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Nachhaltigkeit in Zeiten von Corona

Das Coronavirus legt Welt und Wirtschaft derzeit lahm. Wie mit der Krise umgehen und welche Rolle spielt in diesen Zeiten noch die Nachhaltigkeit? Diese Frage wollen wir ab sofort täglich klären und dich mit hilfreichen Ideen, Tipps und Geschichten versorgen.

Das Coronavirus legt Welt und Wirtschaft derzeit lahm. Wie mit der Krise umgehen und welche Rolle spielt in diesen Zeiten noch die Nachhaltigkeit? Diese Frage wollen wir ab sofort täglich klären und dich mit hilfreichen Ideen, Tipps und Geschichten versorgen.

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17.03.2020 - Ein Beitrag von Gina Kümmel

Das Coronavirus bestimmt derzeit unser Leben. Wie wir jetzt besonnen und nachhaltig wirtschaften und agieren können

Das Coronavirus ist weltweit auf dem Vormarsch und versetzt immer mehr Menschen in Angst und Schrecken. Unüberlegte Hamsterkäufe und Panikmacherei bestimmen seit neuestem unseren Alltag. Aber keine Sorge, es besteht kein Grund zur Beunruhigung. Wir möchten dir an dieser Stelle gerne zeigen, wie du dein Leben trotz des Coronavirus nachhaltig ausrichten kannst.

Worauf du in Zeiten von Corona achten solltest, wenn du dir aufgrund des Virus Vorräte anlegst

Beim Einkauf in den letzten Tagen ist dir bestimmt etwas aufgefallen. Hektische Leute, die durch den Supermarkt rennen und unüberlegt alles in den Einkaufswagen schmeißen. Gähnende Leere in den Regalen mancher Artikel, wie z.B. Konserven oder Klopapier. Warum ausgerechnet Klopapier? Keine Ahnung! Anstatt sich vom Strudel der Angst mitreißen zu lassen, solltest du standhaft sein und tief durchatmen. Versuche trotz der aufgescheuchten Situation bewusst durch den Supermarkt zu gehen und nur das in den Einkaufswagen zu legen, was du wirklich benötigst. Auch in Zeiten von Corona sollte Nachhaltigkeit eine Rolle spielen. Achte also beim Einkauf auch auf die Herkunft der Produkte und die Siegel, die den Produkten eine faire und nachhaltige Herstellung garantieren. 

Wie man nachhaltige Produkte erkennt

Kommen wir nun darauf zu sprechen, wie du nachhaltige Produkte im Supermarkt erkennen kannst. Es gibt viele Kennzeichen, die auf ein nachhaltiges Produkt hinweisen, z.B. Zertifizierungen vom NABU oder anderen anerkannten Gütesiegeln. Heutzutage gibt es viele verschiedene Zertifizierungen, aber nicht alle sind glaubwürdig. Die wohl geläufigsten Siegel sind unter anderem: Blauer Engel, EU- Bio Siegel, Bio, Naturland, Bioland, Demeter, Biopark e.V. und ohne Gentechnik. Diese Gütesiegel spezialisieren sich bevorzugt auf die ökologische Nachhaltigkeit, das heißt, dass das Tierwohl und die Landwirtschaft hier im Vordergrund stehen. Hierbei handelt es sich jeweils um eine Handvoll ausgewählter Siegel, die man vor allem in den Supermärkten findet. Wenn du das nächste Mal bei Aldi oder Lidl einkaufen gehst, wirst du sehen, dass beide Supermärkte über ein breitgefächertes Angebot an Bioprodukten verfügen. Aldi und Lidl erweitern dabei stetig ihr Sortiment mit neuen Produkten, sodass der Kunde fast immer die Wahl zwischen einem Bioprodukt oder einem nicht Bioprodukt hat. Das nachhaltige Angebot reicht von Lebensmitteln, wie z.B. Bio Bananen, Bio Joghurt, Bio Honig, Biomilch… bis zu nachhaltigen Non Food Produkten wie Kleidung, Klopapier und Schreibbedarf. Dir wird also der Einkauf erleichtert, wenn du dich an den nachhaltigen Gütesiegeln orientierst. Du musst dir keine Gedanken mehr darüber machen, unter welchen Bedingungen das Produkt hergestellt wurde und hast gleichzeitig ein gutes Gewissen. 

Eine weitere Möglichkeit, nachhaltig einzukaufen, bietet sich durch Unverpacktläden. Dort kannst du viele verschiedene Produkte unverpackt erwerben, ganz im Gegenteil zu herkömmlichen Supermärkten, wo die Produkte allesamt in Plastik verpackt sind. Somit umgehst du einer der größten Umweltsünden und nutzt die nachhaltigere Variante. Kleiner Tipp: Solltest du die letzten Tage vergeblich auf der Suche nach Mehl gewesen sein, in diesen Läden wirst du definitiv fündig. Bring einfach deinen eigenen Behälter mit und füll dir so viel ab, wie du brauchst. Momentan gibt es in Köln beispielsweise drei Unverpacktläden, darunter in Sülz und Nippes. Hier erfährst du mehr:

  • TANTE OLGA Unverpacktladen Köln
  • Veedelskrämer
  • migori

Zusätzlich ist es ratsam, sich vor dem Einkaufen eine Liste zu schreiben, um nicht in Versuchung zu geraten, etwas zu kaufen, was man nicht unbedingt braucht. 

Wie du Lebensmittel und Vorräte richtig lagerst

Generell gilt trockene Produkte wie Pasta, Mehl, Salz, Hülsenfrüchte etc. halten bis zu 30 Jahre, sofern sie richtig gelagert werden. Damit auch du diese Produkte richtig aufbewahren kannst, hier ein paar nützliche Tipps.

Meist sind z.B. Mehl und Zucker in Papier verpackt. Wenn du diese Produkte lagern möchtest, solltest du eine wichtige Sache beachten. Papier recycelt sich binnen weniger Monate selbst. Das bedeutet, dass dein Produkt nicht mehr brauchbar ist. Wie du dem entgegenwirken kannst? Sammle einfach leere Glas-Behälter oder PET-Flaschen und säubere und trockne sie gründlich. Anschließend kannst du sie mit den verschiedenen Inhalten befüllen und deine Lebensmittel damit trocken, lichtgeschützt und kühl bis zu 30 Jahre lang lagern. Am besten beschriftest du die Behälter mit dem Abfülldatum, damit du die jeweilige Lagerzeit deiner Vorräte kennst. Passende Dosen und Behälter kannst du dir natürlich auch kaufen. Die Firma Emsa produziert z.B. nachhaltige Aufbewahrungsboxen, die besonders lange halten. Alles gut verpackt, gibt es zuletzt auch im Hinblick auf den Aufbewahrungsort einiges zu beachten. Egal, ob Keller, Küchenregal oder Speisekammer – mit diesen Tipps halten deine Vorräte besonders lange:

  1. Vermeide es, deine Vorratsregale an zu kühle Außenwände zu stellen.
  2. Lagere deine Lebensmittel niemals auf dem Boden, sondern auf Regalen oder Paletten, damit die Bodenfeuchtigkeit nicht in die Produkte zieht. Zudem bewahrst du durch die Lagerung in Regalen, die Luftzirkulation bei.
  3. Sollte dein Keller mit Fenstern ausgestattet sein, versuche häufig zu lüften, damit kein Schimmel entstehen kann.

In der folgenden Tabelle haben wir dir einige Produkte gelistet, die du ohne Bedenken mehrere Jahrzehnte lagern kannst.

Produkt

Lagerungspotenzial

Weizen, Zucker

+30 Jahre

Polierter Reis

+30 Jahre

Mais

+30 Jahre

Haferflocken

Bis zu 30 Jahre

Salz, Backpulver

Bis zu 30 Jahre

Pintobohnen

Bis zu 30 Jahre

Fettfreie Trockenmilch,
Magermilchpulver

Bis zu 30 Jahre

Nudeln

Bis zu 30 Jahre

Öl

Bis zu 30 Jahre

 

Vorräte selbst herstellen: Ernährung, Kosmetik und Haushalt

Do-it-yourself Produkte sind sehr beliebt, besonders bei den jüngeren Altersgruppen. Wir zeigen dir nachhaltige DIY-Ideen aus den Bereichen Nahrung, Kosmetik und Haushalt.

Die Natur und Pflanzenwelt als nachhaltige Nahrungslieferanten

Die Natur birgt viele wunderbare pflanzliche Schätze. Wusstest du, dass es mehrere essbare Pflanzen und Sträucher gibt, die du jederzeit frei pflücken kannst? Diese kannst du sammeln und später z.B. zu Tee, Marmelade oder Suppen verarbeiten. Wenn du also das nächste Mal im Wald bist, versuche einmal nach diesen bestimmten Pflanzen Ausschau zu halten:

  • Beeren (Erdbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren)
  • Pilzen (Champignons, Kräuterseitlinge, Steinpilze)
  • Kräuterpflanzen (Minze, Bärlauch, Brunnenkresse)
  • Brennnesseln, Löwenzahn, Giersch, Knoblauchsrauke
  • Hagebutten, Sauerampfer, Spitz- & Breitwegerich

Und hierbei handelt es sich lediglich um eine Auswahl von Pflanzen, von denen du bestimmt schon einmal gehört hast. Besonders für Hobbygärtner sind Brennnesseln, Bärlauch, Giersch, Löwenzahn und Sauerampfer ungebetenes Unkraut im Garten. Anstatt diese also im Gartenabfall schlichtweg zu entsorgen, gilt die Devise: Weiterverwerten! Besonders Brennnesseln sind eine wahre Wunderwaffe der Natur. Sie enthalten sogar mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte und gelten als natürlicher Eiweiß-Lieferant. Dieses gesunde Kraut lässt sich beispielsweise als leckere Suppe zubereiten. Ein Rezept dazu findest du z.B. auf kuechengoetter.de

Nachhaltige Kosmetikartikel selbst machen

Auch in Sachen Kosmetik und Hygiene kannst du dich besonders in diesen Zeiten nachhaltig und vor allem natürlich eindecken. Dank zahlreicher innovativer Anbieter ist es heutzutage ein leichtes, Plastik aus deinem Badezimmer zu verbannen. Zahnbürsten aus Bambus, festes Haarshampoo und waschbare Abschminkpads sind nur ein paar Beispiele für nachhaltige Alternativen. Damit produzierst du weitaus weniger Müll. Produkte kannst du z.B. online bei diesen Anbietern erwerben:

  • Avocadostore
  • EcoYou
  • Pandoo

Parallel dazu, kannst du Vieles selbst machen. Gerade jetzt, in Zeiten von Corona, geht man nicht gerne aus dem Haus. Also warum nicht einfach seine eigene Kosmetik machen? Wenn du ein leidenschaftlicher Kaffeetrinker bist, hast du bisher den Kaffeesatz bestimmt weggeschmissen, oder? Wenn du diesen Kaffeesatz trocknen lässt und ihn anschließend mit etwas Olivenöl vermengst, kreierst du dein eigenes porenreinigendes Peeling. Dieses musst du nun kühl und trocken lagern, weil in deinem natürlichen Peeling keine Konservierungsstoffe enthalten sind. Ein weiteres beliebtes Produkt, das man selbst machen kann, ist das feste Haarshampoo. Hier die Anleitung:

Festes Haarshampoo:

25gr SLSA (Sodium Lauryl Sulfoacetate)
25gr Maisstärke
12gr Brokkolisamenöl
5 Tropfen Nachtkerzenöl
Kleinen Silikonformen
Kleine Dose/n

  1. SLSA und Maisstärke in ein Gefäß geben und das Öl sehr vorsichtig unterrühren. Vorsicht, da beide Pulver stark stäuben und die Atemwege reizen können.
  2. Nach einigen Minuten sollte eine homogene Masse entstanden sein. Diese vorsichtig in die Silikonform füllen und bei 40-50 Grad im Backofen aushärten lassen.
  3. Anschließend aus dem Backofen nehmen und über Nacht vollständig erkalten lassen. Am nächsten Morgen, aus der Form herausdrücken und sicher in einer Dose verstauen.

Tipp: Festes Shampoo hat den Vorteil, dass es lange haltbar ist und du über einen Monat damit auskommst, weil es sehr ergiebig ist.

Falls dir diese Prozedur zu aufwendig sein sollte, kannst du diese Produkte auch einfach online oder in Bioläden erwerben. Es gibt viele Unternehmen, die Wert auf nachhaltige und biologische Kosmetikartikel legen, dazu zählen z.B.

  • Ecco Verde (online)
  • Foami (online)
  • Naturschön- Der Naturkosmetikladen in Köln (Laden)

Fortsetzung folgt...

Ein Beitrag von Gina Kümmel



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