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Naturseife aus türkischer Tradition – im Gespräch mit BANYÔ

PRODUKTNEUHEIT | Eine alte türkische Tradition zur Reinigung des Körpers und der Seele mit bewusstem und nachhaltigem Konsum verbinden – genau das bietet BANYÔ. 

PRODUKTNEUHEIT | Eine alte türkische Tradition zur Reinigung des Körpers und der Seele mit bewusstem und nachhaltigem Konsum verbinden – genau das bietet BANYÔ. 

05.12.2022 | Ein Interview geführt von Katrin Baumann und Philipp Schreiner | Bild: BANYÔ

Egal ob Seifen, Badesalze oder Peelingschwämme – wir benutzen so einige Produkte für unsere Körperhygiene. Allerdings enthalten viele dieser Produkte chemische Stoffe, welche unsere Haut reizen können. Eine Alternative wären Produkte mit pflanzlichen Inhaltsstoffen. Genau solche biete BANYÔ an. 

Die Produkte von BANYÔ sind zudem aus nachhaltiger Produktion. Diese findet in einer Familienmanufaktur in der Türkei statt. Durch die aus Olivenöl bestehenden Seifen wahrt BANYÔ außerdem eine türkische Tradition, welche bis heute in öffentlichen Badehäusern, sogennanten Hamams, gepflegt wird. Melda Yilmaz ist Gründerin und CEO von BANYÔ und verbindet diesen Begriff mit ihrer Kindheit. Was genau hinter dem Namen steckt, wie Nachhaltigkeit im Unternehmen konkret aussieht und noch mehr erzählt uns Melda im Interview.  

LifeVERDE: Liebe Melda, wofür steht die Marke BANYÔ und welche Produkte erwarten uns in eurem Online-Shop und euren Stores?

Melda Yilmaz: BANYÔ steht für handgemachte und faire produzierte Produkte mit dem Fokus auf ein plastikfreies Badezimmer. Es ist uns wichtig, dass unsere Kund:innen den plastikfreien Konsum auf eine schöne, luxuriöse und entschleunigende Weise wahrnehmen können. Wir stehen für langsamen und sozial nachhaltigen Konsum. Hauptsächlich besteht unser Sortiment aus handgemachten Seifen. Wir achten darauf, dass wir maximal 5 bis 7 Inhaltsstoffe verwenden und diese in höchster Qualität. So besteht die Basis unserer Seifen aus Tafelolivenöl. 

“BANYÔ” ist türkisch und bedeutet übersetzt “Bad”. Wir sind neugierig: Welche Geschichte steckt hinter dem Namen des Unternehmens?

Ich bin mit dem Begriff schon großgeworden. Wenn meine Mutter uns früher baden wollte, hat sie immer gesagt “komm, wir machen ein BANYÔ"! Der Begriff „BANYÔ“ ist schon ein sehr alter Begriff und in vielen Sprachen vertreten. Ob im Spanischen, Portugiesischem oder auch in anderen Sprachen gibt es immer eine abgewandelte Version von „BANYÔ“. Mir war es sehr wichtig, den Namen der Brand so einfach wie möglich zu halten, aber er sollte jedem/jeder irgendetwas sagen. 

Flaschen, Tuben, Tiegel: Eine große Menge an Plastikmüll fällt täglich im Bad an. Wie versucht ihr hier Abhilfe zu schaffen?

Wir sind der Überzeugung, dass man gar nicht viel braucht, um die tägliche Körperpflege ohne Plastik durchzuführen. Wir haben die Seife im Endeffekt nicht neu erfunden, sondern in ein neues Szenario gesetzt, also attraktiver gestaltet. Wir haben die Seife den Bedürfnissen der heutigen Zeit angepasst und haben eben auch so ausgefallene Produkte wie Kurkuma Seife oder Vulkanerde Seife erfunden. 

Wir haben neben den Seifen aber auch feste Shampoos entwickelt und Gesichtsseifen, die also sowohl in der Haarpflege als auch in der Gesichtspflege oder Gesichtsreinigung eine Alternative zu unseren herkömmlichen Drogerie Produkten bieten kann.

Für welche Hauttypen sind eure Seifen geeignet und worauf sollte man beim Kauf achten?

Wir verwenden neben dem Tafelolivenöl maximal 5 bis 7 Inhaltsstoffe und auch für den Duft kein Parfum, sondern zertifizierte ätherische Öle. So sind unsere Seifen alle auch für Kinder oder allergische Hauttypen geeignet. Von der Kurkuma Seife bis hin zur Schwarzkümmel Seife haben die Wunderstücke alle unterschiedliche Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen, zu denen man im Store beraten wird und Online-Shop einiges an Informationen findet. Man muss sich einfach mal trauen Seife alternativ zum Duschgel auszuprobieren, das ist viel angenehmer als man denkt und pflegt unglaublich gut. 

Wie werden eure Seifen hergestellt und inwiefern spielt Nachhaltigkeit dabei eine Rolle?

Unsere Seifen werden in dritter Generation in einer familiengeführten Manufaktur in der Türkei hergestellt. Wir sind diesen Sommer mit dem ganzen Team auch vor Ort gewesen und haben dort 2 wundervolle Tage verbracht. Die Produktion steht inmitten von Olivenhainen und versprüht eine wundervolle Energie. Das ermöglicht uns, viele unserer Inhaltsstoffe direkt aus dem eigenen Anbau zu beziehen. Vom Olivenöl bis zum Lavendel und der Eselsmilch können wir also alles aus nächster Umgebung beziehen. So können wir schon in der Produktion lange und komplexe Lieferwege vermeiden und Emissionen sparen. Wir kennen also sozusagen auch den Esel, der für die Eselsmilch in den Seifen sorgt, beim Namen. Unsere Mission ist es, zu zeigen, dass ein eigentlich altes Produkt und eine jahrhundertealte Tradition die Lösung für viele heutige (Haut)Probleme sein können. 


Von Aktivkohle bis Sheabutter – BANYÔ bietet Seifen in vielen verschiedenen Ausführungen an (Bild: BANYÔ). 

Abgesehen von der ökologischen Nachhaltigkeit engagiert sich BANYÔ auch sozial. Kannst du uns mehr dazu erzählen?

Wir kooperieren schon seit der Gründung mit der Hilfsorganisation „Mor Salkım”. Mit ihnen zusammen stellen Frauen eines Frauenhauses in der Türkei für uns die BANYÔ Handmade Kollektion her. So können sie sich ein eigenes Einkommen verdienen und mehr Unabhängigkeit sichern. Das hat einen großen Vorteil: Wenn wir wachsen, wachsen eben auch diese Projekte. Hier ist unser Wunsch, die Kooperation in Zukunft mit weiteren Kollektionen und Produkten auszubauen. Außerdem hatten wir im letzten Jahr die Möglichkeit, die BANYÔ Cleaning Touren ins Leben zu rufen. Dabei haben wir ehrenamtlich öffentliche Plätze gereinigt und Goodies von BANYÔ als kleine Belohnung verteilt. Dabei wollten wir darauf aufmerksam machen, dass Nachhaltigkeit und Umweltschutz schon im Alltag beginnen.

Ihr habt mittlerweile zwei Stores in Bonn und Köln eröffnet. Was hat euch zu diesem Schritt bewegt?

Wir haben mit einem Online-Shop und auf Märkten angefangen und schon von Anbeginn haben uns viele Kund:innen gefragt, ob wir nicht auch Stationär irgendwo vertreten sind. So durften wir trotz Covid 2021 unsere Visionen gleich in zwei lokalen Stores tragen und dort den ganzen BANYÔ Spirit in ein Einzelhandelskonzept bringen. Jeder Besuch bei uns im Store soll unseren Kund:innen einen kleinen Exit aus der schnelllebigen Welt ermöglichen. Wir wollten einen achtsamen, entschleunigenden Moment zwischen ätherischen Ölen und pflegenden Seifen erschaffen und so sind unsere Stores zu kleinen Hamam Erlebnissen mitten in der Stadt geworden. 

Als junges Start-up befindet ihr euch noch am Anfang eurer Reise. Welche Visionen verfolgt ihr für die Zukunft?

Unser Ziel ist es, denn großen Einzelhandelsketten vorzumachen, dass es auch als nachhaltige und plastikfreie Brand funktioniert und möglich ist einen Store komplett plastikfrei zu betreiben. Wir arbeiten derzeit schon sehr aktiv an B2B Kooperationen und können uns außerdem vorstellen, unsere Produkte in Einkaufszentren oder der Hotellerie anzubieten, die ganzheitliche oder plastikfreie Konzepte verfolgen wollen. Unser Ziel dabei ist, die Reichweite unserer Vision noch zu vergrößern und in ganz Deutschland vertreten zu sein. Denn je mehr BANYÔ wächst, desto größer werden auch unsere sozialen Projekte und unser Impact – das ist das tolle daran! 

 

Vielen Dank für das Interview, liebe Melda!

Dir schwebt nun auch noch eine Frage im Kopf, die du gerne an konifez stellen möchtest? 

Dann schreib sie in die Kommentare – wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

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