Tampons gehen auch Bio
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Tampons gehen auch Bio

UNTERNEHMENSVORSTELLUNG | Die Marke PiNKPONA bringt Bio-Tampons auf den Markt, die gut für jede Frau und den Planeten sind - und dabei sind sie noch schön verpackt.

UNTERNEHMENSVORSTELLUNG | Die Marke PiNKPONA bringt Bio-Tampons auf den Markt, die gut für jede Frau und den Planeten sind - und dabei sind sie noch schön verpackt.

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08.11.2017 - Das Interview führte Stefanie Suckau

LifeVERDE: Herr Kurz, Können Sie uns etwas zur Entstehungsgeschichte der Marke Pinkpona erzählen? Welche Firmenphilosophie verfolgen Sie?

Herr Uwe Kurz, Gründer von PiNKPONA: "Ich bin eine absolute Verpackungskäuferin! “ sagte meine Frau als sie nachdem Supermarktbesuch wieder einmal mit einem bunten Lippenpflegestift und einer Packung Tampons zu mir ins Auto stieg. „Warum sind deine Tampons dann nicht schön verpackt?“ fragte ich.  "Was ist da eigentlich drin in den Tampons? Warum steht das nicht drauf?  Und warum sind nur 16 Stück in der Packung?" Am selben Abend saßen wir dann in einer Strandbar und fingen mit unsere Recherche an.  
Nach dem Urlaub wieder zu Hause angekommen, diskutierten wir unsere Recherche mit Freunden beim Frühstück und stellten dabei fest, dass die Periode und Tampons gar kein langweiliges und steriles Thema sind. "Warum müssen Tampons ein chemisches Tabuthema sein?" fragte meine Frau und wir schrieben noch am selben Abend das PiNKPONA Konzept.

Welche Produkte bieten Sie an und an wen richtet sich Ihr Angebot?

Wir bieten Bio-Baumwolltampons an – für alle Frauen die einen Unterschied machen wollen für sich, für andere und den Planeten.

Was schätzen Ihre Kundinnen ganz besonders? Welches Feedback erhalten Sie?

Allgemein schätzen unsere Kundinnen Konzept, dass wir in jedem Schritt nachhaltig arbeiten wollen und dadurch einen Mehrwert schaffen wollen – für Umwelt und Menschen. Außerdem finden sie unsere bunten Beutel super und am wichtigsten: 98 % unserer Kundinnen würden uns weiterempfehlen. Das macht uns sehr stolz.
Wir bekommen sehr viel positives Feedback zu den Bio-Tampons an sich. Es geht fast immer in die Richtung, dass unsere Kundinnen überrascht waren, dass sie genau so aussehen wie „normale“ Tampons und dabei die selbe Saugfähigkeit aufweisen.
Auch das Feedback zur Verträglichkeit unserer Produkte ist sehr positiv.

Worin unterscheidet sich Ihr Produkt konkret von konventionellen? Können Sie ein paar Beispiele nennen?

Pinkpona Tampons bestehen zu 100% aus Bio-Baumwolle, werden in Europa hergestellt und sind nach höchsten Standards zertifiziert. Wir wollen nicht, dass chemische Stoffe wie Bleichmittel, Saugverstärker oder Chlor in unseren Produkten sind. Die Zertifizierung nach Global Organic Textile Standard (GOTS) garantiert, dass wir strenge Umweltrichtlinien einhalten.  
Zudem lassen wir unsere Tampons regelmäßig von der unabhängigen Lebensmittelversuchsanstalt Wien (LVA) auf Glyphosat und andere Schadstoffe überprüfen.
Wir liefern Pinkpona Bio-Tampons immer zu je 50 oder 100 Stück im wiederverwertbaren Beutel, aus upgecycelten Textilien. Diese Verpackungsgröße spart nicht nur Versandkosten, sondern auch Lagerkapazitäten und Transportwege. Und je weniger LKWs auf unseren Straßen unterwegs sind, desto besser ist das für Natur und Umwelt. Die Beutel werden in sozialen Einrichtungen in Deutschland und Österreich genäht.

Wie leben Sie im Unternehmen Nachhaltigkeit?

Wir sind noch ein sehr kleines Unternehmen und recht neu, deshalb  versuchen wir von Anfang an alles richtig zu machen was unser Produkt, aber genau so auch was unsere Arbeitsplätze betrifft. Konkret versuchen wir z.B. unnütze Transporte zu vermeiden, wir verkaufen nur Großmengen, verpacken diese in wiederverwendbaren Stoffbeutel. Wir verschicken unsere Bestellungen auf Deutschland und verschicken unsere Bestellungen in Deutschland aus einer deutschen Einrichtung für behinderte Menschen. Bestellungen aus Österreich verschicken wir dann auch aus Österreich.

Vor welche Herausforderungen stellt Sie der Nachhaltigkeitsaspekt eventuell?

Die größte Herausforderung ist eigentlich im eigenen Kopf: Man ist es gewohnt, vieles einfach als normal zu betrachten und hinterfragt es nicht. Jeden Tag wieder zu hinterfragen, was man gerade macht und ob es der beste Weg ist, ist deshalb eigentlich die Herausforderung.

Welche Trends im Bereich "Naturkosmetik" finden Sie besonders spannend?

Circular Economie, Recycling und Upcycling – das sind die Trends, die uns beschäftigen und mit denen wir in Zukunft arbeiten. Spannend, was hier alles passiert.

Verraten Sie uns, wie sich Ihr grünes Angebot weiterentwickeln wird?

Wir möchten uns in verschiedenen Bereichen weiterentwickeln. Zum einen werden wir weiter in die Richtung gehen, dass wir jeden einzelnen Schritt vom Anbau der Baumwolle bis hin zum Kunden und darüber hinaus nachhaltig machen wollen.
Frauen sollen sich keine Gedanken machen müssen ob der Tampon jetzt ok ist zu benutzen, weil man ihn ja nachher entsorgen muss, oder nicht.  Diese Gedanken machen wir uns und wir wollen Sicherheit geben. Das ist der Hauptprozess bei uns und den wollen wir konsequent weiter gehen bis wir das Ziel erreicht haben – so schnell und nachhaltig wie möglich.
Weiter werden wir unser Sortiment auf Binden und Slipeinlagen, etc erweitern. Das waren die Wünsche unserer Kundinnen. Auch hier werden wir unseren Prinzipien treu bleiben und erst mit einem weiteren Produkt anfangen, wenn wir sicher sind, dass wir einen Unterschied machen können – für dich, für andere für den Planeten.

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