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Genehmigt heißt noch lange nicht gebaut

ADVERTORIAL I Genehmigungen sind längst nicht mehr das größte Hindernis der Energiewende. Immer häufiger scheitern fertig geplante Windparks an der Finanzierung. Warum Eigenkapital, Bürgerenergie und Repowering jetzt zu den entscheidenden Faktoren werden – und weshalb die Energiewende heute vor allem in der Bank entschieden wird.

ADVERTORIAL I Genehmigungen sind längst nicht mehr das größte Hindernis der Energiewende. Immer häufiger scheitern fertig geplante Windparks an der Finanzierung. Warum Eigenkapital, Bürgerenergie und Repowering jetzt zu den entscheidenden Faktoren werden – und weshalb die Energiewende heute vor allem in der Bank entschieden wird.

20.07.2026, Advertorial - Bild: Prokon/Vitali Palianski

 

Die Energiewende hat ein neues Problem – und es sitzt nicht mehr im Amt, sondern in der Bank

In Schleswig-Holstein, unweit der Ostseeküste, stehen acht Windräder, die man getrost als Auslaufmodelle bezeichnen kann. Sie drehen sich seit fast zwei Jahrzehnten, liefern Strom, so gut sie können – und werden bald verschwinden. An ihrer Stelle sollen vier neue Anlagen entstehen, schlanker im Bestand, aber leistungsstärker: Aus 10,4 Megawatt werden 28. Der Windpark Horst IV ist eines von zwei Projekten, mit denen die Energiegenossenschaft Prokon zeigen will, wie Energiewende im Jahr 2026 tatsächlich funktioniert. Das zweite liegt bei Podelzig-Lebus in Brandenburg, nahe der polnischen Grenze: sechs neue Anlagen, 42 Megawatt.

Beide Vorhaben haben etwas, das in Deutschland lange als der eigentliche Flaschenhals der Energiewende galt: eine Genehmigung. Beide haben auch schon eine Ausschreibung gewonnen und eine fertige Bauplanung. Auf dem Papier könnte es losgehen. Und trotzdem stehen die Bagger noch nicht.


Bild: Prokon/Jacques Tarnero

Der Engpass hat sich verschoben

Es gehört mittlerweile zum Ritual der energiepolitischen Debatte, die Genehmigungsverfahren als Bremsklotz zu beklagen. Zu Recht, über viele Jahre hinweg. Bund und Länder haben reagiert, Verfahren beschleunigt, mehr Flächen ausgewiesen, Ausbauziele erhöht. Der Effekt ist messbar: Prokon allein hat im ersten Halbjahr 2026 Genehmigungen für mehr als 115 Megawatt neue Windkraft erhalten.

Nur: Eine Genehmigung ist ein Blatt Papier, kein Windrad. Zwischen dem Bescheid einer Behörde und dem ersten Kilowatt, das ins Netz fließt, liegt eine Wegstrecke, über die selten gesprochen wird – weil sie sich schlechter erzählen lässt als der Kampf gegen Bürokratie. Es ist die Frage, wer das Ganze eigentlich bezahlt.

Projektentwickler brauchen Eigenkapital, bevor eine Bank überhaupt über einen Kredit nachdenkt. Und genau das ist knapper geworden. Baukosten sind gestiegen, Zinsen auch, und Kapitalmärkte stellen heute andere Fragen an ein Windkraftprojekt als noch vor fünf Jahren. Das Resultat: Ein wachsender Stapel an Vorhaben, die technisch und rechtlich startklar sind – und finanziell in der Warteschleife hängen.

Jetzt in Windkraft investieren

Wenn Bürger zu Miteigentümern werden

An dieser Stelle kommt ein Modell wieder ins Spiel, das älter ist als der aktuelle Ausbau-Boom: die Energiegenossenschaft. Das Prinzip ist unspektakulär, fast schon altmodisch – viele bringen etwas Kapital ein, gemeinsam wird daraus die Eigenkapitalbasis, die einen Windpark überhaupt bankfähig macht.

Prokon ist mit rund 42.000 Mitgliedern eine der größeren Genossenschaften dieser Art in Europa, seit 2015 vollständig genossenschaftlich organisiert. Das Unternehmen deckt die komplette Kette ab: Projektentwicklung, Planung, Bau, Betrieb von Wind- und Solaranlagen sowie Batteriespeichern, dazu Direktvermarktung und Ökostromlieferung an Privat- und Gewerbekunden.

Was auf den ersten Blick nach Nischenmodell klingt, hat einen handfesten Nebeneffekt: Wo Anwohner selbst investiert sind, sinkt erfahrungsgemäß der Widerstand gegen neue Anlagen vor der eigenen Haustür. Bürgerenergie ist damit nicht nur Finanzierungsinstrument, sondern auch ein Stück Akzeptanzpolitik – leiser, aber wirksamer als jede Informationsveranstaltung.


Bild: Prokon/Jacques Tarnero

Repowering: der unterschätzte Hebel

Horst IV steht dabei stellvertretend für eine Strategie, die in der öffentlichen Debatte notorisch unterbelichtet bleibt: das Repowering. Viele der deutschen Windparks stammen aus einer Zeit, als eine einzelne Anlage kaum mehr als zwei Megawatt leistete. Die Technik von heute liefert ein Vielfaches – bei oft geringerer Anlagenzahl.

Der Charme dieses Ansatzes liegt in seiner Unauffälligkeit: keine neuen Flächen, kein neuer Streit ums Landschaftsbild, kaum neue Konflikte mit Anwohnern oder Naturschutz. Nur bestehende Standorte, die ihr eigentliches Potenzial endlich ausschöpfen. Netzanschluss und Infrastruktur sind ohnehin schon da. Wer den Ausbau beschleunigen will, findet hier eines der wirksamsten, aber am wenigsten diskutierten Werkzeuge.

Windkraft-Projekte ermöglichen

Eine Aufgabe fürs Kapital, nicht nur fürs Klima

Die Energiewende wird gern als Klimaprojekt verhandelt – zu Recht, aber zu eng gedacht. Tatsächlich geht es längst auch um Versorgungssicherheit, um Unabhängigkeit von Energieimporten und um die Frage, ob Unternehmen hierzulande künftig noch zu wettbewerbsfähigen Preisen produzieren können. Die nötigen Investitionen dafür gehen in die Milliarden, und sie betreffen nicht nur Windparks, sondern auch Photovoltaik, Speicher und ein Stromnetz, das mit alldem erst noch mithalten muss.

Genossenschaftliches Kapital wird diese Summen allein nicht stemmen. Aber es kann einen Teil davon mobilisieren – und dabei etwas leisten, was klassische Fondsstrukturen selten schaffen: regionale Wertschöpfung, die vor Ort spürbar bleibt, statt in einem anonymen Portfolio zu verschwinden.


Bild: Prokon/Christin Küster

Am Ende zählt nur, was steht

Die politische Debatte hat sich in den vergangenen Jahren stark auf Verfahren und Fristen konzentriert – auf das, was Ministerien und Behörden verändern können. Das war notwendig. Aber es greift zu kurz, wenn die eigentliche Engstelle heute woanders liegt: bei der Frage, wer die Rechnung für den Umbau des Energiesystems vorstreckt.

Projekte wie Horst IV und Podelzig-Lebus zeigen, dass die Pipeline gut gefüllt ist. Ob daraus tatsächlich Windräder werden, die Strom liefern, entscheidet sich nicht mehr in einer Genehmigungsbehörde, sondern in der Frage, ob genug Kapital zusammenkommt – und wer bereit ist, es einzubringen. Die Energiewende, so viel lässt sich heute sagen, wird nicht auf dem Papier gewonnen. Sie wird auf der Baustelle entschieden.

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