Die 7 Stolperfallen bei der Geldanlage
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Die 7 Stolperfallen bei der Geldanlage

Wie legen Sie Ihr Geld sinnvoll an und lohnt sich ein Investment in „saubere“ und „ethische“ Geldanlagen?

Wie legen Sie Ihr Geld sinnvoll an und lohnt sich ein Investment in „saubere“ und „ethische“ Geldanlagen?

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06.12.2016 - Advertorial

Geld gut anlegen - nichts leichter als das! So denken viele. Andere dagegen sagen "puh, das ist so schwer, was soll ich denn machen, ach, ich bleibe einfach bei dem Bewährten". Dabei ist richtig Geld anlegen gar kein Hexenwerk, und man muss auch kein BWL-Studium dafür absolviert haben. Es gilt einige Grundregeln zu beachten, und vor allem, diese sieben Stolperfallen zu vermeiden:

 

1. Nicht wissen, wie man sein Geld angelegt hat

Einmal im Jahr sollte jeder Anleger sich eine Übersicht verschaffen: welche Beträge habe ich angelegt, in welchen Produkten, mit welchen Laufzeiten / Bindungsfristen. So vermeidet man Häufungen z.B. von nur kurzfristigen Geldanlagen, oder nur einer Anlageklasse. Und man wird nicht überrascht, wenn auf einmal Gelder fällig werden und neu angelegt sein wollen ... Wissen ist Macht.

 

2. Spontan und aus dem Bauch heraus anlegen

Symphatien und Abneigungen haben bei Geldanlagen nichts verloren. Denn die Auswirkungen einer falschen Entscheidung sind viel schwerwiegender, wenn man z.B. nur aufgrund des symphatischen Beraters diesen Fonds für 10.000 Euro gekauft hat, als wenn man sich für einen doch nicht so schönen Pulli entscheidet. Natürlich ist man dieser oder jener Sparkasse / Bank gewogener als einer anderen - das kann entscheiden, wo man das Tagesgeldkonto anlegt. Aber ob man überhaupt ein solches Konto eröffnet - das hängt von ganz anderen Faktoren ab. Auch auf Spontanität sollte zugunsten wohlüberlegten Informierens, Abwägen und Planen verzichtet werden. Denn eine kluge Planung ist der halbe Erfolg

 

3. Nicht sparen, nichts anlegen, nichts ändern

Mit anderen Worten: Aussitzen. Das ist vor allem in der jetzigen Niedrigzinsphase sehr beliebt. Mehrere Zehntausend Euro auf dem Tagesgeldkonto oder Sparkonto haben, zu fast keinem Zins ... egal, immer noch besser als eine falsche Anlageentscheidung zu treffen ... Menschlich, nachvollziehbar, verständlich - aber eben falsch. Damit verschenkt man Rendite. Wenn man nichts tut, kann man auch nichts falsch machen. Aber kriegt eben auch nichts für sein angelegtes Kapital. Oder im Falle von einem sinkenden Aktienkurs: es ist besser, mit Verlust auszusteigen und sich einen "Gewinner" zu suchen, als weiter zuzuschauen. Denn eine Aktie, die um 20 % gefallen ist, muss um 25 % wieder steigen, um auf den Ausgangskurs zu kommen. Wenn es einen beruhigt: mit einer Hälfte nichts tun, mit der anderen neue, chancenreichere Geldanlagen suchen.

Wenn man merkt, dass man auf einem toten Pferd sitzt, sollte man das Pferd wechseln.

 

4. Vermeintlich "heißen" Tipps folgen

"9 % Rendite - ganz sicher - absoluter Geheimtipp" - so oder ähnlich klingen viele vermeintlich interessante Angebote. Oder man hört am Stammtisch die Geschichte, wie der Bekannte eines Freundes der Schwester des Redners wahlweise - mit der Aktie xy 150 % Kursgewinn gemacht hat - 30 % Zins pro Jahr risikolos kassiert - die Traumimmobilie für einen extrem niedrigen Kaufpreis erworben hat. Und das will man auch, denn man will ja nicht außen vor sein, wenn alle anderen reich werden.

Ganz ehrlich: reich werden nur die Anbieter / Tippgeber, sonst keiner. Es gibt keine sicheren 9 % Zinsen pro Jahr. Und auf eine Apple-Aktie (1.000 % Kursgewinn) kommen 20 Aktien mit 1 % Kursgewinn und weitere 20 mit Kursverlusten. Und die Luxusvilla ist auch nur eine Holzhütte ... Im Ernst - zaubern kann keiner, Wunder gibt es keine. Nur realistische Erträge bei den verschiedenen Geldanlageprodukten. Die Chancen, von einem "heißen Tipp" zu profitieren, sind etwa genauso hoch wie ein Sechser im Lotto.

Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn. Aber eben "auch mal", nicht immer.

 

5. Nur auf eine Laufzeit und Anlagesparte setzen

Streuung heißt hier das Zauberwort. Sonst hat man ein sogenanntes "Klumpenrisiko". Erst mal überlegen, welche Anschaffungen und größeren Ausgaben in den nächsten Jahren so anstehen. Und welches Risiko man bereit ist, bei der Geldanlage einzugehen. Danach kann man dann seine gewünschten Laufzeiten wählen, und die Anlageprodukte selbst. Denn wenn z.B. in 3 Jahren der Junior im Ausland studieren möchte, hierfür ein ziemlicher Betrag nötig ist, dann ist es ziemlich unklug, sein Geld entweder mit mindestens 4 Jahren anzulegen, oder in Produkte mit Kurs- und / oder Verlustrisiko.

Nicht alle Eier in einen Korb legen.

 

6. Sicherheit über alles andere setzen

Das hört sich jetzt auf den ersten Blick komisch an, aber "Sicherheit bei einer Geldanlage" ist relativ. Ist damit der Erhalt des Anlagebetrags selbst gemeint? Dann kommen nur Bank- und Sparkassenprodukte bis max. 100.000 Euro (Staatsgarantie) je Kreditinstitut in Frage, gegebenenfalls höher, wenn das jeweilige Kreditinstitut einer Einlagensicherung angehört. Aber Achtung - dazu zählen nicht die Depots bei einer Bank / Sparkasse!

Bedeutet Sicherheit regelmäßige und pünktliche Auszahlung von Zinsen? Steht hinter der Geldanlage Substanz, wie eine Immobilie oder ein anderer Sachwert, oder ist es ein reines "Buchgeld"?

Und wieviel ist mir als Anleger die Sicherheit wert? Denn je höher die Sicherheit, desto geringer die Rendite. Oder andersherum "eine bessere Rendite geht immer mit einem gewissen Risiko daher".

Sichere Sachen sind meistens klein.

 

7. Das Anlageprodukt nicht verstehen

Das kommt leider häufiger vor als man denkt. Die wenigsten Anleger wissen, was ein "ETF" ist. Wenn überhaupt, dann "irgendetwas, was den DAX nachbildet, und weniger risikoreich als der direkte Kauf von Aktien ist". Oder in was das gewählte Anlageprodukt investiert, wie das Geschäftsmodell des Unternehmens aussieht, von dem man gerade eine Aktie, eine Anleihe, ein Festzinspapier kaufen will.

Ist das Geschäftsmodell zukunftsfähig? Beispiel RWE: mit Atomkraft und Kohlekraftwerken ist auf lange Sicht kein Geld mehr zu verdienen, deswegen hat die RWE-Aktie auch so stark an Wert eingebüßt. Die "grüne Energie"-Tochter Innogy dagegen hatte einen sehr guten Börseneinstand.

Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.

So gerüstet kann jeder Anleger die für ihn richtige Wahl treffen. Und dann zuschauen, wie sich sein Vermögen vermehrt ... fast so wie bei Dagobert Duck!

Georg Hetz, Gründer und Geschäftsführer der UDI im Interview mit LifeVERDE



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