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Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage für mich? Dein Ratgeber mit Tipps rund um die Investition in Sonnenenergie

Du möchtest eine Photovoltaik-Anlage auf deinem Dach installieren, weißt aber noch nicht genau, was es zu beachten gilt und wie du es finanzieren sollst? In diesem Ratgeber findest du die wichtigsten Fragen, Tipps und Antworten.

Ratgeber Photovoltaik-Anlage
Designelement

Du möchtest eine Photovoltaik-Anlage auf deinem Dach installieren, weißt aber noch nicht genau, was es zu beachten gilt und wie du es finanzieren sollst? In diesem Ratgeber findest du die wichtigsten Fragen, Tipps und Antworten.

04.12.2020 | Ein Beitrag von Michelle Markwart | Bilder: Unsplash

Die Sonne gibt den Lebensrhythmus auf der Erde vor: Die Erdrotation bestimmt unseren Tag und Nachtrhythmus und die Jahreszeiten. Ohne die Strahlungsenergie der Sonne wäre unser Planet ein kalter, lebloser Himmelskörper. Die unerschöpfliche Energiequelle der Sonne ermöglicht das Leben auf der Erde und wir können die Licht- und Wärmestrahlen nutzen. Für die Stromproduktion kommt der Photoeffekt ins Spiel. Photovoltaik ist die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom mittels Solarzellen. Mehr zu der Funktionsweise erfährst du in dem Beitrag Sonnenenergie zu deinem Nutzen – Solarpanele mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Laut des BMWi haben 1,6 Millionen PV-Anlagen Ende 2019 mit rund 47,5 Gigawatt Leistung den zweitgrößten Anteil der Stromerzeugung Systeme unter den erneuerbaren Energien ausgemacht. Obwohl moderne Solaranlagen heute zu den günstigsten Erneuerbare-Energien-Technologien gehören, ist das Potential der Photovoltaik noch längst nicht ausgeschöpft.

Wenn du das Potenzial weiter ausschöpfen möchtest und dich für eine Installation auf deinem Dach interessierst, dann haben wir hier die wichtigsten Infos für dich.

Der beste Ort für eine PV-Anlage

Ein guter Ort für die Installation von PV-Anlagen sind Dächer, da sie bereits vorhanden und häufig ungenutzt sind. Zudem ist ein Hausdach der Sonneneinstrahlung am stärksten ausgesetzt und das Verschattungsrisiko ist durch die Höhe relativ gering. Die Ausrichtung und Neigung der Solarmodule wird bei Schrägdächern automatisch vom Dach bestimmt. Grundsätzlich ist eine Ausrichtung des Dachs nach Süden am besten geeignet, da so die intensivste Sonneneinstrahlung möglich ist. Eine leicht abweichende Ausrichtung liefert aber auch noch gute Ergebnisse. Ebenfalls empfehlenswert ist eine kombinierte Ost-West-Anlage, bei der die PV-Anlage auf beiden Dachschrägen installiert wird. Die Energieerträge sind damit vor- und nachmittags am höchsten, was sich positiv auf den Anteil des Eigenverbrauchs auswirkt. Flachdächer haben gegenüber Schrägdächern den klaren Vorteil, dass die PV-Module jede gewünschte Ausrichtung erreichen kann.

PV-Anlagen erreichen ihre maximale Leistung, wenn die Sonnenstrahlen im rechten Winkel eintreffen. Da der Sonnenstand jedoch im Laufe des Tages variiert, müsste die Neigung regelmäßig angepasst werden. In der Realität wird wegen der schweren Umsetzung ein Kompromiss gefunden und 30 Grad als ideale Neigung empfohlen. Wie gut sich deine Dachfläche für die solare Stromgewinnung eignet, kannst du in einigen Kommunen und Bundesländern ganz einfach mit dem Energieatlas herausfinden, wie hier am Beispiel von NRW.

Stromspeicher für Photovoltaikanlagen

An wolkenfreien Tagen wird oft mehr Strom produziert, als benötigt wird. Dem gegenüber stehen die Tage, an denen die Sonne leider wegbleibt. Wie kann man diese Energiedifferenz ausgleichen? Es gibt die Möglichkeit, den überschüssigen Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen und sich diesen Zuschuss ausbezahlen zu lassen. Allerdings liegt die Einspeisevergütung aktuell bei ca. 9 Cent / kWh und sinkt immer weiter. Aus dem Grund lohnt es sich mehr, möglichst viel des selbst gewonnenen Stroms zu verbrauchen. Durch einen hohen Eigenenergieverbrauch erhöht sich deine Unabhängigkeit von Stromanbietern und von steigenden Strompreisen.

Mit dem Einsatz eines Batteriespeichers kannst du dich selbst versorgen und so deinen Eigenenergieverbrauch erhöhen. Durch den Speicher kann der Strom unabhängig von der Sonneneinstrahlung zu jeder gewünschten Zeit zur Verfügung gestellt werden. So muss überschüssiger Strom nicht für wenig Geld ins Netz eingespeist und später wieder teuer zurückgekauft werden.

Ein Solar-Speicher wandelt im Aufladeprozess elektrische Energie in chemische Energie um und während der Entladung läuft der Prozess genau umgekehrt ab. Für private Anwendungen werden meist Blei- oder Lithium-Akkus verwendet. Blei-Akkus sind bereits lange erprobt und bieten eine günstige und zuverlässige Technik. Im Punkto Nachhaltigkeit können Blei-Akkus mit ihrer geringen Anzahl an Werkstoffen überzeugen, da sie fast vollständig recycelt werden können. Bei der stofflichen Verwertung von Lithium-Akkus ist das anders. Erst durch eine chemische Analyse kann festgestellt werden, ob überhaupt wertvolle Stoffe enthalten sind. Der Anteil an recyceltem Material ist eher gering. Dennoch haben sich moderne Lithium-Akkus aufgrund ihres geringeren Gewichts, einer größeren Entladetiefe und einer längeren Lebensdauer durchgesetzt. Als Solarbatterien werden hauptsächlich Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt- und Lithium-Eisenphosphat-Akkus eingesetzt.

PV-Speicher unterscheiden sich je nach Stromart. Es handelt sich entweder um AC- oder um DC-Systeme – das heißt Wechsel- oder Gleichstromspeicher. Im PV-Modul entsteht Gleichstrom, daher ist ein AC-System notwendig, bei dem ein Wechselrichter in Wechselstrom umwandelt. Bei einem DC-System befindet sich der Solarspeicher zwischen den Photovoltaikmodulen und dem Wechselrichter. Er nimmt Gleichstrom ohne eine zusätzliche Umwandlung auf und gibt ihn nun bei Bedarf an einen Wechselrichter ab. DC-Systeme sind kompakter und eignen sich vor allem für neu installierte PV-Anlagen.

Finanzierung einer PV-Anlage

Die Investitionskosten in eine PV-Anlage liegen im Bereich von mehreren Tausend Euro. Verständlicherweise triffst du die Entscheidung nicht von heute auf morgen. Die gute Nachricht: du bist nicht alleine und musst die PV-Anlage nicht zwangsläufig mit deinem Eigenkapital finanzieren. Du kannst zum Beispiel einen Bankkredit oder eine PV-Förderung durch öffentliche Programme in Anspruch nehmen. Neben dem KfW Förderprogramm bieten auch einzelne Bundesländer verschiedene Förderprogramme mit Investitionszulagen oder Kredite mit Zinsvergünstigungen an. Bei der Förderdatenbank des Bundesministeriums für Umwelt und Wirtschaft kannst du dich über passende Förderungen informieren. Aktuell

werden insbesondere Stromspeicher staatlich gefördert gefördert. Wende dich dabei am besten an Banken oder an Bund und Kommunen. Aber aufgepasst: Der Preis für Anbringung und Installation ist meist unabhängig vom Modul. Aus diesem Grund möchten Anwender häufig die Möglichkeit nutzen, bei den Modulkosten selbst zu sparen. Das ist jedoch nicht ratsam. Da die PV-Module das zentrale Element der PV-Anlage sind, ist es sinnvoll, hier lieber in hochwertige und langlebige Module zu investieren, damit du langfristig höhere Erträge erzielen wirst.

Fazit: Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage für mich?

Da die Anschaffung einer PV-Anlage mit einer großen Investition verbunden ist, ist es in der Tat eine berechtigte Frage, ob sich eine PV-Anlage wirklich lohnt. Aus der Sicht des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit kann die Fragen mit einem klaren “Ja” beantwortet werden. Wie bereits erwähnt, lässt sich allerdings mit der Einspeisung des selbst erzeugten Solarstroms keine gute Rendite mehr erwirtschaften. Dennoch ist die Investition in eine Solaranlage sinnvoll, da du die Solarenergie kostenlos gewinnen kannst. Der derzeitige Preis für Strom beträgt ca. 30 Cent / kWh. Wirtschaftlich sinnvoll ist es also, möglichst viel vom selbstbezogenen Solarstrom zu verbrauchen. Die Investition amortisiert sich im Schnitt nach etwa 9 bis 11 Jahren, wobei die Lebensdauer einer PV-Anlage jedoch mindestens 20 Jahre beträgt. Eine konkrete Aussage lässt sich aber nicht treffen, da die Anlagengröße, Installationskosten und weitere Faktoren sehr individuell sind. Aufgrund der aktuell sinkenden Preise für die Technik, steigender Strompreise und intelligenter Steuerungen, wie Batteriespeichern, ist die Rendite tendenziell eher steigend.

Wenn du noch mehr Fragen zum Thema Photovoltaik hast, dann hilft dir solarenergie.de weiter.

Wir hoffen, dass du nun einen schlauen Überblick gewonnen hast und mit diesem Hintergrundwissen an die Planung gehst, damit du zukünftig die Solarenergie für dich nutzen und in den Klimaschutz investieren kannst.

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