EBikes, EScooter und ERoller versichern
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E-Bikes, E-Scooter und E-Roller versichern

Elektrofahrzeuge erobern die Stadt. Wir zeigen dir, wie und bei wem du E-Bikes, E-Scooter und E-Roller am besten versicherst.

Elektrofahrzeuge erobern die Stadt. Wir zeigen dir, wie und bei wem du E-Bikes, E-Scooter und E-Roller am besten versicherst.

28.06.2019 I Ein Beitrag von Annalena Bruse-Smith I Bild: pixabay

Das Thema der Elektromobilität dominiert seit einigen Monaten ganz klar in den Medien. Immer öfter fahren E-Bikes, E-Scooter und E-Roller an dir vorbei und du wunderst dich im ersten Moment noch, dass du sie nicht hast kommen hören. Vor allem in der Stadt sind sie eine nachhaltige Alternative, um kürzere Strecken zurückzulegen. Elektrofahrzeuge erobern im Sturm den Markt, doch sind sie momentan im Vergleich zum herkömmlichen Fahrrad oder Roller noch ganz schön teuer. Die richtige Versicherung eines solchen Elektromobils ist also ein immer größeres Thema für ihre Besitzer.

Wir haben uns die Fragen gestellt, aus welchen Gründen eine Versicherung sinnvoll wäre, wie so eine Versicherung genau aussieht und stellen außerdem eine Reihe an Versicherungsanbietern vor, deren Angebot in Zukunft das richtige für dein Elektromobil sein könnte.

E-Bikes

Bei den E-Bikes muss man zunächst zwischen verschiedenen Kategorien unterscheiden. Die Versicherung eines “Pedal Electric Cycles”, auch Pedelec genannt, ist z.B. nicht gesetzlich vorgeschrieben, da sie nur bis zu 25 km/h erreichen und weder eine Führerschein- noch eine Helmpflicht besteht. Anders sieht es bei den S-Pedelecs aus, denn diese können eine Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h erreichen und so benötigt man nicht nur einen Mofa-Führerschein, sondern auch einen Kfz-Haftpflichtschutz, da diese nicht von der Privathaftpflicht abgedeckt sind. Zwar wird der Begriff “E-Bike” oft für die verschiedenen Elektromodelle der Fahrräder verwendet, jedoch ist dies eine eigene Kategorie. E-Bikes können je nach Modell unterschiedliche Geschwindigkeiten erreichen, weshalb hier die gleichen Regeln, wie beim S-Pedelec gelten.

Der Haftpflichtverband der Deutschen Industrie erklärt, dass für S-Pedelecs, sowie E-Bikes eine “klassische Rollerversicherung” benötigt wird, bei der ein Versicherungszeichen ausgehändigt wird. Obwohl ein normales Pedelec nicht versicherungspflichtig ist, ist eine Haftpflichtversicherung dennoch nicht verkehrt, da diese dich versichert, falls du jemandem oder einem Gegenstand Schaden damit zufügst. Eine Hausratversicherung springt dann ein, wenn dein Pedelec, S-Pedelec oder E-Bike gestohlen wird.

Da es einen klaren Bedarf für sogenannte “E-Bike Versicherungen” gibt, bieten immer mehr Versicherungen diesen an. Meist übernehmen diese die Kosten von entstandenen Schäden und bieten in manchen Fällen sogar einen mobilen Reparaturservice an. Außerdem gibt es einen Diebstahlschutz, Schutz bei Beschädigung des Rads, sowie Kostenübernahmen von Defekten oder Produktionsfehlern. Eine etwas günstigere Versicherung startet bei der Ammerländer Versicherung, abhängig vom Kaufpreis des Rads, schon ab einem Preis von 67 Euro. Solltest du einen größeren Leistungsumfang benötigen, bekommst du diesen bei WERTGARANTIE ab 144 Euro. Auf eBikeNews findest du einen übersichtlichen Vergleich einiger Anbieter.

Coole Pedelecs, S-Pedelecs und E-Bikes gibt es übrigens von Gazelle, Diamant und Pegasus.

E-Scooter

Seit Kurzem wird in den Medien ausgiebig darüber diskutiert, wie sicher E-Scooter im Straßenverkehr sind und auch, ob sie Passanten in der Fußgängerzone möglicherweise gefährden könnten. Wenn dir für die Diskussion noch die passenden Argumente fehlen, dann schau doch mal bei unserem Artikel “E-Scooter mit Straßenzulassung – eine echte Alternative zum Auto” vorbei. Auch bei den E-Scootern stellt sich die Frage, ob und wie sie versichert werden sollten.

Der E-Scooter gehört zur Kategorie der “zweirädrigen Kleinfahrzeuge” und ist somit nach neuer Verordnung vom 15. Juni 2019 versicherungspflichtig. Genauso wie S-Pedelec und E-Bike benötigt ein E-Scooter also ebenfalls ein Versicherungskennzeichen als Versicherungsnachweis. Erreicht wird lediglich eine maximale Geschwindigkeit von 20 km/h und somit besteht keine Führerschein- oder Helmpflicht. Da E-Scooter zu den Kraftfahrzeugen gehören, übernimmt die private Haftpflichtversicherung in diesem Fall keine Kosten, weshalb für das Gefährt eine eigene Versicherung benötigt wird.

Die E-Scooter Haftpflicht gibt es vom Versicherungsanbieter die Bayerische bereits ab 21,80 Euro oder der DEVK ab 38, 40 Euro. Einen Vergleich der Versicherungen und ihrer Leistungen findest du auf CHECK24.

Die angesagtesten Roller findest du beim Hersteller des ersten modernen Tretrollers: micro, der übrigens in diesem Jahr noch den Microlino, ein elektrisches Rollermobil auf den Markt bringt. Weitere Infos dazu findest du in unserem Artikel “Der Microlino – umweltfreundlicher Fahrspaß mit dem neuen Rollermobil” auf Grüne Startups.de.

E-Roller

In Deutschland sind E-Roller gesetzlich dazu verpflichtet eine Kfz-Haftpflichtversicherung zu haben. Tatsächlich werden sie von Versicherungsanbietern meist noch wie herkömmliche Roller gehandhabt und es gibt nur wenige spezielle Versicherungen für E-Roller. 

Der E-Roller Hersteller Kito erklärt, dass das Versicherungskennzeichen eines E-Rollers jedes Jahr zum 1. März erneuert werden muss. Die Leistungen der verschiedenen Anbieter unterscheiden sich deutlich, denn für E-Roller kommen nicht nur die Haftpflichtversicherung, Teil- oder Vollkasko in Frage, sondern auch die neue “Elektrokasko”, in welcher die Versicherung des Akkus in den Leistungen enthalten ist. Empfohlen wird von Kito eine Teilkasko, die meist “Brand, Explosion, Hagel- und Sturmschäden, Blitzschlag, Überschwemmung, Kurzschluss, Diebstahl, Schäden durch Kollisionen mit Tieren aller Art” beinhaltet.

Passende Versicherungen gibt es von der HUK-COBURG bereits ab 29,50 Euro oder der Allianz ab 54 Euro.

Falls du noch nach dem perfekten Modell für dich suchst, dann schau doch mal bei den Deutschen Herstellern unu oder emco vorbei.

Unser Fazit

E-Bikes, E-Scooter und E-Roller sind eine nachhaltige aber auch oft teure Investition, die deine Wege in der Stadt umweltfreundlicher gestalten. Um auf mögliche Schäden, Defekte oder Diebstahl vorbereitet zu sein, ist es sinnvoll und in den meisten Fällen sogar gesetzlich vorgeschrieben, das Elektrofahrzeug zu versichern. Viele Versicherungen bieten bereits spezielle Angebote an, die mit großem Leistungsumfang und gar nicht so hohen Kosten verbunden sind. Die Versicherung kannst du übrigens ganz leicht online abschließen und dich meist schon am selben Tag auf dein Elektrofahrzeug schwingen und das Sommerwetter mit dem Wind in den Haaren genießen.

 

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