Mit nachhaltigem Kinderspielzeug ein kindgerechtes Umfeld schaffen
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Mit nachhaltigem Kinderspielzeug ein kindgerechtes Umfeld schaffen

UNTERNEHMENSVORSTELLUNG | Geschäftsführerin Dr. Christina Spötzl, Geschäftsführerin der Echtkind GmbH, ist davon überzeugt, dass es sich positiv auf das Wesen der Kinder auswirkt, wenn man sie mit guten, harmonischen und naturnahen Dingen umgibt.

UNTERNEHMENSVORSTELLUNG | Geschäftsführerin Dr. Christina Spötzl, Geschäftsführerin der Echtkind GmbH, ist davon überzeugt, dass es sich positiv auf das Wesen der Kinder auswirkt, wenn man sie mit guten, harmonischen und naturnahen Dingen umgibt.

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28.07.2017

LifeVERDE: Frau Spötzl, was unterscheidet das Kinderspielzeug von Echtkind von anderem?

Dr. Christina Spötzl: Ich denke, es ist vor allem die eigene, innere Überzeugung, mit der wir unsere Spielsachen „handverlesen“, die Echtkind von anderen unterscheidet. Das heißt, dass wir uns häufig auch gegen Artikel entscheiden, wenn wir das Produkt nicht in der für uns richtigen Qualität finden – ein gutes Beispiel dafür sind Kinderbälle oder Puppen aus Plastik, in denen bei Tests immer wieder Schadstoffe wie Weichmacher gefunden werden. Wir haben stattdessen Alternativen aufgetan – etwa Bio-Stoffpuppen oder einen handgenähten Kleinkindball aus pflanzlich gegerbtem Leder.

So finden Sie bei Echtkind sehr sorgfältig und gemäß unserer nachhaltigen Firmenphilosophie ausgewähltes Kinderspielzeug, Kinderbücher, Ideen zum Basteln und Werken, liebevolle und hochwertige Produkte für die Baby-Erstausstattung, Kuscheliges und Schönes für das Kinderzimmer und vieles mehr für das bunte Leben mit Kindern. Dabei stehen der hohe pädagogische Spielwert, die Förderung der kindlichen Fantasiekraft, die Begegnung mit guten, unbedenklichen Naturmaterialien und faire, transparente Herstellungsprozesse für uns im Vordergrund. Wir arbeiten mit vielen kleinen deutschen und europäischen Manufakturen und sozial arbeitenden Werkstätten zusammen, mit kleinen Familienbetrieben, aber auch mit großen, namhaften Herstellern, von denen viele eine eigene Bio-Linie haben.

So haben wir ein Umfeld erschaffen, in dem wir ein spannendes und zugleich sehr hochwertiges Sortiment für Babys und Kinder anbieten können. Damit wollen wir vor allem eines: den Kindern Freude, Anregung und Lebenskraft mit auf den Weg geben, in dem wir sie mit der Entwicklung fördernden, „echten“ Dingen umgeben. Denn wir sind zutiefst davon überzeugt, dass es sich positiv auf das Wesen der Kinder auswirkt, wenn man sie mit guten, harmonischen und naturnahen Dingen umgibt und ihnen ein kindgerechtes Umfeld schafft.

Welches Kinderspielzeug bieten Sie an und welches erfreut sich besonderer Beliebtheit?

Wir bieten ein sehr breites Sortiment an ökologischen Kinderspielzeugen an. Im Bereich Holzspielzeug finden Sie bei uns vom Babyspielzeug wie Greiflingen, Rasseln und Greifautos über Kleinkindspielzeug wie Kugelbahnen, Rutscher, Zimmerautos, Motorikspielzeuge, Bauklötze und Steckspielzeuge bis hin zu den Spielsachen für Kindergartenkinder wie Spielküchen, Puppenhäuser, Bausätze, Holztiere und Holzfiguren, Holzfahrzeuge eine große Auswahl. Auch Kindermöbel aus Holz, Schafwollteppiche und –decken, schöne Dekorationen für das Kinderzimmer findet man. Textilien wie Stoffpuppen, Baby-Schmusetüchlein, Decken, Kuscheltiere und Kinderkleidung sind aus Bio- oder GOTS-zertifizierten Fasern. Besonders von unseren Kunden im Kleinkind- und Babybereich geschätzt sind die Spielsachen aus unserer Kategorie „Holzspielzeug pur“, also komplett unbehandelte oder nur mit Pflanzenölen behandelte Holzspielzeuge. Großer Beliebtheit erfreuen sich neben den klassischen Holzspielzeugen nach der Waldorf- und Montessori-Pädagogik vor allem unsere Bücher. Auch unser Kinder- und Sachbuchsortiment wählen wir mit viel Sorgfalt aus. Das heißt vor allem, dass der Inhalt altersgerecht ist, dass das Buch einen pädagogischen Wert hat und dass die Illustrationen kindgerecht sind. Sie finden bei uns aber auch gute Dinge für Schulkinder – etwa wunderschöne, schlichte Schulranzen aus rein pflanzlich gegerbtem Bio-Leder, Brotboxen und Trinkflaschen aus Edelstahl oder hochwertige Lernmaterialien.

Woraus bestehen dann Ihre Kuscheltiere oder auch die Spielzeugautos?

Die Kuscheltiere und Stoffpuppen bestehen alle aus Bio-Baumwolle bzw. Bio-Baumwollplüsch. Gefüllt sind sie mit unterschiedlichen Materialien und richten sich damit an die Bedürfnisse des Kindes. Es gibt Kuscheltiere, die mit Schafwolle gefüllt sind, eines hat sogar eine Dinkelspelz-Füllung. Diese richten sich an alle, die reines Naturmaterial bevorzugen. Es gibt aber auch einige Kuscheltiere und Stoffpuppen, die mit antiallergischer Polyesterwatte gefüllt sind – sie lassen sich besser in der Maschine waschen und sind für Kinder geeignet, die unter Allergien leiden und für Familien, die vegan leben.

Unsere Spielzeugautos sind aus unterschiedlichem Holz – wunderschön gemasertes Eschenholz, Ahorn- und Buchenholz. Wir haben aber auch Metallautos im Sortiment, die aber erst für Kinder ab drei Jahren geeignet sind.

Wo wird das Spielzeug produziert und ist die Lieferkette für Sie transparent?

Unsere Spielzeuge werden vor allem in Deutschland und in anderen europäischen Ländern produziert – und hier liegt auch der klare Fokus, den wir setzen. Es gibt aber auch einige Artikel, die in Asien hergestellt werden. In diesen Fällen haben die Firmen aber ein eigenes Qualitätsmanagement vor Ort, das die Qualität der Waren und Herstellungsbedingungen überwacht. Ein Beispiel sind unsere wunderschönen, großen Bio-Mulltücher für Babys, die in Indien hergestellt werden, aber durch den GOTS-Prozess eine komplett transparente Herstellungs- und Lieferkette haben. Und um auch unser eigenes Unternehmen in diese Reihe einzugliedern, lassen wir uns derzeit gerade selbst Bio-zertifizieren.

Spielt das Thema nachhaltige Spielzeuge Ihrer Meinung nach eine große Rolle in unserer Gesellschaft? Wie weit ist das Wissen über „grünes Kinderspielzeug“ verbreitet?

Das Thema wird zunehmend wichtiger in unserer Gesellschaft. Das liegt in der immer höheren Aufklärung der Gesellschaft durch kritischen Journalismus und Verbraucherschutz-Magazine wie Ökotest oder Stiftung Warentest. Letztere berichten regelmäßig über Schadstoffe, die leider immer wieder in Kinderspielzeugen gefunden werden. In diesem Sinne entscheiden sich immer mehr Menschen für einen gesunden und nachhaltig-ökologisch geprägten Lebensstil. Hier heißt es häufig „Weniger ist Mehr“, da man für Lebensmittel, Kleidung und auch Spielzeug in Bio-Qualität einfach mehr ausgeben muss. Ich denke aber, dass dieses Umdenken zu einem gesunden Maß in unserer Konsumgesellschaft sehr wertvoll ist. Ökologisches Kinderspielzeug ist sicherlich noch eine Nische, die aber zunehmend an Bedeutung gewinnt - zusammen mit dem Thema des pädagogischen Spielwerts.

Woran können sich Verbraucher orientieren, wenn sie ökologisches oder nachhaltiges Spielzeug suchen?

Man muss sich als Verbraucher schon ein wenig in das Thema hineinarbeiten, um verlässliche Orientierungspunkte und Kriterien zu finden. Diese Arbeit nehmen wir unseren Kunden durch unsere Recherchen und unsere strengen Auswahlkriterien ab. Zu nennen sind natürlich Siegel wie das renommierte „Spiel Gut“ Siegel des Ulmer Arbeitsausschusses Kinderspiel+Spielzeug, Testergebnisse von Ökotest und Stiftung Warentest, Bio-Zertifizierungen und das GOTS-Siegel. Aber auch eine klare Fokussierung auf deutsche und europäische Herstellerbetriebe sowie Naturmaterialien und die Zusammenarbeit mit vielen „Öko-Pionieren“, die bereits Jahrzehntelang im Bereich des ökologischen Kinderspielzeugs arbeiten und von der Pike auf wissen, worauf sie achten müssen, sind verlässliche Indikatoren.       

Vor welchen Herausforderungen stehen Sie aktuell zum Thema Nachhaltigkeit?

Es gibt zwei Themen, mit denen wir immer wieder zu tun haben. Das eine sind die vergleichsweise hohen Herstellungskosten für Produkte, die in Deutschland gefertigt werden. Das heißt, man muss den Wert solcher Produkte wirklich schätzen können – den hohen Anteil an Handarbeit in der Produktion etwa, die guten und fairen Arbeitsbedingungen, die kurzen, logistischen Wege und den Wert der wunderbaren Materialien wie Holz, Bienenwachs, Bio-Schafwolle, Pflanzenfarben etc.. Um diesen Wert hervorzuheben, berichten wir regelmäßig in unserem eigenen Echtkind-Blog über besondere Herstellerbetriebe und Manufakturen, damit wir ein Verständnis schaffen und unseren einzigartigen Produkten einen Raum geben können. Denn schließlich ist es die Werthaftigkeit und die Sorgfalt des Handwerks, die unsere Kinder – bewusst oder unbewusst – im Umgang mit guten Dingen wahrnehmen und verinnerlichen. In unserer Welt, in der Schnelllebigkeit, Plastik-Konsum und billige Fertigung nach wie vor stark präsent sind, ist die Vermittlung solcher Werte an die Kinder etwas, das sie für ihr ganzes Leben prägen kann.

Das zweite Thema ist das Verständnis der Verbraucher für Naturmaterialien, das noch ein wenig weiterwachsen darf. Beispielsweise ist der Bruch von Holz, Maserungen oder Astlöcher kein Merkmal für eine schlechte Qualität. Denn Holz ist ein lebendiger Werkstoff, der draußen in der Natur wächst und im Wachstum zahlreichen Naturphänomenen wie Wind, Regen, Sonne, Kälte etc. ausgesetzt ist. So trägt das Holz als reines Naturprodukt immer einzigartige Spuren in sich, die während des Baumwachstums entstehen und die dann in die daraus gefertigten Holzspielzeuge eingehen, so dass jedes einzelne Teil ein Unikat ist. Maserungen, Strukturen, farbliche Unterschiede, manchmal sogar Astlöcher legen Zeugnis darüber ab und sind damit ein Qualitätsmerkmal und kein Mangel. Da Holz zwar robust, aber nicht unzerbrechlich ist, kann es durchaus passieren, dass Teile abbrechen, wenn Holzspielzeug umfällt oder herunterfällt. Auch dies liegt nicht an einer schlechten Verarbeitung oder unsauberen Arbeit in der Herstellung, sondern ist dem Holz als Werkstoff inhärent. Wir können das mit Porzellantellern vergleichen, für die man aufgrund des wertigen Materials und der aufwendigen Fertigung viel Geld ausgeben kann, die aber dennoch beim Herunterfallen zerbrechen. Gleiches gilt auch für Holz. Das Gute am Holz ist aber, dass man es sehr leicht und nachhaltig reparieren kann. Ein paar Tropfen Holzleim, eine Klemme oder Schraubzwinge genügen, und das Spielzeug ist - wenn der Leim über Nacht getrocknet ist - wieder wie neu.

Verraten Sie uns, was es künftig Neues von Ihnen geben wird?

Gerne, denn wir freuen uns schon sehr darauf. Wir werden bald einen neuen Hersteller im Programm haben, der wieder ein echter Öko-Pionier ist: Die Firma HOLLE Babyfood aus der Schweiz. Holle hat als erster Weiterverarbeitungsbetrieb seit 1933 Erzeugnisse aus der biologisch-dynamischen Demeter-Landwirtschaft - heute der Bio-Zertifizierung mit den strengsten und umfassendsten Auflagen – verarbeitet. In diesem Sinne werden wir in Kürze die Babynahrung – Milchbrei, Getreidebrei, Milchpulver, Obst- und Gemüsegläschen und –Pouches etc. -  der Firma HOLLE bei uns anbieten.

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