellen Hamburger Klimawoche (Bild: Hamburger Klimawoche).

Worauf sind Sie stolz, was konnten Sie seither mit der Klimawoche erreichen?

Wir sind insbesondere sehr stolz auf das gesellschaftliche Engagement unserer Partnerinnen und Partner, die uns teilweise seit mehr als zwölf Jahren treu sind, um die Gesellschaft mit den besten Informationen zu versorgen. Dabei geht es zum einen darum aufzuzeigen, was jede und jeder selbst für das eigene Leben gegen den Klimawandel tun kann. Und natürlich begeistert uns das große ehrenamtliche Engagement der vielen Helferinnen und Helfer.

Aber natürlich geht es nicht darum, Politik und Wirtschaft aus der Verantwortung zu entlassen. Ganz im Gegenteil. Die Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen, aber jede und jeder von uns kann einen Beitrag leisten. So ist es erfreulich, dass die Energiewende mittlerweile auch von sehr, sehr vielen Bürgerinnen und Bürgern vorangetrieben wird. Solche Entwicklungen sind unter anderem auf den Druck einer permanenten und großen Hamburger Klimawoche zurückzuführen. Letztendlich haben wir aber auch gar keine andere Wahl!

Was fasziniert Sie selbst an der Hamburger Klimawoche am meisten?

Mich begeistert die große Vielzahl von Initiativen und Ideen, die im Rahmen der Hamburger Klimawoche zusammenkommen. Und es gibt jedes Jahr neue Ideen, die es wert sind, mithilfe einer Hamburger Klimawoche in die Gesellschaft hineingetragen zu werden. Ich bin der Meinung, dass wir dem Klimawandel mit persönlichem Engagement, mit Leidenschaft und vor allem, mit intelligenten Ideen sowie Technologien begegnen können. Letztendlich haben wir alle Möglichkeiten dazu, wenn wir nur wollen. 

Gesundheit ist der Schwerpunkt der aktuellen Hamburger Klimawoche. Aus welchen Gründen haben Sie dieses Thema gewählt?

Dass die Einschläge des Klimawandels uns jetzt auch ganz unmittelbar erreichen, zeigen die Hochwasserkatastrophen beispielsweise im Ahrtal und viele weitere Extremwetter-Ereignisse, die auch in Deutschland Schäden in Millionenhöhe verursacht haben. Jetzt in der Corona-Krise ärgert mich vor allem, dass sich alles nur um den Virus dreht, wobei die schleichenden gesundheitlichen Folgen durch die Klimakrise bereits jetzt wesentlich größer und eklatanter sind. Unser Partner, der BKK-Landesverband Nordwest, hat das mithilfe von wissenschaftlichen Daten recherchiert. Die gesundheitlichen Auswirkungen der Klimakrise treffen uns alle unmittelbar und deswegen ist es wichtig, dass wir unser Handeln auch zugunsten unserer eigenen Gesundheit verändern.

Was möchten Sie allen – egal ob Teilnehmer*in oder nicht – in Sachen Klimaschutz mit auf den Weg geben?

Jeder kann selbst umsteuern und den Klimawandel eindämmen, indem man beispielsweise eine eigene Solaranlage zu Hause installiert und sei es, eine Mini-Anlage auf dem Balkon. Indem man unverpackte landwirtschaftliche Produkte direkt beim Bauern oder auf dem Markt kauft und auf tierische Produkte weitgehend oder ganz verzichtet. Auch beim Geld gilt es, es einer Bank zu vertrauen, die ausschließlich in nachhaltige und zukunftsorientierte Projekte investiert.  

Hinweis: Die 13. Hamburger Klimawoche kannst du im Livestream auf www.klimawoche.de online verfolgen!

 

Vielen Dank für das Interview, Herr Schweikert!

Dir schwebt nun auch noch eine Frage im Kopf herum, die du gerne an die Hamburger Klimawoche stellen möchtest?

Dann schreib sie in die Kommentare - wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

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Weitere Infos zur Hamburger Klimawoche 2021: Die Hamburger Klimawoche geht in die 13. Runde

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