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Faire Smartphones: Mit dem richtigen Handy die Umwelt schützen

Neben den bekannten Smartphone-Anbietern gibt es mittlerweile auch nachhaltige Alternativen. Wir erklären euch, warum herkömmliche Handys oft problematisch sind und zeigen, was man als Verbraucher tun kann.

Neben den bekannten Smartphone-Anbietern gibt es mittlerweile auch nachhaltige Alternativen. Wir erklären euch, warum herkömmliche Handys oft problematisch sind und zeigen, was man als Verbraucher tun kann.

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15.06.2020 I Ein Beitrag von Svenja Kopp

Fast jeder hat heutzutage ein Smartphone und sieht man sich einmal um, fällt schnell auf, dass es immer wieder die gleichen großen Firmen sind, deren Handys gekauft werden. Dabei weiß man als Verbraucher gar nicht unbedingt, was eigentlich dahintersteckt. Die Hersteller halten sich bedeckt, was ihre Arbeitsbedingungen und ihren Einfluss auf die Umwelt angeht. Die Probleme, die so ein konventionelles Smartphone mit sich bringt, sind jedoch nicht zu vernachlässigen.

Was viele nicht wissen: In unseren Smartphones sind Ressourcen verarbeitet, die Kriege finanzieren und die Umwelt belasten. Da gibt es unter anderem seltene Erden, bei deren Verarbeitung radioaktives Abwasser entsteht oder auch sogenannte Konfliktrohstoffe wie Zinn und Tantal, die aus Kriegsgebieten stammen. Darüber hinaus sind die Arbeitsbedingungen kritisch und das Endprodukt bereitet dem Verbraucher in der Regel nur etwa zwei Jahre lang Freude. Dann ist es entweder defekt und nicht mehr zu reparieren oder es gibt etwas Besseres auf dem Markt. Doch es gibt auch Alternativen, die nachhaltig und fair produziert sind und die noch immer zu wenig Aufmerksamkeit bekommen.

Marktführer der fairen Handys sind zwei europäische Anbieter, zum einen das Fairphone mit Sitz in Amsterdam, zum anderen das Shiftphone aus Deutschland. Der auffälligste Unterschied zum herkömmlichen Smartphone: Beide Firmen setzen mit ihren Handys auf eine modulare Bauweise. Sie verkaufen nicht nur Handys, sondern auch eine Vielzahl an Ersatzteilen. So können defekte Einzelteile wie Kameras oder Akkus einfach ausgetauscht werden, ohne, dass das ganze Handy weggeworfen werden muss. Die Hersteller der nachhaltigen Handys legen außerdem Wert auf verantwortungsbewusste Materialbeschaffung, faire Arbeitsbedingungen und Transparenz. Und dabei sind die Handys nicht einmal teurer als vergleichbare Geräte.

Was ihr außerdem tun könnt: Alte Handys recyceln statt sie wegzuwerfen oder einzulagern. Viele werden ihn kennen, den einen Ort, an dem man alle seine aussortierten Handys aufbewahrt. Dort stauben sie ein und werden selten bis gar nicht mehr hervorgeholt. Dabei gibt es auch dazu eine simple und nachhaltige Alternative: Recycling. Tatsächlich können auch Handys recycelt und so Ressourcen geschont werden, indem noch brauchbare Teile wie Edelmetalle Einzug in ein neues Smartphone halten. Alte Handys kann man zum Beispiel an handysfuerdieumwelt.de, an die Telekom oder auch an Fairphone selbst schicken.

Faire Smartphones sind noch immer ein Nischenprodukt, aber sie müssen sich nicht hinter den großen Firmen verstecken. Sie können absolut mit ihnen mithalten und haben darüber hinaus einige Vorteile: Neben den Aspekten der Nachhaltigkeit und fairen Arbeitsbedingungen erleichtern sie auch dem Verbraucher das Leben. Durch ihre modulare Bauweise sind sie langlebiger und dementsprechend weitaus günstiger als ihre Konkurrenten. Es lohnt sich also, beim nächsten Handykauf auch den fairen Smartphones einen Blick zuzuwerfen und bis dahin die Handyschublade auszusortieren und alte Geräte zu recyceln.

 

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Symbolbild: Unsplash



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