Naturkosmetik selber machen
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Naturkosmetik selber machen

Naturkosmetik selber zu machen ist eine umweltfreundliche und gesunde Alternative zu herkömmlichen Drogerieprodukten. Doch wie funktioniert das? Wir haben den Test gemacht.

Naturkosmetik selber zu machen ist eine umweltfreundliche und gesunde Alternative zu herkömmlichen Drogerieprodukten. Doch wie funktioniert das? Wir haben den Test gemacht.

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30.10.2018 - Bild: Pixabay - Autor: Eva Burghardt

Gründe für Naturkosmetik und gegen konventionelle Kosmetik gibt es viele. Seien es die oftmals schädlichen Inhaltsstoffe herkömmlicher Kosmetikprodukte wie Silikone und Alkohol oder die hohe Umweltbelastung durch die Verarbeitung von Mikroplastik. Naturkosmetik ist hier eine sinnvolle Alternative, um die eigene Gesundheit zu bewahren und die Umwelt zu schonen. Doch auch in vielen gängigen Naturkosmetikprodukten, die im Handel zu kaufen sind, lassen sich schädliche Stoffe finden. Hier gilt: Wer sicher sein will, sollte es selber machen.

Viele Zutaten für selbstgemachte Naturkosmetik finden sich im Haushalt. So braucht es für ein Roll-On Deo beispielsweise nicht mehr als Wasser, etwas Speisestärke, Natron und nach Belieben ätherisches Öl für den Duft. Die Speisestärke sorgt in Kombination mit dem Wasser für die cremige Konsistenz, während das Natron durch seine antibakterielle Wirkung Gerüche neutralisiert und die Haut schont. Selbstgemachtes Deo hat außerdem den Vorteil, dass man schädliches Aluminium aus dem Körper fernhält und es häufig vegan und tierversuchsfrei ist.

Der Selbsttest

Wir haben in der Redaktion daher den Test gemacht und ein Roll-On Deo selbst hergestellt. Das Rezept dazu war schnell gefunden und die Zutaten für wenige Euros im Supermarkt erhältlich. Als Gefäß haben wir ein altes Roll-On Deo gesäubert und wiederverwendet. Dadurch konnten wir sogar Müll einsparen.

Um das Deo herzustellen haben wir 100 ml Wasser in einem Topf zum Kochen gebracht und danach zwei Teelöffel Speisestärke hinzugefügt. Das Ergebnis war leider keine homogene Substanz, sondern enthielt viele große Klumpen Speisestärke. Also noch einmal von vorne: Diesmal haben wir die Speisestärke bereits vorher hineingerührt und nach dem Aufkochen eine schöne gleichmäßige Masse erhalten. Dann haben wir die Mischung abkühlen lassen und dabei zwei Teelöffel Natron (fast alle Drogerieketten bieten Natron in der einen oder anderen Form an. Meist findest du es bei den Nahrungsergänzungsmitteln oder in der Nähe der Reiniger) hinein gerührt. Jetzt hatte die Mischung eine schöne gleichmäßige weiße Farbe. Zum Schluss kamen noch 5 Tropfen Teebaumöl dazu und wir konnten unser frisch duftendes Deo in das alte Roll-On-Gefäß umfüllen.


Nun wurde das Deo über eine Woche im Alltag und beim Sport von uns getestet. Das Fazit: Es funktioniert! Im Gegensatz zu herkömmlichen Deos, wo oft nur ein Duft über den Schweiß gelegt wird, neutralisiert das Natron die Bakterien, die für den Geruch verantwortlich sind. Dadurch wirkte das Deo zuverlässig auch bei stärkeren Belastungen. Überzeugt hat uns vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis. Von allen Zutaten brauchten wir nur eine kleine Menge und konnten eine ganze Flasche Deo herstellen. Langfristig gesehen ist das eine kostengünstige, gesunde und vor allem umweltfreundliche Alternative zum herkömmlichen Drogerieprodukt.
Natürlich lassen sich auch andere Deo-Varianten mit wenigen Zutaten herstellen. Egal ob Deo-Roller, Deo-Creme, Deo-Stick oder Deo-Puder – alles lässt sich nachhaltig und umweltfreundlich selber machen.


Viele Möglichkeiten zum selber machen

Doch das gilt nicht nur für Deo. Für sämtliche Kosmetikprodukte lassen sich im Internet Anleitungen zum selber machen finden: Sei es nun das Peeling aus Kaffeesatz und Olivenöl, die Wimperntusche aus Tonerde oder der Lippenbalsam aus Kokosöl – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Nicht immer sind die Rezepte so leicht umsetzbar, vor allem, wenn ausgefallenere Zutaten benötigt werden. Wie wir bei unserem Selbsttest festgestellt haben, ist es gelegentlich sinnvoll Schritte zu wiederholen, wenn etwas nicht funktioniert hat. Trotzdem ist das selber machen von Naturkosmetik ein nachhaltiger Weg weniger Müll zu produzieren und zeitgleich den Körper und die Umwelt von schädlichen Inhaltsstoffen sauber zu halten.

Andere Alternativen

Wer sich nicht zum selber herstellen von Naturkosmetik berufen fühlt, kann dennoch beim Kauf von Kosmetikprodukten darauf achten schädliche Inhaltsstoffe und Mikroplastik zu vermeiden. Hierbei können Apps wie Codecheck und Beat the Mirobead helfen. Durch ein Scannen des Barcodes warnt die App Codecheck nicht nur vor gesundheitsgefährdenden Inhaltsstoffen, sondern gibt auch Tipps für gesündere Produkte. Auch Veganer oder Personen mit einer Lebensmittelunverträglichkeit werden beim Scannen des Barcodes auf Inhaltsstoffe hingewiesen, die sie nicht zu sich nehmen sollten. Die App Beat the Microbead scannt ebenfalls den Barcode auf Kosmetikprodukten und zeigt an worin sich Mikroplastik befindet. Dadurch lassen sich beim Einkauf Produkte mit schädlichen Inhaltsstoffen erkennen und ihre Verwendung vermeiden.

 

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