Tiny Houses Wohnen wie Peter Lustig
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Tiny Houses – Wohnen wie Peter Lustig

Vom Aussteiger bis zum urbanen Stadtmenschen – Tiny Houses erfüllen vielen den Traum vom Eigenheim. Die Minihäuser treffen einen Nerv der Gesellschaft und passen zum Grünen Lifestyle.

Vom Aussteiger bis zum urbanen Stadtmenschen – Tiny Houses erfüllen vielen den Traum vom Eigenheim. Die Minihäuser treffen einen Nerv der Gesellschaft und passen zum Grünen Lifestyle.

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12.07.2017 - ein Beitrag von Hanna Lohoff

Leben auf nur 20 Quadratmetern – viele fühlen sich bei dieser Vorstellung in ihre Studentenzeit zurück versetzt. Doch dieses Wohnkonzept steht für immer mehr Menschen in Verbindung mit ihrem Traumhaus. Tiny Houses sind ein Trend der aus den USA so langsam auch nach Europa schwappt. LifeVERDE klärt, was es mit den Minihäusern auf sich hat und wie diese einen Nerv unserer Gesellschaft treffen.

Was sind Tiny Houses?

Tiny Houses sind alternative Wohnmodelle auf kleinstem Raum. Es handelt sich um ein Haus, das zwischen 10 und 50 Quadratmeter Wohnfläche bietet. Die konventionelle Form ist ein Haus mit Satteldach, mittlerweile sind jedoch viele Varianten der Minihäuser vertreten und der Kreativität sind beim Bau keine Grenzen gesetzt. Auch auf geringem Raum ist alles Wesentliche vorhanden, was man zum Wohnen braucht: Ein Schlafbereich, eine Kochnische sowie sanitäre Anlagen.

Tiny Houses treffen einen Nerv unserer Gesellschaft

Der Trend der Kleinsthäuser stammt aus Amerika. Es geht dabei um eine Alternative zu konventionellen Wohnformen. Steigenden Mieten und geringem Wohnraum in Städten wollen die Befürworter eine Alternative bieten. Weg vom Konsum und Statussymbolen und hin zu Nachhaltigkeit sowie der Beschränkung auf das Wesentliche – das  Konzept der Tiny Houses trifft einen Nerv der Gesellschaft und findet immer mehr Anhänger.

Den Traum vom eigenen Haus wollen sich Viele erfüllen. Häufig mangelt es jedoch an finanziellen Mitteln. Grundstücke und Immobilien werden immer teurer und so ist Eigentum gerade in Städten häufig schlichtweg nicht finanzierbar. Ein Tiny House steht nicht nur bezogen auf den Wohnraum für Bescheidenheit – der Traum vom Eigenheim lässt sich mit diesem Konzept auch mit einem viel kleineren Budget umsetzen.

Rechtliche Lage in Deutschland?

Nur weil die Tiny Houses extrem klein sind, bedeutet das längst nicht, dass für sie in Deutschland keine Genehmigung notwendig ist. Im Gegenteil: Auch Kleinsthäuser benötigen eine Baugenehmigung sofern diese zum Wohnen genutzt werden. Vor der Errichtung ist ein Bauantrag bei der Gemeinde einzureichen. Dafür sind spezielle Formulare notwendig. Die Unterlagen müssen anschließend vom Antragsteller, Architekten und Zimmermeister unterschrieben werden.

Wohnen in Eisenbahnwaggons oder in Floating Homes

Alternative Konzepte und Upcycling von vorhandenen Wohnwagen oder Eisenbahnwaggons sind beim Bau von Tiny Houses sehr beliebt. Ein Eisenbahnwaggon darf jedoch zum Beispiel nur im Gewerbegebiet stehen. Darin zu wohnen ist dann jedoch noch nicht erlaubt. Dafür müsste der Waggon auf einem Gewerbemischgrundstück stehen. Für jedes Wohnmodell müssen die Planer eines Tiny House also die rechtliche Lage checken.

Auch sogenannte Floating Homes sind möglich – also Tiny Houses auf dem Wasser. Dafür ist jedoch ein Liegeplatz notwendig. Städte wie Hamburg, Kiel und Berlin haben bereits mit der Erschließung der Gewässer als Wohnraum begonnen. Dieses Modell könnte also schon bald zukunftsfähig sein.

Tiny Houses sind nicht nur etwas für Aussteiger

Auch wenn kreative Modelle immer beliebter werden, haben viele bei Tiny Houses noch die Vorstellung einer kleinen Hütte im Wald vor sich. Das alternative Wohnkonzept erinnert an Peter Lustigs Bauwagen und so denken viele sofort an ein Aussteigermodell. Leben im Grünen, abgeschieden von der Zivilisation – für einige ein Traum, für Stadtmenschen jedoch keine Wohnsituation mit der sie sich anfreunden können.

Dass Tiny Houses auch eine urbane Seite haben, zeigt das Unternehmen Cabin Spacey. Das Berliner Startup baut Minihäuser auf Dächern. So dienen zum Beispiel Parkhäuser als Wohnfläche und das Tiny House bietet noch einen herrlichen Ausblick über die Stadt. Ungenutzte Fläche wird in Städten so zu Wohnraum. Eine nachhaltige Idee, die Stadtbewohnern den Traum vom Eigenheim ermöglicht, ohne dass sie dafür sofort ein Vermögen ausgeben müssen.

Nachhaltiges Wohnen in Tiny Houses

Tiny Houses passen perfekt zum Grünen Lifestyle. Die Häuser beschränken sich auf das Wesentliche, nehmen nicht viel Fläche ein und verbrauchen nur wenig Rohstoffe. Viele der Minihäuser sind zudem mobil – ein Umzug ist so mit dem kompletten Eigenheim möglich.

Weiterführende Informationen zu Tiny Houses

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