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Fasten von A bis Z – Alles was du wissen solltest

Intervallfasten, Saftfasten, Heilfasten…. Das Fasten ist inzwischen in aller Munde und wird immer häufiger auch in deinem Familien-, Bekannten- oder Freundeskreis praktiziert? Du möchtest ebenfalls erfahren, was es beim Fasten alles zu beachten gibt? Dann bist du hier genau richtig.

Intervallfasten, Saftfasten, Heilfasten…. Das Fasten ist inzwischen in aller Munde und wird immer häufiger auch in deinem Familien-, Bekannten- oder Freundeskreis praktiziert? Du möchtest ebenfalls erfahren, was es beim Fasten alles zu beachten gibt? Dann bist du hier genau richtig.

16.07.2020 I Ein Beitrag von Dorothea Meyer

Fasten oder auch Nahrungsrestriktion ist viel mehr als nur eine Diät oder der Wunsch danach schnellstmöglich die Pfunde zu verlieren. Es bringt einige erstaunliche gesundheitsfördernde Resultate mit sich, über die sich viele noch gar nicht bewusst sind. Du bist daran interessiert einmal selbst das Fasten zu versuchen, weißt aber nicht, welche Methode für dich geeignet ist, was du alles zum Fasten benötigst und welche Erfahrungen man beim Verzicht auf zu viel oder Nahrung generell überhaupt macht? Dann bist du hier genau richtig, denn wir verraten dir alles, was du über das Fasten wissen solltest.

Fasten – was ist das überhaupt und was sind die Vorteile?

Zu fasten ist mehr als nur „nicht zu essen“ auch, wenn die pauschale Definition des Fastens erst einmal nur bedeutet, freiwillig auf feste Nahrung und jegliche Genussmittel für einen bestimmten Zeitraum oder einen Tagesabschnitt zu verzichten. Inzwischen gibt es aber verschiedene wissenschaftliche Studien und Forschungen, die sich mit dem Fasten auseinandergesetzt und die Vorteile des Nahrungsverzichts aufgedeckt haben.


Denn durch das Fasten hat der Körper die Energie sich zu regenerieren, indem er verschieden biochemische Reaktionen auslöst, die er bei normaler regelmäßiger Essenszufuhr gar nicht aktivieren kann, weil er mit anderen Prozessen wie zum Beispiel Verdauung und Stoffwechsel vollends beschäftigt ist. Durch die ausgelösten Reaktionen werden bestimmte Reinigungsmechanismen angeregt, die im Körper mal so richtig Klarschiff machen. Außerdem kann das Fasten nachweislich Entzündungen hemmen, den Bluthochdruck senken und laut neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse sogar bei Krebserkrankungen helfen (gibt es hier eine qualitative Quelle, auf die du verweisen kannst?). Damit unterscheidet sich das Fasten in dem Sinne auch von einer Diät. Denn hier geht es nicht per se um das Verlieren von Gewicht, sondern viel mehr um das Entgiften, Reinigen und Regenerieren des Organismus. Weil der Körper beim Fasten schneller auf die Fettverbrennung umschwingt, hat der ausgelöste Fasten-Stoffwechsel außerdem positive Effekte, die bis zur Neurogenese oder der Neubildung von Gehirnzellen reichen können.

Die Möglichkeiten des Fastens sind jedoch divers. Vorab solltest du dir daher überlegen, welche Methode du wählen möchtest. Wir stellen dir hier einmal kurz alle Arten vor und gehen anschließend näher auf die Buchinger-Methode und unsere Fastenerfahung mit ihr ein.

Finde deine Fasten-Methode – Die 9 gängigsten Formen zu Fasten:

  • Intervallfasten: Zählt zu den beliebtesten Methoden und ist gut für Fasten-Anfänger*innen geeignet, denn gefasten wird nur in einem bestimmten Zeitintervall wie zum Beispiel 16:8. Das heißt 16 Stunden wird gefastet und 8 Stunden darf normal gegessen werden.

    Es kann also zum Beispiel das Frühstück nach hinten verschoben oder auf das Abendessen verzichtet werden. Eine weitere Möglichkeit des Intervallfastens ist es 2 Tage in der Woche zu fasten, während die restlichen Wochentage normal gegessen wird. Eine Methode, die auch nach ein wenig Eingewöhnungszeit gut im Alltag angewendet werden kann.
     
  • Heilfasten nach Buchinger: Diese Methode ist schon 100 Jahre alt und wurde von Otto Buchinger erfunden, der damals selbst fastete um sein Gelenk-Rheuma zu heilen – mit Erfolg!

    Du beginnst also erst einmal mit 2 Entlastungstagen, an denen du deinen Körper darauf einstellst, dass er in den nächsten Tagen weniger bzw. keine Nahrung zugeführt bekommt. Hier gibt es bereits eine kalorienreduzierte Kost und es wird auf Genussmittel und tierische Eiweiße verzichtet. Du kannst hier zum Beispiel Säfte und gekochtes Gemüse sowie Haferbrei zu dir nehmen.

    Zum Start der Darmsanierung nimmst du Glaubersalz oder Bittersalz ein. Auf natürliche Abführ-Methoden hinweisen und erkäutern warum das so wichtig ist. Im weiteren Verlauf der Fastenzeit kannst du regelmäßig Darmeinläufe machen, um den Darm so richtig sauber zu machen.

    Das Heilfasten kann individuell ohne die Entlastungs- und Aufbautage ca. 5 bis 10 Tage praktiziert werden, während dieser nur flüssige Nahrung in Form von Obst- und/oder Gemüsesäften, Kräutertees oder Gemüsebrühen eingenommen werden dürfen. Währenddessen werden ausreichend Bewegung wie zum Beispiel Ausdauersport, Leberwickel und ausreichend Entspannung empfohlen. Es macht also Sinn sich während dieser Tage Urlaub zu nehmen.

    Das Fastenbrechen wird dann durch 2 bis 3 Aufbautage eingeleitet. Hier ist Schonkost angesagt, denn deine Verdauung muss sich erst wieder an feste Nahrung gewöhnen. Vegetarische Kost, gedünstetes Obst und Gemüse sind dabei angebracht, um den Körper nach und nach an mehr Kalorien zu gewöhnen.

    Mit dieser Methode soll der Körper gereinigt und die körpereigenen Selbstheilungskräfte angeregt werden. Es ist eine geistig-spirituelle Erfahrung, die sowohl den Körper, die Seele als auch den Geist betrifft.
     
  • Modifiziertes Fasten: Eine nicht zu strenge Methode bei dem du deinem Körper noch einige wenige Vitalstoffe in Form von Proteinen zufügst, um den möglichen Abbau der Muskelmasse zu verringern. Während der Fastenzeit, die in der Regel ein bis drei Wochen dauert, werden also neben Tees, Wasser und Brühen auch Proteine in Form von Shakes oder Präparaten eingenommen.

    Währenddessen ist eine moderate Bewegung als auch der Verzicht auf Nikotin, Alkohol, Kaffee und Zucker wichtig. Begleitend wird ebenfalls die Darmreinigung mittels Einläufen oder Bittersalzen angeregt.
     
  • Basenfasten: Eine Methode, die bereits seit mehreren Jahrhunderten angewendet wird und zur Regulierung des Basen-Säuren-Haushalts dient. Denn zu viel Weißmehl, Zucker und frittierte Speisen führen langfristig zur Übersäuerung des Körpers.

    Währen des Basenfastens sind nur Lebensmittel erlaubt, die einen basischen pH-Wert haben. Das sind vor allem Obst und Gemüse aber auch Vollkorngetreide, Nüsse und Samen. Alle säurebildenden Lebensmittel wie zum Beispiel Alkohol, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Kaffee, Süßigkeiten usw. werden strikt vermieden. Diese Lebensweise kann mehrere Wochen als auch mehrmals im Jahr durchgeführt werden und hilft nicht nur bei der Gewichtsreduktion, sondern auch bei einer langfristigen Ernährungsumstellung.
    Eine gute Methode für Fasten-Einsteiger als, da nicht gänzlich auf Nahrung verzichtet wird und der Körper trotzdem einen heilenden Reinigungseffekt erfährt.
     
  • Tee- oder Wasserfasten: Die wohl extremsten Fastenmethoden sind die ausschließliche Aufnahme von Wasser und/oder Kräutertees. Nicht ohne Grund heißt sie auch die Nulldiät. Alles andere ist Tabu. Nach den Aufbautagen an denen schon auf jegliche Genussmittel und zu viel Essen verzichtet wird, gibt es bis zu fünf Tage lang täglich drei Liter Wasser/ Kräutertees. An jedem zweiten Tag sollte der Darm durch Einläufe geleert werden. Nach dem Fastenbrechen sollte der Körper mit entsprechenden Aufbautagen langsam wieder an feste Nahrung gewöhnt werden. Tee- und Wasserfasten ist grundsätzlich sehr ähnlich dem Heilfasten nach Buchinger. Außer, dass hierbei selbst der tägliche Saft oder die Gemüsebrühe ausfallen.

    Man sagt, dass sich der Körper durch diese Extremmethode voll und ganz auf die innere Reinigung konzentrieren kann und Giftstoffe sowie Schlacken ausleitet. Achtung: Hier ist der Gewichtsverlust besonders hoch. Wer tendenziell schon recht schlank ist und/ oder zu Untergewicht neigt, sollte eine andere Fastenmethode wählen!


     
  • Saftfasten: Neben Wasser, Tee und Gemüsebrühe gibt es beim Saftfasten nur eines: frisch gepressten Saft. Feste Nahrung ist tabu. Die beliebteste Heilfastenmethode dauert in der Regel drei bis neun Tage. Unter ärztlicher Aufsicht können auch bis zu drei Wochen gefastet werden.

    Erlaubt sind alle möglichen Varianten an Frucht- und Gemüsesäften. Hier kannst du entweder selbst Säfte mixen oder aber bei Anbieter*innen wie zum Beispiel Yuicery deine Säfte vorab problemlos nach Hause bestellen. Getrunken werden mehre Säfte über den Tag verteilt in kleinen Schlücken. Am Anfang der Fastenzeit gilt auch beim Saftfasten erstmal den Darm mit Bittersalzen zu reinigen und nach dem Fasten Schritt für Schritt mit einigen Aufbautagen wieder an feste Nahrung zu gewöhnen.

    Die Kur ist ein echter Power-Boost, denn trotz des Verzichts auf feste Nahrung erhältst du durch die Mineralien, Vitamine und Spurenelemente in den Säften eine Menge Energie, regst die Selbstheilung an und regulierst Säuren und Basen in deinem Körper.
     
  • Früchtefasten: Eine eher sanfte und süße Methode, denn jede Mahlzeit besteht dabei aus Obst. Es wird also nicht gänzlich auf die Nahrungsaufnahme verzichtet und einige Gemüsesorten sind ebenfalls erlaubt.

    Meisten wird die Kur ca. eine Woche durchgeführt, darf aber auch bei ausreichender Gesundheit gerne bis zu 3 Wochen dauern. Während dieser Zeit werden drei bis fünfmal täglich Mahlzeiten in Form von Obst zu sich genommen. Begleitend dazu ist viel Wasser und Tee angesagt. So soll der Körper wieder in Schwung gebracht und Entgiftungsvorgänge angeregt werden. Darüber hinaus trägt das Früchtefasten auch zu einem Boost für das Immunsystem bei und reguliert wie beim Basenfasten den Säure-Basen-Haushalt. Außerdem kann trotzdem gegessen werden und es muss nicht komplett auf Nahrung verzichtet werden, weshalb sich das Konzept auch gut für Anfänger*innen eignet.
     
  • Schroth-Kur: Besteht aus einer Diät, Trink- und Trockentagen, Wickel und Packungen als auch moderater Bewegung. Bei einer kohlenhydrathaltigen vegetarischen Diät ohne viel Fette und Eiweiße wird zwischen drei Trockentagen jeweils mit zwei kleinen bis großen Trinktagen abgewechselt. An Trockentagen wird neben dem Essen nur ein halber Liter Flüssigkeit getrunken und an den Trinktagen bis zu 1,5 Liter. Hierbei sind neben Wasser, Tees und Fruchtsäften sogar auch trockene Weine erlaubt. 

    Auf dem Speisplan steht eine stark kalorienreduzierte Kost, die reizarm ist und hauptsächlich aus Getreidebrei mit gekochtem Obst und Gemüse besteht. Gewürze, tierische Fette und Eiweiße sind tabu.

    Mit dieser meist dreiwöchigen Ernährungsweise soll ebenfalls die Entschlackung, Reinigung und die Entgiftung des Körpers angeregt werden, die durch regelmäßige Wickel und Packungen als auch dem Wechsel zwischen Ruhe und Bewegung noch stärker stattfindet. So können auch mit der Schroth-Kur verschiedene Beschwerden gelindert und die Selbstheilung aktiviert werden.


     
  • Mayr-Kur: Hier steht die Sanierung des Darms im Fokus, um verschiedene Verdauungsprobleme zu besänftigen und so das seelische und körperliche Wohlbefinden wiederherzustellen. Bereits vor Beginn der Kur sollte auf Alkohol, Kaffee, Zucker und tierische Produkte verzichtet werden.



    Anschließend beginnt die Kur mit einigen Tee-Wasser-Fasten Tagen, während der keine feste Nahrung zu sich genommen wird. Anschließend folgt die Milch-Semmel-Kur bei der morgens und abends ein trockenes Brötchen mit etwas Milch (alternativ auch Pflanzenmilch) eingenommen werden darf. So soll in Kombination mit gründlichem Kauen der Speichelfluss angeregt werden und zu einer vollständigen Verdauung verhelfen. Mit der anschließenden Ableitungsdiät stellt sich der Körper möglichst schonend durch viel Gemüse, reifes Obst, hochwertige fette und Eiweiße wieder auf eine normale Nahrungszufuhr ein.

    Diese Methode wird meist in stationären Kurhäusern bis zu vier Wochen durchgeführt und ist bei speziellen Vorerkranken, die den Magen-Darm-Trakt betreffen, sehr sinnvoll, da sie zur Förderung der Darmgesundheit beiträgt.

Fasten nach Buchinger – meine Erfahrung und Meinung

Auch ich habe mich an einer Form des Fastens versucht. Meine Wahl fiel dabei auf die oben beschriebene Buchinger-Methode. Ich habe dabei insgesamt fünf Tage komplett gefastet und auf feste Nahrung verzichtet. Davor und danach gab es jeweils zwei Entlastungs- und Aufbautage. Nachdem ich also nach den zwei Entlastungstagen, die bei mir aus Haferbrei, gekochtem Gemüse und Smoothies bestanden, mit dem Fasten anfing, war es die ersten zwei Tage schon hart. Man hat Hunger, fühlt sich schlapp, hat Kopfschmerzen und schwitzt bei Nacht. So war es zumindest bei mir und das kann auch bei jedem anders ausfallen. Aber ich sage euch, dass es sich lohnt am Ball zu bleiben, denn nach der 2 Tages-Hürde wurde es viel einfacher. Ich hatte kein Hungergefühl mehr, war fit, hatte gute Laune, einen erstaunlicherweise hervorragenden Geruchssinn und mein Hautbild verbesserte sich rasend schnell. Mein Körper begann also sich zu reinigen und zu entgiften. Ein tolles Gefühl!

Wenn man anfängt sich nach der etwas harten Phase besser zu fühlen, hat man unglaubliche Lust sich auch ausreichend zu bewegen. Hier ist Ausdauersport perfekt. Aber Vorsicht: Wenn doch schnell wieder ein Schlappheits- oder Schwächegefühl einsetzt dann lieber auf lange Spaziergänge zählen und sich etwas mehr Ruhe gönnen. Während des Fastens ist es wichtig, dass man abführt sowie Niere und Leber mit Hilfe von Wickeln entgiftet. Bei mir hat die Variante mit den Bittersalzen nicht so gut geklappt, weshalb ich jeden Morgen Einläufe gemacht habe. Das klingt schlimmer als es ist und man gewöhnt sich nach den ersten Malen schnell an die neuen Routinen. Ich glaube, dass das als auch die Entlastungstage enorm wichtig dafür sind, dass man sich letztendlich während des Fastens so gut und fit fühlt. Und auch während der Periode kann das Fasten übrigens wunderbar praktiziert werden. Ich glaube sogar, dass währenddessen der Körper noch stärker gereinigt wird.

Nach dem Fasten habe ich zwei Aufbautage gemacht und meine erste Mahlzeit war ein gedünsteter Apfel mit Zimt. Ich schwöre euch, das war das leckerste, was ich je in meinem Leben gegessen hatte, denn man nimmt so viel mehr Geschmäcker nach der Fastenzeit wahr. Allerdings war ich so schnell voll, dass ich nicht den kompletten Apfel geschafft habe. Vermutlich, weil der Magen während der Fastenzeit etwas geschrumpft ist. Mittags gab es dann jeweils Joghurt, Leinsamen und Apfelmus und abends dann gedünstetes Gemüse, um langsam wieder zu einer normalen Nahrungsaufnahme zurückzufinden. Danach lief eigentlich alles wieder ganz normal ab außer, dass ich mich nach dieser Zeit frischer und energetischer fühlte. Nicht nur körperlich, auch geistig!

Ich kann es jedem nur empfehlen, das Fasten einmal auszuprobieren. Zumal es viele verschiedene Methoden gibt, mit denen man sich selbst an die strengen Heilfasten-Prinzipien herantasten kann.

 

Lies auch: Fastenwandern auf Sylt

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Bilder: Unsplash, Pixabay



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