Studie zur Reinigung von PhotovoltaikAnlagen: Wie wirtschaftlich ist das
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Studie zur Reinigung von Photovoltaik-Anlagen: Wie wirtschaftlich ist das?

24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr sind Photovoltaik-Anlagen der Witterung ausgesetzt. Regen, Wind, Schnee und Sonne wirken auf die Systeme ein. Auf lange Sicht verschmutzen die Solarmodule dabei – aber lohnt sich eine Reinigung? Eine Studie der Photovoltaik-Plattform Milk the Sun ging dieser Frage anhand von Freiflächenanlagen in Deutschland auf den Grund.

24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr sind Photovoltaik-Anlagen der Witterung ausgesetzt. Regen, Wind, Schnee und Sonne wirken auf die Systeme ein. Auf lange Sicht verschmutzen die Solarmodule dabei – aber lohnt sich eine Reinigung? Eine Studie der Photovoltaik-Plattform Milk the Sun ging dieser Frage anhand von Freiflächenanlagen in Deutschland auf den Grund.

20.07.2018 - In Zusammenarbeit mit Milk the Sun, Fotos: © Milk the Sun

Im Fokus der Studie steht die Frage: Ist es wirtschaftlich, eine Reinigung der eigenen Photovoltaik-Anlage in Auftrag zu geben? Und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Dass Solarmodule von Schmutzpartikeln, Stauben, Abgasen sowie Vogelkot, Laub, Nadeln und Blütenstaub betroffen sind, steht außer Frage. Je nach Standort ist es mehr oder weniger.

Gerade auch in der Nähe von landwirtschaftlichen Betrieben bildet sich eine schwarze, fettige Schicht aus (Stall-)Dunst und Futtermittelstaub. Auf Oberflächen setzen sich Chemikalien ab. Leistungsverluste sind vorprogrammiert.

Selbstreinigung der Module: Ja, aber

Die bekannte These der Selbstreinigung von Solarmodulen hat jedoch nur begrenzte Wirkung, Regen und Schnee helfen nur bei oberflächlichen Verschmutzungen wie etwa liegen gebliebenen Blättern oder Staub. Auch Schnee, der irgendwann von den Solarmodulen hinunterrutscht, kann dabei nur Staub und leichtere Verschmutzungen mit sich ziehen – so die Module überhaupt angewinkelt aufgestellt wurden. Stark ätzende und verkrustete Verschmutzungen sowie der sich bildende Moos an den Rändern der Modulrahmen bleiben dennoch zurück.

Die Reinigungsstudie und ihre Erkenntnisse

Die Studie zur Reinigung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen von Milk the Sun, die in Zusammenarbeit mit der meteocontrol GmbH entstand, gibt eine klare Botschaft: Die Reinigung von PV-Anlagen kann deutliche wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. Als zentrale Faktoren wurden dabei die Modulneigung und der Verschmutzungsgrad identifiziert.

Der Verschmutzungsgrad wurde dabei vor Studienbeginn definiert, um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu ermöglichen, und teilt sich auf in fünf Stufen von sehr geringer Verschmutzung (leichter Staubfilm) bis hin zu sehr starker Verschmutzung (starke und hartnäckige Verkrustungen, starker Moos- und Flechtenbewuchs und mehr).

Begutachtet wurden 17 Freiflächenphotovoltaikanlagen in ganz Deutschland über einen Zeitraum von sechs Monaten; von April bis September. Dabei wurden Teilstücke der Anlagen mit einem auf Wasserdruck und rotierenden Bürsten basierenden Verfahren. Dieses Verfahren ist unter professionellen Reinigungsbetrieben weit verbreitet und erprobt. Die Erträge der gesäuberten Teilstücke wurden erfasst und mit einem ebenso großen ungereinigten Teilstück der Anlage vergleichen.

Ertragssteigerung bis zu 6 Prozent festgestellt

Die Reinigungseffekte belaufen sich dabei auf bis zu über 6%. Zur Einordnung: Je nach Reinigungstechnik, Größe und Anfahrtskosten summieren sich die Kosten von Reinigungsangeboten auf 1% bis 3% der jährlichen Einnahmen der Anlage. Unter Umständen kann also sogar eine jährliche Reinigung Sinn machen, in vielen Fällen ist ein zwei- bis dreijähriger Rhythmus wirtschaftlich.
Die Studie selbst ist käuflich zu erwerben, Milk the Sun stellt auf der Seite der Reinigungsstudie aber auch ein kostenfreies Summary zur Verfügung.

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