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Leinen - der nachhaltige Trendstoff für heiße Sommertage

Leinen verkörpert Lässigkeit und Nachhaltigkeit in einem. Lies hier, warum dieser feingewebte Stoff ressourcenschonend und ein geschätzter Begleiter für den Sommer ist.

Leinen verkörpert Lässigkeit und Nachhaltigkeit in einem. Lies hier, warum dieser feingewebte Stoff ressourcenschonend und ein geschätzter Begleiter für den Sommer ist.

aktualisiert am 18.08.2022, erstveröffentlicht am 28.08.2019 | Ein Beitrag von Eveline Pacholski | Bild: Unsplash

Wenn die Temperaturen tagsüber jenseits der 30 Grad klettern und es selbst in der Nacht nicht abkühlt, erscheint jedes Stück Stoff am Körper als zu viel. Das muss aber nicht sein. Vor allem Naturstoffe, wie unter anderem Baumwolle und Leinen, avancieren an hitzigen Tagen zu idealen Begleitern. Speziell Leinen punktet außerdem noch mit der daraus entstehenden legeren Optik und seiner Nachhaltigkeit.

Wir erklären dir im Folgenden, wie Leinen gewonnen wird, warum der Stoff eine bessere Ökobilanz als Baumwolle hat und was ihn darüber hinaus noch auszeichnet.

Was ist Leinen überhaupt?


Die Stängel der Flachspflanze (Bild: pixabay).

Das deutsche Wort leitet sich aus dem Lateinischen ab: "linum" steht da für "Flachs". Der Flachs wiederum gehört weltweit zu den ältesten Pflanzengattungen und ist für die Gewinnung von Leinen unersetzlich. Der Stängel ist es nämlich, welcher die Fasern abgibt, die später zu Leinenkleidung verarbeitet werden. Schon beim Flachs zeigt sich übrigens der erste Grund, warum Leinen eine sehr gute Ökobilanz hat: die Pflanze benötigt wesentlich weniger Wasser als Baumwolle. 

Das ist wenig überraschend, lässt sich deren Herkunft über mehrere Jahrtausende bis nach Ägypten zurückverfolgen. Gleichermaßen ist der Flachs generell pflegeleichter. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass chemische Herbizide beim Anbau erforderlich sind. Im direkten Vergleich zwischen den Naturstoffen ist Leinen gegenüber der Baumwolle also noch nachhaltiger und umweltfreundlicher.

Warum gilt Leinen heute als Trendstoff?


Leinen ist feingewebt und hat eine gute Ökobilanz (Bild: Unsplash).

Unbeliebt war Leinen nie. Dafür ist der Stoff schlichtweg viel zu praktisch. Leinenfasern zeichnen sich durch eine Reihe von positiven Eigenschaften aus:

  • sie sind besonders zäh und reißfest
  • sie sind ausgesprochen langlebig
  • besitzen ein geringes Eigengewicht
  • ihr Volumen dehnt sich nicht aus, dadurch bleibt Leinenkleidung sehr atmungsaktiv
  • Leinen ist antistatisch und bietet Bakterien keinen Nährboden
  • Leinenkleidung bleibt flusenfrei und weist Schmutz ab

Anhand der Eigenschaften lässt sich schon deutlich ablesen, warum Leinen jeden Sommer aufs Neue zum angesagten Trendstoff avanciert. Die daraus produzierten Kleidungsstücke lassen genügend Luft an den Körper und sorgen im Gegenzug dafür, dass die durch das Schwitzen entstandene Luftfeuchtigkeit in die Umgebung abgeführt wird. Gepaart mit dem geringen Eigengewicht entstehen Kleidungsstücke, die im Sommer luftig leicht wirken, sich flexibel kombinieren lassen und außerdem robust genug sind, um das eine oder andere Abenteuer zur schönsten Jahreszeit unbeschadet zu überstehen.

Eine weitere Eigenschaft von Leinen soll der Fairness gegenüber anderen Stoffen nicht unerwähnt bleiben. Die große Stärke, nämlich das geringe Volumen und die dünne Beschaffenheit der Faser, resultiert in einem Nachteil: die Kleidungsstücke knittern sehr schnell und müssen regelmäßig gebügelt werden. Ausgeglichen wird das ein wenig durch die unkomplizierte Beschaffenheit. Große Hitze oder Luftfeuchtigkeit verschleißen das Material nicht. Beim Bügeln kann man also nicht wirklich etwas falsch machen.

Farblich müssen keinerlei Abstriche in Kauf genommen werden. Modische Kleidung aus Leinen für Damen gibt es in vielen unterschiedlichen Farben, mit aufregenden Mustern und eingearbeiteten Details. Für Detailverliebte kommt der Naturstoff daher ebenfalls in Frage. Die dünnen Fasern sorgen dafür, dass die Kleidungsstücke eine sehr charakterstarke Struktur gewinnen. Damit können sie sehr einfach kombiniert werden, am besten aber zu anderen Kleidungsstücken. Von Kopf bis Fuß in Leinen gehüllt, lässt sich die Sommerhitze sogar besser als ganz ohne Kleidung ertragen. Die Fasern schützen den Körper vor direkter Sonneneinstrahlung und haben einen kühlenden Effekt, sind aber weiterhin luftig leicht. 

Perfekt kombiniert: stylisch mit Leinen durch den Sommer

In südlichen Gefilden zählen Kleidungsstücke aus Leinen zur Grundausstattung. Ihre etwas knitteranfällige Struktur wird beispielsweise in Italien auch gar nicht als Nachteil erachtet: so wirkt das Outfit gleich viel persönlicher und lässiger. Generell harmoniert Leinen mit allem, was Sommer, Sonne und Urlaubsgefühle zum Ausdruck bringt. Eine schwere Jeans oder die Lederjacke sind also keine natürlichen Sympathisanten von Leinenkleidung.


Kleidung aus Leinen ist beliebt und verleiht einen lässigen Look (Bild: Isabela Kronemberger, Unsplash).

Stattdessen empfehlen sich bequem geschnittene Hosen, weite, luftige Röcke und leichtes Schuhwerk. Wer es etwas formaler möchte, greift zum entspannten Leinen-Blazer, der über einem Crop-Top oder einer Leinen-Bluse getragen wird. Für authentisches Beach-Feeling kommen Jumpsuits oder lange Kleider aus Leinen in Frage. Sie schützen den Körper zuverlässig vor direkter Sonneneinstrahlung, verkörpern aber immer noch die lockere Optik der Naturfaser. Da Farben auf Leinen oftmals weniger knallig als auf Baumwolle zur Geltung kommen, sind "muted" Farbtöne besonders angesagt - eine leicht ausgeblichene Farbe hat außerdem den Vorteil, dass die UV-Strahlen daran noch besser abperlen. 

Für etwas abgekühlte Sommernächte kommen Strickjacken oder Boleros in Frage. Sie können aus Leinen oder aber aus Baumwolle beschaffen sein. Wichtig ist darauf zu achten, dass alle Kleidungsstücke einen strukturierten (keinen komplett glatten/flachen) Stoff besitzen, um das Leinen perfekt zu komplementieren.

Fazit - Leinen ist mehr als ein Trendstoff

Die biologisch abbaubare Naturfaser kann als Kleidungsstück vielseitig kombiniert werden und verleiht mit seiner leichten Knitteroptik einen lässigen Look.
Der Stoff eignet sich aber nicht nur als Kleidung, sondern hübscht in Form von Bettwäsche auch Schlafzimmer auf oder kann als Geschirrtuch auch in der Küche dienen. 
Mit all seinen praktischen Eigenschaften, insbesondere seiner guten Ökobilanz und Langlebigkeit, ist Leinen ein zeitloser Begleiter für den Sommer.

 

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