Brennesseltee Kleine Pflanze, große Wirkung
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Brennesseltee - Kleine Pflanze, große Wirkung

Brennesseln - Die piksigen Pflanzen haben viele gesunde Nährstoffe, die im Tee ihre Wirkung entfalten.Ob gekauft oder selbst gemacht : Brennesseltee ist ein wertvoller Helfer bei gesundheitlichen Beschwerden.

Brennesseln - Die piksigen Pflanzen haben viele gesunde Nährstoffe, die im Tee ihre Wirkung entfalten.Ob gekauft oder selbst gemacht : Brennesseltee ist ein wertvoller Helfer bei gesundheitlichen Beschwerden.

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07.11.2018 - Bild: Pixabay - Autor: Eva Burghardt

An einem warmen Sommertag mit nackten Füßen über die Wiese laufen, ist ein unvergessliches Erlebnis. Genauso unvergesslich ist der Moment,wo man ohne es zu merken mitten in eine Brennessel getreten ist. Aus dem anfänglichen leichten Kribbeln wird bald ein schmerzhaftes Brennen und rote Quaddeln bedecken den Fuß. Die sogenannten Brennhaare der Brennessel enthalten den Abwehrstoff der Pflanze, der unter anderem Histamin und Ameisensäure enthält. In solchen Momenten fällt es schwer zu glauben, dass die grüne Pflanze ein wahrer Wunderheiler für unseren Körper und unsere Haut ist.

Doch bereits in der Antike und im Mittelalter nutzte man die Brennessel zur Behandlung von Rheuma und Gelenkschmerzen. Beim sogenannten Nesselpeitschen schlug man mit einem Strauss Brennesseln auf die betroffenen Stellen, um ihren Wirkstoff zu nutzen. Schon der Naturheilkundler Sebastian Kneipp, Namensgeber der sogenannten Kneipp-Medizin, war sich der vielfältigen Wirkung der Brennessel bewusst.

Heißer Tee mit großer Wirkung

Heute können wir auf das Nesselpeitschen verzichten und die wertvollen Wirkstoffe der Brennessel imTee trinken. Die Blätter der Pflanze enthalten Flavonide, die wassertreibend wirken und somit die Harnausscheidung anregen. Daher wird Brennesseltee vor allem bei Harnwegsinfekten und anderen Blasenentzündung angewendet. Die anregende Wirkung sorgt auch dafür, dass der Stoffwechsel angetrieben wird und Giftstoffe ausgeschwemmt werden. Dadurch wird der Tee auch als Mittel zur Entschlackung und als Detox-Mittel eingesetzt. Er soll außerdem schmerzstillend sein und Abhilfe bei Rheuma, Arthrose oder Menstruationsbeschwerden spenden. Als Gesichtswasser wird dem Brennesseltee nachgesagt, dass er Hautunreinheiten und Hautirritationen lindern kann.

Neben den Blättern, können auch die Wurzeln der Brennessel als Tee getrunken werden. Sie wirken ebenfalls auf die Harnwege und sollen Männern bei einer beginnenden gutartigen Prostatavergrößerung das Wasserlassen erleichtern. In einem solchen Fall, sollte man allerdings dringend zuerst einen Arzt besuchen und sich von ihm untersuchen lassen. Brennesseltee ersetzt keine ärztliche Behandlung.

Worauf man achten sollte

Die Entscheidung für einen Brennesseltee ist in jedem Fall sinnvoll. Man kann ihn entweder in einer Drogerie oder Apotheke kaufen oder ganz einfach selber machen. Beim Kauf sollte man unbedingt darauf achten qualitativ hochwertigen und reinen Brennesseltee zu kaufen. Die Anbau- und Verarbeitungskriterien sind ausschlaggebend für die Wirkung des Tees. Da außerhalb der EU nicht dieselben Anbaustandards gelten, kann es vorkommen, dass die Pflanzen mit gesundheitsschädlichen Chemikalien behandelt wurden. Ein Bio-Zertifikat auf der Packung verspricht meist eine reine Behandlung einen Anbau ohne Chemikalien.

Natürlich kann  man den heilenden Tee auch selber zubereiten. Dazu braucht es nicht mehr als einen Strauss Brennesseln, die sich überall in der Natur finden lassen. Nicht ohne Grund haben die Brennesseln den Ruf eines sich schnell vermehrenden Unkrauts. Beim Sammeln sollte man allerdings drauf achten keine Brennesseln zu pflücken, die in einem verkehrsreichen Gebiet oder einer Hundweise wachsen. Die Abgase und das Hundeurin können die Wirkung der Brennessel beeinträchtigen. Beim Pflücken empfiehlt es sich außerdem Handschuhe zu tragen, um den Kontakt mit Brennhaaren der Pflanze zu vermeiden.

Da der Tee ein Heilmittel ist, sollte man nicht länger als sechs bis acht Wochen einen Viertelliter Brennesseltee am Stück trinken. Wegen des harntreibenden Effekts sind die Organismen von  Nieren- und Herzpatienten leichter anfällig für eine Überbelastung und Durchfall. Schwangere sollten komplett auf die Einnahme von Brennesseltee verzichten.

Brennesseltee selber machen

Die Herstellung von Brennesseltee ist denkbar einfach. Die Zutaten lassen sich draußen finden und müssen nicht groß behandelt werden. Am besten sammelt man im Frühjahr die Brennesseln, da die jungen Triebe besonders viele Nährstoffe enthalten. Generell kann man aber zwischen Mai und September Brennesseln ernten. Dazu schneidet man einfach die jungen Triebe am Fuß am und streicht von unten nach oben bis zur Spitze einmal mit den Handschuhen entlang, um die Brennhaare zu entfernen.
Dann sollten die Brennesseln einige Zeit an einem trockenen und dunklen Ort getrocknet werden. Lösen sich die Blätter von den Stengeln, sind die Brennesseln trocken genug und können verwendet werden. Wer nicht warten möchte, kann auch frische Blätter zum Tee machen. Die brennenden Häärchen verlieren beim kochen ihre Wirkung. Für die Dosierung nimmt man einen gehäuften Teelöffel Blätter und übergießt ihn mit 250 ml Wasser. Nach acht bis zehn Minuten ist der Tee fertig und kann getrunken werden. Mit wenig Aufwand tut man so sich und seinem Körper etwas Gutes. 

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