Alles für die Katz: Warum Bio Katzenfutter besser ist als konventionelle Tiernahrung
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Alles für die Katz: Warum Bio Katzenfutter besser ist als konventionelle Tiernahrung

Bio Katzenfutter hat viele Vorteile - für die Tiere und für die Umwelt. Warum das so ist und wer Bio Katzenfutter herstellt, erfahrt ihr hier.

Bio Katzenfutter hat viele Vorteile - für die Tiere und für die Umwelt. Warum das so ist und wer Bio Katzenfutter herstellt, erfahrt ihr hier.

20.03.2019 - Ein Beitrag von Maria Pfeiffer - Bild: Pixabay

Katzen sind Deutschlands beliebtestes Haustier. Laut ZZF waren im Jahr 2017 22% der Deutschen Haushalte Katzenbesitzer. Das summiert sich auf 13,4 Millionen Katzen. Haustiere sind für uns oft mehr als nur Tiere. Sie sind Begleiter, Freunde, Familienmitglieder. Aus diesem Grund möchten wir für unsere Katzen nur das Beste – auch beim Futter. Der Griff zum Bio Katzenfutter ist dabei eine gute Wahl, denn: Bio Futter ist meist frei von Pestiziden, Konservierungsstoffen und Zuckerzusatz. Das ist vor allem für Katzen mit Allergien und Unverträglichkeiten eine gute Nachricht.

Der Anteil an Bio Katzenfutter orientiert sich am Verbrauch des Menschen

Nassfutter für unsere Vierbeiner besteht hauptsächlich aus Abfallprodukten aus der Fleischproduktion für Menschen. Der Tierschutzbund gibt an, dass die Herstellung von Tierfutter in Deutschland gesetzlich geregelt ist. Den eigenen Katzen darf demnach nur Fleisch vorgesetzt werden, dass auch für den Menschen zum Verzehr geeignet ist. Meist landen im Katzenfutter jedoch Organe, die die Menschen mit weniger Vorliebe verzehren, wie Herz, Niere, Leber und Milz. Da der Fleischkonsum bei Menschen immer noch sehr hoch ist, muss für unsere Vierbeiner kein Tier extra geschlachtet werden. Da außerdem Bio Fleisch weiterhin eine Nische ist, fällt auch für unsere Vierbeiner weniger Bio Katzenfutter an. Umso mehr sich der Mensch also für Bio Fleisch interessiert, desto mehr Bio Katzenfutter kann produziert werden. Katzenbesitzer tun also nicht nur sich selbst etwas Gutes, wenn sie auf Bio umsteigen, sondern auch ihren Fellbeinern.

Bio Katzenfutter ist auch für die Umwelt besser

Auch der Umwelt kommt Bio Katzenfutter zugute. Bei der biologischen Landwirtschaft wird auf Mineraldünger verzichtet und es wird weniger Stickstoff freigesetzt. Außerdem verzichten Bio  Bauern auf Pestizide. Das schont die Böden und gefährdet die Artenvielfalt – anders als die konventionelle Landwirtschaft – nicht.

Auch bei Bio Katzenfutter sollte Nassfutter bevorzugt werden

Bei Katzen ist allerdings Bio Nassfutter vorzuziehen. Katzen, die hauptsächlich Trockenfutter zu sich nehmen, haben eine geringere zusätzliche Wasserzufuhr, Nassfutter fördere laut Tierschutzbund schon durch die Fütterung die Wasseraufnahme. Erwachsenen Tieren sollten außerdem nicht zu viele verschiedene Futtermittel vorgesetzt werden, das belaste den Magen-Darm-Trakt. Das machen die Deutschen aber bereits überwiegend richtig. Laut ZZF (Zentralverbund Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V.) Statistik zeigt sich beispielsweise, dass die deutschen Katzenbesitzer mehr als dreimal so viel Geld in Nassfutter als in Trockenfutter investieren.

Bio Katzenfutter enthält meist einen höheren Fleischanteil

Anbieter für Bio Katzenfutter finden sich im Internet reichlich. Die Firma Mjamjam bietet zum Beispiel ausgewogene Katzennahrung. Vor allem der hohe Fleischanteil des Bio Katzenfutters ist hier bemerkenswert. Eine Dose Truthahn enthält beispielsweise 94% Fleisch und Innereien. Ein hoher Fleischgehalt ist oft Indikator dafür, dass dem Bio Katzenfutter weniger Zusatzmittel hinzugefügt werden und gilt damit als besonders positiv. Das Futter von Mjamjam ist außerdem frei von Zuckerzusätzen, Getreide und Laktose, Tiermehle und pflanzliche Nebenerzeugnisse. Das Geflügel Ragout der Firma Whiskas enthält vergleichsweise einen Fleischanteil von 22%, sowie pflanzliche Eiweissextrakte und Zucker.

Auf 100% Bio Katzenfutter setzt die Marke defu. Auch hier wird auf Geschmacksverstärker, Zucker und Konservierungsmittel verzichtet. Der Fleischgehalt ist hier ebenfalls sehr hoch. Ein Happen besteht beim Bio-Hofhuhn in Gelee aus 100% Huhn aus biologischer Landwirtschaft und setzt sich aus 35% Fleisch und 65% Innereien zusammen.

Vor vegetarischer und veganer Ernährung der Katzen ist abzuraten

Bei aller Liebe zur Katze, sollte es mit dem Gesundheitsgedanken nicht übertrieben werden. Was für den Menschen gilt, gilt nicht gleichzeitig für unsere geliebten Vierbeiner. Während Bio Katzenfutter ein toller Weg ist, um auf die Gesundheit der eigenen Haustiere zu achten, sollte eine Umstellung der Tiere auf vegetarische und vegane Kost vermieden werden. Der Tierschutzbund verweist hier auf § 2 des Tierschutzgesetzes, nach welchem Tiere artgerecht ernährt werden müssen. Katzen sind von Natur aus karnivor und sollten auch so ernährt werden. In Ausnahmefällen kann vegetarisches Bio Katzenfutter bei ausgewachsenen Tieren sinnvoll sein, sollte aber auf jeden Fall mit einem Tierarzt abgesprochen werden.

Eine vegane Ernährung sollte jedoch gänzlich vermieden werden. Sie führt bei Katzen zu Mangelernährung, da die Grundbedürfnisse der Tiere einfach nicht abgedeckt werden können. Tierschützer sprechen sich daher ganz klar gegen eine vegane Ernährung der Vierbeiner aus.

Unser Fazit: Wer seinen Katzen und sich selbst etwas Gutes tun möchte greift öfter nach Bio Katzenfutter. Den Geldbeutel schont das aber nicht

Wer seine Finger von vegetarischem Katzenfutter lässt und öfter nach Bio Katzenfutter greift, tut seinem Haustier sicher nichts Schlechtes. Generell gilt, dass sich Tierbesitzer bereits vor der Anschaffung eines Haustieres ihrer Verantwortung bewusst werden sollten. Es reicht nicht, sich auf die Werbelockungen der Tierfutterhersteller zu verlassen. Wichtig ist, dass man sich selbst über eine ausgewogene Ernährung der Katzen informiert. Zudem sollte man sich Gedanken darüber machen, dass Katzen auch immer Kosten mit sich bringen. Die Tiere sind nämlich nicht nur tolle Haustiere, sondern brauchen auch viel Pflege. Das schließt eben auch die Ernährung mit ein. Wer seine Katze mit Bio Katzenfutter verwöhnen möchte, muss etwas mehr Geld investieren als in konventionelles Futter. Vor allem aber der Verzicht auf Zuckerzusatz und weitere Zusatzmittel im Bio Katzenfutter könnten sich jedoch auf Dauer auszahlen, wenn ein Gang zum Tierarzt damit vermieden wird. 

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